Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 1984
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Donnerstag, 26. April 2018

März 30

Mitleid mit einem verlorengehenden Stamm

Richter 21,1-25 (15)

„Da tat es dem Volk leid um Benjamin, dass der HERR einen Riss gemacht hatte zwischen den Stämmen Israels.“

Nach dem Sieg über Benjamin triumphierten die Israeliten nicht. Dieser Sieg war in Wirklichkeit eine Niederlage. Auch wenn die Strafe notwendig war, fühlten sie keine Genugtuung. Die Israeliten kamen in Bethel zusammen und trauerten. Sie weinten, dann bauten sie dem Herrn einen Altar und opferten. Die Situation des Stammes Benjamin ließ ihnen keine Ruhe. Sie fragten sich, wie sie dem Stamm helfen konnten. Wegen eines Schwurs konnten sie den übrigen Benjaminitern ihre Töchter nicht mehr als Frauen geben. Der Stamm drohte auszusterben. Doch Jabesch in Gilead hatte nicht mitgekämpft. Die Stadt wurde geschlagen, und ihre Jungfrauen wurden den Benjaminitern gegeben. Die übrigen Frauen sollten sie sich selber bei einem Fest in Silo rauben. So wurde der Schwur nicht gebrochen und der Stamm blieb erhalten. Die Benjaminiter bauten ihr Erbteil wieder auf. Durch die Sorge der Israeliten für einen fast verlorenen Stamm konnte dieser erhalten bleiben.

Gebet: Herr, schenke mir Mitleid mit den Verlorengehenden und erhalte dein Erbteil.

Ein Wort: Mitleid mit den Verlorengehenden

Mittwoch, 25. April 2018

März 30

Sie blieben vor dem HERRN

Richter 20,1-48 (26)

„Da zogen alle Israeliten, das ganze Kriegsvolk, hinauf und kamen nach Bethel und hielten Klage und blieben dort vor dem HERRN und fasteten an diesem Tag bis zum Abend und opferten Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN.“

Der Schock der Schandtat von Gibea brachte die Israeliten einmütig zusammen. Sie ließen sich noch einmal berichten, wie es dazu gekommen war. Dann zogen sie aus gegen Gibea. Sie forderten die Herausgabe der Übeltäter, um das Böse aus Israel auszurotten, wie es das Gesetz vorsah. Doch die Benjaminiter weigerten sich. Israel war in der Überzahl, aber die Benjaminiter waren im Kampf erfahren. Die Israeliten befragten Gott. Obwohl sie aber seiner Anweisung folgten, erfuhren sie in der ersten Schlacht eine Niederlage. Sie beteten erneut und ermannten sich (22). Doch auch der zweite Versuch scheiterte. Diesmal blieben sie vor dem Herrn, fasteten und brachten Brandopfer und Dankopfer dar. Dann beteten sie erneut. Sie überließen die Entscheidung Gott. Ihre Einheit und ihr Glaube sind bemerkenswert. Das Entsetzen und der Zorn über die Schande hatte sie zur Einheit gemacht. Sie zweifelten auch nicht an der Führung Gottes. Sie empfingen Gottes Zusage des Sieges (28). Die Benjaminiter dachten, sie würden auch diesmal siegen. Aber sie gerieten in den Hinterhalt und wurden geschlagen nach dem Wort des Herrn.

Gebet: Herr, danke für Einheit im Kampf. Bitte lehre uns absolutes Vertrauen auf deine Führung.

Ein Wort: Bleibe vor dem Herrn

Dienstag, 24. April 2018

März 30

Die Schandtat von Gibea

Richter 19,1-30 (12)

„Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in die Stadt der Fremden einkehren, die nicht von den Israeliten sind, sondern wollen hinüber auf Gibea zu.“

Auch dieses Kapitel beginnt mit den Worten: „Zu der Zeit war kein König in Israel.“ Der Verfasser versucht damit, die nachfolgenden Geschehnisse einzuordnen. Letztendlich sagen diese Worte, dass die Israeliten Gott als ihren König verworfen hatten. Die Nebenfrau eines Leviten, der im Gebirge von Ephraim wohnte, ging nach einem Streit in ihr Vaterhaus nach Juda zurück. Ihr Mann ging ihr nach, um sich mit ihr zu versöhnen. Sein Schwiegervater hielt ihn lange fest, doch schließlich brachen sie auf. Sie kamen bis nach Jebus (später: Jerusalem), als es dunkel wurde. Der Knecht schlug vor, dort Herberge zu suchen. Doch der Mann wollte nicht zu den Jebusitern, sondern zu einer Stadt der Israeliten. Er dachte, dass sie beim auserwählten Volk willkommen und sicher wären. Doch in Gibea wollte sie niemand aufnehmen, nur einer, der selber Fremdling war. Nachts kamen die Männer des Ortes und wollten sich über den Gast im Haus hermachen. Dann vergewaltigten und schändeten sie seine Nebenfrau, sodass sie starb. Der Levit sandte die Stücke der Leiche an alle Stämme Israels als ein drastisches Signal der Schande. Die Männer von Gibea handelten schlimmer als die Heiden. Die Angehörigen des Volkes Gottes folgten dem Beispiel Sodoms und Gomorras, die der Herr durch Feuer und Schwefel vernichtet hatte. Sünde kennt keine Grenze.

Gebet: Herr, bewahre mich vor der Sünde. Führe uns zur Buße, dass wir nicht schlimmer werden als Sodom.

Ein Wort: Buße setzt der Sünde eine Grenze

Montag, 23. April 2018

März 30

Wenn Gott nicht der König ist

Richter 18,1-31 (14)

„Da hoben die fünf Männer an, die ausgezogen waren, um das Land bei Lajisch zu erkunden, und sprachen zu ihren Brüdern: Wisst ihr auch, dass es in diesen Häusern einen Efod und einen Hausgötzen und ein geschnitztes und gegossenes Bild gibt? Bedenkt nun, was ihr zu tun habt.“

Dem Stamm Dan war bei der Landnahme sein Erbteil verloren gegangen (Jos 19,47). Sie sandten Männer aus, die nach einem geeigneten Ort suchen sollten. Diese Männer trafen im Haus Michas den jungen Leviten, den Micha als Priester angestellt hatte. Er ermutigte sie in ihrer Suche. In Lajisch sahen sie einen passenden Ort für ihren Stamm. So zogen sechshundert Männer von Dan aus, um diese Stadt einzunehmen. Als sie zum Haus Michas kamen, schlugen die fünf Kundschafter vor, den Hausgötzen zu rauben. Offensichtlich hatte er ihnen ja Glück gebracht. Dazu nötigten sie den Priester, mit ihnen zu ziehen und Priester für ihren Stamm zu sein. Dem Priester war es recht. Micha jagte ihnen nach, aber sie bedrohten ihn, und er musste zurückkehren. Der Stamm Dan überfiel die Stadt Lajisch und machte sie zu seinem Stammsitz. Dazu stellten sie Michas Standbild auf und etablierten den Götzendienst. Waren das wirklich Israeliten? Wo Gott nicht regiert, herrschen Egoismus, Gewalt und Unrecht. Nur dort, wo Gott der König ist, wird der Unterschied zwischen dem Volk Gottes und den gottlos lebenden Menschen deutlich sichtbar.

Gebet: Herr, du bist unser König. Bitte hilf uns, nach deinen Geboten zu leben und dich zu offenbaren.

Ein Wort: Leben nach Gottes Geboten

Samstag, 21. April 2018

März 30

Ein angestellter Priester

Richter 17,1-13 (10)

„Micha sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mir Vater und Priester sein. Ich will dir jährlich zehn Silberstücke geben und was du an Kleidung und Nahrung brauchst.“

Das Beispiel der Geschichte Michas aus Ephraim veranschaulicht die geistliche Not zu jener Zeit. Dieser Micha hatte seiner Mutter Geld gestohlen. Als er es zurückgab, gebrauchte seine Mutter es, um ein Götzenbild zu machen. Micha schuf sich ein „Gotteshaus“ mit diesem Götzenbild und machte einen seiner Söhne zum Priester. Zu jener Zeit war kein König in Israel, und jeder tat, was ihn recht dünkte. Als ein junger Levit in sein Haus kam, stellte Micha ihn als Priester ein. Micha hoffte darauf, dass Gott ihn segnen würde, weil er nun einen Leviten zum Priester gemacht hatte. Michas Anbetung war nichts als Aberglaube, weil er nicht auf der Schrift basierte. Er ignorierte sowohl den Ort als auch die Form der Anbetung. Er ignorierte auch, dass Gott die Priester beruft und diese nicht wie ein Bediensteter eingestellt werden können. Vor allen kam er nicht in Buße zu Gott, sondern war voller Erwartung. Er hatte eine ganz falsche Vorstellung von Gott, von der Anbetung und von sich selber. Was er brauchte, war kein bezahlter Priester, sondern ein von Gott gesandter Bibellehrer, der ihm helfen könnte, zu Gott zu kommen und ihn wahrhaft anzubeten.

Gebet: Herr, vergib unseren Aberglauben. Hilf uns, mit Buße aufgrund der Schrift zu dir zu kommen und dich anzubeten.

Ein Wort: Ein von Gott berufener Bibellehrer

Freitag, 20. April 2018

März 30

Gib mir Kraft noch dies eine Mal!

Richter 16,23-31 (28)

„Simson aber rief den HERRN an und sprach: Herr HERR, denke an mich und gib mir Kraft, Gott, noch dies eine Mal, dass ich mich mit einem Mal für meine beiden Augen räche an den Philistern!“

Die Philister hatten Simson gefangen genommen. Sie dachten, ihr Gott Dagon habe ihnen geholfen, und feierten ihm zu Ehren ein großes Fest. Simson musste wie ein Tanzbär vor ihnen auftreten. Doch Gott lässt sich nicht spotten. Gottes Gericht über sie und ihren Gott war schon beschlossen. In der Gefangenschaft war Simsons Haar wieder gewachsen. Ein Teil seiner früheren Stärke war zurückgekehrt. Simson ließ sich zu den Stützsäulen des Hauses führen. Dann betete er eindringlich. Er bat Gott, ihm noch einmal Kraft zu geben. Dann stemmte er sich mit aller Kraft gegen die Säulen. Das Haus Dagons fiel ein. Mit Simson starben viele Philister, mehr als er zu Lebzeiten getötet hatte. Simson war eigentlich schon besiegt gewesen, und Gottes Feinde hatten scheinbar gesiegt. Doch Gott gebrauchte auch noch seinen Tod, um seine Macht über alle anderen Götter zu offenbaren. Manchmal sieht es so aus, als hätten wir wegen unserer Verantwortungslosigkeit alle Chancen verspielt, und Gott könne nicht mehr wirken. Gott aber erhört ein solches Gebet. Gott erweist sich bis zum Ende als der lebendige und allmächtige Gott.

Gebet: Herr, gib mir Kraft noch dies eine Mal und erzeige dich als der allmächtige Gott.

Ein Wort: Kraft, noch dieses eine Mal

Donnerstag, 19. April 2018

März 30

Der HERR wich von Simson

Richter 16,1-22 (20)

„Und sie sprach zu ihm: Philister über dir, Simson! Als er nun von seinem Schlaf erwachte, dachte er: Ich will frei ausgehen, wie ich früher getan habe, und will mich losreißen. Aber er wusste nicht, dass der HERR von ihm gewichen war. “

Simson war so stark, dass er praktisch unbesiegbar war. Als er in Gaza zu einer Hure ging, umstellten die Philister die Stadt und lauerten ihn auf. Er aber ergriff das Stadttor, hob es aus den Angeln und trug es bis nach Hebron. Weil die Philister ihn so nicht besiegen konnten, suchten sie andere Wege. Simsons Schwäche war seine Liebe zu den Frauen der Philister. Diesmal war er verliebt in Delila. Die Philister bestachen sie, ihm das Geheimnis seiner Stärke zu entlocken. Dreimal täuschte er sie. Sie warf ihm vor, sie nicht zu lieben. Täglich drängte sie ihn und setzte ihm zu. Schließlich tat er sein Herz auf und sagte ihr, dass er ein Geweihter Gottes war. Würde man sein Haar abschneiden, würde er schwach werden. Delila ließ die Philister kommen und sein Haar abschneiden. Er wollte sich losreißen, aber der Herr war von ihm gewichen. Die Philister nahmen ihn gefangen, blendeten ihn und brachten ihn ins Gefängnis, wo er arbeiten musste. Gott hatte Simson von Mutterleib an besondere Stärke gegeben und hatte diese Stärke für das Heil seines Volkes gebraucht. Diese Stärke war aber nicht für ein Leben im Selbstvertrauen und nach der Begierde gegeben. Als Simson dem listigen Drängen einer Frau nicht widerstand, wich der Herr von ihm.

Gebet: Herr, danke für deine Stärke. Gebrauche mein ganzes Leben für das Heil deines Volkes.

Ein Wort: Stärke vom Herrn und für den Herrn

Mittwoch, 18. April 2018

März 30

Der Geist des HERRN geriet über ihn

Richter 15,1-20 (14)

„Und als er nach Lehi kam, jauchzten die Philister ihm entgegen. Aber der Geist des HERRN geriet über ihn, und die Stricke an seinen Armen wurden wie Fäden, die das Feuer versengt hat, sodass die Fesseln an seinen Händen zerschmolzen.“

Simson hatte noch nicht mitbekommen, dass seine Frau wieder verheiratet war. Ihr Vater bot die jüngere Schwester als Ersatz an. Simson wurde zornig. Er nahm dreihundert Füchse und trieb sie mit brennenden Fackeln in die Kornfelder, Weinberge und Ölbäume der Philister. Die Philister töteten Simsons Frau und ihre Familie. Simson rächte dies mit mächtigen Schlägen. Daraufhin zogen die Philister zur Felsenkluft von Etam, um Simson zu ergreifen. Die Männer von Juda fürchteten sich vor den Philistern. Sie lieferten Simson gebunden aus, um die Philister zu besänftigen. Die Philister dachten schon, sie hätten gesiegt. Doch der Geist Gottes kam über Simson. Die Fesseln an seinen Händen zerschmolzen. Er ergriff einen Eselskinnbacken und erschlug damit tausend Mann. Nach diesem großen Sieg dürstete ihn sehr. Er bat Gott, und Gott gab ihm Wasser. Gott schenkte Israel durch Simson Heil. Zwanzig Jahre lang hatten die Philister keine Ruhe mehr. Ein Mensch, auf den der Geist Gottes kommt, ist mehr als viele geistlose Menschen, die sich vor den Feinden Gottes fürchten.

Gebet: Herr, vergib unsere Furcht und Kompromissbereitschaft. Stelle einen Menschen des Geistes wie Simson auf und schenke uns dein Heil.

Ein Wort: Der Geist des Herrn

Dienstag, 17. April 2018

März 30

Der HERR suchte einen Anlass

Richter 14,1-20 (4)

„Aber sein Vater und seine Mutter wussten nicht, dass es von dem HERRN kam; denn er suchte einen Anlass gegen die Philister. Die Philister aber herrschten zu der Zeit über Israel.“

Simson sah eine Philisterin und wollte sie heiraten. Seine Eltern waren nicht froh. Doch Simson bestand darauf. Die Eltern wussten nicht, dass dies von Gott kam. Gott suchte einen Anlass für einen Konflikt mit den Philistern, um sein Errettungswerk zu beginnen. Auf dem Weg zum Besuch bei den Brauteltern tötete Simson einen Löwen mit seinen bloßen Händen. Einige Tage später hatte sich im Kadaver des Löwen ein Bienenschwarm eingenistet. Simson machte ein Rätsel daraus. Drei Tage lang konnten die Philister das Rätsel nicht erraten. Da bedrohten sie Simons Frau, damit diese die Lösung bei Simson erfragte. Dadurch gewannen sie zwar die Wette, provozierten aber Simsons Zorn. Er erschlug dreißig Philister und gab ihnen deren Feierkleider. Dann ging er heim. Seine Frau wurde einem anderen gegeben. Vierzig Jahre lang waren die Israeliten hilflose Knechte der Philister gewesen. Jetzt begann der Konflikt. Dahinter stand der souveräne Gott. Nur scheinbar ging es um Gefühle wie Begierde und gekränkte Ehre. Gott richtete einen Mann auf, um Israel zu mobilisieren und aus der Unterdrückung zu befreien. Gott wollte es nicht länger hinnehmen, dass ein Volk, das ihn und seine Gebote verachtete, sein auserwähltes Volk beherrschte.

Gebet: Herr, erwecke Retter, um dein Volk aus der Unterdrückung zu befreien.

Ein Wort: Es kam vom Herrn

Montag, 16. April 2018

März 30

Gesegnete Eltern

Richter 13,1-25 (24)

„Und die Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson. Und der Knabe wuchs heran, und der HERR segnete ihn.“

Zur Zeit der Geburt Simsons sündigten die Israeliten wieder. Gott gab sie in die Hände der Philister, die sie vierzig Jahre unterdrückten. Nach vierzig Jahren sandte er seinen Engel zur Frau Manoachs vom Stamme Dan. Sie war unfruchtbar. Gott gab ihr durch den Engel eine frohe Nachricht: „Du bist unfruchtbar und hast keine Kinder, aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären.“ Er gab ihr die Anweisung, während der Schwangerschaft keinen Alkohol zu trinken und nichts Unreines zu essen. Das Kind sollte ein Geweihter Gottes sein von Mutterleib an und er sollte anfangen, Israel von den Philistern zu erretten. Die Frau erzählte ihrem Mann davon. Manoach bat Gott um nähere Orientierung. Gott sandte den Engel ein zweites Mal. Als die beiden erkannten, dass es der Engel Gottes war, erschraken sie. Manoach dachte, sie müssten sterben. Doch seine Frau wies auf Gottes Gnade hin. Gott hätte sie schon töten können, aber Gott wollte sie segnen. Er hatte ihr Opfer gnädig angenommen. Die beiden gehorchten der Anweisung Gottes. Manoachs Frau gebar einen Sohn und nannte ihn Simson. Gott segnete ihn und war durch seinem Geist mit ihm. Gesegnete Eltern sind diejenigen, die Gottes Segen annehmen und ihr Kind von Mutterleib an dem Herrn weihen.

Gebet: Herr, danke für deinen Segen. Ich weihe ihn dir von Anfang an.

Ein Wort: Gott segnete ihn

Samstag, 17. Februar 2018

Dezember 27

Ihr halft mir nicht

Richter 12,1-15 (3)

„Als ich nun sah, dass ihr nicht helfen wolltet, wagte ich mein Leben daran und zog gegen die Ammoniter, und der HERR gab sie in meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, mit mir zu kämpfen?“

Wie schon zu Gideons Zeiten kamen die Männer von Ephraim und forderten den Richter auf, sich selbst vor ihnen zu rechtfertigen. Sie fragten, warum er sie nicht hatte mitkämpfen lassen, und drohten, ihn umzubringen. Jeftah klärte die Situation. Er hatte sie im harten Kampf mit den Ammonitern um Hilfe gebeten, doch sie hatten ihm nicht geholfen. Warum sollten sie jetzt etwas verlangen können? Jeftah gab nicht nach. Er sammelte die Gileaditer und kämpfte und siegte gegen Ephraim. Die Ephraimiter hatten die Gileaditer verspottet, doch jetzt mussten sie bitter bezahlen. Einige von ihnen versuchten, sich zu verstellen und so durchzukommen. Doch ihre Sprache verriet sie, und sie kamen um. Jeftahs Richtertum dauerte nur sechs Jahre, doch diese Jahre waren sehr ereignisreich. Hebräer 11,32 zählt ihn zu den Glaubenshelden. Nach ihm richteten Ibzan, Elon und Abdon das Volk für insgesamt 25 Jahre. Gott war mit seinem Volk und hatte zu jeder Zeit seine Übriggebliebenen.

Gebet: Herr, danke für einen Mann des Glaubens. Hilf mir, klar zu bleiben gegenüber denen, die nicht mithelfen.

Ein Wort: Warum kommt ihr nun zu mir?

Freitag, 16. Februar 2018

Dezember 27

Ein unbedachtes Gelübde

Richter 11,34-40 (36)

„Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan vor dem HERRN, so tu mit mir, wie dein Mund geredet hat, nachdem der HERR dich gerächt hat an deinen Feinden, den Ammonitern.“

Vor seinem Sieg über die Ammoniter hatte Jeftah ein Gelübde getan. Das Erste, was ihm bei seiner Rückkehr aus seinem Haus entgegenkommen würde, wollte er als Brandopfer darbringen. Gelübde waren nicht unüblich, doch dieses Gelübde war unbedacht und unvorsichtig. Vielleicht hatte er an ein Tier gedacht. Jedenfalls kam seine einzige Tochter heraus, um ihren Vater zu begrüßen. Jeftah war zu Tode betrübt. Er konnte keinen Rückzieher mehr machen, obwohl er es gerne wollte. Seine Tochter aber hatte eine klare Haltung. Sie war bereit, gemäß dem Gelübde sogar geopfert zu werden. Gott hatte ihm den Sieg gegeben, jetzt sollte er auch sein Gelübde halten. Wir wissen nicht ganz genau, ob Jeftah sie tatsächlich opferte oder sie nach den Vorschriften des Gesetzes ablöste, (3. Mose 27) und sie nur unverheiratet blieb. Auf jeden Fall musste er ein schweres Opfer bringen. Die Tochter Jeftahs wurde seitdem von den Mädchen in Israel beweint. Zugleich wird ihre mutige und den Eltern gehorsame Haltung bewundert.

Gebet: Herr, hilf mir, kein unbedachtes Gelübde zu tun. Bitte gib unseren Kindern ein gehorsames Herz.

Ein Wort: Tu, was dein Mund geredet hat vor dem Herrn

Donnerstag, 15. Februar 2018

Dezember 27

Der Geist des HERRN kam auf Jeftah

Richter 11,12-33 (29)

„Da kam der Geist des HERRN auf Jeftah, und er zog durch Gilead und Manasse und nach Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead liegt, gegen die Ammoniter.“

Jeftah sandte gleich eine Botschaft an den König der Ammoniter. Der König beanspruchte das Land von Israel, indem er an die Zeit nach dem Auszug aus Ägypten erinnerte. Jeftah machte deutlich, dass Israel sich nicht unrechtmäßig das Land genommen hatte, sondern dass Gott selbst die Bewohner vertrieben hatte. Wenn der König jetzt Land haben wollte, sollte er seinen „Gott“ Kemosch die Bewohner vertreiben lassen. Jeftah sagte dem König klar, dass sein Handeln böse war. Jeftah verhandelte nicht mit dem feindlichen König. Er war vor ihm auch nicht feige, das geistliche Anliegen anzusprechen. Jeftah blieb ohne Kompromiss und wich keinen Zentimeter. Der König wollte nicht auf die Warnung hören. Der Geist des Herrn kam auf Jeftah, und er zog gegen die Ammoniter. Der Herr gab sie in seine Hände, und er schlug sie mit mächtigen Schlägen. Gott ist mit den Mutigen. Die götzendienerischen Praktiken hat Gott vor seinem Volk her vertrieben. Sie haben kein Anrecht mehr. Wir brauchen ihnen keine Zugeständnisse zu machen. Die Geister, die nicht hören wollen, werden mit gewaltigen Schlägen geschlagen und gedemütigt.

Gebet: Herr, danke für Jeftahs Vorbild einer kompromisslosen Haltung. Lass solchen Geist auf mich kommen.

Ein Wort: Ohne Kompromiss gegen die Feinde

Mittwoch, 14. Februar 2018

Dezember 27

Ein Opfer des Schicksals wird zum Leiter

Richter 11,1-11 (11)

„So ging Jeftah mit den Ältesten von Gilead, und das Volk setzte ihn zum Haupt und Obersten über sich. Und Jeftah redete alles, was er zu sagen hatte, vor dem HERRN in Mizpa.“

Jeftah war ein Sohn Gileads, des Stammesfürsten der Gileaditer. Aber er war unehelich als Sohn einer Hure geboren. Seine Halbbrüder, die ehelichen Söhne Gileads, verachteten ihn. Sogar stießen sie ihn aus, weil er nicht mit ihnen zusammen erben sollte. Jeftah floh. Obwohl er aber verstoßen war, wurde er ein Hirte für lose, verbitterte Männer, die sich bei ihm sammelten. Als nun die Ammoniter einfielen, suchten die Gileaditer einen geeigneten Anführer. Sie erinnerten sich an Jeftah und baten ihn um Hilfe. Jeftah erinnerte sie an ihr früheres Verhalten. Weil er sie kannte, forderte er von ihnen eine klare Aussage, ob sie seine Leiterschaft anerkennen würden. Sie stimmten zu. Doch Jeftah vertraute nicht auf sich selbst. Er vertraute darauf, dass der Herr ihm die Feinde in die Hand geben würde. Und er redetet alles, was er zu sagen hatte, vor dem Herrn. Zu Beginn sah Jeftah wie ein Opfer eines unglücklichen Schicksals aus und nicht wie ein Leiter. Doch Gott konnte diesen Mann gebrauchen, um seinem Volk zu helfen.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade der Berufung als ein Leiter. Lehre mich, alle Dinge vor dir zu reden.

Ein Wort: Ein Leiter vor dem Herrn

Dienstag, 13. Februar 2018

Dezember 27

Da jammerte es ihn

Richter 10,1-18 (16)

„Und sie taten von sich die fremden Götter und dienten dem HERRN. Da jammerte es ihn, dass Israel so geplagt wurde.“

Nach Abimelechs Königtum erweckte Gott seinem Volk die Richter Tola und Jaïr für 22 bzw. 23 Jahre. Doch die Israeliten taten wiederum, was dem Herrn missfiel. Sie dienten den fremden Göttern und nicht dem lebendigen Gott, der sie so sehr liebte. Um sie zu disziplinieren, ließ Gott es zu, dass die Philister und Ammoniter sie bedrückten. 18 Jahre lang dauerte diese schwere Zeit. Die Feinde drangen sogar über den Jordan vor auf das Gebiet der Stämme Juda, Benjamin und Ephraim. Die Israeliten schrien zum Herrn um Hilfe und bekannten ihre Sünden. Gott tadelte sie zuerst hart. Er hatte sie schon viele Male errettet. Jetzt sollten sie zu ihren selbstgewählten Göttern schreien, er wollte ihnen nicht mehr helfen. Dieser Tadel ernüchterte die Israeliten. Sie erkannten, dass sie keinen Anspruch auf die Hilfe Gottes hatten. Sie waren ganz auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen. In ehrlicher Buße taten sie von sich die fremden Götter und dienten dem Herrn. Da jammerte Gott es, dass sie so geplagt wurden. Die Israeliten waren bereit, gegen die Feinde zu kämpfen. Gott bereitete schon einen Leiter für sie vor. Gottes Zorn bleibt nicht ewig. Seine Barmherzigkeit währt für und für.

Gebet: Herr, danke für deine Barmherzigkeit. Vergib meine Sünde und schenke mir deine Gnade.

Ein Wort: Gottes jammervolles Herz

Montag, 12. Februar 2018

Dezember 27

Gott vergilt das Böse

Richter 9,22-57 (56)

„So vergalt Gott dem Abimelech das Böse, das er seinem Vater angetan hatte, als er seine siebzig Brüder tötete.“

Jotam hatte Abimelech und die Männer von Sichem gewarnt. Offensichtlich vergaßen sie diese Warnung oder lachten über sie. Gott aber vergaß nicht. Nach drei Jahren entstand Zwietracht zwischen Abimelech und den Sichemitern. Unter Führung Gaals revoltierten sie. Der Stadthauptmann aber hielt es mit Abimelech und rief ihn herbei. Abimelech kam, vertrieb den Gaal und schlug die Stadt mit einem Hinterhalt. Als die Leute in den Baalstempel flohen, verbrannte er den Tempel mit allen, die darin waren. Dann zog er nach Tabez und belagerte die Stadt. Er war aber unvorsichtig und ging zu nahe an die Mauer heran. Eine Frau warf einen Mühlstein herab und traf ihn am Kopf. Auch im Angesicht des Todes war er noch stolz und dachte nur daran, nicht durch die Hand eines Weibes zu sterben. Böse Taten haben immer Folgen. Gott vergisst nicht. Für eine kurze Zeit sah Abimelech wie ein Sieger aus. Aber Gott vergalt ihm und den Männern von Sichem ihre lästerlichen Taten. Wir sollen uns nicht irreführen lassen. Gott lässt sich nicht spotten. Was ein Mensch sät, das erntet er (Gal 6,7).

Gebet: Herr, hilf mir, mich nicht irreführen zu lassen. Du vergiltst jede böse Tat.

Ein Wort: Gott vergisst keine böse Tat

Samstag, 10. Februar 2018

Dezember 27

Geschichtsbewusstsein

Richter 9,1-21 (16)

„Habt ihr nun recht und redlich getan, dass ihr Abimelech zum König gemacht habt? Und habt ihr wohlgetan an Jerubbaal und an seinem Hause, und habt ihr ihm getan, wie er’s um euch verdient hat?“

Die Generation nach Gideon folgte leider nicht seinem Glauben und seinen Taten. Abimelech, Sohn einer Nebenfrau Gideons aus Sichem, warb lose Männer an und brachte seine Brüder, die Söhne Gideons, um. Nur der jüngste Sohn Gideons namens Jotan entrann. Dann ließ sich Abimelech in Sichem zum König machen. Jotan hätte sich aus Furcht und Resignation verbergen können. Doch er konnte Abimelechs Handeln nicht einfach so hinnehmen. Darum stellte er sich auf den Gipfel des Berges Garizim. Von diesem Berg hatte Mose dem Volk den Segen verlesen lassen. In seiner Rede erinnerte Jotam Israel an die Geschichte. Er warnte mit dem Gleichnis vom Dornbusch und den Bäumen vor der Vermessenheit Abimelechs und vor seinem Fall. Dann klagte er Israel an, die Wohltaten Gottes durch seinen Vater Gideon vergessen zu haben. Nach seiner klaren und mutigen Rede floh Jotam und verbarg sich. Kein Geschichtsbewusstsein zu haben ist keine leichte Sache. Als Hirten und Leiter für unser Volk dürfen wir dies nicht hinnehmen, sondern sollen wie Jotam unsere Brüder und die nachfolgenden Generationen warnen.

Gebet: Herr, danke für deine Wohltaten der Vergangenheit. Gebrauche mich, Geschichtsbewusstsein zu lehren.

Ein Wort: Richte Geschichtsbewusstsein auf

Freitag, 9. Februar 2018

Dezember 27

Der Herr soll Herrscher über euch sein

Richter 8,4-35 (23)

„Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herrscher über euch sein, und mein Sohn soll auch nicht Herrscher über euch sein, sondern der HERR soll Herrscher über euch sein.“

Nach dem Sieg über die Midianiter handelte Gideon konsequent. Er jagte den Königen der Midianiter, Sebach und Zalmunna nach, obwohl er und seine 300 Männer sehr müde waren. Die überlebenden Midianiter wähnten sich schon in Sicherheit, aber Gideon überfiel sie und nahm ihre Könige gefangen. Bei seine Rückkehr strafte er die Städte Sukkot und Pnuël, die ihn nicht unterstützt hatten. Die Israeliten waren von Gideons Taten begeistert. Sie baten ihn, erblicher Herrscher über sie zu werden. Doch Gideon lehnte ab. Er wollte das Königtum weder für sich selbst noch für seine Söhne. Der Herr sollte Herrscher über sie sein. Ein König verleitet dazu, die Herrschaft Gottes zu relativieren. Gideon wusste dies und betete für sein Volk, dass sie Gottes Herrschaft annehmen würden. Er unterschätzte allerdings den Hang des Volkes zum Götzendienst und ließ einen Efod machen. Vermutlich wollte er die Anbetung vereinfachen, denn Silo lag im aufrührerischen Ephraim. Das Volk aber begann wieder mit Abgötterei. Dennoch gab es vierzig Jahre Ruhe, solange Gideon lebte.

Gebet: Herr, hilf mir, konsequent zu sein. Bitte hilf deinem Volk, deine Herrschaft anzunehmen.

Ein Wort: Der Herr soll Herrscher sein

Donnerstag, 8. Februar 2018

Dezember 27

Gideon besiegt die Midianiter

Richter 7,9-8,3 (7,22)

„Und während die dreihundert Mann die Posaunen bliesen, schaffte der HERR, dass im ganzen Heerlager eines jeden Schwert gegen den andern war. Und das Heer floh bis Bet-Schitta auf Zereda zu, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbat.“

Die 300 Männer Gideons standen einer riesigen Zahl von Feinden gegenüber. Es gab keine vernünftige Strategie bei einem solchen Ungleichgewicht. Doch Gideon hörte auf Gottes Anweisungen. Zuerst wollte Gott ihn stärken. Dazu sandte er ihn und seinen Diener heimlich ins Lager der Midianiter. Dort erfuhren sie, dass unter den Feinden schon große Furcht herrschte. Gideon betete Gott an und mobilisierte seine Leute. Sie bewaffneten sich mit Posaunen, Tonkrügen und Fackeln. Die Israeliten teilten sich in drei Lager und umringten das feindliche Heerlager. Dann bliesen sie die Posaunen, zerschlugen die Krüge und riefen: „Hier Schwert des Herrn und Gideons!“ Die Feinde erschraken zu Tode. Sie waren vorher schon furchtsam gewesen. Jetzt wandten sie sich in Panik gegeneinander und flohen bis hinter den Jordan. Gideon jagte ihnen nach und besiegte die versprengten Feinde einschließlich ihrer Fürsten mit Hilfe der Männer von Naftali, Asser, Manasse und Ephraim. Die Ephraimiter wollten ihren Anteil am Ruhm. Gideon stritt nicht mit ihnen. Der Sieg aber kam durch Gideons Gehorsam.

Gebet: Herr, danke für deine Stärkung zum Kampf. Wenn ich gehorche, schenkst du den großen Sieg.

Ein Wort: Blase die Posaune, Gott schenkt den Sieg!

Mittwoch, 7. Februar 2018

Dezember 27

Gideon sichtet das Volk

Richter 7,1-8 (7)

„Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hände geben; aber alles übrige Volk lass gehen an seinen Ort.“

Das Heerlager der Midianiter befand sich in der Ebene Jesreel. Gideon hatte eine große Streitmacht von 32.000 Soldaten zusammen gerufen und lagerte sich südlich des feindlichen Lagers. Gott wies Gideon nun an, sein Heer zu verkleinern. Sonst könnten sich die Israeliten bei einem Sieg ihrer eigenen Kraft rühmen. Zuerst sollten alle nach Hause, die ängstlich und verzagt waren. Niemand möchte gerne als Feigling dastehen. Doch die klare Herausforderung wirkte. Mehr als zwei Drittel der Israeliten kehrten um. Es waren nur noch 10.000 gegenüber einer großen Masse von Feinden (12). Doch in Gottes Augen waren es noch zu viele. Gideon sollte sie am Wasser sichten. Wer am Wasser niederkniete und trank, wurde aussortiert. Wer das Wasser wie ein Hund mit der Zunge leckte, blieb bei Gideon. Dies waren die Wachsamen. Es waren nur 300 Mann. Durch diese 300 Männer unter der Leitung von Gideon wollte Gott die Feinde besiegen. Gott braucht nicht viele. Er braucht diejenigen, die nicht feige sind, sondern die zum Kampf bereit sind und Gott die Ehre geben.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade der Erwählung. Hilf mir, bereit zu sein, und nimm alle Ehre.

Ein Wort: Gott rettet durch die wenigen, die bereit sind

Dienstag, 6. Februar 2018

Dezember 27

Der Geist des HERRN erfüllte Gideon

Richter 6,33-40 (34)

„Da erfüllte der Geist des HERRN den Gideon. Und er ließ die Posaune blasen und rief die Abiësriter auf, ihm zu folgen.“

Gideon hatte sich durch seinen Eifer für Gott als Leiter bewährt. Als die Midianiter und Amalekiter sich gegen Israel sammelten, erfüllte ihn der Geist des Herrn. Er wurde durch die Bedrohung nicht eingeschüchtert, sondern geistlich herausgefordert und lebendig. Der Geist Gottes gab ihm Kraft und Klarheit. Er ließ ihn die Posaune blasen und rief die Abiësriter, Manasse, Asser, Sebulon und Naftali zum Kampf. Gideon begann den Kampf aber nicht unvorbereitet. Vorher suchte er Gewissheit durch das Gebet. Wollte Gott wirklich Israel durch ihn erretten oder war das nur ein Traum oder eine ehrgeizige Idee gewesen? Er „versuchte“ Gott, indem er ihn mit demütigem Herzen zweimal um ein Zeichen bat. Beide Male erhielt er von Gott die Bestätigung, dass Gott ihn gesandt hatte. Wenn wir auf die Bedrohungen der Welt gegen Gottes Volk schauen, gibt es zwei Möglichkeiten: entweder werden wir verzagen oder wir lassen uns vom Geist des Herrn erfüllen. Der Geist des Herrn gibt Kraft und mobilisiert schwache Menschen als mächtige Leiter. Gott freut sich, wenn wir zu ihm kommen und ihn um Gewissheit bitten. Er wird uns sicher machen, dass er uns für sein Rettungswerk berufen hat.

Gebet: Herr, erfülle mich mit deinen Geist. Bitte gebrauche mich, dein Volk zu retten.

Ein Wort: Erfüllt vom Geist des Herrn

Montag, 5. Februar 2018

Dezember 27

Baue deinem Gott einen Altar

Richter 6,25-32 (26)

„und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf der Höhe dieses Felsens einen Altar und rüste ihn zu und nimm den zweiten Stier und bringe ein Brandopfer dar mit dem Holz des Ascherabildes, das du umgehauen hast.“

Gideons erste Prüfung als Leiter bestand darin, den Altar des Baal niederzureißen, das Bild der Aschera umzuhauen, dem Gott Israels einen Altar zu bauen und ihm zu opfern. Damit würde er sich gegen die Religion der Herrschenden stellen, der auch sein eigener Vater diente. Gideon tat, was Gott ihm gebot. Er tat es nachts, aus Furcht vor den Leuten der Stadt. Es konnte aber nicht verborgen bleiben. Die Leute der Stadt forschten nach und forderten dann Gideons Tod. Doch jetzt stellte sich sein Vater Joasch auf seine Seite. Bis dahin war er Kompromisse eingegangen und hatte sogar dem Baal geopfert. Gideons Eifer hatte ihn verändert. Er fragte weise, ob die Leute für Baal streiten wollten. Wäre Baal Gott, könnte er für sich selbst kämpfen. Dagegen konnte niemand etwas sagen. Gott schützte Gideon, der für ihn eiferte, und wirkte durch ihn in seinem Vater und darüber hinaus. Die Leute der Stadt bewunderten seinen Mut. Sie nannten ihn „Jerubbaal“ – Baal streite mit ihm. Geistliche Erneuerung fängt dort an, wo ein Mensch für Gott eifert und durch den Glauben gehorcht.

Gebet: Herr, schenke mir den Eifer Gideons. Hilf mir, dir einen Altar zu bauen und verändere mein Land.

Ein Wort: Eifere für Gott und baue ihm einen Altar

Samstag, 3. Februar 2018

Dezember 27

Siehe, ich habe dich gesandt!

Richter 6,11-24 (14)

„Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft; du sollst Israel erretten aus den Händen der Midianiter. Siehe, ich habe dich gesandt!“

Wieder bereitete Gott einen Retter für Israel in ihrer Not vor. Er erwählte Gideon, den jüngsten Sohn Joaschs, vom Stamm Manasse. Gideon drosch gerade Weizen, aber heimlich, damit die Midianiter es nicht mitbekamen. Der Engel des Herrn erschien ihm und grüßte ihn: „Der Herr mit dir, du streitbarer Held!“ Gideon fühlte sich nicht wie ein Held. Vor allem konnte er nicht erkennen, dass Gott mit ihnen war. Hatte Gott sie nicht vielmehr verstoßen? Doch das Gegenteil war der Fall. Gott war mit seinem Volk. Er hatte schon einen Leiter für die Befreiung auserwählt. Der Herr wollte ihn, Gideon, senden, um die Feinde zu vertreiben. Gideon hielt sich für zu unbedeutend, doch Gott sicherte ihm zu, mit ihm zu sein, und verhieß ihm den Sieg. Als Gideon erkannte, dass tatsächlich der Engel Gottes mit ihm sprach, kam Furcht über ihn. Er erkannte sich als Sünder vor dem heiligen Gott. Aber Gott gab ihm seinen Frieden. Gideon bekannte: „Der Herr ist Friede.“ Die Sündenvergebung und die Berufung Gottes gehören zusammen. Gott half Gideon geduldig, sich seiner Berufung sicher zu sein. Einen Menschen, der Gottes Berufung demütig annimmt, kann Gott gebrauchen, ein ganzes Volk zu befreien.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade der Vergebung und der Berufung. Sende mich, dein Volk zu befreien.

Ein Wort: Von Gott gesandt

Samstag, 11. November 2017

September 25

Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht

Richter 6,1-10 (10)

„Und zu euch gesprochen: Ich bin der HERR, euer Gott! Ihr sollt nicht fürchten die Götter der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht.“

Israel wurde von den Midianitern bedrängt. Diese fielen regelmäßig vor der Ernte in Israel ein. Sie vertilgten alles Essbare, Pflanzen und Tiere. Für Israel blieb nichts mehr übrig. An Widerstand war nicht zu denken, weil die Feinde so zahlreich waren wie eine große Menge Heuschrecken. Israel wurde sehr schwach vor den Midianitern. Die Bedrängnis kam nicht von ungefähr. Sie kam, als die Israeliten taten, was dem Herrn missfiel. In ihrer Not schrien die Israeliten zu dem Herrn. Doch Gott sandte nicht direkt einen Erretter. Zuerst sandte er einen Propheten. Dieser tadelte Israel. Gott hatte sie aus der Knechtschaft in Ägypten geführt. Er hatte die Feinde und Bedränger vor ihnen her ausgestoßen und ihnen das Land gegeben. Und er hatte sie ermahnt, sich nicht vor den fremden Göttern zu fürchten, sondern ihn zu fürchten, den Herrn, ihren Gott. Sie aber hatten seiner Stimme nicht gehorcht. Ohne Buße hat Gottes Hilfe in der Bedrängnis nicht viel Bedeutung. Wichtiger ist, dass die Sünder ihre Sünde des Ungehorsams erkennen und zu Gott umkehren und ihn wieder als ihren Gott anerkennen und fürchten.

Gebet: Herr, hilf mir, dich allein zu fürchten. Hilf mir auch, andere mit deinem Wort zur Buße zu ermahnen.

Ein Wort: Ihr sollt alleine den Herrn, euren Gott, fürchten

Freitag, 10. November 2017

September 25

Wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht

Richter 5,24-31 (31)

„So sollen umkommen, HERR, alle deine Feinde! Die ihn aber lieb haben sollen sein, wie die Sonne aufgeht in ihrer Pracht! Und das Land hatte Ruhe vierzig Jahre.“

Das Siegeslied der Debora pries nun auch Jaël, die Frau Hebers, die den Feldhauptmann Sisera mit ihrem Mut zu Fall gebracht hatte. Ihre Glaubenstat vollendete den Sieg, der Israel die Freiheit von seinen Unterdrückern gab. Weder Furcht noch Kompromissbereitschaft helfen einem Volk weiter. Die Feinde Gottes müssen umkommen. Jesus kämpfte in Gethsemane, bis sein Schweiß wie Blutstropfen wurde, der zur Erde fiel. Er kämpfte bis zum Tod am Kreuz und errang den Sieg über die Feinde, die Sünde und den Tod. Der Tod ist der letzte Feind, der besiegt wird. So dürfen auch wir bis zum Sieg für Gott kämpfen. Die Triebfeder derer, die kämpfen, ist die Liebe zu Gott. Diejenigen, die Gott lieben, leuchten hell. Sie sind wie die Sonne, die morgens aufgeht in ihrer Pracht. Sie spiegeln die Herrlichkeit des ewigen Schöpfers wider. Das Licht Gottes strahlt durch sie in die ganze Welt hinaus. So hell leuchten die Glaubenstaten Deboras, Jaëls, Baraks und der Israeliten auch heute noch. Nach dem großen Sieg hatte das Land vierzig Jahre Ruhe.

Gebet: Herr, hilf mir, dich zu lieben und den Sieg zu erlangen und für dich wie die Sonne zu leuchten.

Ein Wort: Liebe Gott und leuchte wie die Sonne

Donnerstag, 9. November 2017

September 25

Debora, eine Mutter in Israel

Richter 5,1-23 (7)

„Still war’s bei den Bauern, ja still in Israel, bis du, Debora, aufstandest, bis du aufstandest, eine Mutter in Israel.“

Nach dem Sieg über den König der Kanaaniter und seinen Feldhauptmann sangen Debora und Barak dem Herrn ein Siegeslied. Sie priesen die Bereitschaft des Volkes, sich zum Kampf zu rüsten. Der geistliche Zustand Israels war bedrückend während der langen Zeit der Unterdrückung. Es gab keine Kämpfer mehr in Israel. Es herrschte Hunger. Aus der Verzweiflung hatte sich das Volk neuen Göttern zugewandt (8). Doch als Debora als eine Mutter in Israel aufstand, standen auch Kämpfer auf. Die Übriggebliebenen zogen unter Deboras und Baraks Führung gegen die Feinde. Gott freute sich über diejenigen, die so willig waren. Besonders die Stämme Sebulon und Naftali kämpften voller Mut. Als die Mutigen kämpften, erfuhren sie Gottes Hilfe vom Himmel herab. Hinter denen, die an der Front kämpfen, stehen diejenigen, die in einer Zeit der geistlichen Dürre aufgestanden sind. Wo eine Mutter des Glaubens aufsteht, da erwacht ein ganzes Volk. Solche sind die wahren Helden.

Gebet: Herr, lass eine Mutter aufstehen und mobilisiere ein großes Heer von mutigen Kämpfern.

Ein Wort: Eine Mutter in Israel

Mittwoch, 8. November 2017

September 25

Jaëls Tat des Glaubens

Richter 4,17-24 (21)

„Da nahm Jaël, die Frau Hebers, einen Pflock von dem Zelt und einen Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Pflock durch seine Schläfe, dass er in die Erde drang. Er aber war ermattet in einen tiefen Schlaf gesunken. So starb er.“

Durch Debora hatte Gott angekündigt, dass der Ruhm des Sieges nicht Barak zufallen würde, sondern dass Sisera durch eine Frau umkommen würde. Sisera floh zu Fuß und kam zum Zelt des Keniters Heber. Sisera hielt diesen für einen Verbündeten. Doch Jaël, die Frau Hebers, tat nur so, als wolle sie ihm helfen. Sie sprach freundlich mit ihm, um ihn in falscher Sicherheit zu wiegen. Dann gab sie ihm Milch zu trinken, sodass er fest einschlief. Als er schlief, nahm sie einen Pflock vom Zelt und schlug diesen in seine Schläfe, sodass er starb. Jaël hätte Sisera einfach ziehen lassen können. Hätte Sisera ihre Absicht durchschaut oder wäre er aufgewacht, wäre sie gestorben. Doch sie riskierte ihr eigenes Leben. Sie tat dies durch den Glauben. Wie Rahab oder Rut stellte sie sich auf die Seite des Volkes Gottes ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben. Als Barak Sisera nachjagte, konnte Jaël ihm die Nachricht bringen, dass der Feind schon besiegt war.

Gebet: Allmächtiger Gott, hilf mir, auf deiner Seite zu stehen, auch wenn ich damit mein Leben riskiere.

Ein Wort: Eine Tat des Glaubens

Dienstag, 7. November 2017

September 25

Auf! Das ist der Tag

Richter 4,1-16 (14)

„Debora aber sprach zu Barak: Auf! Das ist der Tag, an dem dir der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat, denn der HERR ist ausgezogen vor dir her. So zog Barak von dem Berge Tabor hinab und die zehntausend Mann ihm nach.“

Nach dem Tod Ehuds taten die Israeliten wieder, was dem Herrn missfiel. Der König Jabin unterdrückte sie zwanzig Jahre lang. Die Israeliten schrien zum Herrn. Gott gebot Barak, gegen Sisera, den Feldhauptmann der Kanaaniter, zu ziehen. Doch Barak traute sich nicht. Die Richterin Debora ermahnte ihn, der Berufung Gottes zu gehorchen. Barak machte seine Entscheidung davon abhängig, dass Debora mit ihm zog. Debora sagte zu. Barak würde siegen, doch der Ruhm würde einer Frau zufallen. Im Kampf ermutigte Debora Barak: „Auf!“ Barak zog aus. Der Schrecken des Herrn fiel auf die Feinde. Sisera floh. Das Heer der Kanaaniter mit seinen neunhundert eisernen Wagen fiel. Debora war eine Frau des Glaubens. Sie versteckte sich nicht hinter ihrer Schwachheit als Frau. Sie tat, was sie tun konnte, um Israel zu helfen. Ihre Aufgabe war es, einen furchtsamen Leiter zu mobilisieren. Dazu erinnerte sie ihn an Gottes Berufung. Sie wagte es sogar und zog selber mit in den Kampf, um Barak bis zum Sieg zu helfen.

Gebet: Herr, stelle Frauen wie Debora auf, die furchtsame Männer mobilisieren und ihnen bis zum Sieg helfen.

Ein Wort: Eine Frau wie Debora

Montag, 6. November 2017

September 25

Die Richter Ehud und Schamgar

Richter 3,12-31 (27)

„Und als er hineinkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim. Und die Israeliten zogen mit ihm vom Gebirge und er vor ihnen her.“

Nach Otniëls Tod handelten die Israeliten wieder gegen Gottes Gebote. Da erstarkten die Moabiter unter ihrem König Eglon. Mit Unterstützung der Ammoniter und Amalekiter nahmen sie Jericho ein. Israel wurde achtzehn Jahre lang tributpflichtig. Wieder schrien sie in ihrer Bedrückung, und wieder erhörte Gott sie. Er erweckte unter ihnen Ehud als einen Retter. Ehud war damit beauftragt, den Tribut zum König Eglon zu bringen. Er aber entschied sich, Israel zu befreien. Dazu machte er sich einen Dolch und versteckte ihn. Dann bat er um eine private Unterredung und kündigte ein „Wort von Gott“ an. Der König war neugierig. Er achtete nicht auf Ehuds linke Hand. Ehud stach ihn nieder und floh. Als er heimkam, blies er die Posaune und sammelte Israel zum Kampf und sagte ihnen, dass der Herr ihnen Moab in die Hand gegeben hatte. Die Moabiter waren ohne ihren Führer besiegbar. Israel jagte ihnen nach und besiegte alle starken, streitbaren Männer unter den Feinden. Die anschließende Ruhe währte achtzig Jahre. Auch Schamgar kämpfte für sein Volk, indem er mit einfachen Mitteln sechshundert Feinde erschlug. Die Zeit der Hilflosigkeit dauerte so lange, bis ein mutiger Mensch aufstand, um sein Volk zu retten.

Gebet: Herr, danke für Männer wie Ehud und Schamgar. Ich entscheide mich, mein Volk zu befreien.

Ein Wort: Der Herr rettet sein Volk

Samstag, 4. November 2017

September 25

Der Richter Otniël

Richter 3,7-11 (9)

„Da schrien die Israeliten zu dem HERRN, und der HERR erweckte ihnen einen Retter, der sie errettete, Otniël, den Sohn des Kenas, des jüngsten Bruders von Kaleb.“

Das Volk Israel verließ den Herrn und vergaß ihn. Sie dienten den Baalen und Ascheren, die nichts als Götzenbilder waren. Gott gab sie in die Hände der Mesopotamier. Ursprünglich war Abraham von dort gekommen. Er hatte den Götzendienst verlassen und war in das Land gezogen, das Gott ihm zeigte. In diesem Land wohnten nun seine Nachkommen, wie Gott es ihm zugesagt hatte. Doch sie hatten das alles vergessen. Ironischerweise mussten sie nun den Mesopotamiern unter deren König Kuschan-Rischatajim acht Jahre lang dienen. Dann schrien sie zu Gott. Gott erhörte ihr Schreien. Er forderte nicht zuerst ein Zeichen der Buße von ihnen, sondern erweckte ihnen einen Retter. Dieser Retter war Otniël. Er war derjenige, der Debir erobert und Kalebs Tochter Achsa zur Frau gewonnen hatte (1,13). Damals hatte er für sein Erbteil noch Wasserquellen dazu erbeten und erhalten. Er hatte Ruhe für sein eigenes Haus gefunden. Jetzt kam der Geist des Herrn auf ihn. Er zog aus in den Kampf für sein Volk. Gott schenkte ihm den Sieg gegen die Mesopotamier. Auf acht Jahre der Unterdrückung folgten vierzig Jahre Ruhe.

Gebet: Herr, danke, dass du in Jesus einen Retter erweckt hast, als wir noch Sünder waren. Stelle Männer wie Otniël auf, die für dein Volk kämpfen.

Ein Wort: Der Herr erweckte einen Retter

Freitag, 3. November 2017

September 25

Der Herr prüft sein Volk

Richter 3,1-6 (4)

„Diese blieben, um Israel durch sie zu prüfen, damit es kundwürde, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vätern durch Mose geboten hatte.“

Die neue Generation der Israeliten wusste nichts von den Kriegen um Kanaan, die Josua geführt hatte. Sie wussten nicht, mit welcher Konsequenz die Vätergeneration gegen den Götzendienst der Kanaaniter vorgegangen waren. Sie selber mieden den Kampf. Der Herr ließ es zu, dass einige der Völker im Lande blieben. Gerne wollte er, dass sein Volk das Land uneingeschränkt besitzen und genießen könnte. Doch ohne Gottesfurcht und Hochachtung vor seinem Gesetz wäre das nicht gut für sie gewesen. Er musste sie einer Prüfung unterziehen. Durch die übrig bleibenden Kanaaniter, Philister, Sidonier und Hiwiter wollte Gott sein Volk prüfen, ob sie seinen Geboten gehorchten oder nicht. Sie aber nahmen die Prüfung nicht ernst. Sie erkannten das Vaterherz Gottes nicht. Statt Buße zu tun gingen sie den nächsten Schritt in die falsche Richtung. Sie nahmen sich die Frauen der umliegenden Völker und verheirateten ihre Töchter mit deren Söhnen. So vermischten sie sich, bis nicht mehr zu erkennen war, wer zum Volk Gottes gehörte. Gottes Prüfung ist sehr ernsthaft. Zugleich ist es Ausdruck der großen, schmerztragenden Liebe Gottes.

Gebet: Lieber Vater, danke für deine Liebe. Ich will deine Prüfung annehmen. Hilf mir, deinen Geboten zu gehorchen.

Ein Wort: Gott prüft den Gehorsam seines Volkes

Donnerstag, 2. November 2017

September 25

Ein anderes Geschlecht

Richter 2,6-23 (10)

„Als auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vätern versammelt waren, kam nach ihnen ein anderes Geschlecht auf, das den HERRN nicht kannte noch die Werke, die er an Israel getan hatte.“

Das Volk Israel diente dem Herrn, solange Josua und all die noch lebten, die die großen Werke des Herrn gesehen hatten. Josua selbst hatte noch den Durchzug durchs Rote Meer erlebt, andere den Sieg über die Amalekiter, den Durchzug durch den Jordan und den Fall Jerichos. Josua und auch die anderen seiner Generation starben. Eine neue Generation kam auf. Diese verließen den Bund des Herrn. Sie dienten den Baalen, den Göttern der Völker um sie her. Gottes Zorn entbrannte über sie. Als sie auf diese Weise sündigten, wurden sie kraftlos (14). Wenn sie dann hart bedrängt wurden, erweckte der Herr ihnen Richter, die ihnen halfen. Doch auch den Richtern, die ihnen halfen, gehorchten sie nicht. Der Herr half ihnen wegen seiner Barmherzigkeit. Es jammerte ihn. Sie aber trieben es immer schlimmer. Diese neue Generation kannte weder den Herrn noch seine Werke. Eine neue Generation muss nicht notwendigerweise geistlich schwächer sein als die Vätergeneration. Entscheidend für jede Generation ist es, den Herrn zu kennen. Gottes Wort gibt uns diese Kenntnis.

Gebet: Lieber Vater, bitte lehre die nachfolgende Generation durch dein Wort, wer du bist.

Ein Wort: Eine Generation, die den Herrn kennt

Mittwoch, 1. November 2017

September 25

Ihr aber solltet meiner Stimme gehorchen

Richter 2,1-5 (2)

„Ihr aber solltet keinen Bund schließen mit den Bewohnern dieses Landes und ihre Altäre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Warum habt ihr das getan?“

Gott sandte seinen Engel zu den Israeliten mit einer Warnung. Zuerst erinnerte er sie an die Geschichte Gottes mit ihnen: Er hatte sie aus der Knechtschaft in Ägypten errettet. Er hatte sie in das verheißene Land geführt. Er hatte seinerseits geschworen, den Bund mit ihnen nicht zu brechen. Von ihrer Seite sollten sie diesen Bund halten, indem sie keinen Bund mit den Bewohnern des Landes eingingen. Sie sollten ihre Altäre zerbrechen. Doch sie hatten nicht gehorcht. Seine Frage war: „Warum habt ihr das getan?“ Gott traf eine Entscheidung. Er vertrieb diese Völker nicht. Dies war eine erzieherische Maßnahme. Hätte er ihre Feinde trotz ihres Ungehorsams vor ihnen vertrieben, wären sie in ihrer Sünde, ihrem Hochmut und ihrer Selbstgerechtigkeit noch bestärkt worden. Jetzt blieben die fremden Völker mit ihren fremden Göttern unter ihnen als Fangstrick und Falle. Das Volk weinte. Sie waren betroffen. Sie opferten dort dem Herrn. Wenn ein Mensch die Gnade Gottes vergisst und nicht mehr dem Wort Gottes gehorcht, sollten wir ihn daran erinnern. Gottes Frage: „Warum habt ihr das getan?“ kann diesen Menschen zur Umkehr führen.

Gebet: Lieber Vater, du hältst deinen Bund absolut. Hilf mir, im Glauben deiner Stimme zu gehorchen.

Ein Wort: Gehorche Gottes Stimme

Dienstag, 31. Oktober 2017

September 25

Israel vertrieb sie nicht

Richter 1,16-36 (28)

„Als aber Israel mächtig wurde, machte es die Kanaaniter fronpflichtig, vertrieb sie jedoch nicht.“

Als Josua das verheißene Land eroberte, vollstreckte er nach dem Befehl Gottes an allen Bewohnern den Bann. Auch Juda und Simeon handelten zunächst nach dem Wort des Herrn (17). Zunehmend aber wurden die ursprünglichen Bewohner nicht mehr vertrieben: die Bewohner der Ebene, die eiserne Wagen hatten, die Jebusiter in Jerusalem und die Kanaaniter in den Städten Bet-Schean, Taanach, Dor, Jibleam, Megiddo, Geser, Kitron und Nahalol. Von Asser und Naftali heißt es nicht einmal mehr, dass die Kanaaniter unter ihnen wohnten, sondern dass die Israeliten unter den Kanaanitern wohnten (32.33). Diese Kompromisse geschahen, als Israel mächtig wurde. Die Israeliten hätten die Kanaaniter vertreiben können. Doch sie wurden bequem. Sie hielten Gottes Wort nicht mehr absolut. Stattdessen folgten sie den pragmatischen Gedanken. Sie machten die Bewohner des Landes fronpflichtig. Was verständlich und nützlich erschien, war geistlich gesehen eine Katastrophe. Wenn ein Mensch mächtig wird, wird er oder sie schnell leichtfertig. Dann werden Schwierigkeiten nicht mehr durch den Glauben überwunden, sondern pragmatisch angegangen. Gleiches gilt für eine Nation. Gottes Wort zu gehorchen ist der Weg, den Segen Gottes zu bewahren. Im Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes kann Gottes Volk auch eiserne Wagen besiegen.

Gebet: Herr, bewahre mich vor Bequemlichkeit und Pragmatismus.

Ein Wort: Gehorche immer dem Befehl Gottes

Montag, 30. Oktober 2017

September 25

Juda soll hinaufziehen

Richter 1,1-15 (2)

„Der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben.“

Als Josua starb, gab es noch viel einzunehmen. Die Israeliten brauchten eine Orientierung, wer vorangehen sollte. Sie befragten den Herrn. Der Herr sprach: „Juda soll hinaufziehen.“ Dies entsprach der Aussage Gottes durch Jakob in 1. Mose 49,8. Dort hatte Gott Juda unter seinen Brüdern hervorgehoben: „Juda, du bist‘s!“ Diese besondere Rolle Judas ging auf Judas eigene Buße nach der Glaubenstat der Tamar zurück (1. Mose 38). Eine solche Buße finden wir bei Judas älteren Brüdern nicht. Die Verheißung für Juda hatte Bestand. Der Stamm Juda sollte als erster hinaufziehen. Ein Mensch, der mit Gott lebt, bleibt für lange Zeit gesegnet. Die Führungsrolle kommt denen zu, die sich vor dem gerechten Gott demütigen und seine souveräne Gnade annehmen. Gott gab das Land in Judas Hand. Juda mobilisierte den Stamm Simeon. Dann zogen sie hinauf und kämpften. Gott gab ihnen den Sieg über die Kanaaniter und Perisiter. Deren König Adoni-Besek hatte viele Könige besiegt und gedemütigt. Nun wurde er selbst gedemütigt. Juda eroberte auch Hebron. Otniël eroberte mutig Debir und verdiente sich die Stellung als Kalebs Schwiegersohn.

Gebet: Gerechter Gott, danke für deine souveräne Gnade. Lass mich einer derjenigen sein, die als Erste hinaufziehen und gesegnet bleiben.

Ein Wort: Als Erster hinaufziehen

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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu bemeistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.