Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
Browsing all posts in: Markus

Montag, 21. Oktober 2019

September 22

Predigt das Evangelium aller Kreatur

Markus 16,15-20 (15)

„Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“

Der hartnäckige Unglaube seiner Jünger an seine Auferstehung hinderte Jesus nicht daran, sie dennoch für seine Mission zu berufen. Als er bei ihnen war und sie endlich glaubten, beauftragte er sie, hinaus in die Welt zu gehen und das Evangelium zu predigen. Und dies allen Völkern, auch den Heiden, die von den Israeliten als ganz andersartige Kreaturen angesehen wurden. Jesus sagt seinen Jüngern und uns klar: Wer an ihn glaubt und in ihm sein Leben neu anfängt, wird selig werden; wer nicht glaubt, wird verdammt werden. Alle Gläubigen, die Jesus nachfolgen, sind dazu autorisiert, von Jesus und dessen Taten zu erzählen, ja, sie sollen dies unbedingt tun. Jesus gibt ihnen die Vollmacht, zu heilen und in anderen Sprachen zu reden. Und er schützt sie, indem ihnen Giftiges nicht schaden kann. Nach dem Missionsbefehl an seine Jünger fuhr Jesus auf in den Himmel. Seine Jünger sahen ihn, wie er aufgehoben wurde und die Wolken des Himmels um ihn waren. Oben setzte sich Jesus zur Rechten Gottes, wo er noch heute ist. Später folgten die Jünger Jesu dem Befehl, in die Welt hinauszugehen. Sie zogen aus und predigten an allen Orten. Gott wirkte in ihnen: Sie hatten tatsächlich die angekündigten Vollmachten. Daran erkannten sie denn auch, dass sie tatsächlich Jesu Beauftragte zur Weltmission waren.

Gebet: Herr, wirke in mir und sende mich aus, um vielen Menschen vom Evangelium zu erzählen.

Ein Wort: Gesandt, um Menschen zu Jesus einzuladen

Samstag, 19. Oktober 2019

September 22

Der Unglaube von Jesu Jüngern

Markus 16,9-14 (14)

„Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen.“

Maria Magdalena hatte von Jesus große Gnade erfahren: Sieben Dämonen hatte er von ihr ausgetrieben. Darum hielt sie ihm die Treue bis zu seinem Tod am Kreuz und auch danach. Das wurde ihr belohnt, indem sie die Erste war, welcher Jesus nach seiner Auferstehung begegnete. Als sie den auferstandenen Jesus sah, verwandelte sich ihre Trauer schlagartig in Freude. Sie ging gleich hin und erzählte Jesu Jüngern, dass ihr Meister auferstanden sei. Doch diese glaubten ihr nicht. Später sahen in der Stadt Emmaus zwei Anhänger Jesu den Auferstandenen. Der offenbarte sich ihnen in der Gestalt eines Mannes vom Volk. Aber als er in der Essensgemeinschaft mit ihnen das Brot brach, erkannten sie ihn als Jesus. Daher erzählten sie Jesu Jüngern auch gleich, dass sie den Auferstandenen gesehen hatten. Aber auch ihnen glaubten die Jünger nicht. Ihr Unglaube war wirklich extrem hartnäckig; immerhin hatte Jesus vor seinem Tod ihnen dreimal vorausgesagt, dass er am dritten Tag nach seinem Tod auferstehen würde. Jesus musste persönlich zu ihnen kommen, damit sie glaubten. Er tadelte sie für ihren Unglauben. Nach allen Geschehnissen war ihr Herz so verhärtet gewesen, dass sie die frohe Botschaft von Jesu Auferstehung nicht in ihr Herz hatten lassen können.

Gebet: Herr, vergib mir meine Zweifel an dir. Lass mich Jesus tief erfahren und anderen von ihm erzählen.

Ein Wort: Den auferstandenen Jesus ins Herz lassen

Freitag, 18. Oktober 2019

September 22

Jesus ist auferstanden

Markus 16,1-8 (6a)

„Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier.“

Die drei Frauen, die Jesus von ganzem Herzen geliebt hatten, wollten nun Jesus die letzte Ehre erweisen. Sie warteten nach dem Sabbat die allererste Gelegenheit ab, um Jesus wohlriechende Öle zu kaufen und ihn damit zu salben. Bei Sonnenaufgang erreichten sie sein Grab. Ihre Sorge auf dem Weg dorthin war, wie sie den großen Stein vor dem Grab wegwälzen konnten, um zu Jesu Leichnam zu gelangen. Doch die Sorge erwies sich als unbegründet: Zu ihrer Verwunderung war der Stein weg. Und da saß ein Engel im Grab, das sie nun betraten. Dieser wusste, dass die Frauen Jesus suchten. Genauer suchten sie den Gekreuzigten, den toten Jesus. In ihrer Trauer blieben sie bei dieser Vorstellung von Jesus. Doch der Engel riss sie aus dieser Trauer und verkündigte ihnen, dass Jesus auferstanden war. Jesus ist nicht einfach ein Mensch, dem man durch die Kreuzigung das Leben nehmen konnte, und damit war seine Geschichte beendet. Sondern er ist Gottes Sohn, der den Tod überwunden hat und lebt – bei Gott im Himmel und in unseren Herzen. Zu viele Menschen beschränken Jesus auch heute noch auf die menschliche Dimension und denken, er sei tot oder seine Macht zu helfen sei begrenzt. Der Engel beauftragte die Frauen damit, seinen Jüngern seine Auferstehung kundzutun. Und die Frauen fürchteten sich sehr.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der den Tod überwunden hat und lebt. Hilf mir, ihn als göttlich zu erkennen.

Ein Wort: Jesus ist auferstanden

Donnerstag, 17. Oktober 2019

September 22

Jesu Grablegung

Markus 15,42-47 (43)

„kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.“

Jesus starb am Vortag des Sabbats. Es oblag dem Statthalter Pilatus und seinen Leuten, seinen Leichnam vom Kreuz abzunehmen und weiter über ihn zu verfügen. Unter denen, die Jesus gekannt und geliebt hatten, herrschte eine Stimmung von tiefer Trauer, ja Hoffnungslosigkeit. Viele blieben tatenlos. Aber ein angesehener Ratsherr namens Josef von Arimathäa war anders. Er wollte Jesus die letzte Ehre erweisen, indem er ihn begrub, bevor die Sonne unterging und somit die Zeit des Sabbats begann. Daher wagte er es, zu Pilatus gehen und ihn um Jesu Leichnam zu bitten. Dieser wunderte sich darüber, dass Jesus schon tot war, und erkundigte sich nach dem Todeszeitpunkt. Dann überließ er Josef den Leichnam. Josef kaufte ein Leichentuch und begrub Jesus, in dieses eingewickelt, in dem eigentlich für Josef selbst bestimmten Felsengrab. Schließlich wälzte er einen großen Stein vor das Grab. Josefs Liebe zu Jesus – die er lange aus Furcht vor seinen Leuten geheim gehalten hatte – ging über Jesu Tod hinaus. Sie ließ ihn beherzt handeln und auch jetzt noch für Jesus etwas tun, als es schon als zu spät erschien. Aber auch die Frauen, die Jesus nachgefolgt waren, blieben aus Liebe bei Jesus über seinen Tod hinaus. Sie sollten die ersten Zeuginnen von Jesu Auferstehung werden.

Gebet: Herr, schenke mir unter allen Umstände Liebe und Treue gegenüber dir.

Ein Wort: Bei Jesus gibt es immer noch Hoffnung

Mittwoch, 16. Oktober 2019

September 22

Jesu Tod

Markus 15,33-41 (38)

„Und der Vorhang im Tempel zerriss in zwei Stücke von oben an bis unten aus.“

Seit dem Mittag lag eine Finsternis über dem ganzen Land, die den Tod von Gottes Sohn ankündigte. Am Kreuz war Jesus von allen Menschen allein gelassen. Damit konnte er umgehen. Aber als er die Ferne von Gott spürte, wie sie die Sünder haben, konnte er diese nicht ertragen. Daher schrie er: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Auf Jesu Sprache, Aramäisch, klingt das Wort für „mein Gott“, „Eli“, wie „Elia“. Die Hebräisch sprechenden Umstehenden dachten daher, Jesus würde den Propheten Elia rufen, dass er ihm helfe. Man gab Jesus Essig zu trinken. Daraufhin schrie Jesus laut und starb. Seine letzten Worte waren: „Es ist vollbracht!“, und er vergab seinen Peinigern und Mördern. Im Augenblick seines Todes riss der Vorhang im Tempel von Jerusalem von oben nach unten entzwei. Mit seinem Tod hat Jesus den Weg der Menschen zu Gott frei gemacht. Der Vorhang der Sünde trennt uns nicht länger vom Herrn, denn durch Jesus haben wir die Vergebung. Wir haben nun alle Zugang zu seinem Heiligtum. Die Todesstunde Jesu hatte eine so große Macht, dass sogar der Hauptmann Jesus als Gottes Sohn bekannte. Zeuginnen von Jesu Sterben waren auch die Frauen, die ihm gedient hatten und die ihm nachgefolgt waren. Im Gegensatz zu seinen Jüngern waren sie ihrem Herrn bis nach Golgatha gefolgt und nicht geflohen.

Gebet: Ich danke dir, Herr, dass du durch Jesu Opfer am Kreuz unsere Beziehung zu dir wiederhergestellt hast.

Ein Wort: Jesus ist für unsere Sünden gestorben

Dienstag, 15. Oktober 2019

September 22

Jesu Kreuzigung

Markus 15,20b-32 (27)

„Und sie kreuzigten mit ihm zwei Räuber, einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.“

Jesus, unschuldig zum Tod verurteilt, wurde zur Kreuzigung nach Golgatha („Schädelstätte“) geführt. Da er gemartert worden war, war er zu schwach, sein Kreuz selber zu tragen. So zwang man den zufällig vorbeikommenden Simon von Kyrene, das für ihn zu tun. Der erlebte Jesu Leiden dadurch so hautnah, dass er zum Glauben kam und durch ihn auch seine Familie. Bevor man Jesus ans Kreuz schlug, bot man ihm einen schmerzlindernden Trank an, den Jesus ablehnte. An unserer Stelle wollte er für uns Sünder alle Schmerzen tragen! Dann wurde Jesus ans Kreuz geschlagen und die Soldaten warfen das Los darum, wer von ihnen seine Kleider bekommen sollte – so wurde die Prophezeiung aus Psalm 22,19 wahr. Es war Mittag, als Jesus gekreuzigt wurde. Auf seinem Kreuz war in allen damaligen Weltsprachen die Inschrift angebracht, die Jesus als König der Juden auswies; der Statthalter Pontius Pilatus hatte sie anbringen lassen. Links und rechts von Jesus wurden zwei Schwerverbrecher gekreuzigt. Dass Jesus in der Mitte von ihnen gekreuzigt wurde zeigt, dass er sich an die Stelle des allerschlimmsten Sünders begab. So kann er uns nun auch die schwersten Sünden vergeben. Alle Menschen um Jesus verspotteten ihn nun. Viele versuchten ihn: Er solle vom Kreuz hinuntersteigen, dann würden sie an ihn glauben. Aber Jesus ließ sich nicht beirren, bereit, für uns am Kreuz sein Leben zu lassen.

Gebet: Danke, Herr, für Jesu Sündenvergebungsgnade.

Ein Wort: Jesus hat alle unsere Sünden getragen

Montag, 14. Oktober 2019

September 22

Pilatus überantwortet Jesus zur Kreuzigung

Markus 15,6-20a (15)

„Pilatus aber wollte dem Volk Genüge tun und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt würde.“

Die Hohenpriester waren fest dazu entschlossen, Jesus kreuzigen zu lassen. Daher wiegelten sie nun das Volk gegen ihn auf. Zum Passafest war es Brauch, einen Gefangenen zu begnadigen. Pilatus schlug mehrmals vor, Jesus freizulassen, denn er konnte keine Schuld an ihm finden. Dreimal versuchte er die Oberen und das Volk von Jesu Unschuld zu überzeugen. Aber er kam nicht gegen Hohenpriester und Volk an, die lieber den Mörder Barabbas begnadigen wollten. Schließlich war Pilatus‘ Furcht um seine Stellung und seine Ehre größer als sein Wille, Gerechtigkeit walten zu lassen und Jesu Leben zu bewahren. Daher ließ der Statthalter Jesus auspeitschen und überantwortete ihn zur Kreuzigung. Die Soldaten nahmen ihn mit zum Palast der Oberen der römischen Besatzungsmacht. Dort verspotteten ihn sämtliche Soldaten. Sie zogen ihm vorübergehend Purpurmantel und Dornenkrone an, grüßten ihn und fielen vor ihm nieder. So machten sie sich lustig über seine Selbstbezeichnung als König der Juden. Auch schlugen sie ihn und spien ihn an. Ihr Spott kannte keine Grenzen. Jesus ließ dies alles mit sich machen und wehrte sich kein einziges Mal.

Gebet: Hilf mir, Herr, für deine Wahrheit und Gerechtigkeit einzustehen, auch wenn es mir Nachteile bringt. Ich will Jesus achten, der für mich viel gelitten hat.

Ein Wort: Mutig sein und unschuldiges Leben bewahren

Samstag, 12. Oktober 2019

September 22

„Bist du der König der Juden?“

Markus 15,1-5 (2)

„Und Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er aber antwortete ihm und sprach: Du sagst es.“

Am Morgen nach Jesu Festnahme traf die ganze Obrigkeit zusammen und hielt Rat wegen ihm. Dann überantworteten sie Jesus dem Statthalter Pontius Pilatus. Dieser fragte Jesus direkt, ob er der König der Juden sei, was Jesus bejahte. Er ist wahrhaftig ein König, aber kein politischer, sondern der König der Herzen aller, die mit ihm leben. Das Reich, das er aufrichten wird, ist kein irdisches, vergängliches, sondern ein himmlisches, ewiges. Unter allen Umständen blieb Jesus bei der Wahrheit. Ihm war es wichtiger, die Menschen um ihn herum über Gottes Reich zu lehren, als sein irdisches Leben zu retten. Seine Aussage, ein König zu sein, war Wasser auf die Mühlen der ihn verklagenden Hohenpriester. Pilatus nahm zur Kenntnis, wie sie Jesus hart verklagten. Er reagierte mit einer Mischung aus Spott und Bewunderung darauf, dass Jesus zu allen Anklagen schwieg. Pilatus selbst hielt Jesus für unschuldig und konnte nicht verstehen, warum er sich denn nicht verteidigte. Aber Jesus war bereit, allen Spott und sogar den Tod auf sich zu nehmen. So sollte er Gottes Willen erfüllen, dass Jesus an unserer Stelle litt und starb – für unsere Sünden. So sehr hat er uns geliebt und liebt uns noch immer.

Gebet: Danke, Herr, für alles, was Jesus für mich erlitten hat. Hilf mir, immer bei der Wahrheit zu bleiben.

Ein Wort: Jesus ist der König unserer Herzen

Freitag, 11. Oktober 2019

September 22

Die Verleugnung des Petrus

Markus 14,66-72 (72b)

„Da gedachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er fing an zu weinen.“

Während Jesus vor dem Hohen Rat stand, hielt sich sein Jünger Petrus im Vorhof des Ratsgebäudes auf. Da es kalt war, wärmte er sich am Feuer, das man dort angezündet hatte. Zwar wollte er wissen, was mit Jesus geschah, aber er hatte große Angst. Daher zitterte er selbst vor einer Magd, er, der mutige und starke Jünger. Denn diese entlarvte ihn als einer von Jesu Begleitern. In seiner Furcht leugnete Petrus, dass er das war – und in dem Moment krähte der Hahn. Aber die Magd erzählte den Personen, die bei ihr waren, dass er ein Jünger Jesu war. Da leugnete dies Petrus ein zweites Mal. Schließlich sprach ihn noch eine Person an, die ihn als Galiläer erkannt hatte: Er sei doch auch mit Jesus gewesen. Da fing Petrus an, sich zu verfluchen und zu schwören, er kenne Jesus nicht. Gleich darauf krähte der Hahn ein zweites Mal. Da gedachte Petrus an Jesu Voraussage: Ehe der Hahn zweimal krähen würde, würde Petrus seinen Meister dreimal verleugnen. Und Petrus fing an, bitterlich zu weinen. Es waren Tränen der Buße, weil er nicht zu Jesus stehen konnte, und der Reue, Jesus verlassen zu haben. Es waren Tränen der Selbsteinsicht, dass er in Wahrheit schwach und unzulänglich war. Und es waren Tränen der Rührung, weil Jesus ihn abschließend kannte – und ihn dennoch von ganzem Herzen und mit aller Treue liebte.

Gebet: Danke, Herr, dass du mich vollkommen kennst und liebst. Ich bin schwach und brauche deine Gnade.

Ein Wort: Wir sind untreu, aber Jesus ist treu

Donnerstag, 10. Oktober 2019

September 22

Jesu wahres Zeugnis

Markus 14,53-65 (62)

„Jesus aber sprach: Ich bin’s, und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels.“

Man brachte Jesus vor den Hohen Rat, wo sich alle Hohenpriester, Ältesten und Schriftgelehrten versammelten. Petrus folgte Jesus in sicherer Distanz. Der ganze Hohe Rat versuchte einen Beweis dafür zu finden, dass Jesus des Todes schuldig war, wollten sie ihn doch umbringen und so beseitigen. Doch was immer sie für Zeugenaussagen machten, stimmte ihr Zeugnis nicht überein. Entweder sie machten Falschaussagen oder sie legten Worte von Jesus absichtlich falsch aus. So beispielsweise seine Aussage, den Tempel abzubrechen und in drei Tagen einen nicht von Händen gemachten Tempel aufzubauen. Damit hatte Jesus nicht vom Tempel in Jerusalem, sondern vom eigenen Leib geredet: Er würde sterben und am dritten Tag auferstehen. Auf alle Anklagen antwortete Jesus nichts, was den Hohepriester verwunderte. Aber als Letzterer Jesus fragte, ob er der Christus, Gottes Sohn sei, sprach Jesus. Er wollte die Oberen und die anderen Umstehenden unbedingt die Wahrheit über sich lehren. Nicht nur gab er sich als der Christus zu erkennen, sondern er sagte ihnen auch voraus, was mit ihm geschehen würde. Jesus würde zur Rechten Gottes sitzen und einst in Herrlichkeit wiederkommen. Diese Wahrheit konnten die Zuhörenden nicht ertragen. Sie verurteilten Jesus zum Tod wegen Gotteslästerung.

Gebet: Herr, lehre mich die Wahrheit über deinen Sohn.

Ein Wort: Jesus ist bei Gott und wird wiederkommen

Mittwoch, 9. Oktober 2019

September 22

Die Schrift muss erfüllt werden

Markus 14,43-52 (49)

„Ich bin täglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehrt, und ihr habt mich nicht ergriffen. Aber so muss die Schrift erfüllt werden.“

Nach seinem Gebet im Garten Gethsemane weckte Jesus seine Jünger auf. Kaum hatte er das getan, kam eine bewaffnete Schar von religiösen Leitern zu Jesus und seinen Jüngern. Unter sie hatte sich auch der Jünger Judas gemischt, welcher Jesus für Geld verriet. Er sagte der Schar an, wen sie festnehmen sollten: Jesus. Und so wurde der Christus gefangen genommen. Es war eine chaotische Szene, in welcher die anderen elf Jünger nicht mehr vernünftig reagieren konnten. Einer von ihnen floh nackt, als ihn mehrere von Jesu Häschern ergreifen wollten. Ein anderer, Petrus, wollte mit Gewalt die Abführung Jesu verhindern. Er zog sein Schwert und hieb dem Knecht des Hohenpriesters ein Ohr ab. Diese scheinbar mutige Tat war aber nicht im Sinne Jesu, zeigte sie doch, dass ihn Petrus seinen Leidensweg nicht gehen lassen wollte. Dagegen war Jesus bereit, sich mitnehmen zu lassen. Er wusste und sagte der Schar auch, dass nun ihre Zeit gekommen sei. Die geistlichen Leiter hätten täglich die Möglichkeit gehabt, Jesus gefangen zu nehmen und zu töten. Dass es erst jetzt geschah, lag daran, dass Gott die Zeit dazu bestimmt hatte. Nun sollte sich die Schrift erfüllen, dass Jesus leiden, sterben und am dritten Tag auferstehen sollte.

Gebet: Danke, Herr, dass du alle deine Worte in der Schrift erfüllst. Ich will deinen Willen annehmen.

Ein Wort: Es geschieht alles zu Gottes Zeit

Dienstag, 8. Oktober 2019

September 22

Wachen und Beten

Markus 14,27-42 (38)

„Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“

Jesus sagte seinen Jüngern voraus, dass sie nicht bis zum Ende bei ihm bleiben würden. Die Jünger widersprachen dem. Aber Jesus kannte sie besser als sie sich selbst. Petrus, dem mutigsten Jünger, sagte er voraus, er würde ihn diese Nacht dreimal verleugnen. Dann ging Jesus mit dreien seiner Jünger in den Garten Gethsemane, einen seiner Lieblingsorte. Dort focht er einen harten Kampf im Gebet aus. Er wusste, dass ihm Gefangennahme, harte Folter, Spott und schließlich der qualvolle Tod am Kreuz bevorstanden. Jesus redete Gott liebevoll mit dem Kosenamen Abba, Papa, an. Er sagte ihm, er wünsche sich, den schweren Leidensweg nicht zu gehen. Aber er sagte auch: „Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ Dreimal betete er dies, dann hatte er seine Todesangst überwunden und war bereit, Gottes Willen durch sein Leiden und seinen Tod zu erfüllen. Unterdessen hätten Jesu Jünger die Aufgabe gehabt, zu wachen und zu beten. Jesus hätte sich in seiner Angst ihre Gebetsunterstützung gewünscht. Vor allem sollten sie aber gegen die eigene Angst anbeten. Doch das vermochten die Jünger nicht. Sie entflohen stattdessen der traurigen, bedrohlichen Situation durch Schlafen. Hätten sie gewacht und gebetet, wären sie wohl genug stark gewesen, Jesus bis zum Kreuz zu folgen. Aber so schafften sie es nicht.

Gebet: Herr, hilf mir, in der Beziehung zu dir zu bleiben. Mache mich bereit, deinen Willen zu erfüllen.

Ein Wort: Wache und bete gegen die Versuchung an

Dienstag, 10. September 2019

Juni 23

Das Blut des Bundes

Markus 14,12-26 (24)

„Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.“

Am ersten Tag der Passazeit wurde traditionell das Passalamm geschlachtet und ein festliches Abendmahl gehalten. Jesus wollte noch einmal mit seinen Jüngern dieses Mahl halten. Er sandte zwei seiner Jünger aus mit einer detaillierten Anweisung, wo und wie sie alles dafür vorbereiten sollten. Als die beiden Jünger gehorchten, fanden sie alles vor, was sie für das Mahl brauchten. Am Abend saßen Jesus und die Zwölf am betreffenden Ort zu Tisch. Jesus sagte ihnen voraus, dass ihn einer unter ihnen verraten würde. Da wurden sie traurig und jeder fragte sich, ob er vielleicht einmal dazu fähig sein würde. Jesus nahm ihre Unsicherheit weg, indem er ihnen ansagte, dass es Judas sein würde. Damit gab er Judas, den er liebte wie die anderen Elf, noch einmal die Gelegenheit, vom Plan seines Verrats abzusehen. Jemand würde Jesus zwar verraten, damit Gottes Wort erfüllt würde. Aber der Verräter würde ein fatales Ende nehmen. Wollte das Judas wirklich? Dann dankte Jesus Gott und teilte Brot und Wein mit seinen Jüngern. Das Brot symbolisierte seinen Leib und der Wein sein Blut, wie er sie für die Erlösung der Menschen am Kreuz opfern würde. Jesus forderte seine Jünger auf, vom Brot und vom Wein zu nehmen. So würden sie symbolisch seine Gnade und seine Hingabe für sie essen, trinken und ins Herz aufnehmen. Jesus will, dass auch wir sein Opfer am Kreuz annehmen und in seinem Bund bleiben.

Gebet: Danke, Jesus, für dein kostbares Blut, das du zur Vergebung meiner Sünden am Kreuz vergossen hast.

Ein Wort: Esst und trinkt Gottes Gnade!

Montag, 9. September 2019

Juni 23

Ein gutes Werk an Jesus

Markus 14,1-11 (6)

„Jesus aber sprach: Lasst sie! Was bekümmert ihr sie? Sie hat ein gutes Werk an mir getan.“

Zwei Tage vor dem Passafest wurden Jesu Feinde aktiv. Die Hohenpriester und die Schriftgelehrten überlegten sich eine List, wie sie Jesus ergreifen und töten konnten. Von Judas, einem der zwölf Jünger Jesu, bekamen sie schließlich Schützenhilfe. Judas wollte Jesus verraten, wenn sie ihm hierfür Geld gaben. Indessen wusste Jesus, dass sie diesmal Erfolg haben würden und er gekreuzigt würde. Obwohl er sich darauf freute, Gottes Erlösungswerk am Kreuz für uns zu vollenden, war ihm bange vor der damit verbundenen Qual. Denn er hatte ja einen menschlichen Körper wie wir und würde alle Schmerzen dementsprechend empfinden. Eine umso größere Wohltat war für ihn, was nun eine Frau für ihn tat. Als Jesus bei einem Aussätzigen namens Simon zu Tisch saß, kam die Frau mit einem Gefäß voll reinen Nardenöls. Dieses Öl war damals so kostbar, dass man es sich tropfenweise erwarb. Die jungen Frauen sammelten es häufig im Laufe der Jahre als Mitgift für die Heirat. Doch die hier erwähnte Frau liebte Jesus so sehr, dass sie ihre Zukunft lieber in seine Hände legte. Sie goss das Nardenöl über Jesus aus. Einige Jünger erachteten dies als Verschwendung. Judas fand, man hätte das Öl verkaufen und den Erlös den Armen geben können. Aber Jesus ehrte die Liebestat der Frau, welche die Gelegenheit ergriffen hatte, Jesus zur rechten Zeit zu dienen, ohne zu berechnen.

Gebet: Danke, Herr, dass du mein Herz für Jesus segnest. Ich will ihm mein Leben anvertrauen.

Ein Wort: Diene Gott, ohne zu berechnen

Samstag, 7. September 2019

Juni 23

Mahnung zur Wachsamkeit

Markus 13,28-37 (37)

„Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!“

Jesus wies seine Jünger darauf hin – und weist auch uns darauf hin – dass sich das Ende dieser Welt bereits abzeichnet. An den Vorzeichen (Mk 13,3-13) ist dies zu erkennen. Diese Zeichen sind genauso offensichtlich wie dass der Sommer naht, wenn die Feigenbäume austreiben. Diese Welt wird vergehen, aber die Worte des Herrn werden niemals vergehen. Am Ende der Welt wird Jesus wiederkommen und über diese Welt Gericht halten. Niemand außer Gott weiß, wann das sein wird; nicht einmal Jesus selbst wusste es. Jesu Wiederkommen kann jederzeit eintreffen. Darum mahnt Jesus zur Wachsamkeit. Hierzu verwendet er das Gleichnis des Hausherrn, der eine Zeitlang fort ist und für die betreffende Zeit Knechte und Wachen einsetzt. Wie verheerend es sein würde für die Wachen, wenn der Herr des Hauses sie bei seiner unerwarteten Rückkehr schlafend vorfinden würde! Ebenso soll uns Jesus, wenn er wiederkommt, nicht geistlich schlafend vorfinden. Ein an Gott und seinem Sohn orientiertes Leben erfüllt die Bedingungen des Wachens. Darum soll jeder gläubige Mensch in dieser Orientierung bleiben und sich nicht von weltlichen Dingen zum geistlichen „Schlafen“ verführen lassen. Das kann derjenige tun, der im Hier und Jetzt Jesus liebt, sich von ihm führen lässt und seinem Wort gehorcht.

Gebet: Danke, Herr, dass dein Wort in Ewigkeit bleibt. Lehre mich, geistlich wachsam zu sein.

Ein Wort: Jesus kann jederzeit wiederkommen

Freitag, 6. September 2019

Juni 23

Der Menschensohn wird kommen

Markus 13,24-27 (26)

„Und dann werden sie sehen den Menschensohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit.“

Nachdem alle Zeichen der Endzeit und die große Bedrängnis der letzten Tage geschehen sein werden, wird erst der Tag von Jesu Wiederkommen da sein. Das Kommen des Menschensohns kündigt sich durch eine Finsternis von Sonne und Mond an. Die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden ins Wanken kommen. Dann wird überall auf der Welt das Zeichen des wiederkommenden Jesus zu sehen sein. So wie ihn die Jünger an seiner Himmelfahrt gen Himmel entschwinden gesehen haben, wird Jesus kommen (Apg 1,11): in den Wolken und mit aller göttlichen Herrlichkeit angetan. Er wird nicht mehr als ein demütiger, barmherziger Mensch unter uns leben, sondern er wird kommen als der Herr und als der Richter dieser Welt. Aber die Seinen, die an ihn geglaubt haben, wird er durch seine Engel herbeirufen von überall auf der Welt. Die Toten werden auferstehen, angetan mit einem neuen, einem geistlichen Leib (1. Kor 15,44). Jesu Wiederkommen wird für seine Auserwählten ein Tag der großen Freude sein: Jesus wird sie zu sich rufen, und sie werden mit ihm ins Himmelreich gehen. Dort werden sie bis in alle Ewigkeit ungetrübte Gemeinschaft mit Gott und Jesus haben. Freust du dich auf den Tag des Wiederkommens Jesu oder fürchtest du ihn?

Gebet: Herr, ich hoffe auf den Tag, an dem der Menschensohn kommen wird.

Ein Wort: Jesus wird kommen mit großer Herrlichkeit

Donnerstag, 5. September 2019

Juni 23

Die große Bedrängnis

Markus 13,14-23 (19)

„Denn in diesen Tagen wird eine solche Bedrängnis sein, wie sie nie gewesen ist bis jetzt vom Anfang der Schöpfung, die Gott geschaffen hat, und auch nicht wieder werden wird.“

Zuvor hatte Jesus seine drei Spitzenjünger über die zahlreichen Zeichen der Endzeit gelehrt. Es wird aber noch ein eindrücklicheres Zeichen eintreffen: eine unvorstellbar große Bedrängnis. Beginnen wird sie damit, dass Gottes Heiligtum mit einem Götzenbild entweiht wird, welches die Menschen anbeten müssen, ansonsten werden sie getötet werden. Es werden Verfolgungen geschehen, sie so hart sind, dass Menschen eilends fliehen müssen, ohne Zeit zu haben, ihre Habe mitzunehmen. Schwangere und Stillende werden besonders unter der Bedrängnis leiden. Wird sie im Winter stattfinden, wird die Kälte als zusätzliche Schwierigkeit dazukommen. In jenen Tagen werden sich wiederum falsche Christusse erheben. Viele Menschen werden sich angesichts der schwierigen Zeiten an sie hängen, weil sie Ruhe und Frieden versprechen. Sie werden denn auch Wunder tun, die selbst die Gläubigen beeindrucken, um diese, so es möglich ist, zu verführen. Aber Gott wird diese Tage verkürzen, denn sonst wird sie niemand überleben. So wird er seine Auserwählten bewahren, die es nicht glauben werden, wenn jemand sich als wiedergekommenen Christus ausgibt. Wir sollen uns vorsehen, damit wir nicht verführt werden von großen Zeichen und falschen Friedensversprechungen.

Gebet: Danke, Herr, dass du deine Auserwählten bewahrst. Schenke uns deinen Frieden.

Ein Wort: Glaube nicht an falsche Christusse!

Mittwoch, 4. September 2019

Juni 23

Beharrt bis an das Ende

Markus 13,1-13 (13b)

„Wer aber beharrt bis an das Ende, der wird selig.“

Jesu Jünger waren schwer beeindruckt vom Tempel in Jerusalem, sodass sie geblendet waren von deren Pracht. Aber Jesus wies sie auf die Vergänglichkeit des Tempels hin. Tatsächlich wurde im Jahr 70 n.Chr. der Tempel von den Römern zerstört. Jesu Jünger glaubten, mit dem Ende des Tempels würde auch das Ende der Welt kommen. Daher fragten drei von ihnen Jesus danach. Jesus nahm dies zum Anlass, sie über die Endzeit zu lehren. Deren Vorzeichen begannen zu Lebzeiten der Jünger und setzen sich auch in der heutigen Zeit fort. Falsche Christusse kommen und versuchen, die Gläubigen zu verführen. Vor diesen sollen wir uns hüten und unser Herz nicht an ein anderes Evangelium hängen als an das von Jesus gegebene. Weitere Zeichen der Endzeit sind Kriege, Erdbeben und Hungersnot. Diese häufen sich in neuerer Zeit. Gläubige begegnen großer Feindschaft, sei es in ihrem eigenen Familienkreis oder in den Ländern, in welchen sie leben. Wenn sie aber in Bedrängnis und vor Gericht sind, gibt ihnen der Heilige Geist, was sie reden sollen. Ein Beispiel für jemand, der dies erlebt hat, ist der Apostel Paulus. Es gibt aber auch ein schönes Vorzeichen der Endzeit: Das Evangelium wird allen Völkern gepredigt. Heute sind weltweit Missionierende unterwegs, die Gottes Wort selbst an die Menschen in den entlegensten Gebieten der Welt bringen. Viele Gläubige werden bis zum Ende in Jesus bleiben und so selig werden.

Gebet: Danke, Herr, für deine Zusage, dass ich selig werde, wenn ich bis an das Ende beharre.

Ein Wort: Lass dich nicht verführen, bleibe in Jesus!

Dienstag, 3. September 2019

Juni 23

Falsche versus wahre Frömmigkeit

Markus 12,38-44 (44)

„Denn sie haben alle von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.“

Jesus sah sich zwei gegensätzlichen Typen von Menschen gegenüber. Auf der einen Seite waren die Schriftgelehrten, die Ehre bei den Menschen suchten. Sie trugen gerne prächtige Kleidung, ließen sich auf dem Markt grüßen, saßen am Tisch gerne obenan und verrichteten zum Schein lange Gebete. Aber sie, die eigentlich geistliche Leiter sein sollten, hatten kein Herz für ihre Mitmenschen, besonders nicht für diejenigen ohne Ansehen. Anstatt Nächstenliebe zu üben und darin ein Vorbild zu sein, bereicherten sie sich zu Lasten der bereits Bedürftigen. Da sie ihre Verantwortung als von Gott eingesetzte Glaubensvorbilder so nicht wahrnahmen, sollten sie vom Herrn ein umso härteres Urteil empfangen. Auf der anderen Seite waren einfache Menschen, die Gott ihr Herz gaben und ihr Leben anvertrauten. Einer von ihnen war eine bettelarme Witwe. Wie viele andere Menschen auch, ging sie zum Opferkasten, um Geld einzulegen. Die Reichen legten viel ein, sie aber nur zwei Scherflein, umgerechnet nicht einmal einen halben Euro. Doch in Jesu Augen legte sie viel mehr ein als die Reichen: Diese hatten von ihrem Überfluss einiges geopfert. Diese Witwe aber hatte ihre ganze Habe für Gott hingegeben. So groß war ihre Liebe zu Gott und ihr Vertrauen auf ihn, dass er für sie sorgte. Daher ist diese Witwe für uns ein wahres Vorbild.

Gebet: Herr, hilf mir, dir mein Leben anzuvertrauen.

Ein Wort: Sei ein wahres Glaubensvorbild

Montag, 2. September 2019

Juni 23

Das höchste Gebot

Markus 12,28-37 (33)

„und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“

Während viele der Schriftgelehrten mit Jesus stritten, gab es unter ihnen dennoch solche, die sich für seine Lehre interessierten. Einer von ihnen, fasziniert von Jesu weisen Antworten, kam zu Jesus und fragte ihn, was das höchste Gebot sei. Jesus antwortete ihm gerne. Es gibt zwei höchste Gebote. Das eine besagt, dass Gott allein der Herr ist und dass wir ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all unserer Kraft lieben sollen (vgl. 5. Mose 6,4-5). Das andere besagt, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst (vgl. 3. Mose 19,18). Jener Schriftgelehrte nahm dies gerne an. Er verstand Gottes Herz, dass dem Herrn Liebe wichtiger ist als jede Opfergabe. Darum war er nicht fern vom Reich Gottes. Jesus lehrte die Menge weiter. Er fragte sie danach, warum Jesus als Davids Sohn bezeichnet werde, wenn David Jesus durch den Heiligen Geist doch als Herr bezeichnet hatte. Damit wollte Jesus sie über sich lehren: Leiblich gesehen ist er ein Nachkomme Davids, aber als Christus ist er Gottes Sohn. Die Menge hörte Jesus gespannt zu. Sie freuten sich alle darüber, seine kluge, mächtige Lehre zu hören.

Gebet: Danke, Herr, für deine gute Lehre. Öffne mein Herz, damit ich sie annehmen und ihr gehorchen kann.

Ein Wort: Gott achtet Liebe mehr als Opfergaben

Samstag, 31. August 2019

Juni 23

Jesus antwortet auf zwei Fangfragen

Markus 12,13-27 (27)

„Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.“

Die geistlichen Leiter versuchten weiterhin, Jesus mit klugen Fragen zu fangen. Zuerst kamen einige Pharisäer und Anhänger des Herodes zu ihm. Heuchlerisch respektvoll sprachen sie ihn an als rechten Lehrer, der nicht auf das Ansehen der Menschen sah. Doch dann fragten sie ihn, ob es recht sei, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Mit einem Ja, dachten sie, würde er sich als Unterstützer eines ungerechten Regimes entlarven und mit einem Nein als Zuwiderhandelnder gegen das kaiserliche Gebot. Jesus ließ sich als Antwort eine Münze bringen. Die trug das Bild des Kaisers. So sagte Jesus: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Gläubige halten gleichzeitig die Gesetze ihres Staates treu ein und dienen Gott mit ihrem Leben. Als Nächstes kamen Sadduzäer zu Jesus, die glaubten, es gebe keine Auferstehung der Toten. Mit einem fiktiven Beispiel wollten sie die Idee der Auferstehung ad absurdum führen. Es ging um sieben Brüder, die wegen der Schwager-Ehe nacheinander dieselbe Frau gehabt hatten. Welcher der Brüder würde sie nach der Auferstehung ehelichen? Jesus erschrak über die oberflächlichen Bibelkenntnisse der Gelehrten und dass sie die lebengebende Kraft Gottes hinter dessen Worte nicht wahrnahmen. Gott ist ein Gott der Lebenden; unsere Glaubensväter sind bei ihm verwahrt. Nach der Auferstehung werden wir nicht wie Menschen leben und heiraten, sondern wie die Engel sein.

Gebet: Herr, hilf mir, die Kraft deiner Worte zu erkennen.

Ein Wort: Mit Demut statt mit Hochmut zu Gott kommen

Freitag, 30. August 2019

Juni 23

Er sandte seinen geliebten Sohn

Markus 12,1-12 (6)

„Da hatte er noch einen, den geliebten Sohn; den sandte er als Letzten zu ihnen und sagte sich: Sie werden sich vor meinem Sohn scheuen.“

Jesus erzählte den religiösen Oberen ein Gleichnis. Da war ein Mensch, der pflanzte einen Weinberg und gab sich alle Mühe, ihn schön zu machen. Dann verpachtete er den Weinberg an Weingärtner und ging außer Landes. Als die Erntezeit kam, sandte er einen Knecht zu den Weingärtnern, dass er seinen Anteil an der Trauben entgegennähme. Aber die Weingärtnern wollten den Anteil, der dem Pächter zustand, nicht geben, sondern schlugen und vertrieben den Knecht. Da sandte der Pächter einen anderen Knecht, den aber töteten die Weingärtner. So erging es auch den vielen weiteren Knechten, die der Pächter danach zu den Weingärtnern schickte. Zuletzt schickte er seinen geliebten Sohn hin, denn er hatte die Hoffnung, dass sie sich scheuen würden, sich an dem zu vergreifen. Aber die Weingärtner brachten den Sohn um, weil sie dachten, so würden sie statt er den Weinberg erben. Jesus sagte seinen Zuhörern, dass diese Weingärtner mit dem Tod bestraft würden. Der Pächter stand für Gott, die Knechte für die Propheten, der Sohn des Pächters für Jesus. Letzteren hatten die geistlichen Oberen verworfen wie ihre Vorfahren die Propheten, die sie zur Buße aufgerufen hatten. Dabei ist Jesus Gottes Sohn! Gott sendet immer geduldig seine Leute zu den Menschen, die noch nicht gläubig sind. Aber seine größte Barmherzigkeit bewies er, indem er seinen Sohn Jesus zu uns sandte.

Gebet: Danke, Herr, für deine große Liebe und Geduld.

Ein Wort: Verwirf Jesus, Gottes Sohn, nicht!

Donnerstag, 29. August 2019

Juni 23

Das Herz auf den Herrn ausrichten

Markus 11,12-33 (22)

„Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!“

In der Nähe von Jerusalem war ein Feigenbaum, den Jesus aus Hunger aufsuchte. Als er keine Feigen daran fand, verfluchte er den Baum, und am nächsten Tag war er verdorrt. Das war ein Symbol für Menschen, die keine Frucht (im Glauben) bringen und Gottes Gericht empfangen werden. Die Jünger erschraken. Doch Jesus wollte nicht, dass sie sich fürchteten, sondern dass sie die Kraft des Glaubens erfuhren, wie sie Jesus hatte. Daher verhieß er ihnen, dass alle ihre Gebete erhört würden, wenn sie nur fest daran glaubten, dass das Erbetene eintreffen würde. Neben den Zweifeln sollten die Jünger auch den Groll gegen andere Menschen aus ihrem Herzen räumen und ihren Mitmenschen vergeben. Nur wer anderen vergibt, erfährt durch den Herrn selber Vergebung. Jesus stärkte also seine Jünger im Glauben und wollte ihr Herz auf den Herrn ausrichten. Aber auch in Gegenwart von anderen Menschen wollte er dafür sorgen, dass man sich auf Gott besann. Daher räumte Jesus den Tempel in Jerusalem, weil es dort inzwischen mehr Opfertierhändler und Geldwechsler gab als Betende. Er vertrieb alle Händler und Wechsler. Der Tempel sollte ein Bethaus sein und keine Handelsstätte. Jesu zorniger Auftritt im Tempel machte die geistliche Obrigkeit wütend, die Jesu Vollmacht daraufhin in Frage stellte. Aber Jesus wich ihren entsprechenden Fragen geschickt aus.

Gebet: Herr, hilf mir, mein Herz ganz auf dich auszurichten. Schenke mir felsenfesten Glauben.

Ein Wort: Die Kraft des Glaubens erfahren

Mittwoch, 28. August 2019

Juni 23

Jesu Einzug in Jerusalem

Markus 11,1-11 (9)

„Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!“

Bevor Jesus und seine Jünger nach Jerusalem kamen, schickte Jesus zwei seiner Jünger in ein Dorf, um ihm ein Reittier zu holen. Das war ein unberittenes Eselsfüllen. Jesus hätte auch auf einem edlen Pferd in Jerusalem einziehen können. Aber er war demütig und beanspruchte nur einen kleinen Esel für sich. Zudem wollte er damit das Wort erfüllen, das von ihm sagt, er würde auf dem Füllen einer Eselin kommen (Sach 9,9). Tatsächlich fanden die beiden Jünger ein solches Tier. Als die Jünger es losbanden, fragten ein paar Leute, die das sahen, was sie da machten. Nach Jesu Anweisung antworteten die Jünger ihnen: „Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.“ Den Jüngern war klar, dass alles, was wir besitzen, im Grunde Gott gehört; wir verwalten es nur. Wenn es gilt, etwas von unserem Besitz für Gottes Werk einzusetzen, brauchen wir auch diese Haltung: Der Herr bedarf seiner. Aber es ist kein Verlust, da es Gott uns auf die eine oder andere Weise ersetzt. Als Jesus dann auf dem Eselsfüllen in Jerusalem einzog, wurde er triumphal empfangen. Man jubelte ihm zu als dem von Gott gesandten König und rief: „Hosianna!“ Dieser Ruf des Jubels und des Hoffens, auf Hebräisch Hoschanna, bedeutet „Hilf uns doch!“ Jesus sonnte sich nicht im Ruhm. Er wusste, dass diese Leute ihn als politischen König feierten, der Israel wieder groß machen würde. Und daher enttäuscht sein würden.

Gebet: Herr, ich will Jesus als Messias feiern.

Ein Wort: Demütig das Wort des Herrn erfüllen

Samstag, 29. Juni 2019

März 18

Dein Glaube hat dir geholfen

Markus 10,46-52 (52)

„Und Jesus sprach zu ihm: Geh hin, dein Glaube hat dir geholfen. Und sogleich wurde er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.“

Auf dem Weg nach Jerusalem kamen Jesus und seine Jünger durch Jericho. Dort war ein blinder Bettler namens Bartimäus. Als er hörte, dass Jesus vorbeikam, schrie er: „Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!“ Denn er wusste, dass Jesus Gottes barmherziger Sohn war und ihm helfen konnte. Er ließ sich auch nicht davon beirren, dass ihn viele zum Schweigen bringen wollten. Sein Glaube und sein Wunsch, geheilt zu werden, waren einfach stärker. Das erkannte Jesus und ließ Bartimäus rufen, der daraufhin in seiner Freude aufsprang und eilends zu Jesus kam. Jesus fragte ihn nach seinem Anliegen. Obwohl er dieses wusste, wollte er es von ihm hören. Gott weiß, was wir brauchen und was wir uns wünschen. Aber es freut ihn, wenn wir unsere Anliegen im Gebet zu ihm bringen, und hört sie sich gerne an. Auf konkrete Anliegen kann er durch Gebetserhörung antworten. So auch hier: Jesus heilte den Bettler von seiner Blindheit. Zuvor aber sagte er ihm, was ihm geholfen hatte: sein Glaube. Beten, ohne Glauben zu haben, hilft nichts. Umgekehrt werden wir alles, was wir von Gott erbitten und glauben, dass wir es empfangen werden, tatsächlich empfangen (11,24). Eine solche Bitte schenkte Bartimäus das Augenlicht. Er wurde auch im geistlichen Sinne sehend und folgte ab dann Jesus nach.

Gebet: Herr, ich danke dir für deine Gebetserhörung. Schenke mir felsenfesten Glauben.

Ein Wort: Es ist der Glaube, der uns hilft

Freitag, 28. Juni 2019

März 18

Warum Jesus gekommen ist

Markus 10,32-45 (45)

„Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.“

Jesus und seine Jünger waren auf dem Weg nach Jerusalem. Dort sollte Jesu letzte Station sein. Daher bereitete er seine Jünger darauf vor und sagte ihnen erneut, was ihm widerfahren würde: Er würde gefangen genommen, zum Tode verurteilt, geschlagen, verspottet und getötet werden, aber am dritten Tage auferstehen. Jesu Jünger dachten, dass er nach all den Wehen sein Königreich aufrichten wollte. Sie machten sich Hoffnungen, dass sie, die Jesus nachgefolgt waren, entsprechend hohe Positionen in dem Reich bekommen würden, welches sie sich als ein irdisches vorstellten. Daher baten ihn zwei Jünger, Jakobus und Johannes, dass er sie dort zu seiner Linken und zu seiner Rechten sitzen lassen möge. Jesus verstand, dass seine Jünger immer noch darauf aus waren, groß zu sein. Daher erinnerte er sie erneut daran, dass wahre Größe in den Augen des Herrn nur durch Demut und Dienen erlangt werden kann. Die Jünger sollten sich ein Beispiel an Jesus nehmen, der zwar Gottes Sohn ist, aber als Mensch auf die Welt kam, um den Menschen zu dienen. Und um sein Leben zu opfern für uns: Er hat am Kreuz das Sühnegeld für alle unsere Sünden bereits bezahlt, sodass wir die volle Vergebung dieser haben können.

Gebet: Danke, Herr, dass du Jesus an meiner Stelle geopfert hast, sodass ich vom Fluch der Sünde erlöst bin.

Ein Wort: Ein dienendes Leben in der Nachfolge Jesu

Donnerstag, 27. Juni 2019

März 18

Ein Schatz im Himmel

Markus 10,17-31 (21)

„Und Jesus sah ihn an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: Eines fehlt dir. Geh hin, verkaufe alles, was du hast, und gib’s den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!“

Ein Mann kam zu Jesus, der viele Güter besaß. Er wollte auch noch das ewige Leben im Himmelreich bekommen. Daher fragte er Jesus, was er hierfür tun sollte. Jesus verwies ihn auf Gott, den Einen und allein Guten. Der Mann sollte Gottes Gebote halten, wie er auch von Kind auf tat. Aber er sollte sein Herz nicht an seine Güter hängen, sondern sie vielmehr hingeben und sein Leben in Jesu Hand legen. Jesus sagte ihm das voller Liebe und versprach ihm dafür einen besseren Schatz als irdischen Reichtum. Denn mit unserer Hingabe für Gottes Werk verlieren wir nichts, sondern investieren in unser ewiges Leben im Himmelreich. Wie Jesus seinen Jüngern sagte: Wer etwas verlässt um Jesu willen, wird es in dieser Welt und im ewigen Leben vielfach zurückbekommen. Gott segnet uns reichlich, wenn wir unser Leben auf ihn ausrichten und unser Herz an ihn hängen, anstatt an irdische Dinge. Jener reiche Mann war nicht bereit, seine Lebenseinstellung so zu ändern. Jesus seufzte darüber. Er wusste: Je mehr Güter ein Mensch besitzt, desto schwerer fällt es ihm, sein Leben für Gottes Werk zu geben. Aber dennoch ist es nicht unmöglich, dass auch ein Reicher sich dafür entscheidet, Jesus nachzufolgen. Denn bei Gott sind alle Dinge möglich.

Gebet: Danke, Herr, für deine Verheißung des ewigen Lebens. Hilf mir, Jesus mein Leben anzuvertrauen.

Ein Wort: Ein überreicher, ewiger Lohn für die Hingabe

Mittwoch, 26. Juni 2019

März 18

Offen sein für den Herrn

Markus 10,1-16 (14)

„Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.“

Als Jesus wieder eine große Menge Menschen lehrte, traten einige Pharisäer hinzu und wollten Jesus eine scheinbar kluge Fangfrage stellen: ob es einem Mann erlaubt sei, sich von einer Frau zu scheiden. Sagte er ja, widersprach er seinen Grundsätzen; sagte er nein, widerlegte er Moses Gebot, Scheidebriefe zu schreiben. Jesus fragte sie als Antwort, was das Gesetz sage, denn die Pharisäer kannten dieses außerordentlich gut. Aber er erinnerte sie an ein anderes Wort, nämlich dass Gott die Menschen als Mann und Frau geschaffen hat und dass sie, wenn sie eine Ehe eingehen, ein Fleisch werden. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Das heißt, dass es zwar eine Regelung der Scheidungsfolgen gibt, aber dass die Scheidung nicht im Sinne Gottes ist. Jesus wünschte sich, dass die Pharisäer nicht heuchlerisch lebten, sondern im Sinne der Liebe miteinander umgingen. Sie sollten offen, unvoreingenommen und lernwillig gegenüber Gott sein. Solche Eigenschaften haben Kinder. Als man Kinder zu Jesus brachte, dass er sie anrührte, konnte er sie daher als Beispiel für diese Haltung gegenüber Gott und seinem Wort hinstellen. Er wehrte sie nicht ab als unmündige Menschen, sondern segnete sie gerne. Das Reich Gottes gehört denen, die Gott als ihren himmlischen Vater mit Freude annehmen.

Gebet: Herr, hilf mir, aus Freude nach deinem Gesetz zu leben.

Ein Wort: Ein offenes, lernwilliges Herz gegenüber Gott

Dienstag, 25. Juni 2019

März 18

Es braucht überall das „Salz“

Markus 9,38-50 (50)

„Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit werdet ihr’s würzen? Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!“

Jesu Jünger hatten einen Mann gesehen, der in Jesu Namen Dämonen austrieb. Sie hatten es ihm verboten, da er Jesus nicht nachfolgte. Doch Jesus belehrte sie eines Besseren: Wer nicht gegen ihn ist, ist für ihn. Es ist sogar besser, wenn Wundertaten in Jesu Namen überall geschehen und nicht nur im engsten Kreis der Jünger. Jesus verglich die Menschen Gottes mit Salz. Sie sind überaus kostbar. Deshalb wird es auch niemandem unbelohnt bleiben, wenn er auch nur das Geringste für sie tut. Weiter sind die Gläubigen unentbehrlich und einzigartig. Nur sie geben Gottes Wort und Jesu Lehre weiter, die die Menschen zum Leben und zur Errettung vor der Verdammnis führen. Darum sollen sie besonders Acht darauf haben, dass sie weder jemanden zum Bösen verführen noch selber verführt werden. Darin müssen sie absolut konsequent sein, denn das Böse und die Versuchung lauern überall, und der Abfall von Gott führt direkt in die Hölle. Zum Schluss gab Jesus seinen Jüngern die Orientierung, Salz bei sich und Frieden untereinander zu haben. Sie sollten die Liebe, die ihnen Jesus erwies, in ihrem Herzen haben und sich und andere Menschen mit ebendieser behandeln. Auch sollten sie mit aller Weisheit Jesu Lehre weitergeben. Die Liebe Jesu und unsere Freude daran sind der Grund, warum wir als Gläubige leben, reden und handeln.

Gebet: Danke, Herr, für deine Liebe. Hilf mir, diese in mir zu bewahren und an andere weiterzugeben.

Ein Wort: Habt Salz bei euch!

Montag, 24. Juni 2019

März 18

Wer ist der Erste?

Markus 9,30-37 (35)

„Und er setzte sich und rief die Zwölf und sprach zu ihnen: Wenn jemand will der Erste sein, der soll der Letzte sein von allen und aller Diener.“

Zum zweiten Mal kündigte Jesus seinen Jüngern an, dass er überantwortet und getötet, aber danach auferstehen würde. Aber sie verhandelten untereinander, wer von ihnen der Größte sei. Von dieser Diskussion wagten sie Jesus nicht zu erzählen. Aber der wusste bereits Bescheid. Die Jünger hatten offenbar noch nicht die Demut, die sie brauchten als Nachfolger Jesu. Darum nahm Jesus sich nun die Zeit, sie zu lehren: Wer der Erste sein will, der soll der Letzte und aller Diener sein. Was das bedeutete, konnten sie an Jesus selbst sehen. Der hatte alle Herrlichkeit als Gottes Sohn verlassen und war in Menschengestalt auf die Welt gekommen, allen Menschen voller Demut und Hingabe zu dienen. Der große Gott hat sich für uns klein und niedrig gemacht. Jesu Jünger sollten sich nicht überheben, sondern ihr Herz für ihre Mit-Jünger, aber auch für andere Menschen öffnen. Sogar für (damals) gering geachtete wie Kinder. Wer einen Menschen im Namen Jesu aufnimmt, der nimmt damit Jesus und Gott auf, in seinem Haus und in seinem Herzen.

Gebet: Herr, lehre mich Demut und öffne mein Herz für meine Mitmenschen.

Ein Wort: Die Letzten werden einst die Ersten sein

Samstag, 22. Juni 2019

März 18

Alles ist möglich dem, der glaubt

Markus 9,14-29 (23.24)

„Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt. Sogleich schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“

Als Jesus mit seinen drei Spitzenjüngern wieder zu seinen übrigen Jüngern kam, sah er, wie sich eine Menschenmenge um diese gebildet hatte und wie sie mit Schriftgelehrten stritten. Es stellte sich heraus, dass ein Mann seinen besessenen Sohn zu den Jüngern gebracht hatte und sie den bösen Geist nicht aus diesem austreiben konnten. Jesus erschrak über den Unglauben, der für dieses Unvermögen verantwortlich war. So wollte er diese Jünger, aber auch den Vater des Besessenen und die umstehenden Menschen lehren, was der Glaube vermag. Er nahm sich des Kindes an, das den bösen Geist hatte. Prompt reagierte der Geist auf Jesu Anwesenheit und riss das Kind. Sein Vater erzählte auf Jesu Nachfragen kurz die leidvolle Krankengeschichte des Jungen. Seine Erzählung endete im Hilferuf an Jesus: „Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich und hilf uns!“ Jesus machte ihm klar, dass dem, der glaubt, alle Dinge möglich sind. Daraufhin sprach der Vater die entscheidenden Worte, die ihm die Tür zu Jesu Hilfe öffneten: „Ich glaube!“ Und bat ihn zugleich, seinen Unglauben wegzutun. Da trieb Jesus den Geist aus dem Kind aus. Das war für den Jungen eine große körperliche Belastung. Aber er überlebte mit Jesu Hilfe und fing neu sein Leben als gesunder Junge an.

Gebet: Danke, Herr, dass dir nichts unmöglich ist. Schenke mir felsenfesten Glauben.

Ein Wort: Erlebe, was der Glaube alles vermag!

Freitag, 21. Juni 2019

März 18

Die Verklärung Jesu

Markus 9,2-13 (7)

„Und es kam eine Wolke, die überschattete sie. Und eine Stimme geschah aus der Wolke: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hören!“

Jesus nahm seine drei Spitzenjünger Petrus, Jakobus und Johannes mit sich auf einen hohen Berg. Er wollte sie seine Herrlichkeit als Menschensohn schauen lassen. Denn sie sollten erkennen, dass Jesus nach seinem Leiden und nach seinem Tod verherrlicht würde. Auf dem Berg wurde Jesus vor ihnen verklärt. Er schien wie in Licht gekleidet; dazu erschienen ihnen Elia und Mose, zwei bedeutende Männer Gottes in Israels Geschichte. Diese redeten mit Jesus, vermutlich über seinen Leidensweg. Angesichts dieser Szenerie verloren die drei Jünger beinahe den Verstand. Am liebsten wären sie für immer mit Jesus, Mose und Elia auf dem Berg geblieben. Aber sie mussten ihren Weg weiter gehen. Daran erinnerte sie Gottes Stimme, welche nun aus einer Wolke ertönte: Sie sollten Jesus, seinen lieben Sohn, hören, seine Anweisungen befolgen und seine Mission weiterhin ausführen. Auf dem Rückweg machte Jesus mit seinen Jüngern eine Art Ad-hoc-Bibelstudium. Er erinnerte sie daran, dass er viel leiden würde. Und erzählte ihnen von Johannes dem Täufer, der Jesu Weg bereitet hatte und den man wegen seines furchtlosen Aufrufs zur Buße gefangen genommen und getötet hatte. Das, was die Schrift über die Geschehnisse um Christus berichtet, bis hin zu Jesu Tod und Auferstehung, erfüllte sich nun.

Gebet: Danke, Herr, für deine Erlösung. Ich will auch deine Herrlichkeit schauen.

Ein Wort: Höre auf Jesus, Gottes lieben Sohn

Donnerstag, 20. Juni 2019

März 18

Jesus ernsthaft nachfolgen

Markus 8,27-9,1 (34)

„Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jüngern und sprach zu ihnen: Will mir jemand nachfolgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“

Jesus fragte seine Jünger danach, wer die Leute sagten, dass er sei. Sie hielten ihn nur für einen großen Mann Gottes. Anders seine Jünger: Petrus bekannte Jesus als den Christus. Mit diesem Bekenntnis beginnt die Nachfolge Jesu. Sie bedeutet nicht nur Schönes, sondern auch Leiden. Jesus sagte seinen Jüngern, dass er leiden, getötet werden und am dritten Tage auferstehen würde. Versucht vom Satan, wollte Petrus ihn davor verschonen. Dabei sah er nicht, dass Jesus mit diesem seinem Weg die Menschheit von der Sünde erretten sollte durch seinen stellvertretenden Tod. Jesus wollte nicht den einfachen Weg gehen, sondern den Weg des Heils. Das sollten nun auch die tun, welche ihm nachfolgten. Was diese Nachfolge bedeutet, lehrte Jesus nun nicht nur die Zwölf, sondern das ganze Volk. Wer Jesus nachfolgen will, soll sich selbst verleugnen und sein Kreuz auf sich nehmen. Das bedeutet, ein Leben im hingebungsvollen Dienst für Gott und die Menschen zu führen. Weiter bedeutet die Nachfolge Jesu, den Fokus auf das ewige Leben zu legen, anstatt auf das irdische, und die Errettung der eigenen Seele für wichtiger als alle weltlichen Dinge anzusehen. Auch sollte man sich Jesu und des Evangeliums nicht schämen, sondern vielmehr seine wunderbare Heilsbotschaft weitergeben.

Gebet: Herr, ich bekenne mich zu dir. Hilf mir, Jesus nachzufolgen mit allen Implikationen.

Ein Wort: Folge Jesus nach!

Mittwoch, 19. Juni 2019

März 18

Jesus wirkt mit dem bereits Vorhandenen

Markus 8,1-26 (17)

„Und er merkte das und sprach zu ihnen: Was bekümmert ihr euch, dass ihr kein Brot habt? Versteht ihr noch nicht, und begreift ihr noch nicht? Habt ihr ein erstarrtes Herz in euch?“

Als sich eine große Menschenmenge um Jesus versammelt hatte, lehrte er sie drei Tage lang. Er kümmerte sich aber nicht nur um ihre geistlichen Bedürfnisse, sondern auch um ihre leiblichen. Jesus wollte sie speisen. Als das seine Jünger hörten, fragten sie sich, woher sie für so viele Leute Brot her nehmen sollten. Obwohl sie die Speisung der fünftausend erlebt hatten, waren sie um nichts verständiger geworden. Jesus beauftragte sie, alles vorhandene Brot zu ihm zu bringen. Schließlich speiste er mit sieben Broten und einigen Fischen viertausend Männer satt; sieben Körbe Brotbrocken blieben danach sogar noch übrig. Als später Jesu Jünger Hunger hatten, dachten sie nur an Brot. Daher konnten sie auch nicht mit dem Verstand erfassen, was Jesus meinte, als er sie vor dem Sauerteig der Pharisäer und des Herodes warnte. Er meinte damit, dass deren Lehre schädlich sei. Wegen schlechter Einflüsse soll man sich sorgen und nicht wegen Brot. Der Herr sorgt für uns und wirkt schon mit dem Wenigen, das wir zu ihm bringen. Aber er wirkt nicht, wenn man ihn aus Eigennutz dazu herausfordert. Daher gab er auch den Pharisäern, die von ihm ein Zeichen verlangten, keines. Dagegen heilte er einen Blinden, den man demütig und vertrauensvoll zu ihm brachte.

Gebet: Herr, hilf mir, in jeder Lage auf dich zu vertrauen und zu dir zu bringen, was ich habe.

Ein Wort: Wir brauchen geistliches und leibliches Brot

Dienstag, 18. Juni 2019

März 18

Tu dich auf!

Markus 7,31-37 (34)

„Und sah auf zum Himmel und seufzte und sprach zu ihm: Hefata!, das heißt: Tu dich auf!“

Nach Tyrus kam Jesus durch Sidon und das Gebiet der Zehn Städte. Dort brachte man einen Mann zu ihm, der gehörlos war und stammelte. Sie wollten, dass Jesus ihm seine heilenden Hände auflegte. Jesus nahm ihn aus der ganzen Menschenmenge beiseite und heilte ihn auf seine eigene Art. Er legte seine Finger an die Stellen, an welchen der Mann geheilt werden sollte. So berührt Jesus auch unsere wunden Punkte: Er deckt Sünden, Schwächen oder Unglauben auf und hilft uns, diese durch unser Glaubensleben zu überwinden. Jesus sagte zum Mann: „Hefata, tu dich auf!“ Daraufhin taten sich die Ohren des Mannes auf und er konnte hören. Die Fesseln seiner Zunge lockerten sich und er redete richtig. Jesus spricht zu uns durch sein Wort immer wieder sein „Hefata“: Wir sollten unser Herz für ihn und für seine Liebe öffnen. Erfüllt uns seine Liebe, geben wir diese mit Freude auch an unsere Mitmenschen weiter. Alle, die Zeugen von der Heilung des Gehörlosen und Stammelnden waren, staunten darüber sehr. Sie priesen Jesus, welcher alles wohl macht und selbst Menschen heilt, die eigentlich als hoffnungslose Fälle gelten. Und sie verbreiteten die Nachricht der Heilung, entgegen dem Verbot Jesu, überall. Zu groß war ihre Freude über den Christus und seine Wundertaten.

Gebet: Herr, danke für dein Wort. Öffne mein Herz für deine Liebe. Ich will dich preisen für alle deine Wunder.

Ein Wort: Öffne dein Herz für Jesus!

Montag, 17. Juni 2019

März 18

Demut ist heilsam

Markus 7,24-30 (29)

„Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen geh hin, der Dämon ist aus deiner Tochter ausgefahren.“

Jesus ging in das Gebiet von Tyrus, wo er alleine in ein Haus gehen wollte. Seine Ankunft blieb jedoch nicht unbemerkt, da Jesus bereits ungemein populär war. So hörte eine heidnische Frau von ihm, eine Griechin aus Syrophönizien. Diese suchte Jesu Hilfe, weil ihre kleine Tochter von einem Dämonen besessen war. Als sie zu Jesus kam und ihn um die Heilung ihrer Tochter bat, reagierte Jesus zuerst unwirsch. Er verglich die Juden mit Kindern und die Heiden mit Hunden: „Lass zuvor die Kinder satt werden; denn es ist nicht recht, dass man den Kindern das Brot nehme und werfe es vor die Hunde.“ Die Frau aber, vertrauens- und hoffnungsvoll wie sie war, ließ sich von diesen Worten nicht abschrecken und erwiderte: „Herr, aber doch essen die Hunde unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.“ Damit zeigte sie, dass sie das Vorrecht der Juden auf Jesu Hilfe anerkannte. Wir als Sünder hätten Gottes Liebe und Gnade nicht verdient, und dennoch gibt uns der Herr diese überreichlich. Weiter bekannte die Frau mit ihren Worten indirekt, dass ein paar Brosamen Liebe von Jesus vollkommen genügen, um Heilung zu erfahren. Jesus war berührt vom Glauben und der Demut dieser Frau. Darum heilte er ihre Tochter gerne. Sogleich fuhr der Dämon aus dem Kind aus und seine Mutter fand es gesund auf dem Bett liegen.

Gebet: Danke, Herr, für deine wunderbare, unverdiente Liebe und Gnade. Schenke mir ein demütiges Herz.

Ein Wort: Glaube und erlebe Jesu Heilungskraft

Samstag, 15. Juni 2019

März 18

Unreine Herzen

Markus 7,1-23 (15)

„Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen unrein macht.“

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrten sahen, wie manche von Jesu Jüngern mit ungewaschenen Händen aßen. Sie selbst hielten sich peinlich genau an die Überlieferungen der Ältesten, die sogenannte mündliche Tora. Diese war für Jesus und seine Jünger nicht bindend, denn es waren Menschengebote. Wer etwas zum Gesetz hinzufügt, das Gott nicht geboten hat, so Jesu klarer Standpunkt, greift in Gottes Hoheitsrechte ein. Diese Oberen verließen Gottes Gebot zugunsten ihrer Überlieferungen. Es ging ihnen nicht mehr um die Verpflichtung zu Liebe und Achtung gegenüber den Mitmenschen, sondern nur noch um die formelle Frömmigkeit. Jesus zeigte das den Pharisäern und Schriftgelehrten am Beispiel des Korban-Gebotes auf. Wenn ein Sohn eine Opfergabe für den Tempel brachte, konnte er sich damit unter einem Gelübde von der Verpflichtung befreien, für seine Eltern in deren Alter zu sorgen. Jesus deckte das unreine Herz dieser Oberen auf. Dagegen sind unreine Hände und unreine Speisen unbedeutend. Was man isst, geht nicht ins Herz, sondern durch den Verdauungstrakt. Unrein dagegen ist, was aus dem Herzen der Menschen kommt, die nicht in der Liebe des Herrn wandeln: böse Gedanken, Unzucht, Mord usw. Das macht den Menschen wirklich unrein.

Gebet: Danke, Herr, für die Freiheit, die das Leben als Jesu Jünger mitbringt. Reinige mein Herz.

Ein Wort: Die Gebote Gottes im Sinne der Liebe halten

Montag, 18. Februar 2019

Dezember 16

Unglauben versus Glauben

Markus 6,45-56 (56)

„Und wo er in Dörfer, Städte oder Höfe hineinging, da legten sie die Kranken auf den Markt und baten ihn, dass diese auch nur den Saum seines Gewandes berühren dürften; und alle, die ihn berührten, wurden gesund.“

Nach der Speisung der Fünftausend zog sich Jesus auf einen Berg zurück, um zu beten. Seine Jünger sollten vor ihm den See überqueren. Inzwischen war es Nacht geworden. Als die Jünger über den See fuhren, hatten sie mit starkem Gegenwind zu kämpfen, der ihnen beim Rudern alle Kraft abverlangte. Sie waren wie Gefangene der Situation, die sich bedrohlich darstellte. Darum erschraken sie auch sehr, als Jesus in den frühen Morgenstunden über das Wasser zu ihnen kam. Sie dachten zuerst, es sei ein Gespenst. Aber Jesus beruhigte sie sogleich: „Seid getrost, ich bin’s; fürchtet euch nicht!“ Er stieg zu ihnen ins Boot, und der Wind legte sich sofort. Jesu Jünger entsetzten sich sehr. Ihnen fehlte noch immer der Glaube, also das Vertrauen auf Gott und die Haltung, ihn in einer schwierigen Lage zu suchen. Anders waren die Leute in Genezareth, zu denen sie nach der Bootsfahrt kamen. Diese liefen im ganzen Land umher und brachten von überall ihre Kranken herbei, dass Jesus sie heile. Die Kranken, die zu Jesus kamen oder gebracht wurden, glaubten, dass sie gesund würden, wenn sie nur den Saum seines Gewandes berühren würden. Ihr Glaube bewirkte, dass dies tatsächlich half: Alle, die Jesus bzw. seine Kleidung berührten, wurden gesund.

Gebet: Danke, Herr, dass Jesus mit mir im Boot ist. Schenke mir festen Glauben in jeder Lage.

Ein Wort: Sei getrost, Jesus ist da!

Samstag, 16. Februar 2019

Dezember 16

Gebt ihr ihnen zu essen!

Markus 6,30-44 (37a)

„Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen!“

Jesu Jünger kamen von ihrer Kurzzeitmission zurück. Sie waren müde, aber dankbar, denn Gott hatte ihnen die Macht gegeben, viele gute Werke zu tun. Jesus wollte mit ihnen alleine an einen Ort gehen, damit sie sich ausruhen konnten. Doch eine große Menschenmenge kam mit ihnen. Jesus störte sich nicht daran, dass man ihn nie in Ruhe ließ. Stattdessen sah er die Menschen an und bekam Mitleid mit ihnen, denn sie waren wie eine Herde Schafe ohne Hirten. Sie brauchten Jesus, der ihnen seine Lehre und die richtige Orientierung im Leben gab. Darum setzte Jesus zu einer langen Predigt an. Diese dauerte, bis der Tag fast zu Ende war. Sie waren aber in einer einsamen Gegend. Bestimmt hatte die Menge Hunger. Daran dachten auch Jesu Jünger, die nun Jesus darum baten, die Menge gehen zu lassen, damit sie sich Essen kaufen konnte. Doch das war nicht nötig. Jesus gab seinen Jüngern den Auftrag: „Gebt ihr ihnen zu essen! “ Das war im Prinzip ein Glaubenstest. Die Jünger bestanden ihn nicht: Sie dachten nur an das, was sie nicht hatten, anstatt an das, was sie hatten. Doch Jesus ließ sie ihre wenigen Essensvorräte bringen: fünf Brote und zwei Fische. Der Herr kann mit Wenigem, das wir ihm bringen, Großes bewirken. So auch hier. Jesus ließ die Menge sich lagern, dankte Gott, brach Brot und Fische und alle bekamen von den Brocken. Die ganze Menschenmenge, fünftausend Männer plus Frauen und Kinder, wurde satt, und zwölf Körbe Brot blieben übrig!

Gebet: Herr, hilf mir, mit dem zu dienen, was ich habe.

Ein Wort: Vertraue auf Gott, er bewirkt Großes

Freitag, 15. Februar 2019

Dezember 16

Das Ende Johannes des Täufers

Markus 6,14-29 (20)

„Denn Herodes fürchtete Johannes, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war, und hielt ihn in Gewahrsam; und wenn er ihn hörte, wurde er sehr unruhig; doch hörte er ihn gern.“

Inzwischen war Jesus sehr populär. Auch der König Herodes hörte von ihm. Während die einen dachten, Jesus sei Elia oder einer der Propheten, dachten andere, er sei Johannes der Täufer, der auferstanden sei. Letzteres glaubte Herodes und fürchtete sich. Denn er hatte Johannes enthaupten lassen. Damals hatte der ihn kritisiert, weil er seinem Bruder die Frau weggenommen hatte. Da waren er und seine Frau böse auf den Täufer gewesen und hatten ihn gefangen genommen. Herodes hatte Ehrfurcht vor Johannes gehabt, dessen Worte durchaus eine Wirkung auf ihn gehabt hatten. Aber schließlich hatte eine leichtsinnige Tat von Herodes dem Täufer das Leben gekostet. Als an Herodes’ Geburtstag seine Tochter vor ihm getanzt hatte, hatte ihm das so gut gefallen, dass er ihr unter Eid versprochen hatte, ihr einen Wunsch zu erfüllen. Das Mädchen, angestiftet von ihrer Mutter, hatte Herodes um das Haupt von Johannes dem Täufer gebeten. Obwohl er es schrecklich gefunden hatte, hatte Herodes ihr diese Bitte erfüllen müssen. Offenbar lebte Herodes vor den Menschen und fürchtete diese anstatt Gott. Auch hatte er für seine Sünde, Johannes zu töten, nie Buße getan. Daher blieb er in Angst und fürchtete sich vor Jesus, anstatt sich zum Herrn zu wenden mit der Bitte um die Vergebung seiner Sünden.

Gebet: Herr, hilf mir, dich zu fürchten und mit meinen Sünden in Buße zu dir zu kommen.

Ein Wort: Lebe vor Gott und nicht vor den Menschen!

Donnerstag, 14. Februar 2019

Dezember 16

Training für die Apostel

Markus 6,1-13 (7)

„Und er rief die Zwölf zu sich und fing an, sie auszusenden je zwei und zwei, und gab ihnen Macht über die unreinen Geister“

Als Jesus seine Heimatstadt besuchte, lehrte er dort in der Synagoge. Die ihm Zuhörenden wunderten sich über seine vollmächtige Lehre und seine Weisheit. Aber anstatt sich über diese zu freuen, ärgerten sie sich über Jesus. Denn sie kannten ihn als einfachen Mann und als Sohn der Maria; zudem ging das Gerücht um, dass er deren uneheliches Kind war. Jesus wusste, dass ein Prediger nirgends weniger gilt als in seiner Heimat und bei seinen Verwandten. Dennoch erschrak er über ihren Unglauben, der es ihm nicht einmal erlaubte, in der Stadt Wunder zu tun. Danach sandte Jesus seine zwölf Jünger je zu zweit aus, dass sie zum ersten Mal das Werk von Aposteln taten. Denn als solche sollten sie später in alle Welt ausgesandt werden. Noch war es eine „Aussendung Light“, in die umliegenden Städte und für eine befristete Zeit. Er gebot ihnen, nichts als einen Stab und Schuhe mitzunehmen. So waren sie auf die Gastfreundschaft der Menschen in den Städten angewiesen, wo sie wirkten. Auch sollten sie treu bei denen bleiben, die sie aufnahmen, und sich nicht einfach das beste Haus aussuchen. Jesus gab ihnen alle Vollmacht zum Wirken: Macht über die unreinen Geister und Heilkraft, zudem Weisheit, um die Umkehr zu Gott zu predigen. Die Zwölf zogen bereitwillig aus. Daher konnten sie in allen Städten, in die sie kamen predigen, viele Dämonen austreiben und zahlreiche Menschen gesund machen.

Gebet: Danke, Herr, für deine Berufung für mich.

Ein Wort: Bereitwillig wirken mit Jesu Vollmacht

Mittwoch, 13. Februar 2019

Dezember 16

Glaube macht gesund

Markus 5,25-34 (34)

„Er aber sprach zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund gemacht; geh hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage!“

Jesus wollte hingehen, die todkranke Tochter eines Synagogenvorstehers zu heilen. Doch eine große Menschenmenge umdrängte ihn. Darunter war eine Frau, die unter einer Hormonstörung litt, die bewirkte, dass sie ununterbrochen menstruierte. Daher wurde sie von allen Menschen als Unreine gemieden. Sie war bei allen Ärzten, doch die konnten ihr nicht helfen. So war die Frau arm wegen ihren Ausgaben und hatte schmerzhafte Behandlungen hinter sich, aber ihr Leiden war noch stärker als zuvor. Als sie von Jesus hörte, wollte sie unbedingt zu ihm. Ihr Glaube war, dass sie gesund würde, würde sie nur Jesu Kleider berühren. Inkognito schlich sie sich durch die Menge und schaffte es tatsächlich, zu Jesus vorzudringen. Als sie seine Kleider berührte, spürte sie sofort, wie ihr Leiden aufhörte. Jesus seinerseits spürte, dass heilende Kraft von ihm ausgegangen war. Daher drehte er sich um zur Frau. Seine Jünger konnten nicht verstehen, warum er sich in der ganzen Menge einer Einzelperson zuwandte, bestimmt nicht die einzige, die ihn berührt hatte. Die Frau zeigte sich trotz ihrer Angst. In ihrer Demut und Dankbarkeit fiel sie vor Jesus nieder und sagte vor allen Menschen Jesus die ganze Wahrheit. Jesus sprach sie liebevoll als seine Tochter an und erklärte ihr, ihr Glaube habe sie gesund gemacht. Von nun an durfte sie in Frieden als Gesunde leben.

Gebet: Herr, hilf mir, meine Sünden nicht zu verstecken, sondern zu dir zu bringen. Schenke mir festen Glauben.

Ein Wort: Mein Glaube hat mich gesund gemacht

Dienstag, 12. Februar 2019

Dezember 16

Fürchte dich nicht, glaube nur!

Markus 5,21-24; 35-43 (36)

„Jesus aber hörte nicht auf das, was da gesagt wurde, und sprach zu dem Vorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur!“

Am See kam ein Mann namens Jaïrus zu Jesus. Der war ein Vorsteher der Synagoge, also ein Geistlicher; solche waren normalerweise gegen Jesus. Dieser aber hatte ein so dringliches Anliegen, dass er demütig zu Jesus kam: Seine junge Tochter lag im Sterben! Darum bat er Jesus, mit ihm zu kommen und sie zu heilen. Sofort ging Jesus mit ihm, aber in der Menge wurden sie lange aufgehalten. In der Zwischenzeit starb das Mädchen. Daher kamen andere Männer mutlos zu Jaïrus und sagten ihm, es sei zu spät, um den Meister noch zu bemühen. Doch Jesus ließ Jaïrus keine Zeit, sich entmutigen zu lassen. Stattdessen sagte er zu ihm: „Fürchte dich nicht, glaube nur!“ Wie gut tun auch uns solche Worte, wenn eine Situation festgefahren erscheint! Jesus ist da, wir brauchen uns vor nichts zu fürchten, denn er hat alles im Griff; wir brauchen ihm nur zu vertrauen. Jesus nahm seine Spitzenjünger mit und ging zu Jaïrus’ Haus. Dort trauerten die Leute und weinten laut. Jesus sagte ihnen, dass Jaïrus’ Tochter nur schlafe. Darauf lachten sie ihn aus, denn sie wussten, dass sie tot war. Aber für Jesus, der das Leben ist, war es kein Problem, das Mädchen wieder lebendig zu machen. Er trieb die Trauernden hinaus und sprach zum Mädchen: „Talita kum“, „Mädchen, ich sage dir, steh auf!“ Das Mädchen gehorchte, stand auf und ging umher. Jesus sagte den entsetzten Leuten, sie sollten dem Kind zu essen geben.

Gebet: Danke, Herr, dass du in jeder Lage da bist.

Ein Wort: Fürchte dich nicht, glaube nur und steh auf!

Montag, 11. Februar 2019

Dezember 16

Die Heilung des besessenen Geraseners

Markus 5,1-20 (19b)

„Geh hin in dein Haus zu den Deinen und verkünde ihnen, welch große Dinge der Herr an dir getan und wie er sich deiner erbarmt hat.“

Als Jesus und seine Jünger in die Gegend der Gerasener kamen, war da ein Besessener. Der hatte unreine Geister, die ihn dazu trieben, ein unnormales Leben zu führen. Er hielt sich an einsamen und „todesnahen“ Orten auf. Sein Freiheitsdrang war so groß, dass ihn weder Ketten noch Fesseln binden konnten. Gebunden entwickelte er übermenschliche Kräfte, um sich zu befreien. Als er Jesus sah, trieb es ihn zu ihm, aber die Geister in ihm hatten Angst, dass Jesus sie quälte. Jesus fragte den Mann nach dem Namen, also nach seiner Identität. Der antwortete: „Legion“. Das war damals eine Militäreinheit mit bis zu 6.000 Soldaten. So viele unreine Geister hatte der Mann! Jesus befahl diesen nun, auszufahren. Dass er Macht über die Geister hatte, sieht man auch daran, dass sie weichen und ihn um Erlaubnis für einen „Wohnungswechsel“ bitten mussten. Jesus erlaubte ihnen, dass sie in eine große Herde Schweine fuhren. In den Tieren bewirkten die Geister, dass sich die ganze Herde in den See stürzte und ertrank. Das – sowie die Wandlung des geheilten Mannes – machte den Menschen ringsherum Angst. Darum baten sie Jesus, die Gegend zu verlassen. Der Besessene wollte bei Jesus bleiben. Doch der schickte ihn zu seiner Familie, um Gottes Wundertat an ihm zu bezeugen. Der Mann konnte in seiner Freude nicht an sich halten und erzählte überall, was ihm durch Gottes Gnade widerfahren war.

Gebet: Herr, danke für deine unendliche Gnade für mich.

Ein Wort: Verkünde, was Gott dir Großes getan hat!

Samstag, 9. Februar 2019

Dezember 16

Habt ihr noch keinen Glauben?

Markus 4,35-41 (40)

„Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen Glauben?“

Den ganzen Tag hatte Jesus gepredigt. Nun, am Abend, wollte er mit seinen Jüngern über den See fahren. Er blieb im Boot, von dem aus er gelehrt hatte; seine Jünger stiegen auch ein. Sie entließen ihre Zuhörerschaft und fuhren weg. Doch plötzlich kam ein Sturm auf, der den See so aufwühlte, dass es sehr hohe Wellen gab. Als diese in ihr Boot schwappten und es gefährlich voll mit Wasser füllten, bekamen es Jesu Jünger mit der Angst zu tun. Indessen lag Jesus hinten im Boot und schlief seelenruhig. Er vertraute Gott absolut; daher machte er sich keine Sorgen, dass ein Sturm ihnen etwas anhaben konnte. Doch dann weckten ihn seine Jünger und riefen in ihrer Angst: „Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?“ Jesus löste zuerst ihr dringliches Problem. Er stand auf und bedrohte Wind und Meer: „Schweig! Verstumme!“ Sofort wurde es vollkommen still. Danach kümmerte sich Jesus um das eigentliche Problem der Jünger, ihr geistliches: mangelnder Glaube und mangelndes Gottvertrauen. Auch wir begegnen oft „Stürmen“ im Leben. In diesen kommt es darauf an, wie wir reagieren: Werden wir fatalistisch und geben auf oder rufen wir im Vertrauen Gott an und befehlen unseren Zweifeln, zu schweigen und zu verstummen? Jesu Jünger bekamen große Ehrfurcht vor Jesus. Sogar Wind und Meer gehorchten ihm! Jesus ist Gottes Sohn, der göttliche Kraft hat und uns in jeder Lage gerne hilft.

Gebet: Herr, schenke mir Gottvertrauen in jeder Lage.

Ein Wort: Hast du auch in stürmischen Zeiten Glauben?

Freitag, 8. Februar 2019

Dezember 16

Es ist nichts verborgen

Markus 4,21-34 (22)

„Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werden soll, und ist nichts geheim, das nicht an den Tag kommen soll.“

Nach dem Gleichnis vom Sämann erzählte Jesus noch weitere Gleichnisse. Die Menge hörte sie und ging wieder fort, aber Jesu Jünger fragten ernsthaft interessiert nach ihrem Sinn und bekamen ihn offenbart. Jesus verglich das Glaubensleben mit einem Licht; dieses sollte nicht verborgen werden, sondern für alle leuchten. Als Gläubige sollen wir unseren Glauben nicht für Privatsache halten, sondern hinausgehen und Gottes Wort und Liebe weitergeben. Denn alles, was wir denken, sagen und tun, bleibt vor Gott nicht geheim. Gläubige sollen mit dem Maß der Liebe und der Gerechtigkeit messen, damit Gott sie auch mit diesem misst. Wo sie Gutes tun, wird Gott ihnen die Möglichkeit geben, noch Größeres zu tun. Wer Gottes Worte als Schätze in sein Herz sammelt, wird immer mehr davon bekommen. Aber wer Gottes Wort nicht mehr hört, wird das vergessen, was er einst über Gott und seine Liebe erfahren hat. Weiter erzählte Jesus zwei Gleichnisse vom Himmelreich. Dieses gleicht dem Samen, der keimt und zu fruchtbaren Ähren wird, ohne dass wir genau wissen, wie das zugeht. Gott wirkt auf oft nicht begreifbare Weise, aber er schenkt uns vielfachen Segen. Und das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das äußerst klein ist, aber dann zu einer fast baumgroßen Pflanze wird. Gottes Gegenwart mag unscheinbar sein, aber sie hat unendliches Potenzial.

Gebet: Herr, lehre mich über dein Reich und über das richtige Leben in dir. Danke für deinen reichen Segen.

Ein Wort: Unser Glaubensleben ist nicht verborgen

Donnerstag, 7. Februar 2019

Dezember 16

Auf das gute Land gesät

Markus 4,1-20 (20)

„Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen’s an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach.“

Als sehr viele Leute zusammengekommen waren, lehrte sie Jesus von einem Boot aus. Er erzählte ihnen alles in Gleichnissen, die aus ihrer Lebenswelt gegriffen waren, sodass sie sich darunter etwas vorstellen konnten. Dennoch verstanden sie nicht, weil sie sich das Wort nicht zu Herzen nehmen wollten und Jesu Vergebungsgnade nicht achteten. Dagegen waren die Herzen der Jünger Jesu offen und sie sollten alle Geheimnisse des Himmelreichs erfahren. Jesus erzählte der ganzen Menge samt seinen Jüngern das Gleichnis des Sämanns. Der säte aus, und die Saat fiel auf unterschiedliche Böden. Einiges fiel auf den Weg, und die Vögel fraßen es sogleich auf. Anderes fiel zwar auf die Erde, aber entweder war diese nicht tief genug oder der Same fiel unter Dornen, die die Keimlinge erstickten. Aber einiges fiel auf guten Boden und trug reichlich Früchte. Später fragten die Jünger nach der Bedeutung des Gleichnisses, und Jesus legte es ihnen aus. Der Sämann ist der Herr, der Same sein Wort. Der Boden, auf den er fällt, ist das menschliche Herz. Gottes Wort kann nicht wirken, wenn wir es nicht für wertvoll erachten, bei Schwierigkeiten von Gott abfallen oder uns lieber der Welt als dem Herrn zuwenden. Aber wer Gottes Wort hört, annimmt und tut, wird ein überaus fruchtbringendes Glaubensleben führen.

Gebet: Danke, Herr, für dein Wort. Öffne mein Herz dafür und mache mich fruchtbar für dein Werk.

Ein Wort: Gute Böden für Gottes Wort

Mittwoch, 6. Februar 2019

Dezember 16

Jesu wahre Verwandte

Markus 3,20-35 (35)

„Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.“

Jesus lehrte in einem Haus. Es waren so viele Menschen bei ihm, dass er nicht einmal zum Essen kam. Doch ihm war es wichtiger, den Menschen seine heilsame Lehre zu geben als seine leiblichen Bedürfnisse zu stillen. Er hatte zudem etwas mit einigen Schriftgelehrten aus Jerusalem zu klären. Die hatten behauptet, Jesus habe einen unreinen Geist, der gegen seine unreinen Mitgeister kämpfte. Jesus erklärte ihnen, dass das unlogisch war: Wenn das Böse gegen sich selbst kämpfen würde, würde es vergehen müssen. Aber offenbar war das Böse ja noch da – wenn es Jesus auch „fesseln“ und so unschädlich machen konnte. Jesus warnte sie davor, wie gefährlich es ist, den Heiligen Geist zu lästern. Das ist die einzige Lästerung, die Gott nicht vergeben kann. Unterdessen kamen Jesu Mutter und seine Brüder und wollten zu ihm. Die Leute, die gerade um Jesus standen, überlegten sich, dass es nur natürlich sei, dass sich die Familie wieder einmal sehen wollte. Aber die Tat von Jesu Familie war egoistisch, denn sie wollten Jesus um sich, wobei es ihnen egal war, dass sie ihn vom Weiterlehren abhielten. Jesus erkannte das und sagte allen Anwesenden, dass seine wahren Verwandten diejenigen seien, die Gottes Willen tun. Die Menschen, die Gott gegenüber gehorsam sind, sind auch heute noch die, welche Jesus liebt und wichtig findet wie allerengste Verwandte.

Gebet: Herr, ich will dir gerne gehorchen. Du liebst mich wie dein leibliches Kind. Vergib mir meine früheren Lästerungen.

Ein Wort: Die Gott Gehorsamen sind Jesu Verwandte

Dienstag, 5. Februar 2019

Dezember 16

Jesus beruft seine zwölf Jünger

Markus 3,13-19 (14.15)

„Und er setzte zwölf ein, die er auch Apostel nannte, dass sie bei ihm sein sollten und dass er sie aussendete zu predigen und dass sie Vollmacht hätten, die Dämonen auszutreiben.“

Jesus ging auf einen Berg und rief zwölf Männer zu sich, dass sie seine Jünger seien. Er wollte nicht einfach zwölf Anhänger, sondern diese Zwölf wollte er dazu erziehen, dass sie in alle Welt gehen und Gottes Heilswerk weiterführen konnten, wenn Jesus nicht mehr als Menschensohn auf der Erde weilen würde. Jesus rief zu sich, wen er wollte. Er wählte seine Jünger also nicht nach Herkunft, Fähigkeiten oder Wesen aus, sondern nach seiner Gnade für diejenigen, die bereit waren, zu ihm zu kommen. Er wollte diese von Anfang an auf ihre Aufgabe als Apostel vorbereiten. Dementsprechend nannte er sie schon Apostel, und manchen von ihnen gab er Beinamen, die für ihre Wirkungskraft für Gottes Werk standen. Jesus hat auch uns eine neue Identität als seine Nachfolger gegeben, sodass wir auch hinausgehen und anderen sein Wort und seine Liebe weitergeben. Die zwölf Jünger, die Jesus berief, waren: Simon Petrus, Jakobus, Johannes, Andreas, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Thomas, Jakobus, Thaddäus, Simon Kananäus und Judas Iskariot. Von Letzterem wusste Jesus von Anfang an, dass er ihn verraten würde. Dennoch versuchte er ihn all die Zeit, in der er mit seinen Jüngern umherzog, umzustimmen und zur Buße zu führen, damit er nicht verloren ging. So groß ist Jesu Liebe für uns Sünder!

Gebet: Danke, Herr, für deine Berufung aus deiner Gnade. Ich will hinausgehen und dein Werk weiterführen.

Ein Wort: Wir sind auch Berufene Christi

Montag, 4. Februar 2019

Dezember 16

Heilungen am Sabbat

Markus 3,1-12 (4)

„Und er sprach zu ihnen: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes tun oder Böses tun, Leben retten oder töten? Sie aber schwiegen still.“

Die Pharisäer suchten weiterhin etwas, womit sie Jesus verklagen konnten. Nur darum suchten sie an einem Sabbat die Synagoge auf, in welcher Jesus war. Denn sie wussten, dass dort ein Mann mit einer verdorrten Hand war. Würde Jesus ihn heilen, könnten sie dies als Verletzung des Arbeitsverbots am Sabbat auslegen. Tatsächlich ging Jesus zu dem Mann. Er forderte ihn heraus, aus der Menge hervorzutreten und seine kranke Hand, die er am liebsten vor den Menschen versteckte, auszustrecken. Der Mann gehorchte, und Jesus heilte ihn. Das Eingestehen von Sünden und Fehlern vor Jesus, die wir am liebsten verstecken wollen, führt zu Vergebung und Heilung. Als die Pharisäer Jesus wegen der Heilung anfuhren, fragte Jesus sie nach dem Sinn des Sabbats. Die Pharisäer hatten vergessen, dass er ein heiliger Tag, ein Tag der Liebe und des Lebens ist. Jesus wurde traurig über ihr erstarrtes Herz, denn er liebte sogar sie. Dagegen waren die Pharisäer wütend und gedachten, Jesus umzubringen. Doch Jesus entwich. An dem Tag heilte er noch ganz viele Menschen, die von überall her zu ihm gekommen waren. Auch trieb er böse Geister aus und verbot diesen, ihn zu bekennen – Jesus wollte sich lieber selber durch seine Taten offenbaren. Es war eine so große Menge bei Jesus, dass seine Jünger ihm helfen mussten, zum und übers Meer zu gelangen.

Gebet: Herr, ich will dir auch meine verborgenen Sünden bekennen. Hilf mir, deinen Sabbat zu achten.

Ein Wort: Der Sabbat, ein heiliger Tag der Liebe

Samstag, 2. Februar 2019

Dezember 16

Jesus, Herr über den Sabbat

Markus 2,23-28 (28)

„So ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.“

Jesus und seine Jünger zogen viel umher. Sie ließen auf sich zukommen, was sie essen und trinken konnten. An einem Sabbat waren sie sehr hungrig. Darum fingen Jesu Jünger an, auf den Kornfeldern, durch die sie gerade gingen, Ähren auszuraufen. Das sahen die Pharisäer. Als konservative Juden und Neider von Jesus suchten sie immer etwas, wofür sie Jesus belangen konnten. Sie waren sehr darauf bedacht, Gottes Gesetze einzuhalten. Mit dem Argument des Gesetzes tadelten sie nun auch Jesus und fragten ihn: „Sieh doch! Warum tun deine Jünger am Sabbat, was nicht erlaubt ist?“ Jesus fand es an der Zeit, ihnen die richtige Sicht auf das Gesetz zu geben. Weise, wie er war, argumentierte er mit der heiligen Schrift, welche die Pharisäer sehr gut kannten. Er erinnerte sie an den König David, den diese Gelehrten sehr achteten. Der hatte einst auf der Flucht vor Saul großen Hunger gehabt. Er war zum Hohenpriester Abjatar gegangen und hatte ihn nach Brot gefragt. Da waren nur die Schaubrote gewesen, die kein normaler Sterblicher essen durfte. Dennoch hatte Abjatar ihm davon gegeben. David hatte davon gegessen, und es war ihm nicht als Sünde angerechnet worden. Jesu Mentalität ist diese: Leben erhalten vor Gesetze befolgen! Jesus ist der Herr über den Sabbat. Seine Gnade ist viel größer als jedes Nichtbefolgen des Gesetzes. Er ist ja gerade für uns Sünder gekommen, die sein Gesetz nicht vollständig einhalten können.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade, die alle Sünden bedeckt. Hilf mir, deinem Wort gehorsam zu sein.

Ein Wort: Jesus ist der Herr über den Sabbat

Freitag, 16. November 2018

Oktober 2

Der Herr über den Sabbat

Markus 2,23-28 (28)

„So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat.“

Als Jesus mit seinen Jüngern am Sabbat durch ein Kornfeld gingen, rauften diese einige Ähren aus, weil sie hungrig waren. Das war an sich gemäß 5. Mose 23,26 erlaubt, wurde aber von den Pharisäern trotzdem kritisiert, weil sie darin eine „Erntearbeit“ sahen, die man am Sabbat nicht tun durfte. Jesus erinnerte sie an König David, der mit seinen Männern in einer Notlage die Schaubrote aß, die eigentlich nur für die Priester bestimmt waren. Gottes Wort ist wie Gott selbst voller Gnade und Wahrheit und nicht gesetzlich. Die Schaubrote waren Gottes sichtbares Zeichen für sein Volk, dass er sie in jeder Lage versorgen wird. Sie erfüllten ihren Zweck, als sie David in der Zeit der Not halfen, zu überleben. Der Sabbat ist nicht ein Tag, an dem mehr Dinge als sonst verboten sind. Gott hat vielmehr den Sabbat um des Menschen willen geschaffen als einen Tag, wo wir von unserem Alltag ruhen und uns Zeit nehmen können, unsere Beziehung zu Gott zu pflegen und geistlich neue Kraft zu bekommen. Vor allem ist Jesus der Menschensohn und der Herr über den Sabbat. Deshalb ist es nicht möglich, den Sabbat zu halten ohne Jesus als unseren Herrn zu ehren. Wir dürfen Gottes Wort nicht missbrauchen, um andere zu richten und zu kritisieren, sondern sollen seine Gnade und Wahrheit immer tiefer erkennen.

Gebet: Herr Jesus, du bist der Herr über den Sabbat und über mein ganzes Leben. Lass mich dich ehren.

Ein Wort: Jesus ist der Herr!

Donnerstag, 15. November 2018

Oktober 2

Neue Schläuche für neuen Wein

Markus 2,18-22 (22)

„Und niemand füllt neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche und der Wein ist verloren und die Schläuche auch; sondern man soll neuen Wein in neue Schläuche füllen.“

Die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasteten regelmäßig, während Jesu Jünger fröhlich zusammen mit Zöllnern und Sündern aßen. Einige fanden deshalb, sie seien nicht religiös genug. Als Antwort verglich Jesus seine Jünger mit Hochzeitsgästen bei einer Hochzeit und sich selbst mit dem Bräutigam. Niemand käme wohl bei einer Hochzeit auf die Idee, zu fasten. Die Hochzeit ist in der Bibel ein häufig gebrauchtes Bild für das Himmelreich. Wo Jesus ist, da finden wir Freude und die Erfüllung des Reiches Gottes. Wo Jesus fern ist, da kommt auch für seine Jünger die Zeit des Fastens. Jesus versuchte seinen Zuhörern durch zwei Gleichnisse zu erklären, dass er etwas Neues bringt: Es lohnt sich nicht, ein altes Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch zu flicken. Neuer Wein gärt noch und dehnt sich aus. Er würde alte und unflexible Weinschläuche zerstören. Er soll deshalb in neue und flexible Weinschläuche gefüllt werden. Das Evangelium ist wie ein neuer Wein lebendig und will sich ausdehnen. Um passende Gefäße zu sein, dürfen wir nicht in religiösen Traditionen erstarrt sein, sondern sollen wie neue Weinschläuche flexibel sein.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der uns die Freude des Himmelreiches bringt. Mache mich zu einem passenden Gefäß für das Evangelium.

Ein Wort: Sei wie ein neuer Weinschlauch!

Mittwoch, 14. November 2018

Oktober 2

Folge mir nach!

Markus 2,13-17 (14)

„Und als er vorüberging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zoll sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.“

Im Gegensatz zu dem Gelähmten war Levi ein sehr aktiver Sünder. Er hatte sich dazu entschieden, ein Zöllner zu sein. Zöllner waren damals Menschen, die ihr eigenes Volk erpressten und ausbeuteten und mit den verhassten Römern zusammenarbeiteten. Daher waren sie aus der Gemeinschaft des Volkes Gottes ausgeschlossen. Levi hatte gedacht, dass Reichtum ihn glücklich machen würde, doch er wurde durch ihn ein einsamer Mann ohne Freunde. Jesus sah ihn am Zoll sitzen und sprach zu ihm drei Worte, die sein Leben um 180° veränderten: „Folge mir nach!“ Levi zögerte keine Sekunde. Er stand aus seinem alten Leben als Zöllner auf und folgte Jesus nach. Er konnte die Gnade, die er erfahren hatte, nicht für sich behalten. So lud er Jesus, seine Jünger und viele Zöllner und Sünder zum Essen ein. Es war ein Fest der Vergebung und des neuen Lebens. Die Schriftgelehrten konnten nicht verstehen, dass Jesus mit „solchen Leuten“ Gemeinschaft hatte. Doch Jesus ist gerade für „solche Leute“ gekommen: nicht zu den (Selbst-) Gerechten, sondern zu den Sündern. Zu Jesus können wir so kommen, wie wir sind. Aber wir müssen nicht so bleiben, wie wir sind. Er möchte uns heilen und unser Leben verändern.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich zur Nachfolge einlädt. Lass mich diese Gnade festhalten und noch viele verlorene Menschen zu Jesus einladen.

Ein Wort: Stehe auf und folge Jesus nach!

Dienstag, 13. November 2018

Oktober 2

Jesus heilt einen Gelähmten

Markus 2,1-12 (5)

„Als nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelähmten: Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“

Vier Freunde wollten ihren gelähmten Freund zu Jesus bringen, doch der Weg war durch eine große Menschenmenge versperrt. Anstatt die Köpfe hängen zu lassen, richteten sie ihren Blick nach oben und fanden einen Weg. Sie machten ein Loch in das Dach des Hauses, in dem Jesus war, und ließen ihren Freund von oben herunter. Jesus sah nicht die Sachbeschädigung, sondern ihren Glauben. Er sprach zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ Überraschenderweise löste er nicht zuerst sein offensichtliches, sondern sein zugrundeliegendes inneres Problem der Sünde und nahm ihn als Kind Gottes an. Die religiösen Autoritäten konnten dies nicht akzeptieren. Sie dachten, dass Jesus kein Recht hätte, Sündenvergebung auszusprechen. Doch Jesus bewies, dass er die Vollmacht hat, Sünden zu vergeben, indem er den Gelähmten auch körperlich heilte. Auch heute gibt es viele Menschen, die durch Hoffnungslosigkeit, Sinnlosigkeit, Bequemlichkeit oder verschiedene Sünden innerlich gelähmt sind. Wir brauchen den Glauben der vier Freunde, dass Jesus solchen Menschen helfen kann und wird. Wir brauchen Zusammenarbeit und kreative Ideen, um solche Menschen zu Jesus zu bringen, damit sie Heilung erfahren.

Gebet: Herr, lass uns unseren gelähmten Freund gemeinsam zu Jesus bringen, damit er Sündenvergebung und Heilung erfahren kann.

Ein Wort: Jesus sieht unseren Glauben

Montag, 12. November 2018

Oktober 2

Willst du, so kannst du mich reinigen

Markus 1,40-45 (40)

„Und es kam zu ihm ein Aussätziger, der bat ihn, kniete nieder und sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich reinigen.“

Aussatz ist eine Infektion, die langsam fortschreitet und auch die Nerven befällt, sodass der Kranke zwar keine Schmerzen hat, aber sein Körper immer mehr zerstört wird. Aussätzige waren aus der Gesellschaft, dem Volk Gottes und auch der Gemeinschaft mit Gott ausgeschlossen und galten als unrein. Sie durften mit Gesunden keinen Kontakt haben. Zu Jesu Zeit gab es für diese Erkrankung kein Heilmittel. Der Aussätzige in diesem Text überwand aber seine eigene Hoffnungslosigkeit und die Distanz zu anderen Menschen, die das Gesetz vorschrieb, und kam zu Jesus. Er traute Jesus das Unmögliche zu, überließ es aber seiner Entscheidung: „Willst du, so kannst du mich reinigen.“ Der Kranke sah wahrscheinlich abstoßend aus, aber Jesus sah ihn voller Mitleid und Barmherzigkeit an. Er hätte ihn aus sicherer Entfernung heilen können, doch er fasste ihn an und bestätigte: „Ich will’s tun; sei rein!“ Durch die Berührung mit Jesus wurde der Kranke geheilt und auch wieder in das Volk Gottes aufgenommen. Die Sünde ist in vieler Hinsicht wie der Aussatz. Sie zerstört unser Leben und unsere Beziehungen und trennt uns von Gott. Doch Jesus kann und will uns reinigen. Er möchte uns auch seine Barmherzigkeit geben, die „Aussätzigen“ unserer Zeit zu berühren.

Gebet: Herr, ich komme heute durch den Glauben zu dir. Willst du, so kannst du mich reinigen.

Ein Wort: Jesus will dich reinigen

Samstag, 10. November 2018

Oktober 2

Gebet am Morgen

Markus 1,35-39 (35)

„Und am Morgen, noch vor Tage, stand er auf und ging hinaus. Und er ging an eine einsame Stätte und betete dort.“

Jesus war sicher bis spät in die Nacht mit den Kranken und Besessenen Kapernaums beschäftigt gewesen. Doch trotzdem schlief er nicht aus, sondern stand am nächsten Morgen schon vor Sonnenaufgang auf und ging an eine einsame Stätte, um dort zu beten. Die Heilungen hatten ihn über Nacht sehr populär gemacht. Aber anstatt die Anerkennung der Menschen einfach zu genießen, suchte er im Gebet Gottes Orientierung, wie er mit dieser Situation umgehen und welche Prioritäten er setzen sollte. Als seine Jünger aufgewacht waren, eilten sie ihm nach. Jedermann suchte Jesus, und wahrscheinlich waren noch mehr Leute gekommen, die geheilt werden wollten. Doch Jesus ließ sich nicht vom Druck der Menge antreiben. Er wollte anderswohin gehen, in die nächsten Städte, um auch dort zu predigen. Dazu war er gekommen: um Gottes Wort weiterzugeben, das den Menschen geistliches Leben geben kann, und nicht nur, um ihrem Wunsch nach körperlicher Heilung nachzukommen. Jesus brauchte das Gebet am frühen Morgen, um Gottes Willen zu folgen. Um wie viel mehr ist es für uns wichtig, am frühen Morgen im Gebet Gottes Orientierung für den Tag zu finden!

Gebet: Herr, lass mich am frühen Morgen im Gebet zu dir kommen und zeige mir, wofür ich meine Zeit heute gebrauchen soll.

Ein Wort: Bete am Morgen, finde Gottes Willen!

Freitag, 9. November 2018

Oktober 2

Eine neue Lehre in Vollmacht

Markus 1,21-34 (27)

„Und sie entsetzten sich alle, sodass sie sich untereinander befragten und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre in Vollmacht! Er gebietet auch den unreinen Geistern und sie gehorchen ihm!“

Am Sabbat ging Jesus in die Synagoge. Er lehrte dort Gottes Wort. Die Lehre der Schriftgelehrten bestand aus gesetzlichen Vorschriften und Verboten, die die Menschen ermüdeten und belasteten. Jesus dagegen lehrte mit Vollmacht, denn seine Worte waren voller Gnade und Wahrheit. Bei ihm war Gottes Wort immer wie ein scharfes, zweischneidiges Schwert. Der unreine Geist eines Besessenen wurde dadurch herausgefordert, doch er musste Jesus gehorchen und verschwinden. Nach dem Gottesdienst kamen Jesus und seine Jünger in das Haus von Simon und Andreas. Dort lag Simons Schwiegermutter mit Fieber im Bett. Jesus fasste sie bei der Hand und das Fieber musste weichen. Die Frau setzte ihre gerade gewonnene Gesundheit sofort ein, um Jesus zu dienen. Als die Sonne unterging, war der Sabbat offiziell vorüber, und nun versammelte sich die ganze Stadt vor der Tür, um ihre Kranken und Besessenen zu Jesus zu bringen. Jesus kümmerte sich mit Vollmacht um alle Arten von Gebrechen und bösen Geistern. Unser Bibelstudium hat auch solche geistliche Vollmacht, wenn wir Gottes Wort statt menschliche Lehre weitergeben.

Gebet: Herr, danke, dass du mich gesund gemacht hast. Lass mich dir dienen und schenke mir Vollmacht, dein Wort weiterzugeben.

Ein Wort: Lehre Gottes Wort mit Vollmacht!

Donnerstag, 8. November 2018

Oktober 2

Ich will euch zu Menschenfischern machen

Markus 1,16-20 (17)

„Und Jesus sprach zu ihnen: Folgt mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen!“

Nachdem Jesus sein öffentliches Wirken begonnen hatte, sah er am Galiläischen Meer die Brüder Simon und Andreas bei ihrer Arbeit. Sie waren Fischer. Ihre Arbeit bestand darin, Fische zu fangen, zu töten und zu verkaufen. Sie arbeiteten, um zu essen, und aßen, um arbeiten zu können. Jesus lud sie ein, ihm nachzufolgen und ein neues Leben zu beginnen. Er gab ihnen eine neue Perspektive: „Ich will euch zu Menschenfischern machen!“ Ein Menschenfischer ist jemand, der geistlich tote Menschen „fischt“ und zu Jesus bringt, damit sie durch ihn geistliches Leben bekommen. Simon und Andreas sollten nicht länger ein sinnloses Leben für vergängliche Dinge führen, sondern ein gesegnetes Leben mit ewiger Perspektive. Dafür mussten sie ihr altes Leben aufgeben. Sie berechneten nichts, sondern trafen eine Glaubensentscheidung, indem sie ihre Netze verließen und Jesus nachfolgten. Auch Jakobus und Johannes verließen ihren Vater und ihren Familienbetrieb, um Jesus nachzufolgen. Jesus verspricht auch heute, uns zu Menschenfischern zu machen, wenn wir unser altes Leben aufgeben und die Entscheidung treffen, ihm nachzufolgen. Er macht uns zum Segen und gibt uns ein Ziel für die Ewigkeit.

Gebet: Herr, danke, dass du einen gewöhnlichen Menschen wie mich zum Menschenfischer machen möchtest. Lass mich die Entscheidung treffen, dir nachzufolgen.

Ein Wort: Folge Jesus nach – lebe als Menschenfischer!

Mittwoch, 7. November 2018

Oktober 2

Jesu erste Predigt

Markus 1,14-15 (15)

„Und sprach: Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“

Die Wahrheit aufzudecken und die Buße zu predigen ist gefährlich. Johannes wurde von Herodes gefangen gesetzt, weil er ihn öffentlich kritisiert = zur Buße aufgerufen hatte. Doch Jesus zog sich in dieser unsicheren Zeit nicht zurück. Er hatte sich durch die Taufe für Gottes Werk entschieden, er war mit Gottes Geist erfüllt, und er hatte die Versuchung des Teufels besiegt. Nun war er bereit, sein öffentliches Wirken zu beginnen. Der kurze Abschnitt enthält seine allererste Predigt. Die Zeit war erfüllt, die Gott bereits im Alten Testament angekündigt hatte. In Jesus war das Reich Gottes zu den Menschen gekommen. Was sollen wir tun, um an Gottes Reich teilzunehmen? Wir sollen Buße tun und an das Evangelium glauben. Buße ist mehr als ein Bedauern darüber, dass wir etwas falsch gemacht haben. Buße bedeutet, die Richtung unseres Lebens zu ändern, uns von unserem alten Leben abzuwenden und uns Gott zuzuwenden. Der Zöllner Matthäus hat uns vorgelebt, was Buße bedeutet, als er sein Zollhäuschen stehen ließ, um Jesus nachzufolgen. Das Evangelium ist die gute Nachricht, dass wir in Jesus Vergebung und ein neues Leben bekommen, weil er für unsere Schuld bezahlt hat. Diese Tatsache sollen wir durch den Glauben annehmen, so wie dies auch Matthäus getan hatte.

Gebet: Herr, danke für Jesus, durch den das Reich Gottes herbeigekommen ist.

Ein Wort: Tue Buße – glaube an das Evangelium!

Dienstag, 6. November 2018

Oktober 2

Der Geist kam herab

Markus 1,9-13 (10)

„Und alsbald, als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass sich der Himmel auftat und der Geist wie eine Taube herabkam auf ihn.“

Auch Jesus kam und ließ sich von Johannes taufen. Doch seine Taufe war keine Taufe der Buße, denn Jesus war ohne Sünde. Jesu Taufe war seine persönliche Entscheidung, Gottes Willen zu folgen und in allem den Menschen gleich zu werden. Gott bestätigte Jesus durch eine Stimme vom Himmel als seinen lieben Sohn, an dem er Wohlgefallen hat. Er sandte den Heiligen Geist, der wie eine Taube auf Jesus herabkam und in ihm Wohnung nahm. Wenn wir uns dafür entscheiden, Gottes Willen und Plan zu folgen, dann gefallen wir Gott und er kann auch uns seinen Heiligen Geist senden. Der Geist führte Jesus erstaunlicherweise nicht zuerst in den Tempel oder vor viele Menschen, sondern trieb ihn in die Wüste. Dort verbrachte Jesus vierzig Tage und bereitete sich durch Fasten und Gebet auf seine Mission vor. Er wurde vom Satan versucht. Adam war im Paradies der Versuchung des Satans erlegen gewesen und hatte damit die Sünde und die Trennung von Gott in das Leben aller Menschen gebracht. Jesus dagegen überwand die Versuchung und blieb Gott treu. Dadurch hat er uns den Weg geöffnet, dass auch wir die verschiedenen Versuchungen des Satans überwinden können.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der deinen Willen erfüllt und die Macht des Teufels zerbrochen hat. Mache auch mich zu einem Gefäß für deinen Heiligen Geist.

Ein Wort: Empfange und folge Gottes Geist

Montag, 5. November 2018

Oktober 2

Der Anfang des Evangeliums

Markus 1,1-8 (1)

„Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes.“

„Evangelium“ bedeutet „gute Nachricht“. Die Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn Gottes, ist für alle Menschen die beste Nachricht, weil er uns von der Last der Sünde und der Macht des Todes frei macht. Für Markus waren seine Aufzeichnungen nur der Anfang des Evangeliums. Die gute Nachricht von Jesus ist bis heute gültig und wird niemals enden, weil sie in die Ewigkeit mündet. Sie beginnt nicht mit Jesu Geburt, sondern mit Gottes Verheißungen im Alten Testament, die in Jesus erfüllt sind. Markus zitiert Jesaja und Maleachi. Um den Erretter aufzunehmen, brauchen die Menschen Vorbereitung. Johannes der Täufer bereitete den Weg des Herrn, indem er die Taufe der Buße predigte. Er hatte geistliche Vollmacht, weil sein Leben und seine Predigt miteinander übereinstimmten: Er folgte selbst Gottes Wort und führte ein einfaches Leben. Die Taufe der Buße half den Menschen, sich vor Gott als Sünder zu erkennen, sich von ihrem alten Leben abzuwenden und sich Gott zuzuwenden. Unser Sündenproblem kann nicht durch Psychologie, Technologie, Politik oder Religion gelöst werden. Der einzige Weg führt über die Buße. Deshalb kamen die Menschen damals zu Johannes und brauchen auch heute die Buße. Die Buße ist der Anfang des Evangeliums in unserem Leben.

Gebet: Herr, danke für die gute Nachricht von Jesus Christus, dem Sohn Gottes. Gebrauche mich heute, um durch die Buße den Weg des Herrn zu bereiten.

Ein Wort: Bereite den Weg für die beste Nachricht!

Montag, 2. April 2018

März 30

Predigt das Evangelium aller Kreatur!

Markus 16,9-20 (15)

„Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“

Nach seiner Auferstehung war Jesus zuerst Maria von Magdala erschienen, von der er sieben böse Geister ausgetrieben hatte. Sie brachte die frohe Nachricht von der Auferstehung den trauernden Jüngern, doch diese waren in ihrer Trauer gefangen und glaubten ihr nicht. Anschließend offenbarte sich Jesus zwei Jüngern, die unterwegs waren. Auch ihr Bericht fand bei den anderen Jüngern keinen Glauben. Schließlich offenbarte sich Jesus den elf Jüngern selbst. Er tadelte ihren Unglauben und ihr hartes Herz. Trotzdem hatte er immer noch einen Auftrag für sie: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur.“ Alle Menschen sollten die Gelegenheit haben, die gute Nachricht von Jesu Tod für unsere Sünde und von seiner Auferstehung zu hören. Dieser Auftrag hat höchste Priorität, denn am Glauben eines Menschen entscheidet sich, ob er selig wird oder verdammt wird; ob er errettet wird oder verloren geht. Jesus wollte seine Jünger mit verschiedenen Zeichen bevollmächtigen. Anschließend wurde er zum Himmel aufgehoben und setzte sich zur Rechten Gottes. Seine Jünger folgten seinem Auftrag und erfuhren, wie Gott sein Wort bestätigte. Wenn wir unseren Unglauben und unser hartes Herz ablegen und Jesu Auftrag folgen, dann wird Gott auch heute sein Wort bestätigen.

Gebet: Herr, lass mich heute dein Evangelium weitergeben und die Wirksamkeit deines Wortes erfahren.

Ein Wort: Predige das Evangelium aller Kreatur!

Sonntag, 1. April 2018

März 30

Er ist auferstanden!

Markus 16,1-8 (6)

„Er aber sprach zu ihnen: Entsetzt euch nicht! Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da die Stätte, wo sie ihn hinlegten.“

Der Sabbat war vergangen, und die Frauen, die Jesus bis zum Ende nachgefolgt waren, machten sich auf den Weg zum Grab. Sie waren Jesus über seinen Tod hinaus treu. Sie hatten wohlriechende Öle vorbereitet, um ihn zu salben. Doch ihre Herzen waren von Trauer und Hoffnungslosigkeit beschwert. Sie überlegten auf dem Hinweg, wie sie den schweren Stein vor dem Grabeingang bewegen könnten. Als sie ankamen, war der Stein jedoch bereits weggewälzt. In dem Grab fanden sie Jesus nicht mehr. Dort war nur ein junger Mann in einem weißen Gewand, der ihnen eine unfassbare Nachricht brachte: „Ihr sucht Jesus von Nazareth, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden, er ist nicht hier…“ Die Frauen bekamen den Auftrag, die Auferstehungsbotschaft den Jüngern weiterzusagen. Doch Furcht, Trauer und Entsetzen hinderten sie daran, diesen Auftrag auszuführen. Der Stein von Unglauben, Trauer und Furcht vor ihrem Herzen war viel schwerer und unbeweglicher als der Stein vor dem Grab. Jesus ist tatsächlich auferstanden. Deshalb sollen wir unser Glaubensleben nicht länger durch Unglauben, Furcht und Entsetzen blockieren lassen.

Gebet: Herr, lass mich an die Auferstehung glauben und den Stein von Unglauben, Trauer und Furcht durch Jesus bewegen lassen.

Ein Wort: Jesus ist auferstanden – bewege den Stein

Samstag, 31. März 2018

Dezember 27

Jesu Grablegung

Markus 15,42-47 (43)

„kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.“

Josef von Arimathäa war ein bekanntes und geachtetes Mitglied des Hohen Rates. Er war ein reicher Mann, aber die Dinge der Welt konnten ihn nicht zufriedenstellen. Er setzte seine Hoffnung auf das Reich Gottes. Er glaubte an Jesus, doch hatte er nicht den Mut gehabt, sich vor seinen Kollegen auf die Seite Jesu zu stellen.

Es wurde Abend, und Jesus hing noch immer am Kreuz. Da traf Josef eine mutige Entscheidung. Er ging zu Pilatus und bat ihn, dass er den Leichnam Jesu abnehmen dürfe. Dies war eine Erklärung seiner Zugehörigkeit zu Jesus. Dies war sein Glaubensbekenntnis, dass Jesus sein Herr und Heiland ist. Er war nicht länger ein heimlicher Jünger.

Normalerweise dauerte es eine längere Zeit, bis ein Gekreuzigter starb, deshalb war Pilatus überrascht, als er hörte, dass Jesus gestroben war. Er überprüfte dies sorgfältig und gab Josef danach die Erlaubnis, den Leichnam Jesu abzunehmen. Die Tatsache des Todes Jesu war damit bestätigt. Jesus ist für uns gestorben, begraben und hinabgestiegen in das Reich des Todes.

Gebet: Herr, hilf mir, eine klare Identität als ein Christ zu haben.

Ein Wort: Ein heimlicher Jünger bekennt sich öffentlich zu Jesus

Freitag, 30. März 2018

Dezember 27

Jesu Kreuzestod

Markus 15,33-41 (39)

„Der Hauptmann aber, der dabeistand, ihm gegenüber, und sah, dass er so verschied, sprach: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes Sohn gewesen!“

An dem Tag, als Jesus starb, trat mittags eine Finsternis auf. Die gesamte Schöpfung litt mit dem Schöpfergott. Die größte Qual Jesu bestand darin, dass die Last der Sünde der ganzen Welt ihn von Gott, seinem Vater, trennte. In diesem schrecklichen Moment, als es so schien, dass Gott ihn verlassen hätte, erfuhr Jesus die qualvolle Tiefe der völligen Einsamkeit. Aber selbst in diesem Moment suchte er nach Gott in seinem Wort: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (34) Es war sein Gebet zu Gott (Ps 22,1.11.17-19.27).

Der Vorhang im Tempel hatte die sündigen Menschen von dem heiligen Gott getrennt. Jesu Sühnetod öffnete den Weg für jeden Menschen, dass er selber nun durch Jesus zu Gott kommen darf.

Der heidnische Hauptmann bekannte, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Er steht repräsentativ für die heidnische Welt, die zu Jesus kommen würde. Die Frauen sahen mit einem zerbrochenem Herzen zu.

Gebet: Herr, danke für den Kreuzestod Jesu, der den Weg für diesen Sünder und für die ganze Welt geöffnet hat, dass wir zu dir kommen dürfen.

Ein Wort: Ich komme, so wie ich bin

Bibeltext online



Oktober 2019
WoMoDiMiDoFrSaSo
4030123456
4178910111213
4214151617181920
4321222324252627
4428293031123

September 2019
WoMoDiMiDoFrSaSo
352627282930311
362345678
379101112131415
3816171819202122
3923242526272829
4030123456

August 2019
WoMoDiMiDoFrSaSo
312930311234
32567891011
3312131415161718
3419202122232425
352627282930311

Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.