Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Samstag, 27. Oktober 2018

Oktober 2

Der Tag der Sühne

4. Mose 29,1-30,1 (29,7)

„Am zehnten Tag dieses siebenten Monats soll heilige Versammlung sein; da sollt ihr fasten und keine Arbeit an diesem Tage tun,“

Gott erinnerte sein Volk vor dem Einzug ins verheißene Land daran, den Tag des Posaunenblasens, der Sühne und das Laubhüttenfest zu halten. Alle Festtage fanden im siebenten Monat statt. Gott hatte das Gesetz für diese Feste schon in 3. Mose 16 und 23,26-32 gegeben. Das Blasen der Posaune rief das Volk zur ernsthaften heiligen Versammlung zusammen. An diesem Tag durfte nicht gearbeitet werden. Die folgenden zehn Tage waren eine Zeit der Selbstprüfung und Buße, die der Vorbereitung zum Versöhnungstage dienten. Der Versöhnungstag (hebr. Jom Kippur) war der einzige im Gesetz vorgeschriebene Fasttag. Wer an diesem Tag nicht fastete, sollte sogar aus dem Volk ausgestoßen werden (3. Mose 23,29). Es war auch der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste betreten durfte. Während die Israeliten nicht arbeiten durften, musste der Hohepriester fleißig „arbeiten“, um die Versöhnung für das Volk durch verschiedene Opfer zu erwirken. Christus ist unser wahrer Hohepriester, der in das Heiligtum eingegangen ist und unsere ewige Erlösung durch sein eigenes Blut erwirkt hat (Hebr 5,4.15.16; 9,12). Er hat für unsere Erlösung „fleißig gearbeitet“. Was müssen wir tun? Wir sollen uns Zeit für die ernsthafte Buße nehmen und die Erlösung im Glauben annehmen. Es kann dabei sehr hilfreich sein, einen Tag zu fasten.

Gebet: Herr, danke für die Versöhnung im Blut Jesu. Hilf mir, mir Zeit für die Buße zu nehmen.

Ein Wort: Ein Tag der Versöhnung mit Gott

Freitag, 26. Oktober 2018

Oktober 2

Zur rechten Zeit

4. Mose 28,1-31 (2)

„Gebiete den Israeliten und sprich zu ihnen: Ihr sollt achthaben, dass ihr zur rechten Zeit meine Opfergabe darbringt als Feueropferspeise mir zum lieblichen Geruch.“

In Kapitel 28 und 29 erinnerte Gott sein Volk noch einmal an die Opfer und Feste. Gott ist der Schöpfer aller Dinge. Er benötigte die Opfer der Israeliten nicht. Vielmehr setzte Gott diese Opfer ein, damit das Volk in der Liebesbeziehung mit ihm durch Dank und Gehorsam bleiben könnte. In diesem Kapitel werden fünf verschiedene Opfer erwähnt. Das tägliche Opfer (3ff), das Opfer am Sabbat (9ff), das Opfer am Monatsanfang (11ff), das Opfer zum Passafest (16ff) und das Opfer der Erstlinge. Vers 2 betont vor allem, dass es wichtig ist, zur rechten Zeit die Opfergaben Gott darzubringen. Wer keine anderen Götter hat neben dem lebendigen Gott und wer Gott von ganzem Herzen liebt (2. Mose 20,3; 5. Mose 6,5), wird Gott immer rechtzeitig seine Opfergabe bringen. Auch wir opfern Gott verschiedene Opfer. Wir sollten Gott täglich ein Dankopfer bringen, dass er uns ein neues Leben in Christus gegeben hat. Das tägliche Opfer der Apostel war es, ein Zeuge Jesu zu sein (Apg 4,20). Wer wöchentlich tiefe Gemeinschaft mit Gott in seinem Wort hat, wer monatlich Gott seinen Zehnten opfert und sich in der Osterzeit von ganzem Herzen an Gottes Gnade erinnert, wird stets in der Liebesbeziehung mit Gott wachsen. Paulus fordert uns sogar auf, unser ganzes Leben als ein Opfer darzubringen, das allein ist ein vernünftiger Gottesdienst (Röm 12,1).

Gebet: Herr, lass mein ganzes Leben ein Opfer sein.

Ein Wort: Opfere Gott zur rechten Zeit!

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Oktober 2

Ein Hirte für Gottes Volk

4. Mose 27,1-23 (16.17)

„Der HERR, der Gott des Lebensgeistes für alles Fleisch, wolle einen Mann setzen über die Gemeinde, der vor ihnen her aus und ein geht und sie aus und ein führt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.“

Die Töchter Zelofhads forderten das Erbteil ihres Vaters. Mose brachte ihre Sache vor Gott. Gott gewährte ihnen das Erbgut ihres Vaters. Mose war wirklich ein guter Hirte für sein Volk, der sich sorgfältig um die einzelnen Menschen und ihre Anliegen kümmerte und damit zu Gott kam. Es war nun die Zeit für Mose gekommen, sich zu seinen Vätern zu versammeln. Weil Mose einmal Gott vor den Israeliten nicht geheiligt und ihm nicht gehorcht hatte, durfte er nur von dem Berg Nebo aus das verheißene Land sehen. Mose haderte deshalb nicht mit Gott. Er fing auch nicht an, sich mit sich selbst zu beschäftigen, endlos über seine Sünde nachzudenken oder seine Gerechtigkeit zu behaupten, dass er sich so viel für das Volk hingegeben hatte. Stattdessen dachte er an das Volk, seine Schafe. Er wusste, dass das Volk einen Hirten brauchte, der vor ihnen aus- und eingeht, damit sie in der Liebesbeziehung mit Gott bleiben und wachsen könnten. Ein Schaf ohne einen Hirten geht in die Irre, so würde auch Israel ohne einen Hirten in die Irre gehen. Gott erhörte das Gebet von Mose und stellte Josua als Nachfolger von Mose auf. Gott legte Moses Vollmacht auf Josua, damit Israel Josua gehorchte.

Gebet: Herr, hilf mir, nicht an mich selbst zu denken, sondern an dein Volk, damit es nicht wie Schafe ohne Hirten bleibt. Herr, stelle Hirten für mein Volk auf!

Ein Wort: Herr, stelle Hirten auf!

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Oktober 2

Die zweite Volkszählung

4. Mose 26,1-65 (65)

„Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der Wüste. Und so blieb keiner von ihnen übrig als Kaleb, der Sohn Jefunnes, und Josua, der Sohn Nuns.“

Schon im ersten Kapitel wird von einer Volkszählung berichtet, die vor allem zur Feststellung der wehrfähigen Männer gedient hatte. Doch die Eroberung des verheißenen Landes hatte sich um 38 Jahre verschoben. Jetzt stand Israel nochmals kurz vor der Eroberung des verheißenen Landes. Durch die Volkszählung sollte erneut die Anzahl der wehrfähigen Männer festgestellt werden. Genauso sollte aber auch geprüft werden, dass alle in der Wüste gestorben, waren, die gegen Gott früher gemurrt hatten (3. Mose 14,29). Alle waren gestorben, nur Kaleb und Josua lebten noch. Gott tut was er sagt, auch in Bezug auf das Gericht (Hebr 9,27). Auffällig ist, dass die Anzahl der Israeliten nicht gestiegen, sondern um knapp 2000 zurückgegangen war. Der starke Rückgang unter dem Stamm Simeon hängt mit den Geschehnissen in Kapitel 25 zusammen. Aber auch die zwei Nachbarstämme im Süden des Lagers, Gad und Ruben, waren betroffen. Sünde breitet sich aus wie Krebs. Stagnation oder sogar Rückgang der Gemeindemitgliederzahl ist ein sicheres Zeichen des Unglaubens. Eine gesunde Gemeinde wird immer wachsen (Apg 2,47; Joh 15,5). Jesus verfluchte einmal einen unfruchtbaren Feigenbaum (Mk 11). Wir sollen Gott durch den Glauben gute Früchte bringen.

Gebet: Herr, hilf mir, dir in diesem Jahr gute Früchte des Glaubens zu bringen.

Ein Wort: Wachstum im Glauben statt Stagnation

Dienstag, 23. Oktober 2018

Oktober 2

Pinhas‘ Eifer für den Herrn

4. Mose 25,1-18 (11)

„Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Israeliten gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Eifer die Israeliten vertilgte.“

Die traurigen Ereignisse in diesem Kapitel sind eine Folge des bösen Einflusses von Bileam (31,16). Dennoch ist jeder Mensch für seine eigene Sünde verantwortlich. Gott bestrafte die Hurerei und den Götzendienst seines Volkes. Durch die Hurerei mit den Töchtern der Moabiter kam der Götzendienst in das Lager der Israeliten. Gott hatte sie mehrfach vor diesen Sünden gewarnt (3. Mose 26,1). Gottes Zorn entbrannte über Israel und er befahl Mose, alle Oberen des Volks aufzuhängen und die Leute zu töten, die sich an Baal-Peor gehangen hatten. Dass in der Zeit des Gerichtes Gottes, Simri, der Sohn des Obersten einer Sippe (14), die Dreistigkeit besaß, vor den Augen von Mose und den Augen des Volkes eine midianitische Frau ins Lager zu bringen, war für Pinhas, dem Enkel Aarons, nicht erträglich. Er ging in die Kammer Simris und durchstach diesen und die Frau. Da hörte die Plage auf. Durch den Eifer Pinhas‘ für den Herrn wurde der Eifer Gottes gestoppt (2. Mose 20,3-5). Pinhas hatte nicht berechnet, dass Simri und die Frau Kinder angesehener Männer waren. Für seinen Eifer bekam er den Bund des Friedens, durch diesen wurde seinen Nachkommen das ewige Priestertum zuteil. Der Schriftgelehrte Esra war ein Nachkomme Pinhas‘ (Esra 7,5).

Gebet: Herr, hilf mir, nicht zu berechnen, sondern den Eifer des Pinhas‘ für dich zu haben.

Ein Wort: Eifer für den Herrn

Montag, 22. Oktober 2018

Oktober 2

Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen

4. Mose 24,11-25 (17)

„Ich sehe ihn, aber nicht jetzt; ich schaue ihn, aber nicht von Nahem. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen und ein Zepter aus Israel aufkommen und wird zerschmettern die Schläfen der Moabiter und den Scheitel aller Söhne Sets.“

Bileam hatte Israel dreimal gesegnet und nicht verflucht. Deshalb erhielt er von Balak weder Ehre noch einen Lohn (11). Gott wollte ihn viel reicher belohnen, indem er ihm die Verheißung über Jesus gab. Durch die Verheißung hätte er Gott als seinen Gott annehmen können und erkennen können, warum Gottes Volk nicht verflucht werden konnte. Der lebendige Gott hatte zudem mehrfach zu Bileam gesprochen, aber er nahm die Verheißung selbst nicht an und verstand sie nicht. Er lebte in dem Irrtum des Geldes (Jud 11). Er suchte einen Lohn in Form von Geld. Er war ein fleischlich gesinnter Mensch und lebte damit in Feindschaft mit Gott (Röm 8,6.7). Als er keinen Lohn in der Welt erhielt, wurde er zum Feind Gottes. Er verführte Gottes Volk zur Hurerei und zum Götzendienst (Offb 2,14;31,16). Der Name Bileam war passend für ihn, er bedeutet übersetzt „Verschlinger des Volkes“. Gott strafte ihn (31,8). Ganz anders waren die Weisen aus dem Morgenland in Matthäus 2, die Ehre und Geld in der Welt verließen, um dem Stern aus Jakob zu folgen. Sie erhielten große Freude, als sie mit ihrem ganzen Leben den Messias anbeteten (Mt 2,10.11).

Gebet: Herr, danke für Jesus, den Stern aus Jakob. Hilf mir, nicht fleischlich gesinnt zu sein wie Bileam, sondern geistlich gesinnt wie die Weisen.

Ein Wort: Folge dem Stern und nicht der Welt!

Samstag, 20. Oktober 2018

Oktober 2

Sollte Gott etwas sagen und nicht tun?

4. Mose 22,39-24,10 (23,19)

„Gott ist nicht ein Mensch, dass er lüge, noch ein Menschenkind, dass ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden und nicht halten?“

Bileam war ein angesehener Wahrsager. Er verstand es, sich in Szene zu setzen. Der moabitische König Balak führte ihn auf drei verschiedene Berge, von denen aus man auf das Lager der Israeliten blicken konnte. Dreimal wies Bileam Balak an, sieben Altäre zu bauen. Sie opferten gemeinsam Stiere und Widder, was sicherlich beeindruckend aussah. Doch jedes Mal sprach Gott mit Bileam und Bileam musste das Volk Israel segnen. Warum muss Gottes Volk von Gott gesegnet werden? Es ist wegen der Verheißung Gottes an Abraham und seinen Nachkommen und darüber hinaus, weil Gott sein Erlösungswerk führt und alle Menschen erretten will. Gott hatte einen kinderlosen alten Mann Abraham berufen, um ihn zu segnen und zum Segen zu machen, nicht nur für seine Familie, sondern für alle Geschlechter auf Erden, indem er aus seinem Geschlecht den Messias hervorbringen wollte (1. Mose 12,2.3). Deshalb hatte Gott sein Volk aus Ägyptern geführt (22) und wie den Staub auf Erden vermehrt und abgesondert (9.10). Gott liebte sein Volk, auch wenn es oft sündigte. Aber vor allem ist Gott nicht wie die Menschen, die viele Dinge versprechen, aber nicht halten. Gott hatte direkt nach dem Sündenfall einen Erretter verheißen (1. Mose 3,15). Er will die Menschen von der Sünde retten. Gottes Verheißung ist die Wahrheit und er wird sie erfüllen.

Gebet: Herr, danke, dass dein Wort dir nicht gereut.

Ein Wort: Gott hält sein Wort

Freitag, 19. Oktober 2018

Oktober 2

Dein Weg führt ins Verderben

4. Mose 22,1-38 (32)

„Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich habe mich aufgemacht, um dir zu widerstehen; denn der Weg vor mir führt ins Verderben.“

Nach dem siegreichen Kampf gegen die Amoriter zog Israel ins Jordantal der Moabiter gegenüber der Stadt Jericho und lagerte dort. Die Moabiter hatten unnötigerweise große Angst vor den Israeliten. Der König der Moabiter, Balak, wusste keinen anderen Rat mehr, als sich von höheren Mächten Hilfe zu holen. Deshalb sandte er Boten zu Bileam, einem heidnischen Wahrsager. Bileam sollte das Volk Israel verfluchen. In der Nacht, als die Boten Balaks bei ihm waren, besuchte Gott ihn. Gott wies ihn an, nicht mit den Gesandten des Königs Balaks zu gehen und keinen Fluch über Israel zu sprechen, weil es Gottes gesegnetes Volk war. Bileam hörte auf die Worte Gottes und ging nicht zu Balak. Doch Balak ließ nicht locker und sandte seine Boten ein zweites Mal zu Bileam. Gott erschien Bileam erneut. Diesmal erlaubte Gott Bileam mitzuziehen, doch er sollte nur tun, was Gott ihm sagen würde. Äußerlich sah Bileam sehr gehorsam aus, als er loszog, aber Gottes Zorn entbrannte über ihn, weil er nur um des Lohnes willen mitzog (2. Petr 2,15). In den Augen Gottes führte Bileams Weg ins Verderben, weil er meinte, mit Gott und den Menschen ein gutes Geschäft machen zu können. Der Engel wollte sogar Bileam töten, doch durch die geistliche Einsicht des Esels konnte er gerettet werden.

Gebet: Herr, mein Weg war verkehrt, weil ich mit dir und den Menschen mein Geschäft machen wollte.

Ein Wort: Geh den echten Weg des Gehorsams!

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Oktober 2

Der Sieg über Sihon und Og

4. Mose 21,11-35 (24)

„Israel aber schlug ihn mit der Schärfe des Schwerts und nahm sein Land ein vom Arnon bis an den Jabbok und bis zu den Ammonitern; das Gebiet der Ammoniter aber reichte bis Jaser.“

Die Israeliten zogen friedlich weiter durch das Land der Moabiter, wie es Gott gesagt hatte (5. Mose 2,18.29), bis zum Fluss Arnon, der die Grenze zwischen Moab und den Amoritern bildete. Wie die Edomiter weigerten sich auch die Amoriter, Israel durch ihr Land ziehen zu lassen. Bei Jahaz griff Sihon, der König der Amoriter, mit seinem Heer die Israeliten an. Auch diesmal siegten die Israeliten mit der Hilfe Gottes (5. Mose 2,31). Sie schlugen die Amoriter mit der Schärfte des Schwertes und nahmen ihr Land ein. Israel zog danach weiter nach Norden, um Baschan zu erobern, das Reich des Amoriterkönigs Og. Als der König Og, der ein Riese war (5. Mose 3,11), sie angriff, verhieß Gott ihnen den Sieg (34). Das ganze Kriegsvolk des Königs von Baschan wurde vernichtend geschlagen und 60 befestigte Städte erobert (5. Mose 3,4). Als 38 Jahre zuvor die Kundschafter von der Stärke der Feinde berichtet hatten, vor allen von den Riesen, war Israel in Unglauben gefallen. Sie wollten damals zwar das verheißene Land besitzen, aber sie waren nicht bereit gewesen, auch dafür zu kämpfen. Gottes Wille ist, dass sein Reich komme (Mt 6,10). Wir müssen wie Israel bereit sein, für die Ausbreitung seines Reiches zu kämpfen. Wir brauchen dafür das Schwert des Geistes, das Wort Gottes (Eph 6,17).

Gebet: Herr, hilf mir, mit der Schärfe deines Wortes auch gegen „Riesen“ zu kämpfen und das Land einzunehmen.

Ein Wort: Nimm das Land ein!

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Oktober 2

Die eherne Schlange

4. Mose 21,1-9 (9)

„Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jemanden eine Schlange biss, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.“

Nach der 30-tägigen Trauer um Aaron am Berg Hor (an der Grenze des Landes der Edomiter) zog das Volk weiter. Der König von Arad, der im Südland wohnte, fühlte sich von den herannahenden Israeliten bedroht und griff sie an. Als jedoch die Israeliten in ihrer Notlage auf Gott vertrauten, konnten sie ihren ersten Sieg erlangen. Doch ihr Dank für diesen Sieg war nicht von langer Dauer. Wie ihre Väter fingen sie an, gegen Gott und Mose zu murren, als ihnen ihre Wanderung zu beschwerlich wurde und sie kein Wasser und nur magere Speise hatten. Da sandte der Herr als Strafe feurige Schlangen, so dass viele starben. Die Israeliten erkannten ihre Sünde und baten Mose, den Herrn zu bitten, die Schlangen wieder von ihnen zu nehmen. Gottes Antwort auf Moses Fürbitte war die Anweisung, eine eherne Schlange zu machen und sie hoch aufzurichten. Wer gebissen worden war und sie ansah, sollte leben. Jesus greift diese Geschichte im Gespräch mit Nikodemus auf, um ihn den Weg der Errettung zu erklären. Jesus wurde am Kreuz wie die Schlange erhöht (Joh 3,14). Wir sind alle von der Schlange gebissen (Röm 3,23) und das Gift der Sünde ist in uns. Wie damals gibt es auch heute nur einen Weg der Errettung, indem wir im Glauben auf das Kreuz Jesu blicken. Alle eigenen Rettungsversuche sind sinnlos und tödlich!

Gebet: Herr, danke, dass du Jesus am Kreuz erhöht hast. Hilf mir, im Glauben auf Jesus zu blicken.

Ein Wort: Blicke nur auf das Kreuz!

Donnerstag, 12. Juli 2018

Juni 28

Moses Sünde

4. Mose 20,1-29 (12)

„Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht an mich geglaubt habt und mich nicht geheiligt habt vor den Israeliten, darum sollt ihr diese Gemeinde nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.“

Zwischen Kapitel 19 und 20 gibt es einen Zeitsprung von etwa 38 Jahren, bzw. seit dem Auszug aus Ägypten waren genau 40 Jahre vergangen. In dieser Zeit waren die Israeliten in der Wüste umhergezogen, und fast alle des ungläubigen Volkes waren gestorben (14,29). Mirjam sollte das verheißene Land nicht betreten, sie starb. Auch Aaron und Mose sollten nicht dorthin gelangen. Der Grund war, dass sie Gott in ihrem Ungehorsam und Unglauben vor dem Volk nicht geheiligt hatten (12.24). Mose hätte nur zu dem Felsen sprechen sollen (8), aber in seinem Unglauben und Ungehorsam wurde er zornig, ungeduldig und schlug den Felsen zweimal. Mose schien Glauben gehabt zu haben, denn es kam Wasser aus dem Felsen heraus, nachdem er den Felsen zweimal geschlagen hatte. Es kam sogar viel Wasser heraus, sodass die ganze Gemeinde trinken konnte. Aber Gottes Urteil fiel anders aus. Vers 12 sagt klar, dass Mose nicht geglaubt und damit Gott nicht vor seinem Volk geheiligt hatte. Nicht alle Taten, bei denen „Wasser aus dem Felsen“ kommt, sind Glaubenstaten, die Gott heiligen. Glaubenstaten müssen Gott heiligen vor der Welt. Gott erwies sich selbst am „Haderwasser“ heilig. Aaron starb auf dem Berg Hor und sein Sohn Eleasar wurde Hohepriester.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Unglauben und Ungehorsam. Ich will dich durch den Glauben ehren.

Ein Wort: Glaube und ehre Gott!

Mittwoch, 11. Juli 2018

Juni 28

Das Reinigungswasser

4. Mose 19,1-22 (9)

„Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh sammeln und sie draußen vor dem Lager an eine reine Stätte schütten, damit sie dort verwahrt werde für die Gemeinde der Israeliten für das Reinigungswasser; es ist ein Sündopfer.“

Um das Reinigungswasser zuzubereiten, wurde eine rötliche Kuh ohne Fehler, die noch nie gearbeitet hatte, vor das Lager geführt. Dort wurde sie vor dem Priester geschlachtet. Dieser sprengte dann etwas von ihrem Blut in Richtung der Stiftshütte, bevor sie ganz verbrannt wurde. Mit verbrannt wurden Zedernholz, Ysop und scharlachrote Wolle. Mit der Asche und frischem Wasser wurde ein Reinigungswasser hergestellt, das gebraucht wurde, um die Israeliten oder Gegenstände von der Unreinheit nach der Berührung mit einem Toten zu reinigen. Das Reinigungswasser war damit immer verfügbar, was auch notwendig war, wenn man bedenkt, dass alle, die über 20 Jahre alt waren, in den folgenden 38 Jahren in der Wüste sterben sollten. Mit dem Wasser sollte man sich am dritten und siebten Tag nach der Verunreinigung reinigen. Wer es nicht tat, sollte ausgerottet werden (13.20). „Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, sodass sie äußerlich rein sind, um wie viel mehr wird dann das Blut Christi (…) unser Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott.“ (Hebr 9,13.14)

Gebet: Herr, danke für das Blut Jesu, das mich ganz reinigt, damit ich dir, dem lebendigen Gott, dienen kann.

Ein Wort: Bleib nicht unrein!

Dienstag, 10. Juli 2018

Juni 28

Die Priester und Leviten

4. Mose 18,1-32 (20)

„Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande kein Erbgut besitzen, auch keinen Anteil unter ihnen haben; denn ich bin dein Anteil und dein Erbgut inmitten der Israeliten.“

Viele Vorsteher der Gemeinde, allen voran Korach, sowie später die ganze Gemeinde, hatten gegen Mose und das Priestertum von Aaron rebelliert (Kap. 16 und 17). Gott hatte das Priestertum durch den grünenden Stab Aarons bestätigt. Dennoch war es notwendig, die Anweisungen über den Dienst am Heiligtum und über die Rechte und Pflichten der Priester und Leviten zu wiederholen. Die Leviten und Priester sollten die Schuld tragen, wenn eine Verfehlung am Heiligtum begangen wurde (1). Die Leviten waren Diener der Priester, aber sie durften die Stiftshütte nicht zu priesterlichen Diensten betreten (3.23). Für das Volk war es sogar lebensgefährlich, auch nur in die Nähe der Stiftshütte zu kommen (22). Die Priester dienten Gott in der Stiftshütte und am Altar. Dieses Priesteramt war ein Geschenk Gottes (7). Gott gab den Priestern für ihren Dienst von allen heiligen Gaben einen Anteil, vor allem auch die Erstlinge sollten ihnen gehören (8-19), deshalb würden sie keinen Anteil des Landes bekommen. Gott selbst wollte ihr Anteil sein. Der Zehnte sollte den Leviten gehören, dieser war ihr Erbe (24). Von ihm sollten sie wiederum den Zehnten den Priestern geben. Unser Priesteramt ist Gottes Geschenk (1. Petr 2,9) und Gott ist unser Anteil und Erbe.

Gebet: Herr, danke, dass ich dein Priester sein darf. Mein Anteil ist nicht in dieser Welt, du bist mein Anteil.

Ein Wort: Gott ist mein Anteil und mein Erbe

Montag, 9. Juli 2018

Juni 28

Gott bestätigt Aarons Priesteramt

4. Mose 17,1-28 (25)

„Der HERR aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder vor die Lade mit dem Gesetz, damit er verwahrt werde zum Zeichen für die Ungehorsamen, dass ihr Murren vor mir aufhöre und sie nicht sterben.“

Mose ließ gemäß den Anweisungen Gottes mit dem Kupfer der Pfannen der 250 rebellischen Leiter den Altar überziehen. Dies sollte ein Mahnzeichen sein, dass nur Aarons Geschlecht berechtigt war, das Räucheropfer zu opfern. Doch der Tod der Rotte Korach und diese Warnung nützten nichts. Am nächsten Morgen murrte die ganze Gemeinde gegen Mose und Aaron und warf ihnen vor, Gottes Volk zu töten. Gott erschien erneut in seiner Herrlichkeit und erklärte Mose, dass er nun endgültig dies rebellische Volk richten wollte. Eine Plage kam über das Volk. Nur durch das Räucheropfer konnten Mose und Aaron Sühne schaffen, dennoch starben über Vierzehntausend an diesem Tag. Gott bestätigte erneut Aarons Priesteramt. Von jedem Stamm wurde ein Stab eingesammelt und mit Namen versehen. Auf den Stab des Stammes Levi sollte Aarons Name geschrieben werden. Alle Stäbe wurden vor der Lade mit dem Gesetz niedergelegt, dem Ort, wo sich Gott bezeugte (19). Am nächsten Morgen grünte und blühte allein der Stab Aarons und trug sogar Mandeln. Aarons Stab sollte vor der Lade mit dem Gesetz bleiben, als Zeichen für den Ungehorsam des Volkes und damit das Murren aufhöre und sie deshalb nicht weiter starben (25).

Gebet: Herr, hilf mir aufzuhören, ungehorsam zu sein und gegen dich zu murren, damit ich nicht sterbe.

Ein Wort: Hör endlich auf zu murren und ungehorsam zu sein!

Sonntag, 8. Juli 2018

Juni 28

Gott bestätigt Moses Sendung

4. Mose 16,1-35 (28)

„Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, dass mich der HERR gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und dass ich sie nicht tue aus meinem eigenen Herzen:“

Korach war ein Vetter von Aaron, er war damit ein Levit, aber kein Priester. Er gehörte zu dem Geschlecht der Kehatiter, die die Geräte des Heiligtums auf ihren Schultern trugen. Offensichtlich gefiel es ihm nicht, ein „gewöhnlicher“ Priester zu sein. Er wollte mehr und begehrte das Priesteramt (10). Mit ihm rebellierten 250 Leiter der Israeliten und Datan und Abiram (aus dem Stamm Ruben) gegen die Priesterschaft von Mose und Aaron. Ihr Argument war, dass das gesamte Volk heilig sei und sich Gott nahen dürfe (3.5). Ihre Rebellion richtete sich nicht gegen Mose und Aaron, sondern gegen Gott, indem sie Gottes souveräne Erwählung sowohl für Mose und Aaron als auch für ihr Leben in Frage stellten. Sie wollten offensichtlich selbst mehr Macht und Ehre. Gott richtete Korach und alle, die mit ihm gegen Mose und Aaron rebelliert hatten. Die Erde riss unter ihnen auf und verschlang sie. Ein Feuer verbrannte die 250 Leiter. Gott hatte Mose und Aaron in seiner Souveränität erwählt. Gott hatte Mose gesandt, alle diese Werke zu tun. Er hatte nichts aus seinem eigenen Herzen getan. Wir müssen in unserem Leben Gottes souveräne Erwählung sowohl für uns als auch für die anderen annehmen.

Gebet: Herr, danke für deine souveräne Erwählung an meinem Leben. Hilf mir, täglich dafür zu danken und fleißig für deine Ehre zu arbeiten, wo du mich hingestellt hast, anstatt dagegen zu rebellieren.

Ein Wort: Gott hat mich gesandt

Samstag, 7. Juli 2018

Juni 28

Wenn ihr in das Land kommt…

4. Mose 15,1-41 (39)

„Und dazu sollen die Quasten euch dienen: sooft ihr sie anseht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, dass ihr euch nicht von eurem Herzen noch von euren Augen verführen lasst und abgöttisch werdet,“

Trotz des Unglaubens und Ungehorsams der Israeliten hielt Gott an seiner Verheißung für sein Volk fest. Er setzte seine Hoffnung auf die zweite Generation und gab ihnen einige Gebote für die Zeit, in der sie in dem verheißenen Land leben würden. Verschiedene Opfer sollten bei den Israeliten wie bei den Fremdlingen von Speis- und Trankopfern begleitet werden, wodurch sie sich stets an den Segen des Landes erinnern sollten. Israel hatte immer wieder über das Manna gemurrt. Deshalb sollten sie Gott ein Opfer bringen, wenn sie das erste Brot des Landes essen würden (19). Gott unterscheidet in seinen Geboten zwischen vorsätzlichen, versehentlichen, kollektiven und individuellen Sünden. Versehentliche Sünden vergibt Gott, wenn er Opfer sieht, die mit bußfertigem Herzen gebracht werden. Vorsätzliche Sünde soll hart bestraft werden. Als ein Israelit vorsätzlich den Sabbat brach, wurde er mit dem Tod hart bestraft. Die Israeliten waren immer wieder in die Sünde gefallen, weil sie Gott und seine Gebote vergessen hatten. Deshalb wies Gott sie nun an, sich Quasten an den Zipfeln ihrer Kleider zu machen. Wenn sie diese Quasten sahen, sollten sie an Gottes Gebote denken und sie tun.

Gebet: Herr, ich bin auch so vergesslich. Hilf mir, mir auch Quasten zu machen, damit ich mich nicht verführen lasse, sondern an dein Wort denke und es tue.

Ein Wort: An Gottes Wort denken und es tun

Freitag, 6. Juli 2018

Juni 28

Der andere Geist von Kaleb

4. Mose 14,1-45 (24)

„Nur meinen Knecht Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm ist und er mir treu nachgefolgt ist, den will ich in das Land bringen, in das er gekommen ist, und seine Nachkommen sollen es einnehmen.“

Durch die bösen Gerüchte der acht Kundschafter wurde ganz Israel vom Unglauben überwältigt. Das Volk weinte die ganze Nacht und murrte schließlich gegen Mose und Aaron. Mose und Aaron fielen auf ihr Angesicht. Josua und Kaleb zerrissen sich die Kleider. Sie bezeugten vor der Gemeinde erneut, dass das Land gut sei und sie es einnehmen würden, so einfach, wie man Brot isst (9). Doch ihre Rede nützte nichts. Gott selbst griff ein, als das Volk sie steinigen wollte. Gott sagte klar, dass ihr Unglaube und Murren Gotteslästerung war, weil sie trotz all der Zeichen, die Gott ihnen gegeben hatte, nicht an ihn glaubten. Nur durch Moses flehentliches Gebet schlug Gott sein Volk nicht mit der Pest. Gott vergab dem Volk. Doch alle Männer ab zwanzig, die Gottes Herrlichkeit und Zeichen gesehen hatten und dennoch Gott zehnmal versucht hatten, sollten in der Wüste sterben und nicht in das verheißene Land kommen. Vierzig Jahre sollten sie in der Wüste wandern (34). Die zehn Kundschafter starben sofort. Nur Josua und vor allem Kaleb, weil ein anderer Geist in ihm war, sollten ins verheißene Land kommen. Kaleb war Gott treu nachgefolgt. In der Krisenzeit hatte er für die Ehre Gottes durch den Glauben geredet, gehandelt und sein Leben riskiert.

Gebet: Herr, ich habe auch viele Zeichen gesehen. Hilf mir, einen anderen Geist zu haben und dir nachzufolgen.

Ein Wort: Habe einen anderen Geist!

Donnerstag, 5. Juli 2018

Juni 28

Lasst uns hinaufziehen!

4. Mose 13,1-33 (30)

„Kaleb aber brachte das Volk vor Mose zum Schweigen und sprach: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“

Zehn Kundschafter wurden ausgesandt, um das verheißene Land zu erkunden. Es waren jeweils Älteste und Häupter der 12 Stämme Israels, unter ihnen auch Kaleb und Hoschea (Josua). Nach vierzig Tagen kehrten sie zurück. Man kann sich vorstellen, wie der Anblick der riesigen Weintraube das Volk begeisterte. Doch der Bericht der Kundschafter fiel alles andere als positiv aus. Nach nur einem halbwegs positiven Satz, dass das Land wirklich ein Land ist, darin Milch und Honig fließt, kam ihr „aber“. Sie sagten, dass die Bewohner des Landes stark seien, die Städte befestigt und sehr groß seien und sie sogar Anaks Söhne, Riesen, gesehen hätten. Ihr Bericht war voller Unglauben, Gott und Gottes Verheißung wurden völlig ausgeklammert und waren für sie keine Realität. Sie brachten sogar ein böses Gerücht in Umlauf, dass es dort Menschenfresser gäbe und die Israeliten in deren Augen wie Heuschrecken seien. Sie gaben die Eroberung des verheißenen Landes in ihrem Unglauben auf, ohne auch nur einmal gekämpft zu haben. Nur Kaleb hatte den Mut, ihrem Bericht zu widersprechen, weil er auf Gottes Verheißung vertraute. Er sagte: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“

Gebet: Herr, vergib all meine negativen und ungläubigen Worte. Vergib mir, dass ich aufgab, ohne einmal gekämpft zu haben. Hilf mir, dich und deine Verheißung zu sehen.

Ein Wort: Lasst uns das Land einnehmen!

Mittwoch, 4. Juli 2018

Juni 28

Moses Demut

4. Mose 12,1-16 (3)

„Der Mann Mose war sehr demütig, mehr als alle Menschen auf Erden.“

Mose hatte eine Kuschiterin zur Frau genommen. Mirjam und Aaron nahmen dies zum Anlass, Moses Führungsrolle in Frage zu stellen. Sie sagten: „Redet denn der HERR allein durch Mose? Redet er nicht auch durch uns?“ (2) Vielleicht waren sie unzufrieden, dass es jetzt neben Mose noch siebzig Älteste gab, die Moses Geist hatten. Mirjams und Aarons Verhalten ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass der Tod der Söhne Aarons ungefähr zwei Monate zurücklag (3. Mose 10,3) und Gott gerade sein Volk hart gestraft hatte. Sie hätten eigentlich Gottesfurcht haben müssen. Ihr Hochmut Mose gegenüber war Hochmut vor Gott. Mose hingegen war ein sehr demütiger Mensch, mehr als alle Menschen auf Erden. Seine Demut kam aus seiner Liebesbeziehung mit Gott, in der er stets wusste, wer er vor Gott war, ähnlich wie Johannes der Täufer (Joh 1,19-23). In seiner Demut unternahm Mose nichts gegen seine Geschwister. Gott selbst griff ein, denn er hatte ihre hochmütigen Worte gehört (2). Gott hört auch unsere hochmütigen Worte, auch wenn wir sie hinter verschlossenen Türen sprechen. Gott rief Aaron und Mirjam zu sich in die Stiftshütte und erklärte ihnen den Unterschied zwischen einem Propheten (Mirjam war eine Prophetin; 2. Mose 15,20) und Mose. Gott sprach mit Mose von Mund zu Mund und nicht durch Gleichnisse. Gott strafte Mirjam mit Aussatz, doch weil Mose für sie zum Herrn schrie, war sie nur sieben Tage aussätzig.

Gebet: Herr, vergib mir meinen Hochmut.

Ein Wort: Sei ein demütiger Mensch

Dienstag, 3. Juli 2018

Juni 28

Das murrende Volk

4. Mose 11,1-36 (20b)

„Weil ihr den HERRN verworfen habt, der unter euch ist, und weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind wir aus Ägypten gegangen?“

Dieses Kapitel lehrt, dass Murren eine ernsthafte Sünde ist. Erst murrten nur einige am Rand des Lagers. Gott strafte ihr Murren mit Feuer. Dies war eigentlich eine ernsthafte Warnung gewesen, aber das fremde Volk unter den Israeliten wurde lüstern. Da fingen auch die Israeliten wieder an zu murren, weil sie kein Fleisch zu essen bekamen. Gottes Zorn entbrannte und für Mose wurde dies mürrische Volk eine nicht mehr tragbare Last. Er wollte lieber sterben als weiter dieses Volk zu führen. Gott tadelte Mose nicht, stattdessen stellte er Mose siebzig Älteste zur Seite, indem er sie mit dem Geist von Mose erfüllte. Als zwei dieser Ältesten in Verzückung im Lager umherliefen, wollte Josua, dass Mose ihnen wehrte. Aber Mose wünschte sich, dass alle im Volk Propheten des Herrn wären und Gottes Geist hätten. Gott sandte dem Volk das erwünschte Fleisch. Einen Monat lang ließ er Tag und Nacht Wachteln ins Lager fallen. Noch während das Fleisch ihnen zwischen den Zähnen hing, strafte er das Volk mit einer sehr großen Plage, sodass viele starben. Denn mit ihrem Murren hatten sie Gott und Gottes Gnade, mit der er sie aus Ägypten geführt hatte, verworfen. Wer Gottes Gnade und Allmacht mehrfach erfahren hat, aber wiederholt murrt, statt Gott zu vertrauen, verwirft damit Gott.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich wie Israel viel gemurrt habe. Erfülle mich mit dem Geist von Mose, damit ich die Last meines Volkes mittrage (17).

Ein Wort: Wenn doch alle Gottes Geist hätten!

Montag, 2. Juli 2018

Juni 28

Der Aufbruch vom Sinai

4. Mose 10,11-36 (13)

„So brachen sie zum ersten Male auf nach dem Wort des HERRN durch Mose,“

Der Tag des Aufbruchs war gekommen. Mit Vers 11 beginnt ein neuer Abschnitt in diesem Buch. Fast ein Jahr hatte das Volk am Sinai gelagert (2. Mose 19,1). In dieser Zeit hatte Gott einen Bund mit ihnen geschlossen, ihnen seine Gesetze gegeben und sie hatten die Stiftshütte errichtet. Gott hatte ihnen auch eine Lagerordnung gegeben und eine Volkszählung durchgeführt. Sie waren bestens vorbereitet, geistlich wie praktisch, um nun loszuziehen und das verheißene Land zu erobern. Als die Wolke sich erhob, brachen sie auf. Vers 13 betont, dass sie nach dem Wort des Herrn aufbrachen. Die Lade des Bundes zog vor ihnen her und wies ihnen den Weg (33). Wenn die Lade aufbrach, sprach Mose: „HERR, steh auf! Und deine Feinde werden sich zerstreuen und all, die dich hassen, werden flüchtig vor dir!“ (35) Und wenn sie sich niederließ, sprach Mose: „Komm wieder, HERR, zu der Menge der Tausende in Israel!“ (36) Wenn Gott uns durch sein Wort gut zugerüstet hat, müssen wir auch im Glauben den geistlichen Aufbruch wagen und losziehen, um das verheißene Land zu erobern. Dabei brauchen wir den unerschütterlichen Glauben von Mose, für den die Lade, das Wort Gottes, gleich Gott und seine Allmacht war. In unserem Glaubenskampf kämpfen wir nicht mit Fleisch und Blut (Eph 6,12). Wie Mose brauchen wir die Zuversicht auf den Sieg durch Gottes Macht.

Gebet: Herr, hilf mir, auch den Aufbruch nach deinem Wort zu wagen.

Ein Wort: HERR, steh auf!

Sonntag, 1. Juli 2018

Juni 28

Die silbernen Trompeten

4. Mose 10,1-10 (9)

„Wenn ihr in den Krieg zieht in eurem Lande gegen eure Feinde, die euch bedrängen, so sollt ihr laut trompeten mit den Trompeten, dass euer gedacht werde vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr errettet werdet vor euren Feinden.“

Mose wurde angewiesen, zwei silberne Trompeten herzustellen. Diese sollten von den Söhnen Aarons geblasen werden, um die ganze Gemeinde oder auch nur die Fürsten vor der Stiftshütte zu versammeln. Wurde laut trompetet, sollte dies das Signal für den Aufbruch sein. Auch bei der Eroberung des verheißenen Landes sollte laut trompetet werden, damit Gott ihrer gedachte und sie von ihren Feinden gerettet würden. Bei Festtagen und wenn Brand- und Dankopfer geopfert wurden, sollten sie auch geblasen werden, damit Gott ihrer gedachte. Obwohl sie noch nicht einmal aufgebrochen waren, gab Gott ihnen hier schon die Verheißung, dass sie in ihrem Land siegen würden. Entscheidend für den Sieg würden nicht ihre Waffen sein, sondern ihr Vertrauen auf Gott. Statt zu versuchen, ihre Feinde und Bedränger mit eigener Kraft zu besiegen, gab Gott ihnen diese Trompeten. Sie sollten im Glauben laut trompeten. In der Zeit der Bedrängnis sollen wir auch im Glauben zu Gott laut trompeten, statt mit unserem kleinen Kopf zu versuchen, die Probleme zu lösen. Gott gibt uns die feste Zusage, dass das verheißene Land schon unser Land ist und er uns vor unseren Feinden erretten wird.

Gebet: Herr, danke, dass du unser gedenkst und uns den Sieg gibst, wenn wir laut trompeten.

Ein Wort: Trompete laut in der Zeit der Bedrängnis

Donnerstag, 14. Juni 2018

März 30

Nach dem Befehl des HERRN

4. Mose 9,15-23 (23)

„Denn nach des HERRN Befehl lagerten sie sich, und nach des HERRN Befehl brachen sie auf und beachteten so die Weisung des HERRN, wie er sie durch Mose geboten hatte.“

Seit dem Tage der Aufrichtung der Stiftshütte bedeckte die Wolkensäule die Wohnung. Die Wolke bedeutet, dass Gott gegenwärtig unter seinem Volk war. Der Kern der Stiftshütte war die Bundeslade, das Wort Gottes. Gott war durch sein Wort auch mitten unter seinem Volk. Immer, wenn sich die Wolke von der Stiftshütte erhob, brach das Volk auf, und wenn sie sich niederließ, lagerte das Volk. Auch wenn sich die Wolke bei Nacht erhob, brach das Volk auf. Auf diese Weise lernten sie, jeder die Weisung des Herrn zu beachten oder nach dem Wort Gottes zu leben, denn die Wolke war für jeden sichtbar. Nach dem Wort Gottes zu leben ist nicht immer einfach. Manchmal muss man seine Bequemlichkeit überwinden wie die Israeliten, die auch manchmal in der Nacht aufbrachen. Gottes Wort zu gehorchen heißt aber auch oft, Vertrauen und Geduld zu lernen und auf Gottes Zeit zu warten. Gott erzog Abraham im Glauben und Vertrauen auf sein Wort, indem er ihm erst nach 25 Jahren den verheißenen Sohn gab. Der Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes war und ist die Voraussetzung, um von Gott als ein Königreich von Priestern und heiliges Volk gebraucht werden zu können (2. Mo 19,5.6).

Gebet: Herr, danke, dass du uns trainierst, deinem Wort bei Tag und Nacht zu gehorchen, damit du uns als königliche Priester und heiliges Volk gebrauchen kannst.

Ein Wort: Lebe nach dem Befehl des HERRN!

Mittwoch, 13. Juni 2018

März 30

Das Passa

4. Mose 9,1-14 (2)

„Lass die Israeliten Passa halten zur festgesetzten Zeit;“

Im ersten Monat des zweiten Jahres, also während der in Kapitel 7 beschriebenen Opfer der Fürsten für den Altar, wies Gott Mose an, das Passafest zur festgesetzten Zeit zu halten. Der Termin für das Passafest war allen bekannt, aber offensichtlich hofften einige, dass das Passafest verschoben werden würde. Hatten doch die Israeliten eine anstrengende Zeit hinter sich und gerade erst festlich geopfert. Gott unterband mit dieser vorzeitigen Anweisung, das Fest zur festgesetzten Zeit zu halten, jegliche Spekulation über eine Terminverschiebung. So hielten die Israeliten das erste Passafest nach dem Auszug am vierzehnten Tage des ersten Monats. Jeder der Israeliten sollte sich an die Gnade des Auszugs erinnern. Das Erinnern an die Gnade Gottes und der Dank für seine Gnade ist das Fundament unseres Glaubenslebens. Gottes Ermahnung, das Passafest zur festgesetzten Zeit zu feiern, und der Gehorsam des Volkes lehren uns, dass das Erinnern an Gottes Gnade nichts mit unserer schwankenden Gefühlslage zu tun hat oder unserem vollen Terminkalender. Vielmehr hilft uns der Gehorsam gegenüber Gottes Wort gerade in einer Zeit, in der unser Herz voller Sorgen oder eigener Pläne ist, uns an Gottes Gnade zu erinnern. Danken und Gehorsam gehören zusammen wie Undank und Ungehorsam. Paulus ermahnt uns in 1. Thessalonicher 5,16-18 allezeit fröhlich und dankbar in allen Dingen zu sein.

Gebet: Herr, ich will nicht mehr nach meinem Gefühl oder Terminkalender leben, sondern nach deinem Wort.

Ein Wort: Gehorche zur festgesetzten Zeit!

Dienstag, 12. Juni 2018

März 30

Die Leviten gehören Gott

4. Mose 8,1-26 (14)

„Und sollst so die Leviten absondern von den Israeliten, dass sie mir gehören.“

Aaron wurde angewiesen, die Lampen auf dem Leuchter so aufzusetzen, dass sie alle von dem Leuchter nach vorne schienen. Jesus ist das Licht der Welt (Joh 8,12). Das Öl in den Lampen steht für den Heiligen Geist (Sach 4). Wir sollen durch den Heiligen Geist das Licht Jesu hell von uns weg in die Welt leuchten lassen.

Im nächsten Abschnitt wird die Weihe der Leviten beschrieben. Sie wurden zunächst mit dem Entsühnungswasser (Kap. 19) gereinigt, dann sollten sie sich ihre Haare abscheren und sich ihre Kleider waschen. Die Israeliten sollten ihre Hände auf die Leviten legen, und Aaron sollte die Leviten als Schwingopfer von den Israeliten darbringen. Dabei sollten die Leviten selbst ihre Hände auf den Kopf der Stiere legen, damit ihnen Sühne geschaffen würde. Die Leviten sollten ganz Gott gehören, weil Gott alle Erstgeburt unter den Israeliten gehörte und Gott die Leviten statt aller Erstgeburt nahm. Die Leviten waren nicht nur mit dem Amt an der Stiftshütte beauftragt (Kap. 4), sondern auch mit der Aufgabe, den Israeliten Sühne zu schaffen (19). Die Leviten unter Esra taten dies, indem sie als Bibellehrer arbeiteten, die für das Volk das Buch des Gesetzes klar und verständlich auslegten (Neh 8,7.8). Wir gehören Gott und sind auch als königliche Priesterschaft berufen (1. Petr 2,9) wie die Leviten im Alten Testament.

Gebet: Herr, mein Leben gehört dir, ich möchte es dir ganz weihen und als Bibellehrer fleißig arbeiten.

Ein Wort: Die Leviten gehören Gott

Montag, 11. Juni 2018

März 30

Die Stimme Gottes vom Gnadenthron

4. Mose 7,1-89 (89)

„Und als Mose in die Stiftshütte ging, um mit Ihm zu reden, da hörte er die Stimme zu sich reden von dem Gnadenstuhl, […]; und er redete zu ihm.“

Am ersten Tag des ersten Monats des zweiten Jahres wurde die Stiftshütte aufgerichtet (2. Mo 40,17). Vierzehn Tage später (9,5) feierte das Volk sein erstes Passafest. Zwischen diesen Begebenheiten geschah die in diesem Kapitel beschriebene Weihgabe der Stammesfürsten für den Altar. Das Opfer bestand aus 6 bedeckten Wagen und 12 Rindern. Mose verteilte die Wagen und Rinder an die Gerschoniter und Merariter. Die Kehatiter erhielten nichts, weil sie die heiligen Gegenstände der Stiftshütte auf Schultern tragen mussten. Die Stammesfürsten opferten an zwölf aufeinanderfolgenden Tagen alle die gleichen Opfer für die Einweihung des Altars. Sie opferten Brandopfer, Sündopfer und Dankopfer und Silber und Gold. Die Gesamtzahl der Opfer wird noch einmal aufgeführt (84-88). Am Ende dieser Opfer konnte Mose in die Stiftshütte gehen, um mit Gott zu reden, was vorher nicht möglich gewesen war (2. Mo 40,35). Gott redete zu ihm mit einer Stimme von dem Gnadenstuhl, der auf der Lade über dem Gesetz war. Dies war die Erfüllung der Verheißung aus 2. Mose 25,22. Es war das erste Mal, dass Gott zu Mose vom Gnadenstuhl aus sprach. Ein geistlicher Leiter muss Gottes Stimme vom Gnadenstuhl hören und mit Gott reden. Mit Jesu Tod wurde die ganze Welt zum Gnadenstuhl. Wir können überall zu Gott kommen und seine Stimme hören, wenn wir sie hören wollen.

Gebet: Herr, danke, dass ich deine Stimme hören kann.

Ein Wort: Höre Gottes Stimme vom Gnadenstuhl!

Samstag, 9. Juni 2018

März 30

Der HERR segne und behüte dich

4. Mose 6,1-27 (24-26)

„Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Dieses Kapitel beschreibt das Gesetz über den Gottgeweihten (Nasiräer). Wenn ein Mann oder eine Frau sich für eine bestimmte Zeit Gott weihen wollte, sollte er oder sie auf Wein und Früchte des Weinstocks verzichten, sich das Haar nicht schneiden und zu keinem Toten gehen. Nach Ablauf der in einem Gelübde versprochenen Zeit der Weihe musste der Nasiräer bestimmte Opfer bringen und sein Haupt scheren. Johannes der Täufer weihte Gott sein ganzes Leben und führte ein abgesondertes und geheiligtes Leben in der Wüste wie ein Nasiräer. Er tat dies, um seine Mission als Wegbereiter des Messias zu erfüllen. Die Verse 22-27 beinhalten den priesterlichen Segen, mit dem Aaron und seine Söhne das Volk Israel segnen sollten. Viele betrachten weltlichen Erfolg und Reichtum als Segen. Aber der wahre Segen Gottes ist, dass Gottes Angesicht über uns leuchtet, er uns gnädig ist und uns seinen Frieden gibt. Der wahre Segen ist eine tiefgehende Liebesbeziehung mit Gott. Der wahre Segen ist die Gnade der Sündenvergebung, die uns ewiges Leben und Frieden mit Gott schenkt. Wir haben allen Grund, dafür zu danken, und sollen auch andere mit dem priesterlichen Segen segnen.

Gebet: Herr, ich bin wirklich ein gesegneter Mensch. Hilf mir, heute einen Menschen mit dem wahren Segen zu segnen und ihm das Evangelium weiterzugeben.

Ein Wort: Der Herr segne und behüte dich!

Freitag, 8. Juni 2018

März 30

Sie sollen ihre Sünden bekennen

4. Mose 5,1-31 (7)

„Und sie sollen ihre Sünde bekennen, die sie getan haben, und sollen ihre Schuld voll erstatten und darüber hinaus den fünften Teil dazutun und dem geben, an dem sie sich verschuldet haben.“

Gott ist heilig und wohnte unter seinem Volk, deshalb sollten äußerlich unreine Menschen aus dem Lager geschickt werden (2). Aber vor allem spricht Gott die innere Unreinheit der Menschen durch verschiedene Sünden an. Den Israeliten sollte klar sein, dass, wenn sie auf irgendeine Weise gesündigt hatten, auch wenn diese Sünde für andere nicht sichtbar war, eine Schuld auf ihnen lag (6). Sie sollten ihre Sünde bekennen und beispielsweise bei Diebstahl die Schuld erstatten plus den fünften Teil. Ehebruch und Eifersucht sind meist versteckte Sünden. Sie zerstören Familien und eine Gesellschaft. Der Geist der Eifersucht ist Eiter in den Gebeinen (Spr 14,30) und sät Misstrauen, Spaltung und Hass. In einem ehebrecherischen und eifersüchtigen Herzen kann Gott nicht wohnen. Gott gab seinem Volk aber ein Verfahren, diese Sünden vor Gott aufzudecken und aus den Herzen der Menschen zu entfernen. Der Gott des Alten Testaments ist der gleiche wie des Neuen Testaments. Ehebruch ist immer noch eine Sünde und Eifersucht ein Werk des Fleisches (Gal 5,19.20). Wir müssen mit unseren Sünden zu Gott kommen. Jesus hat mit seinem Tod die Schuld für uns voll erstattet! Wenn wir unsere Sünde bekennen, vergibt und reinigt uns Gott, auch von der Eifersucht (1. Joh 1,9; Röm 13,12-14).

Gebet: Herr, ich erkenne an, dass Schuld auf mir liegt. Ich will meine Sünde bekennen.

Ein Wort: In einem reinen Herzen wohnt Gott

Donnerstag, 7. Juni 2018

März 30

Jeder hat seine Aufgabe

4. Mose 4,1-49 (49)

„Sie wurden bestellt nach dem Wort des HERRN, das durch Mose ergangen war, ein jeder zu seinem Dienst und seiner Traglast, wie der HERR es Mose geboten hatte.“

Gott gab noch einmal die Anweisung, die Leviten zu zählen. Diesmal sollten nur die gezählt werden, die zum aktiven Dienst an der Stiftshütte bereit standen, nämlich die Männer zwischen 30 und 50 Jahren. 8.580 Leviten wurden gezählt. Es ist erstaunlich, dass Gott die jungen, starken Männer zwischen 20 und 30 nicht zum aktiven Dienst berief. Der Grund war, dass die Aufgabe der Leviten durchaus gefährlich war, denn beispielsweise konnte ein Schauen auf die Bundeslade tödlich sein. Heilige Furcht vor Gott war die Voraussetzung für die Ausübung des Amtes. Nur Aaron und seine Söhne durften die Bundeslade, den Leuchter, den goldenen Altar, den Schaubrottisch und alle dazugehörigen Geräte in Decken einpacken. Getragen wurden sie von den Kehatitern. Die Söhne Gerschons waren für den Transport der Teppiche, Decken und Felle der Stiftshütte zuständig und die Söhne Meraris für die Säulen, Bretter, Riegel und Füße. Jeder von ihnen wurde nach dem Wort des Herrn zu seinem Amt bestellt. Es war sehr wichtig, dass jeder sein Amt verantwortungsvoll ausübte. Wenn jemand einige Riegel verloren hätte, hätte die Stiftshütte nicht aufgebaut werden können. Gott hat uns in seiner Gnade ein Amt gegeben. Wir sind Prediger und Hirten der Schafherde Jesu (Joh 21,15; Mt 28,19).

Gebet: Herr, du hast auch mich als Hirten deiner Schafherde nach deinem Wort bestellt. Hilf mir, dieses Amt täglich verantwortungsvoll zu erfüllen.

Ein Wort: Bestellt nach dem Wort des Herrn

Mittwoch, 6. Juni 2018

März 30

Die Erstgeburt ist mein

4. Mose 3,1-51 (13)

„Denn die Erstgeburten sind mein. An dem Tage, da ich alle Erstgeburt schlug in Ägyptenland, da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, Mensch und Vieh, dass sie mir gehören sollen. Ich bin der HERR.“

Israel ist Gottes erstgeborener Sohn (2. Mo 4,22). Weil der Pharao sich geweigert hatte, diesen ziehen zu lassen, hatte Gott die Erstgeburt in Ägypten getötet. In der Nacht des Auszugs heiligte Gott sich alle Erstgeburt in Israel. Die sollte Gott gehören und ihm allein dienen. Gott wählte den Stamm Levi sozusagen als Ersatz für alle Erstgeburt in Israel. Gott ließ alle Erstgeburt in Israel zählen, es waren 22.273. Hingegen betrug die Zahl der Leviten nur 22.000. Die Differenz wurde durch eine Abgabe ausgelöst. Aaron stammte auch von Levi ab. Levi hatte drei Söhne: Gerschon, Kehat und Merari. Aaron stammte von Kehat ab, aber nur die Nachkommen Aarons wurden Priester. Diese Aufgabe musste mit heiliger Furcht erfüllt werden (4). Die Leviten wurden Diener der Stiftshütte und der Priester. Ihre Aufgabe war es, die Stiftshütte und ihre Geräte zu transportieren, auf- und abzubauen und zu schützen (18,2-6). Jeder Stamm der Nachkommen Levis bekam einen Platz ganz nahe bei der Stiftshütte zugewiesen. Aaron und Mose sollten nach Osten vor dem Eingang der Stiftshütte lagern. Gott hat uns durch das Blut seines eingeborenen Sohnes erlöst, wir gehören deshalb auch unserem Herrn und sollen ihm allein dienen.

Gebet: Herr, mein Leben gehört dir. Hilf mir heute, meine Prioritäten richtig zu setzen und dir zuerst zu dienen. Gebrauche mich als Priester des Herrn (1. Petr 2,9).

Ein Wort: Diene zuerst dem HERRN!

Dienstag, 5. Juni 2018

März 30

Die Ordnung der Stämme

4. Mose 2,1-34 (2)

„Die Israeliten sollen sich um die Stiftshütte lagern, ein jeder bei seinem Banner und Zeichen, nach ihren Sippen.“

Gott hatte seinem Volk am Berg Sinai durch seine Gesetze eine innere Ordnung gegeben. Vor allem das erste Gebot der Zehn Gebote (2. Mo 20,3) richtete die Schöpfungsordnung in den Herzen der Israeliten auf. Durch die Lagerordnung half Gott seinem Volk, ebenfalls in der Schöpfungsordnung zu leben. Denn die Stiftshütte sollte in der Mitte des Lagers und des Marschzuges angeordnet werden. Gott sollte immer der Mittelpunkt des Volkes Gottes sein. Aber auch eine äußere Ordnung war notwendig, wenn das Volk siegreich in das verheißene Land einziehen wollte. Erstmals ordnete Gott das Lager nach Stämmen. Vier Stämmen wurde die Leitung übertragen: Juda im Osten, Ruben im Süden, Ephraim im Westen und Dan im Norden. Hinter diesen lagerten jeweils zwei andere Stämme. Beim Aufbruch sollten zuerst die Stämme im Osten losziehen, dann die im Süden, gefolgt von den Leviten mit der Stiftshütte und den Stämmen im Westen. Die Stämme im Norden bildeten das Ende des Zuges. Dass Juda die Führung übernahm, war der Beginn der Erfüllung der Verheißung Gottes an Juda (1. Mo 48,8ff), die Gott mit dem Kommen Jesu ganz erfüllte. Als Volk Gottes brauchen wir sowohl eine klare innere Ordnung als auch eine äußere Ordnung und Disziplin. Gott ist ein Gott der Ordnung.

Gebet: Herr, ohne innere und äußere Ordnung kann man nicht siegreich sein. Hilf mir, heute mindestens in einem Punkt Ordnung zu schaffen.

Ein Wort: Ordnung gibt den Sieg!

Montag, 4. Juni 2018

März 30

Zum Kampf bereit

4. Mose 1,1-54 (3)

„Von zwanzig Jahren an und darüber, alles, was mit dem Heer hinausziehen kann in Israel. Ihr sollt sie zählen nach ihren Heerscharen, du und Aaron.“

Genau ein Jahr und zwei Wochen nach dem Auszug Israels aus Ägypten und einen Monat nach der Fertigstellung der Stiftshütte gab Gott Mose die Anweisung, alle wehrfähigen Männer über zwanzig zu zählen. Das Volk war bereit vom Berg Sinai aufzubrechen, um das verheißene Land einzunehmen. Es würde eine gefährliche Reise werden, und sie mussten auf feindliche Angriffe vorbereitet sein. Die Zählung der wehrfähigen Männer war eine Mobilmachung für den Kampf. Sie sollten sich für den Kampf bereit machen. Mose konnte das verheißene Land nicht allein einnehmen, er brauchte wehrfähige Männer. Wir stehen auch in einem geistlichen Kampf (Eph 6,12). Wehrfähig machen uns das Festhalten an der Gnade und die Waffenrüstung Gottes (Eph 6,10-20). Wir müssen selbst für den geistlichen Kampf bereit sein, aber auch andere mobil machen. Die wehrfähigen Männer des Stammes Levi sollten nicht mitkämpfen. Ihre Aufgabe war der Schutz der Stiftshütte. Das Zentrum der Stiftshütte war die Bundeslade mit dem Gesetz und dem Gnadenthron. Als Gottes Volk müssen wir auch die Wahrheit der Bibel, vor allem den Weg der Erlösung allein durch Jesus (Joh 3,16), schützen, denn sie ist das Herzstück des Volkes Gottes. Wir können sie schützen, indem wir ihr selbst gehorchen und sie klar lehren.

Gebet: Herr, hilf mir, täglich zum Kampf bereit zu sein und auch andere mobil zu machen.

Ein Wort: Bist du zum Kampf bereit?

Bibeltext online



Oktober 2018
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September 2018
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August 2018
WoMoDiMiDoFrSaSo
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35272829303112

Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.