Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Dienstag, 2. Oktober 2018

Oktober 2

Das Ende der Ungläubigen

Jesaja 66,1-24 (24)

„Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname derer, die von mir abtrünnig waren; denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen, und sie werden allem Fleisch ein Gräuel sein.“

Dieser Vers ist der letzte Vers der langen Prophetie Jesajas. Er beschreibt eine grausige Szene der verstorbenen Abtrünnigen. Es gibt immer Menschen, die nicht an Gott glauben und ihn anbeten wollen. Was wird ihr Ende sein? Sie werden sterben. Aber ihre Leichname werden nicht verderben, denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird nicht verlöschen. Ihr Anblick wird bei allen Abscheu und Entsetzen hervorrufen. Das ist das Ende der Gottlosen. Gott führt sein Gericht am Ende konsequent aus. Doch Gottes Wille ist, dass jeder gerettet wird. Was tut Gott dafür? Gott sendet einige Gerettete zu den Völkern, um ihnen die Herrlichkeit Gottes zu verkündigen (19). Unser Herr Jesus hat auch uns befohlen: „Geht hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.“

Gebet: Lieber Jesus, du hast uns das grausame Ende der Ungläubigen gezeigt. Sende uns zu ihnen!

Ein Wort: Glaube oder Unglaube; Leben oder Tod

Montag, 1. Oktober 2018

Oktober 2

Ein neuer Himmel und eine neue Erde

Jesaja 65,17-25 (17)

„Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, dass man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird.“

Gott wird einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Darum dürfen wir uns jetzt schon freuen und fröhlich sein. Vom Anfang der Schöpfung an war es Gottes Wille, den Menschen Freude und Wonne zu bereiten. Darum hat er ihm den Garten Eden gegeben. Eden bedeutet Freude und Wonne. Wegen der Sünde hat der Mensch dieses Paradies verloren, nun aber schafft Gott es wieder. Im neuen Himmel und auf der neuen Erde wird man kein Weinen und kein Klagen mehr hören. Man wird lange leben. Hundert Jahre alt zu werden, wird ganz normal sein. Kein Kind wird bereits bei der Geburt sterben. Vor allem werden sie mit Gott eine direkte Beziehung haben. Es soll geschehen: „Ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch reden, will ich hören.“ (24) Diese innige Beziehung zu Gott ist das Fundament für den neuen Himmel und die neue Erde. Darum werden seine Knechte vor Herzenslust jauchzen. Es wird Frieden herrschen. Wolf und Lamm werden friedlich zusammen weiden. Der Löwe wird Stroh fressen wie das Rind. Aber die Schlange muss weiterhin Erde fressen. Man wird nichts Böses mehr tun und niemandem schaden.

Gebet: Lieber Vater, du willst für deine Kinder einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen. Wir warten sehnsüchtig darauf.

Ein Wort: Freut euch und seid fröhlich immerdar!

Sonntag, 30. September 2018

Juni 29

Hier bin ich, hier bin ich!

Jesaja 65,1-16 (1)

„Ich ließ mich suchen vor denen, die nicht nach mir fragten, ich ließ mich finden vor denen, die mich nicht suchten. Zu einem Volk, das meinen Namen nicht anrief, sagte ich: Hier bin ich, hier bin ich!“

Hier kann man finden, was Gott uns wirklich geben will. Was ist das größte Herzensanliegen? Gott hat sein Volk aus der Gefangenschaft befreit und ins Land zurück gebracht. Gott hat ihnen geholfen, das, was zerstört war, wieder aufzubauen und die verwüsteten Städte wiederherzustellen. Gott gibt ihnen wieder Sicherheit und Wohlstand. Wenn eine Regierung dem Volk Sicherheit und Wohlstand verschafft, ist dies eine große Errungenschaft und sie wird eine lange Herrschaft genießen. Man wird mit dem äußeren Erfolg zufrieden. Gott sieht aber noch eine Schicht tiefer. Denn Gott weiß, dass Menschen ohne Gott nicht wahrhaftig glücklich sind. Ohne Gott werden sie Herzeleid haben und heimlich ein götzendienerisches Leben verfolgen. Ohne Gott werden sie trotz Wohlstand am Hunger und Durst leiden. Wer aber Gott sucht und nach ihn fragt, der findet ihn. Gott wartet sehnsüchtig darauf, dass jemand ihn sucht und anruft. Dann wird Gott mit großer Freude laut antworten: „Hier bin ich, hier bin ich!“ Wer Gott findet und seinen Namen anruft, der ist sein Knecht und sein Auserwählter. Welchen Segen gibt er seinen Knechten? Gott verspricht: „Siehe, meine Knechte sollen fröhlich sein; siehe, meine Knechte sollen vor Herzenslust jauchzen.“

Gebet: Lieber Vater, du wartest darauf, dass wir dich suchen. Hilf mir, dich zu suchen und zu finden.

Ein Wort: Siehe, meine Knechte sollen fröhlich sein

Samstag, 29. September 2018

Juni 29

Bete zu Gott mit deinen Schmerzen

Jesaja 64,1-11 (11)

„HERR, willst du bei alledem noch zögern und schweigen und uns so sehr niederschlagen?“

Kategorisch haben wir in der Geschichte gelernt, dass unser Gott ein gerechter Gott ist. Gott begegnet denen, die Gerechtigkeit üben und auf ihren Wegen seiner gedenken. Gott aber zürnt, wenn wir gegen ihn sündigen und abtrünnig werden. Wegen unserer Sünde verbirgt Gott vor uns sein Angesicht. Ohne Gott ist unsere Gerechtigkeit wie ein beflecktes Kleid. Wir sollen darum für unsere Sünde Buße tun und Gutes tun. Aber was können wir dann noch tun, wenn unsere heiligen Städte zur Wüste geworden sind und wenn das Haus unserer Heiligkeit mit Feuer verbrannt ist? Und wie können wir, wenn in uns wegen der Strafe Gottes keine Kraft mehr vorhanden ist, uns aufzumachen und zu Gott zurückkehren? Manchmal können wir selber gar nichts tun. Sind wir dann hoffnungslos verloren? Nein. Gerade auch in solch einer ausweglosen Lage haben wir doch Hoffnung, weil wir einen großen Gott haben, der aus seinem Erbarmen handelt. Wenn wir auch keinen Verdienst haben, können wir doch auf ihn harren. Wir können einfach zu Gott kommen und zu ihm sagen: „Aber nun, Herr, du bist doch unser Vater! Wir sind Ton, du bist unser Töpfer, und wir alle sind deiner Hände Werk.“ Dabei können wir unsere Herzensschmerzen ausschütten: „Herr, willst du uns so sehr niederschlagen?“ Kein Vater will länger zusehen, dass sein Kind leidet. Gott wird sich aufmachen und uns helfen.

Gebet: Lieber Herr, du bist unser Vater. Bitte offenbare dich mir trotz meiner Sünde!

Ein Wort: Herr, wie lange willst du noch schweigen?

Freitag, 28. September 2018

Juni 29

Bist du doch unser Vater

Jesaja 63,1-19 (16)

„Bist du doch unser Vater; denn Abraham weiß von uns nichts, und Israel kennt uns nicht. Du, HERR, bist unser Vater; »Unser Erlöser«, das ist von alters her dein Name.“

„Bist du doch unser Vater“, das ist eine einzigartige Aussage über ihr Verhältnis zu Gott. Die Juden sind eigentlich stolz darauf, dass sie Abrahams Kinder sind. Was nun, wenn er überhaupt nichts von diesen Kindern weiß? Sie können auf Abraham kein Vertrauen setzen. Gott der Herr allein ist in vollkommener Weise ihr Vater, da er sie kennt, von Herzensgrund her. Gott ist ihr lebendiger, gegenwärtiger Vater. Er weiß, er kennt, er sieht. Eben darum können sie zu ihm rufen. Und dieser Vater ist auch ihr Erlöser von alters her. Ja, Gott hat sie von alters her immer wieder gerettet, wie ein Vater für sein Kind alles tut. Gott hat überhaupt den Erzvater Abraham aus einem Götzendiensthaus geholt und ihn gesegnet, dass er sich mehren konnte. Das Leben des Mose bezeugt, dass Gott sein Vater war. Wer zog ihn aus dem Wasser? Wer gab ihm Macht über den Pharao? Wer öffnete den Weg inmitten des Roten Meeres? Es war Gott. Gott trug ihn wie ein Vater. Die ganze Geschichte Israels bezeugt, dass Gott sein Volk rettete. Ohne Gott wäre ihre Existenz nicht denkbar. Deshalb sagte der Prophet Jesaja: „Hätte uns der Herr Zebaoth nicht einen geringen Rest übrig gelassen, so wären wir wie Sodom und gleich wie Gomorra.“ (1,9) Darum flehen wir zu ihm: „Kehr zurück um deiner Knechte willen!“

Gebet: Lieber Vater, du bist mein wahrer Vater. Du hast mich immer wieder gerettet. Kehr zurück und rette mich!

Ein Wort: Gott ist unser Vater

Donnerstag, 27. September 2018

Juni 29

Ich habe Wächter bestellt

Jesaja 62,1-12 (6.7)

„O Jerusalem, ich habe Wächter über deine Mauern bestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Die ihr den HERRN erinnern sollt, ohne euch Ruhe zu gönnen, lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichte und es setze zum Lobpreis auf Erden!“

Gott hatte gesagt (1), dass er bis zur Vollendung der Wiederherstellung Jerusalems nicht schweigen wolle. Darum hat Gott Wächter über die Stadtmauern bestellt. Der Dienst dieser Wächter besteht darin, dass sie den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht mehr schweigen sollen. Oben von den Mauern können sie aus der Vogelperspektive draußen und drinnen Ausschau halten: ob draußen Feinde kommen oder ob drinnen beim Aufbau der Stadt Hilfe nötig ist. Die Wächter sollen alles gut beobachten und es zu Gott bringen. Sie reden nicht zu den Bewohnern, sondern sie reden unaufhörlich in dringlicher Weise zu Gott. Mit diesen Meldungen sollen sie Gott keine Ruhe lassen. Wie lange? Bis Jerusalem zum Lobpreis Gottes auf Erden gemacht wird! Gott will selbst nicht ruhen, bis er seine Verheißung ganz erfüllt. Jedoch möchte er von den Menschen nicht in Ruhe gelassen werden. Dafür bestellt Gott Wächter, die ihn keine Ruhe lassen sollen. Wir sollen die Rolle der Wächter spielen, indem wir nicht schweigen, sondern unser Anliegen im Haus, in der Gemeinde und der Stadt unaufhörlich zu Gott bringen. Wir sollen Gott keine Ruhe lassen.

Gebet: Lieber Vater, du willst dein Wort halten. Hilf uns, nicht zu schweigen, sondern alles zu dir zu bringen.

Ein Wort: Schweige nicht, sondern rede!

Mittwoch, 26. September 2018

Juni 29

Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir

Jesaja 61,1-11 (1)

„Der Geist Gottes des HERRN ist auf mir, weil der Herr mich gesalbt hat. Er hat mich gesandt, den Elenden gute Botschaft zu bringen, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, zu verkündigen den Gefangenen die Freiheit, den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen;“

Wer gesalbt ist, der ist ein Gesalbter. Wichtig ist der Geist Gottes, der auf den Gesalbten ist. Der Gesalbte wirkt also mit der Kraft des Geistes Gottes. Für welche Mission wirkt er? Er bringt den Elenden gute Botschaft, dass sie wegen der Armut nicht traurig sein sollen, denn Gott gibt ihnen seinen Segen. Der Gesalbte verbindet die zerbrochenen Herzen, dass sie nicht mehr mit betrübtem Geist seufzen müssen. Der Gesalbte tröstet sie und heilt alle ihre Wunden in der Liebe Gottes. Der Gesalbte verkündigt den Gefangenen die Freiheit. Wie kostbar ist die Freiheit für die Gefangenen! Die Freiheit ist das Leben. Der Gesalbte verkündigt den Gebundenen, dass sie frei und ledig sein sollen. So können sie ihre Gaben frei entfalten. Vor allem verkündigt der Gesalbte ein gnädiges Jahr des Herrn. Gott erlässt alle Schulden und gibt ihnen ihren Anteil zurück. Sie sollen sogar den doppelten Anteil besitzen und ewige Freude haben. Darum sollen sie nicht mehr traurig, sondern allezeit fröhlich und dankbar sein. Sie bekommen von Gott eine sinnvolle Aufgabe, die alten Trümmer wieder aufzubauen. Jesus Christus nahm dieses Evangelium an und gab sich hin, es zu erfüllen.

Gebet: Lieber Herr Jesus, du bist der Gesalbte Gottes. Du hast mich frei gemacht. Hilf mir, mein neues Leben für dieses Werk einzusetzen.

Ein Wort: Ich freue mich im Herrn!

Dienstag, 25. September 2018

Juni 29

Mache dich auf, werde licht!

Jesaja 60,1-22 (1-2)

„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des HERRN geht auf über dir! Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir.“

In diesem Textabschnitt sehen wir die zukünftige Herrlichkeit des Volkes Gottes. Gott fordert sein Volk auf, sich aufzumachen und licht zu werden. Dann werden viele Heiden zu Gott kommen. Wenn sie kommen, kommen sie nicht alleine, sondern bringen samt ihren Schätzen auch die zerstreuten Kinder Gottes mit sich. So wird ein geringes Volk zu einem mächtigen Volk gemacht werden. Darum sollen diejenigen, die diese Vision Gottes hören, sich aufmachen und licht werden. Denn Gott hat sein Werk bereits begonnen, dass Finsternis das Erdreich bedeckt und Dunkel die Völker. Aber über dem Volk Gottes geht das Licht Gottes auf. Gott macht einen Unterschied zwischen seinem Volk und den Völkern. Eine ähnliche Geschichte finden wir bereits in Exodus. In der neunten Plage Gottes ward eine dicke Finsternis in ganz Ägyptenland drei Tage lang. Aber bei allen Israeliten war es licht in ihren Wohnungen. Die Botschaft Gottes ist klar, dass nur bei Gott das Licht ist und ohne Gott Finsternis. Ohne Gottes Licht wandern Menschen in der Finsternis. Wir, die wir vom Licht Gottes erleuchtet worden sind, sollen uns nun aufmachen und licht werden.

Gebet: Lieber Gott, dein Licht ist zu mir gekommen. Hilf mir, mich aufzumachen und licht zu werden.

Ein Wort: Der Herr ist dein ewiges Licht

Montag, 24. September 2018

Juni 29

Gottes Bund mit seinem Volk

Jesaja 59,1-21 (21)

„Und dies ist mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht weichen noch von dem Mund deiner Kinder und Kindeskinder, spricht der HERR, von nun an bis in Ewigkeit.“

Worin besteht der Bund Gottes mit seinem Volk? In Gottes Geist und seinen Worten. Sein Geist und seine Worte sollen nicht von ihm weichen, sondern auf ewig in ihm bleiben. Dieses Versprechen Gottes ist wirklich wagemutig, wenn wir den gegenwärtigen Zustand des Volkes in Betrachtung ziehen. Denn sie sind wegen ihrer Sünden fern von ihrem Gott. Ihre Hände sind mit Blut befleckt. Ihre Lippen reden Falsches. Sie vertrauen auf Nichtiges und reden Trug. Ihre Gedanken sind Unheilsgedanken, auf ihren Wegen wohnt Verderben und Schaden. Sie kennen den Weg des Friedens nicht. Sie sind zu oft von Gott abgefallen, und ihre Sünden zeugen gegen sie. Sie bekennen selbst: „Wir kennen unsre Sünden.“ Kann es überhaupt eine Hoffnung für sie geben? Es ist aber Gott, der das sündige Volk nicht aufgibt, sondern zu Hoffnungsträgern aufstellt. Dafür braucht Gott keine Hilfe von Menschen. Er macht es allein. Er rüstet sich selbst und kommt als Erlöser. Er arbeitet durch seinen Geist und seine Worte. Wo der Geist wirkt, da geschieht neues Leben. Wo das Wort Gottes verkündigt wird, da geschieht Bekehrung.

Gebet: Lieber Vater, wir kennen unsre Sünden, aber hilf uns doch durch deinen Geist und deine Worte.

Ein Wort: Gott der Herr ist unser Erlöser

Sonntag, 23. September 2018

Juni 29

Falsches und echtes Fasten

Jesaja 58,1-14 (9a)

„Dann wirst du rufen und der HERR wird dir antworten. Wenn du schreist, wird er sagen: Siehe, hier bin ich.“

Warum soll man fasten? Jesus hat beim Beginn seiner Mission 40 Tage und Nächte gefastet. In diesen Tagen konzentrierte er sich ganz darauf, zu Gott zu rufen und zu schreien. Durch diese intensive Gemeinschaft mit Gott bekam er genug Weisheit und Kraft, die Werke des Teufels zu vernichten und Menschen zu retten. Als Paulus auf dem Weg nach Damaskus Gott begegnete, bereitete er sich auf die Führung Gottes vor, indem er drei Tage lang fastete. In seinem Leben fastete er regelmäßig. Als die Jünger ihren Meister Jesus fragten, warum sie nicht den bösen Geist austreiben konnten, sprach er: „Diese Art kann durch nichts ausfahren als durch Beten und Fasten.“ (Mk 9,29) Ein echtes Fasten hilft uns sehr in unserem geistlichen Leben. Da wir beim Fasten auf unser grundlegendes Bedürfnis wie Brot und Getränke verzichten, unterstützen wir damit unseren Geist. Wir können unsere fleischliche Lust bezwingen und die Sündenlust von uns trennen. Wenn wir dann zu Gott rufen, wird er in der Höhe unsere Stimme hören und antworten: „Siehe, hier bin ich.“ Mit der Kraft Gottes können wir dann auch unseren bedürftigen Nächsten lieben. Wer durch Fasten geistlich gestärkt worden ist, der soll das zerfallene Werk Gottes wieder aufrichten. Es gibt aber ein falsches Fasten. Wer trotz Fasten seinen eigenen Geschäften nachgeht oder seine soziale Ungerechtigkeit nicht verbessert, der macht es falsch.

Gebet: Lieber Vater, hilf mir auch zu fasten.

Ein Wort: Siehe, hier bin ich

Samstag, 22. September 2018

Juni 29

Gott wohnt bei den Zerschlagenen

Jesaja 57,14-21 (15)

„Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.“

Das ist eine gute Nachricht, dass Gott nicht nur in der Höhe wohnt, sondern auch unten bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind. Denn die Zerschlagenen sind aufnahmebereit, Gottes Wort anzunehmen. Für ihre Zerschlagenheit und Demütigung kann es verschiedene Gründe geben. Ihre Zerschlagen-heit hat bestimmt mit ihrer Sünde der Habgier zu tun. Gott war zornig über ihre Sünde und schlug sie (17). Da sie wegen ihrer Sünde treulos geworden waren, konnte Gott ihre Sündenwege nicht segnen. Darum erfuhren sie in ihrem Lebenswandel mehrfach schlimme Niederlage. Sie sind nun zerschlagen. Menschen können ihnen nicht viel helfen. Auch Medikamente können ihnen nicht hilfreich sein, da sie im Geist verzagt sind. Ihr Lebensodem muss gestärkt werden. Wenn Gott bei ihnen wohnt, werden sie erquickt werden und auch Frieden haben, da er der Urheber unseres Lebensodems ist. Schließlich stellen wir noch eine Frage: Wozu will Gott sie erquicken? Sollten sie mit neuer Kraft wieder ihren Sündenweg gehen? Das wäre töricht. Die Gottlosen haben keine Zukunft. Wir sollen auf Gott vertrauen. Mit dem Geist Gottes können wir in unserem Geist stark sein.

Gebet: Lieber Vater, du willst uns helfen. Komm zu uns und wohne bei uns, dass wir erquickt werden.

Ein Wort: Durch seinen Geist sind wir wieder lebendig

Freitag, 21. September 2018

Juni 29

Das lasse ich

Jesaja 57,1-13 (10)

„Du hast dich abgemüht mit der Menge deiner Wege und sprachst nicht: Das lasse ich; sondern du fandest ja noch Leben in deinen Gliedern, so wurdest du dessen nicht müde.“

Hier kann man die sündige Eigenschaft der Menschen erkennen. Wenn sie auf einer Vielzahl ihrer Sündenwege gegangen und deswegen müde geworden sind, dann hätten sie sagen müssen: Das lasse ich. Dann hätten sie wenigstens die Chance für ein neues Leben. Sie aber wollen trotz der Vielzahl ihrer sündigen Wege doch nicht aufhören, sondern die Sünde der Begierde immer wieder begehen, solange sie ja noch Leben in ihren Gliedern finden. Trotz Müdigkeit verharren sie in ihrer Sünde bis zu ihrem letzten Atem. Das ist die Torheit der sündigen Menschen. Darum werden sie genannt: „Ihr Kinder des Ehebrechers und der Hure! Ihr seid abtrünnige Kinder, ein verkehrtes Geschlecht.“ Da sie geistlich blind sind, tun sie Werke, die nichts sind. Sie sind begierig, viele Götzen zu machen und ihnen zu opfern. Sie opfern sogar die Kinder. Bekommen sie in der Not Hilfe von ihren Götzen? Nein. Am Tage der Not werden sich diese als nichts erweisen. Sie werden vom Winde verweht. Und die Götzendiener? Sie werden vor Gott als Gottlose verurteilt und vertrieben. Das ist das Geschick der Gottlosen. Wenn du aber deinen sündigen Weg aufgibst und klar sagst: „Das lasse ich“, wirst du zum Frieden Gottes eingehen, und Gott wird dir helfen.

Gebet: Lieber Vater, ich habe mich auf der Vielzahl meiner Sündenwege ermüdet. Ich sage nun: Das lasse ich.

Ein Wort: Sind dir deine Sündenwege nicht genug?

Donnerstag, 20. September 2018

Juni 29

Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit

Jesaja 56,1-12 (2)

„Wohl dem Menschen, der dies tut, und dem Menschenkind, das daran festhält, das den Sabbat hält und nicht entheiligt und seine Hand hütet, nichts Arges zu tun!“

Gott will uns seine Glückseligkeit geben. Dafür sollen wir drei Bedingungen schaffen. Erstens: Wahrt das Recht und übt Gerechtigkeit! Denn wenn man Unrecht tut oder Ungerechtigkeit übt, kann man niemals glücklich sein. Gottes Recht und Gerechtigkeit ist das Fundament für unser Leben. Darin geschieht auch Gottes Rettung. Zweitens: Wir sollen den Sabbat heilig halten. Den Sabbat heilig zu halten ist ein sichtbares Zeichen der Kinder Gottes. Als Gott bei der Schöpfung seine Werke vollbracht hatte, ruhte er am siebten Tag und segnete ihn und heiligte ihn. Für uns Christen ist unser Sabbattag der Sonntag, an dem unser Herr Jesus von den Toten auferstand und seinen Jüngern erschien. Darum werden wir gesegnet, wenn wir den Sonntag heiligen und Gottes Wort hören. Drittens: Wir sollen nichts Arges tun! Es ist klar, dass wir mit bösen Dingen nicht glücklich sein können. Gott gibt uns seinen glückseligen Segen. Darum sollen wir seinem Wort gehorchen. Wenn wir dies tun, werden wir auch ein Segen für viele sein, da auch unsere Mitmenschen durch uns zu Gott kommen und gesegnet werden. Gott wird uns und unser Haus für viele Menschen segnen: „Denn mein Haus wird ein Bethaus heißen für alle Völker.“

Gebet: Lieber Vater, du willst uns glückselig machen. Hilf uns, dein Recht und deine Gerechtigkeit zu üben.

Ein Wort: Wahrt Recht und Gerechtigkeit!

Mittwoch, 19. September 2018

Juni 29

Suchet den HERRN!

Jesaja 55,1-13 (6)

„Suchet den HERRN, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist.“

Suchet den Herrn! Wir fragen uns aber, warum und wie man den Herrn suchen muss. Wenn wir nicht den Herrn suchen, zahlen wir Geld für das, was kein Brot ist. Das klingt einfach, ist aber wahr. Wenn wir aber den Herrn suchen, neigen sich unsere Ohren dazu, Gottes Wort zu hören. Wenn wir das Wort Gottes ins Herz angenommen haben, bleibt es in uns nicht leer, sondern wirkt lebendig. Es wird uns zum Herrn führen. Wenn wir den Herrn suchen, wird er uns die beständigen Gnaden Davids geben. David war einst ein namenloser Hirtenjunge, aber als er Gott suchte, wurde er zum Hirten über sein Volk. Wenn wir wie David Gott, den Herrn, suchen, wird er uns diese Gnaden Davids geben. Wenn wir den Herrn suchen, sollen wir unsere gottlosen Wege und Gedanken lassen und uns zu Gott bekehren. Wir sollen uns selbst verleugnen und ihm folgen. Denn der Herr spricht: „Meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, sondern so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Deshalb sollen wir auf unsere Wege und Gedanken bestehen, sondern demütig Gottes Wege und Gedanken suchen. Dafür sollen wir Gottes Wort annehmen und ihm gehorchen. So werden wir viel Freude von Gott erfahren.

Gebet: Lieber Vater, deine Wege und Gedanken sind viel höher als meine. Darum hilf mir, dich zu suchen.

Ein Wort: Gott ist besser als du

Dienstag, 18. September 2018

Juni 29

Freue dich und jauchze!

Jesaja 54,1-17 (1)

„Rühme, du Unfruchtbare, die du nicht geboren hast! Freue dich mit Rühmen und jauchze, die du nicht schwanger warst! Denn die Einsame hat mehr Kinder, als die den Mann hat, spricht der HERR.“

Gott fordert dich auf: „Rühme, du Unfruchtbare! Freue dich mit Rühmen und jauchze!“ Gibt es Gründe zur Freude und zum Loben? Ja. Deine Krankheit ist geheilt und deine Sünden sind vergeben. Deine Kinder werden von ferne zu dir zurückkommen. Das wird Gott für dich tun. Denn der Gottesknecht hat stellvertretend deine Schuld auf sich genommen und sein Leben in den Tod gegeben. Darum hat Gott ihm versprochen, ihm viele Nachkommen zu geben. Diese sind die erlösten Kinder Gottes. Sie sind gehorsam wie der Gottesknecht. Wenn diese vielen zurückkommen, wird sogar dein Lebensraum knapp werden. Darum sollst du bereits im Glauben deine Wohnstatt erweitern. Wie wunderbar ist es, dass alle deine Söhne Jünger des Herrn sind! Und Gott wird dich mit ewiger Gnade trösten. Gott wird deine Mauern auf Edelsteine stellen und dein Haus mit Saphiren und Kristallen bauen. Und du sollst auf Gerechtigkeit gegründet sein. Kein Feind soll dich mehr erschrecken. Keiner Waffe oder keiner Zunge, die gegen dich bereitet wird, soll es gelingen. Denn Gott der Herr hat bereits begonnen, dich zu segnen. Wenn du daran glaubst, kannst du schon jetzt die Verheißung Gottes loben und jauchzen, auch wenn der Augenschein noch nicht so wirklich ist.

Gebet: Lieber Vater, wir loben und danken für deine große Verheißung, die bald erfüllt wird. Preiset den Herrn!

Ein Wort: Alle deine Söhne sind Jünger des Herrn

Montag, 17. September 2018

Juni 29

Durch seine Wunden sind wir geheilt

Jesaja 53,1-12 (4.5)

„Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre. Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“

Das ist das Evangelium Gottes im Alten Testament. Hier lässt sich erkennen, wie man ganz heil wird. Wir werden geheilt, weil der Knecht Gottes unsere Krankheit trug. Wir werden von Schmerzen frei, weil er unsere Schmerzen auf sich lud. Wir werden von der Strafe unserer Sünde frei, weil sein Leben deswegen zerschlagen wurde. Er hat stellvertretend für Kranke gelitten und ist für unsere Sünde gestraft. Dieser Knecht Gottes ist kein anderer als der Messias Gottes, Jesus Christus. Auch heute müssen Menschen trotz Medizin doch an vielen Krankheiten leiden. Bist du auch krank? Wir aber hören hier die frohe Botschaft: „Durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Das ist die Wahrheit Gottes. Jesus hat zu Lebzeiten viele Kranken geheilt. Seine Heilungskraft ist auch jetzt nicht geringer, wenn du daran glaubst. Auch seine Macht der Sündenvergebung wirkt mächtig. Denn er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen, auf dass wir Frieden hätten. Gott aber erhöhte ihn nach seinem Leiden zur Herrlichkeit, damit er Nachkommen hat, die ihm folgen.

Gebet: Lieber Jesus, du hast an meiner Stelle gelitten. Darum hilf mir, in Frieden gesund zu leben.

Ein Wort: Denn er trägt unsere Sünden

Sonntag, 16. September 2018

Juni 29

Die frohe Botschaft

Jesaja 52,1-15 (7)

„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße der Freudenboten, die da Frieden verkündigen, Gutes predigen, Heil verkündigen, die da sagen zu Zion: Dein Gott ist König!“

Gott will seine Boten zu seinem Volk aussenden, um seine frohe Botschaft zu verkündigen. Denn sein Volk befindet sich in einem Zustand als wären sie verkauft unter den Feinden. Das Volk lebt im fremden Land in den Fesseln ihres Jochs und leidet unter Gewalt. Diese Art der Gefangenschaft hatte Israel einst in Ägypten erfahren. Gott hatte es erlöst. Nun will Gott sein Volk wiederum erlösen. Darum spricht der Herr: „Ihr seid umsonst verkauft, ihr sollt auch ohne Geld ausgelöst werden.“ Gott berechnet ihre Erlösung nicht. Gott will um seines Namens willen sein Volk erlösen, weil sonst sein Name den ganzen Tag unter den Heiden gelästert wird. Darum soll das Volk an dem Tag der Errettung den Namen Gottes erkennen: „Hier bin ich!“ Da Gott seine Erlösung fest beschlossen hat, sendet er zuvor seine Boten zu seinem Volk. Sie verkündigen Frieden. Frieden ist die Folge der Freiheit. Die Boten predigen Gutes. Die Boten verkündigen Heil. Da muss das Unheil verschwinden. Im Mittelpunkt der Botschaft muss der Urheber der frohen Botschaft selbst stehen: „Dein Gott ist König!“ Wenn wir Gott als König erkennen und ihm so gehorchen, wird uns Frieden, Gutes und Heil widerfahren.

Gebet: Lieber Vater, du bist ein Gott, der da spricht: „Hier bin ich!“ Du bist mein König. Ich höre deine frohe Botschaft und nehme Frieden, Gutes und Heil dankbar an.

Ein Wort: Dein Gott ist König!

Samstag, 15. September 2018

Juni 29

Wach auf, wach auf, zieh Macht an!

Jesaja 51,9-23 (9)

„Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des HERRN! Wach auf, wie vor alters zu Anbeginn der Welt! Warst du es nicht, der Rahab zerhauen und den Drachen durchbohrt hat?“

Der Knecht Gottes ruft in dringlicher Weise Gott, den Herrn, auf, aufzuwachen und Macht anzuziehen, um sein leidendes Volk zu retten. Ist Gott müde und schläfrig, dass man ihn wecken muss, um seinem Volk weiter zu helfen? Das erinnert uns an die Szene, in der Jesus mit seinen Jüngern über den See fuhr. Plötzlich erhob sich ein großer Windwirbel und die Wellen schlugen in das Boot, sodass das Boot voll Wasser lief. Wo war Jesus? Jesus schlief hinten im Boot. Seine Jünger weckten ihn und sprachen zu ihm: „Meister, fragst du nichts danach, dass wir umkommen?“ Als Jesus aufwachte, stillte er den Sturm. In unserer hilflosen Lage brauchen wir dringlich Gottes Hilfe. Nur wenn Gott aufwacht und seine Macht anzieht, werden wir sicher gerettet. Darum sollen wir ihn wachrütteln: „Wach auf, wach auf, zieh Macht an, du Arm des Herrn!“ Der Gott, der zu Anbeginn der Welt die bösen Mächte zerhauen und alles neu geschaffen hat, kann uns genug helfen. Der Gott, der sein versklavtes Volk durch das Rote Meer hindurchgeführt hat, kann für uns einen wunderbaren Rettungsweg schaffen, damit wir aus allerlei Gefangenschaften gerettet werden. Wenn wir Gott wecken, dürfen wir aber selbst nicht im Schlaf verharren, sondern sollen uns selbst wecken: „Werde wach, werde wach, steh auf, Jerusalem!“

Gebet: Lieber Gott, du musst mir helfen. Wach auf!

Ein Wort: Werde wach, werde wach, steh auf!

Freitag, 14. September 2018

Juni 29

Schaut Abraham an, euren Vater!

Jesaja 51,1-8 (2)

„Schaut Abraham an, euren Vater, und Sara, von der ihr geboren seid. Denn als einen Einzelnen berief ich ihn, um ihn zu segnen und zu mehren.“

Gott fordert das Volk auf, auf Abraham, ihren Vater, zu schauen. Sie sind im Exil zerstreut und von Zahl wenig geworden. Deshalb sind sie resigniert und verzagt. Sie aber sollen von ihrer Geschichte lernen. Das Volk Israel war nicht von Anfang an ein großes Volk gewesen, sondern es entstand aus einem einzigen Mann. Zur Gründung des Volkes Israel hat Gott nicht eine Masse berufen, sondern einen einzigen Mann, Abraham. Damals war er bereits 75 Jahre alt. Die Lage seiner Frau Sara war noch schlimmer; sie war unfruchtbar und hochbetagt. Menschlich gesehen bestand bei ihnen keine Hoffnung auf Nachkommenschaft. Wer hätte glauben können, dass aus diesem Ehepaar ein Volk Gottes entstehen würde? Gott aber tat ein Wunder, dass aus einem Einzelnen ein großes Volk Gottes geboren wurde. Gott hat eine große Geschichte geschrieben. Dieser Gott fordert uns alle auf, auf Abraham und Sara zu schauen. Warum? Er führt diese Geschichte weiter. Bei ihm ist kein Ding unmöglich. Er kann aus wenigem viel machen. Er kann aus einem Einzelnen ein Volk machen. Darum sollen wir unsere Resignation beiseite lassen und an Gott glauben, dass er uns segnet und mehrt. Das ist Gottes Geschichte.

Gebet: Lieber Vater, ich bin oft verzagt und resigniert, weil ich allein bin. Aber du bist ein Gott, der immer wieder Wunder tut. Segne mich und mehre mich!

Ein Wort: Lerne von der Geschichte Gottes!

Donnerstag, 13. September 2018

Juni 29

Eine Zunge wie ein Jünger

Jesaja 50,1-11 (4)

„Gott der HERR hat mir eine Zunge gegeben, wie sie Jünger haben, dass ich wisse, mit den Müden zu rechter Zeit zu reden. Alle Morgen weckt er mir das Ohr, dass ich höre, wie Jünger hören.“

Gott stellt seinen Knecht auf, um sein resigniertes Volk wiederherzustellen. Die Gefangenen schreien nach Befreiung. Wenn sie aber keine sichtbare Hilfe Gottes sehen, denken sie sogar, dass Gottes Arm zu kurz geworden und bei ihm keine Kraft mehr vorhanden wäre. Dabei übersehen sie völlig, was die eigentliche Ursache ihres Unglücks war. Es war ihre eigene Sünde. Ohne ihre ernste Buße kann jede Hilfe von außen nur zu kurz sein. Sie müssen für ihre Sünde und ihren Ungehorsam Buße tun. Dafür müssen sie Gottes Wort hören. Hierzu spielt der Knecht Gottes eine wichtige Rolle. Dieser Knecht Gottes soll eine Zunge haben, wie sie Jünger haben. Die Jünger hören von ihrem Meister und lernen von ihm. Der Knecht soll alleine das reden, was er von Gott hört. Alle Morgen soll er Gottes Wort hören. Das ist die Voraussetzung dafür, Knecht Gottes zu sein, und gleichzeitig die Quelle seines Dienstes unter den Menschen. Er soll das Wort Gottes alle Zeit predigen. Die Leute wollen seine Heilsbotschaft nicht hören. Sie lehnen ihn ab und schlagen ihm ins Gesicht und auf den Rücken. Dennoch kann er seinen Kopf aufheben, weil er jeden Morgen aus dem Wort Gottes Kraft bekommt. Gott wird mit ihm sein und ihn retten.

Gebet: Lieber Gott, danke für deine Liebe zu deinem Volk. Gib mir eine Zunge, wie sie Jünger haben!

Ein Wort: Rede mit den Müden zu rechter Zeit

Mittwoch, 12. September 2018

Juni 29

Der HERR hat deiner nicht vergessen

Jesaja 49,14-26 (14.15a)

„Zion aber sprach: Der HERR hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?“

Mit Zion ist hier das auserwählte Volk Gottes gemeint. Während der 70jährigen babylonischen Gefangenschaft haben die Israeliten jede Hoffnung auf ihre Erlösung verloren. Darum sprechen sie ganz verzagt davon, dass Gott sie verlassen hätte. Was sagt Gott dazu? „Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes?“ Gott ermutigt sie, dass er sie nicht verlassen hat. Gottes Liebe zu ihnen ist so tief wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kindlein. Gottes Liebe ist größer als dieses menschliche Verhältnis. Denn Gott vergisst seine Kinder nicht, denn er hat ihren Namen in seine eigene Hand geschrieben, d.h. eingraviert. Gott verlässt seine Kinder nicht, sondern wird ihnen zu seiner Zeit helfen. Wie konkret wird Gott ihnen helfen? Er wird eilig diejenigen vertreiben, die sie zerstören, und stattdessen ihre Erbauer ins Land holen. Gott bewegt auch unter den Völkern Könige und Fürsten dazu, die zerstreuten Kinder Gottes freizulassen und zu ihrem Land zurückzuschicken. So wird das Land wegen der Menge für sie zu eng sein. Auf diese Weise werden sie erfahren, dass Gott ihr Heiland und ihr Erlöser ist. Hast du auch manchmal das Gefühl, dass Gott dich verlassen und deiner vergessen hätte? Dann: „Hebe deine Augen auf und sieh umher!“

Gebet: Lieber Vater, es ist sehr tröstlich, zu hören, dass du mich nicht verlassen noch meiner vergessen hast.

Ein Wort: Herr, bringe bitte deine Kinder wieder zu uns!

Dienstag, 11. September 2018

Juni 29

Lobet mit Jauchzen!

Jesaja 49,7-13 (13)

„Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.“

Gott ruft Himmel und Erde dazu auf, Gott zu loben und zu jauchzen. Denn Gott wirkt, um sein Volk zu trösten und in sein Land wieder zurück zu bringen. Dafür hat Gott unter den Königen und Fürsten gewirkt, dass sie das gefangene Volk Gottes loslassen und es zurück zu seinem Gott in seine Heimat zurücksenden sollen. So wird das Volk von ferne in sein Land kommen. Das Volk Gottes muss wissen, dass diese Befreiung nicht sein eigener Verdienst, sondern allein Gottes Wirken ist. Gott versorgt sie auch unterwegs bei ihrer Heimkehr. Denn es gibt auf der langen Reise viele Gefahren wie Hunger und Durst. Gott aber bewahrt die Heimkehrenden, dass sie unterwegs genug Weide finden und unbeschadet und wohl zurückkommen können. Wenn man diese Gnade Gottes wahrnimmt, muss man Gott loben und preisen. Man muss in Frohlocken ausbrechen. Aber man hört kein Loben und Preisen. Sind sie alle zu müde? Sind sie noch verzagt? Da die geretteten Menschen schweigen, ruft Gott die Schöpfung, Himmel und Erde, auf, Gott zu loben und zu jauchzen. Denn „der Herr hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.“ Hast du von Gott Trost und Erbarmen bekommen? Dann musst du ihn loben und preisen und in Freude ausbrechen.

Gebet: Lieber Vater, du tröstest mich und erbarmst dich meiner. Hilf mir, für deine Gnade dich zu loben und zu jauchzen und dir zu danken.

Ein Wort: Lobet, ihr Geretteten, mit Jauchzen!

Montag, 10. September 2018

Juni 29

Du sollst mein Heil sein

Jesaja 49,1-6 (6)

„Er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, die Stämme Jakobs aufzurichten und die Zerstreuten Israels wiederzubringen, sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, dass du seist mein Heil bis an die Enden der Erde.“

Gott hat eine große Vision, dass die zerstreuten Kinder Israels wieder zu ihrem Land zurück kommen und sich die ungläubigen Völker zum Gott Israels bekehren. Wie will Gott die zerstreuten Kinder wieder zusammen bringen? Wie will Gott den Völkern hier und dort das Heil bringen? Zuerst hat Gott eine politische Umwälzung herbeigeführt, indem der persische König Kyrus das Volk Israel aus der babylonischen Gefangenschaft befreit. Aber diese äußere Befreiung allein bedeutet noch nicht die Wiederherstellung Israels. Das Volk Gottes muss sich innerlich zu Gott bekehren und eine neue Beziehung zu Gott anknüpfen. Das gilt auch für die Völker in aller Welt; sie werden dann das Heil bekommen, wenn sie das Wort Gottes hören und sich zu ihm bekehren. Die Gnade des Heils fällt nicht plötzlich vom Himmel, sondern dadurch, dass man das Wort Gottes hört und daran glaubt. Dafür hat Gott seinen Knecht erwählt und berufen und seinen Mund wie ein scharfes Schwert gemacht, damit er als Gottes Licht zu ihnen geht und das Heil bringt. Für diese Mission soll der Knecht Gottes einen harten Wortkampf führen, damit sein Mund zu einem scharfen Schwert gemacht wird.

Gebet: Lieber Herr, danke für deine Berufung. Mache meinen Mund zu einem scharfen Schwert!

Ein Wort: Mein Knecht bist du!

Samstag, 3. März 2018

Dezember 27

Friede wie ein Wasserstrom

Jesaja 48,1-22 (18)

„O dass du auf meine Gebote gemerkt hättest, so würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.“

Die Israeliten hielten sich für das Volk Gottes, schworen bei seinem Namen, bekannten ihn und pochten sogar auf ihn, aber sie waren dabei nicht aufrichtig. Gott hatte ihnen sein Wort gegeben und es erfüllt, aber sie weigerten sich, dies zu verkündigen. Stattdessen führten sie weiter ein Doppelleben und folgten ihren verschiedenen Götzen, denen sie mehr vertrauten als Gott. Gott hielt nur um seines Namens und seiner Ehre willen seinen Zorn über sein Volk zurück. Anstatt es zu richten, wollte er sie im Glutofen des Elends zur Besinnung und Umkehr bringen, so wie man Silber im Feuer reinigt. Auch heute hat Gott kein Interesse daran, uns zu richten oder zu strafen. Er gebraucht Schwierigkeiten, Elend oder Niederlagen, um uns zur Umkehr zu führen, uns zu erziehen und unseren Glauben zu reinigen. Vor allem gibt er uns sein Wort, um uns zu leiten und uns zu lehren, was uns hilft. Auf Gottes Wort aufmerksam zu hören bringt uns Frieden wie einen Wasserstrom und Gerechtigkeit wie Meeresrauschen. Das hebräische Wort für Frieden (Shalom) bezeichnet umfassenden Segen. Gerechtigkeit ist die Erfahrung von Gottes helfendem Eingreifen. Ob wir im Glauben wachsen, hängt von unserer Haltung gegenüber Gottes Wort ab.

Gebet: Herr, du möchtest mich lehren, was mir hilft und mir den richtigen Weg zeigen. Lass mich heute aufmerksam auf dein Wort hören.

Ein Wort: Gottes Wort bringt Frieden und Gerechtigkeit

Freitag, 2. März 2018

Dezember 27

Gott will uns tragen bis zum Ende

Jesaja 46,1-47,15 (46,4)

„Auch bis in euer Alter bin ich derselbe, und ich will euch tragen, bis ihr grau werdet. Ich habe es getan; ich will heben und tragen und erretten.“

Bel und Nebo waren die Hauptgottheiten der Babylonier. Ihre Götzenbilder wurden bei feierlichen Prozessionen durch die Stadt getragen. Götzen lassen sich tragen. In den guten Zeiten geht das vielleicht noch, aber in schwierigen Zeiten werden sie für uns zur Belastung, die uns müde machen. Unser Gott ist ganz anders. Anstatt sich von uns tragen zu lassen, möchte er uns tragen, gerade wenn wir schwere Zeiten erleben. Unser Gott wird auch nicht müde dabei; er kann und wird uns auch noch dann tragen, wenn wir alt und grau geworden sind. Weil unser Gott immer bereit ist, uns zu tragen, werden auch wir befähigt, gegenseitig unsere Lasten zu tragen (Gal 6,2). Weil wir Liebe und Barmherzigkeit erfahren haben, können wir zu anderen barmherzig sein. Kapitel 47 enthält die einzige Gerichtsankündigung der hinteren Kapitel im Buch Jesaja. Sie richtet sich gegen Babylon, das hier mit einer verwöhnten jungen Frau verglichen wird, die zu Sklavenarbeit degradiert wird. Gott hatte sein Volk in ihre Hand gegeben und sie zum Werkzeug des Gerichtes gemacht. Doch er wirft ihr vor, dass sie keine Barmherzigkeit gegenüber den verschleppten Israeliten gezeigt hatte. Sie fühlte sich überlegen und unbesiegbar. Doch Gott würde ihren Stolz und ihre Unbarmherzigkeit richten.

Gebet: Herr, danke für deine Barmherzigkeit, mich mein ganzes Leben lang zu tragen. Lass mich heute anderen gegenüber Barmherzigkeit üben und ihre Lasten tragen.

Ein Wort: Gott trägt uns bis zum Ende

Donnerstag, 1. März 2018

Dezember 27

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet

Jesaja 45,14-25 (22)

„Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; denn ich bin Gott, und sonst keiner mehr.“

Die Israeliten dachten, dass die Errettung exklusiv auf sie als das auserwählte Volk beschränkt wäre. Doch hier offenbart ihnen Gott seinen langfristigen Erlösungsplan. Gott wollte sie wiederherstellen, damit alle Völker, auch diejenigen, die überlegen zu sein schienen, herbeikommen und niederfallen sollten. Sie sollten bekennen, dass es keinen Gott gibt als den Gott Israels. Wer diesem Gott widersteht und weiter an seinen Götzen festhält, wird am Ende beschämt werden. Gottes Volk sollte dagegen mit einer ewigen Erlösung erlöst werden. Auch die Entronnenen der Heiden werden zu dieser Erlösung eingeladen. Gott, der die Erde erschaffen hat, möchte sie mit erretteten Menschen füllen. Ihnen soll Gottes Gerechtigkeit verkündigt werden. Gottes Gerechtigkeit besteht darin, dass er diejenigen gerecht spricht, die seine Vergebung angenommen haben. Wer sich zu ihm wendet, der wird gerettet. Hierzu sind Menschen von allen Enden der Welt eingeladen. Noch können wir entscheiden, ob wir Gott annehmen oder ablehnen. Aber am Ende der Zeit werden sich alle Knie vor ihm beugen und ihn als den Herrn bekennen müssen. Dann werden diejenigen beschämt werden, die ihn abgelehnt haben. Wir dürfen die gute Nachricht von der Errettung nicht für uns behalten. Sie muss allen Menschen bis an die Enden der Erde verkündigt werden.

Gebet: Herr, danke für deine Liebe, die alle Menschen bis an die Enden der Erde erreichen will. Gebrauche mich in deinem Errettungsplan.

Ein Wort: Wer sich zu Gott wendet, wird errettet

Mittwoch, 28. Februar 2018

Dezember 27

Ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit!

Jesaja 44,24-45,13 (45,8)

„Träufelt, ihr Himmel, von oben, und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit wachse mit auf! Ich, der HERR, habe es geschaffen.“

Gott, der allmächtige Schöpfer, macht das Wort seiner Knechte wahr und führt das aus, was er verheißen hat. Dieser Gott hatte sich den Perserkönig Kyrus als sein Werkzeug erwählt und ihm Türen geöffnet und Völker unterworfen. Durch ihn ließ er sein Volk Israel aus der Gefangenschaft befreien, sie in das verheißene Land zurückführen und sie Jerusalem und den Tempel wieder aufbauen lassen. Dieser Gedanke war für die Israeliten sehr gewöhnungsbedürftig, denn Kyrus war ein Heide, der Gott nicht kannte. Er entsprach nicht ihren Erwartungen eines Retters. Doch Gott erinnert sie daran, dass er der souveräne Schöpfer ist. Wie ein Töpfer den Ton formt, kann auch er Menschen nach seinem Willen formen und gebrauchen. Bei Jesus hatten vor allem die religiösen Menschen Schwierigkeiten, in ihm den Erretter zu sehen, weil er nicht ihren Erwartungen entsprach. Gottes Rettung kommt nicht so, wie wir es menschlich erwarten. Sie entspricht nicht unseren Vorstellungen von Gerechtigkeit, die wir durch unsere Taten selbst erwerben möchten. Gottes Gerechtigkeit und Erlösung kommen von oben. Sie entspringen seiner einseitigen Gnade und erreichen uns ohne eine Gegenleistung – so wie eine Wolke ohne unser Zutun Regen spendet.

Gebet: Herr, danke für deine einseitige Liebe und Gnade. Hilf mir, dass ich mich von meinen eigenen Vorstellungen löse und mich für deine Gerechtigkeit öffne.

Ein Wort: Gerechtigkeit geht von Gott aus

Dienstag, 27. Februar 2018

Dezember 27

Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!

Jesaja 44,6-23 (22)

„Ich tilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Sünde wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich erlöse dich!“

Gott erinnerte sein Volk daran, dass er der einzige Gott ist. Er ist der Erste und der Letzte. Er hat am Anfang die Welt erschaffen und ist auch am Ende der Zeiten noch derselbe. Seine Verheißungen, die sich erfüllt haben, zeigen seine Existenz. Einen von Menschen erschaffenen Götzen anzubeten ist nichtig und unsinnig. Gott stellt hier die ganze Lächerlichkeit eines solchen Verhaltens klar: Dasselbe Holz wird einerseits zum Heizen und Kochen verwendet, während aus der anderen Hälfte ein Götzenbild hergestellt wird, vor dem man niederkniet und es anbetet, obwohl es nichts als ein Holzklotz ist. Gottes Volk ist von ihm bereitet. Sie sind seine auserwählten Knechte. Ihre Missetaten und Sünden hinderten sie an einer persönlichen Beziehung zu Gott. Doch Gott wollte ihre Sünden tilgen, so wie ein Morgennebel sich vollständig auflöst und eine Wolke einfach verschwindet, ohne etwas zu hinterlassen. Das einzige, was von ihnen dafür verlangt wurde, war sich zu Gott zu bekehren. Heute kniet sich niemand mehr vor einem Holzklotz hin. Die Götzen der heutigen Zeit sind interaktiver geworden. Aber immer noch sind sie das Werk von Menschen und nicht würdig, unser Leben zu regieren. Sie bringen uns vor allem keine Erlösung. Lasst uns zu dem Gott umkehren, der in Jesus unsere Sünde wie einen Morgennebel spurlos verschwinden lässt.

Gebet: Herr, du bist allein würdig, Herr und König in meinem Leben zu sein. Ich möchte mich heute zu dir wenden.

Ein Wort: Kehre dich zu Gott, denn er erlöst dich!

Montag, 26. Februar 2018

Dezember 27

Ich will Wasser gießen auf das Durstige

Jesaja 44,1-5 (3)

„Denn ich will Wasser gießen auf das Durstige und Ströme auf das Dürre: ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen und meinen Segen auf deine Nachkommen.“

Menschlich gesehen befanden sich die Israeliten in einer elenden Lage: Sie waren als Gefangene in ein fremdes Land verschleppt worden. Ihre Kinder hatten ihre Heimat und ein Leben in Freiheit nie kennen gelernt. In dieser Umgebung schien es besser sein, sich anzupassen als an seinem Glauben festzuhalten, der hier nur eine zusätzliche Belastung wäre. Doch Gott erinnerte sie hier daran, dass er es war, der sie geschaffen und auch erwählt hatte. Wie Wasserströme auf dürres Land wollte er seinen Geist auf ihre Nachkommen ausgießen. Nicht gute Schulnoten, ein NC-Studienplatz an einer renommierten Uni, Intelligenz, Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind der wahre Segen für unsere Kinder, sondern Gottes Geist. Gottes Geist lässt einen Menschen wachsen wie Gras oder Weiden an Wasserbächen. Gottes Geist gibt uns klare Identität, wer wir sind, was unser Lebensziel ist und wohin wir gehören. Alles das können wir unseren Kindern weder durch menschliche Bemühung noch durch Erziehung geben. Aber wenn wir selbst an Gott als unserem Schöpfer und Herrn festhalten, dann kann Gottes Geist ein solches Wunder wirken. Er kann der nächsten Generation helfen, eine persönliche Beziehung zu ihm zu finden und den Segen weiterzutragen.

Gebet: Herr, gieße deinen Geist auf unsere Kinder und Nachkommen aus!

Ein Wort: Gottes Geist ist der wahre Segen

Samstag, 24. Februar 2018

Dezember 27

Gott tilgt unsere Übertretungen

Jesaja 43,14-28 (25)

„Ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen und gedenke deiner Sünden nicht.“

Gottes Geschichte mit dem Volk Israel begann mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. Gott machte dafür im Meer einen Weg für sie frei und ließ das überlegene ägyptische Heer untergehen. Doch jetzt wollte Gott ein Neues schaffen, dem gegenüber man alles, was früher gewesen ist, glatt vergessen kann. Der ursprüngliche Bund Gottes mit seinem Volk bestand darin, dass sie seinem Wort folgen sollen, und er sie deshalb als sein Volk annimmt. So großartig dies war, konnten die Israeliten doch von ihrer Seite diesen Bund nicht einhalten, weil sie unter der Macht der Sünde standen. Sie wurden selbstgerecht und dachten, dass sie sich viel um Gott bemüht hätten. Doch tatsächlich war es Gott, dem sie mit ihrer Sünde Arbeit gemacht hatten. Das Neue, das Gott schaffen wollte, war die Vergebung ihrer Sünden. Dies war keine Gegenleistung für ihre religiösen Taten, sondern geschah allein aus seiner Gnade. Römer 5,8 sagt: „Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“ Diese Nachricht ist so umwerfend und neu, dass wir unsere Selbstgerechtigkeit, unser früheres Versagen und alle Schwierigkeiten vergessen dürfen. Wir können nun ein überfließendes neues Leben aus Gnade und Dankbarkeit anfangen.

Gebet: Herr, danke, dass du meine Sünde vergibst und meine Übertretungen tilgst. Lass mich heute aus Gnade und Dankbarkeit ein neues Leben führen.

Ein Wort: Gott vergibt um seinetwillen

Freitag, 23. Februar 2018

Dezember 27

Du bist mein

Jesaja 43,1-13 (1)

„Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!“

Gott erinnert sein Volk daran, dass sie sein Eigentum sind. Hierfür gibt es gleich mehrere Gründe. Erstens hat Gott sie erschaffen. Er erschuf das Volk Israel, indem er einem alten und kinderlosen Mann Abraham einen Sohn schenkte. Gott ist auch heute der Schöpfer seiner Gemeinde, indem er jedem einzelnen ein neues Leben gab. Zweitens hat Gott sein Volk erlöst. Er gab Ägypten, Kusch und Seba als Lösegeld für das kleine Volk Israel. Für uns hat er einen noch größeren Preis bezahlt: das Leben seines eigenen Sohnes. So groß ist die Liebe Gottes zu uns, so wertvoll sind wir in seinen Augen. Drittens hat Gott uns bei unserem Namen gerufen. Die Erlösung und Berufung geschehen nicht universell oder schematisch, sondern ganz persönlich, indem unser guter Hirte uns mit Namen ruft. Auch heute möchte Gott sein Volk aus allen Himmelsrichtungen rufen. Als Gottes wertvolles Eigentum brauchen wir uns in keiner Situation zu fürchten, weder vor Wasser noch vor Feuer (Jona 1,15-2,11; Dan Kap. 3). Wir brauchen uns daher nicht von der jeweiligen Situation beherrschen zu lassen, sondern können als Gottes Eigentum leben.

Gebet: Herr, danke, dass du mich geschaffen, den höchsten Preis für mich bezahlt und mich bei meinem Namen gerufen hast. Lass mich heute als dein Eigentum leben.

Ein Wort: Wir sind Gottes Eigentum

Donnerstag, 22. Februar 2018

Dezember 27

Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen

Jesaja 42,1-25 (3)

„Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue trägt er das Recht hinaus.“

Gott kündigt hier das Kommen seines Knechtes an. Er wird durch Gottes Geist bevollmächtigt sein. Seine Aufgabe besteht darin, allen Menschen, besonders aber den Heiden, das Recht, das heißt Gottes Gerechtigkeit, zu bringen. Gottes Gerechtigkeit ist ganz anders als unsere menschliche Vorstellung von Gerechtigkeit. Wir denken, Gerechtigkeit herrscht, wenn jeder bekommt, was er verdient. Doch Gottes Knecht handelt unerwartet. Er versucht nicht, sich mit lautem Geschrei und Propaganda durchzusetzen. Ein geknicktes Rohr ist nutzlos, weil es seine Stabilität verloren hat. Ein glimmender Docht ist ebenso nutzlos, da er nur noch Rauch, aber kein Licht mehr produziert. Aus menschlicher Sicht sollte deshalb das geknickte Rohr ganz zerbrochen und der glimmende Docht ganz ausgelöscht werden. Doch Gottes Knecht kommt, die Augen der Blinden zu öffnen und die Gefangenen zu befreien. Der Evangelist Matthäus sah in Jesus diesen Gottesknecht (Mt 12,18-21). Wegen unserer Sünde sind wir hoffnungslos wie ein geknicktes Rohr oder ein glimmender Docht. Jesus kam, um an unserer Stelle zerbrochen und ausgelöscht zu werden. Durch ihn werden wir aufgerichtet und empfangen die Flamme des Heiligen Geistes.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der uns sanftmütig und still deine Gerechtigkeit gebracht hat. Schenke mir heute deine Liebe und Geduld für zerbrochene Menschen.

Ein Wort: Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen

Mittwoch, 21. Februar 2018

Dezember 27

Fürchte dich nicht, Gott ist mit dir

Jesaja 41,1-29 (10)

„fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.“

Die Israeliten hatten die Eroberung durch die Babylonier als Niederlage und auch als Niederlage ihres Gottes aufgenommen. Doch tatsächlich hatte Gott dieses Ereignis als Folge der Sünde seines Volkes zugelassen. Hier zeichnet der Prophet das Bild eines Rechtsstreites zwischen den Götzen der Völker und dem wahren und lebendigen Gott. Gott war es, der den Perserkönig Kyrus herbeigerufen und ihn siegreich gemacht hatte. Gott ist es, der von Anfang an die Geschichte lenkt. Auf den Angriff der Perser versuchte man sich durch das Aufstellen neuer Götzenbilder vorzubereiten. Doch diese Bilder waren nur ein Witz. Sie mussten auf dem Boden festgenagelt werden, um nicht zu wackeln. In den Versen 21-28 fordert Gott die Götzen auf, die Zukunft vorauszusagen. Doch sie konnten das damals nicht tun und sind auch aktuell dazu nicht in der Lage. Dagegen hat Gott selbst alles geschehen lassen, was er in seinem Wort angekündigt hatte. Menschlich gesehen sahen die Israeliten wie ein Würmlein aus, wie ein armseliger Haufen. Doch tatsächlich bestand kein Grund, sich zu fürchten. Der allmächtige Gott war mit ihnen und stand ihnen zur Seite. Die rechte Hand seiner Gerechtigkeit hielt sie fest. Wenn Gott für uns ist, wer kann gegen uns sein?

Gebet: Herr, danke dass du auf meiner Seite stehst und mich durch Jesus festhältst. Hilf mir, meine Furcht zu überwinden.

Ein Wort: Gott ist mit mir und hält mich

Dienstag, 20. Februar 2018

Dezember 27

Neue Kraft

Jesaja 40,12-31 (31)

„aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.“

Angesichts der babylonischen Gefangenschaft erschien eine große geistliche Erneuerung unmöglich. Der Prophet stellt daher hier zunächst die Größe und Überlegenheit Gottes heraus. Gott kann den Himmel mit der Spanne seiner Hand ausmessen. Die Völker sind im Vergleich mit ihm wie ein Tropfen im Eimer. Sein Geist braucht keinen Ratgeber. Dagegen wirken die Bemühungen der Menschen, etwas Dauerhaftes herzustellen, geradezu lächerlich. Damals gossen sie ein Götzenbild aus edlem Metall oder schnitzten es aus nicht faulendem Holz. Heute suchen wir die Anerkennung anderer Menschen in sozialen Medien oder Sicherheit in dauerhaften Geldanlagen, schnitzen an unserer Karriere, hoffen auf Wissenschaft und Technologie, die unsere Probleme lösen werden. Wir gießen uns selbst unser Wertesystem. Zusammengefasst möchten wir uns selbst erlösen und dabei nicht auf einen Gott angewiesen sein. Ein solches Leben macht uns sehr müde. Jesaja zeigt uns eine Alternative: Die auf den Herrn harren, bekommen neue Kraft. Wer aus dem Glauben an Gott lebt, der kann in seinem Leben ohne Burnout zum Ziel kommen. Er kann ganz mühelos wie ein Adler das Leben aus einer neuen Perspektive sehen.

Gebet: Herr, ich möchte heute nicht ohne dich in den Tag gehen und dabei müde werden. Lehre mich, wie ich aus dem Glauben an dich zum Ziel kommen kann.

Ein Wort: Vertrauen auf Gott gibt neue Kraft

Montag, 19. Februar 2018

Dezember 27

Bereitet dem HERRN den Weg!

Jesaja 40,1-11 (3)

„Es ruft eine Stimme: In der Wüste bereitet dem HERRN den Weg, macht in der Steppe eine ebene Bahn unserm Gott!“

Mit Kapitel 40 beginnt ein neuer Abschnitt des Buches. Die Katastrophe der Eroberung und Zerstörung Jerusalems und der babylonischen Gefangenschaft ist eingetreten. Doch hier endet Gottes Geschichte mit seinem Volk nicht. Er möchte sie nicht nur wiederherstellen, sondern er kündigt ihnen eine ganz neue Errettung an, die in Jesus erfüllt wurde. Damit diese Herrlichkeit offenbar werden kann, war eine Vorbereitung notwendig. Dem Herrn musste ein Weg bereitet werden: was hügelig war, sollte eben werden, und was uneben war, sollte gerade werden. Dies sollte der Prophet durch seine Predigt über die Vergänglichkeit der Menschen und die Unvergänglichkeit des Wortes Gottes ermöglichen. Das Wesen Gottes ist zum Teil unerwartet: Gott ist zwar ein allmächtiger und gewaltiger Herrscher, aber zu seinem Volk ist er ein liebevoller, sanftmütiger und geduldiger Hirte. Wir finden dieses Wesen in Jesus, unserem guten Hirten, wieder. Auch heute möchte Gott ein neues Werk der Errettung beginnen. Dafür muss ihm erneut der Weg bereitet werden. Damit die verschiedenen Hindernisse in den Herzen der Menschen überwun¬den werden, sollen wir sie an ihre Vergänglichkeit erinnern, ihnen das ewige Wort Gottes weitergeben und sie mit dem guten Hirten Jesus bekannt machen.

Gebet: Herr, danke, dass du deine Herrlichkeit in dieser Zeit offenbaren willst. Lass mich einen Weg für dich bereiten, in meinem eigenen Herzen und bei anderen.

Ein Wort: Bereite dem Herrn den Weg!

Samstag, 28. Oktober 2017

September 25

Die Sünde Hiskias

Jesaja 39,1-8 (4)

„Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: Alles, was in meinem Hause ist, haben sie gesehen, und es gibt nichts, das ich ihnen nicht gezeigt hätte von meinen Schätzen.“

Hiskia hatte Gottes Wirken reichlich erfahren. Das Heer der Assyrer wurde von dem Engel des Herrn vernichtend geschlagen. Die Sonnenuhr ging auf unfassbare Weise zehn Striche zurück. Und das Feigenpflaster hatte sein Geschwür beseitigt. Nun aber erfahren wir auch etwas von seiner schwachen Seite. Der König von Babel erstattete Hiskia durch seine Gesandten einen freundlichen Besuch mit Genesungswünschen. Darüber freute sich Hiskia sehr. Er sehnte sich immer noch nach menschlichem Beistand, gerade was den Konflikt mit den Assyrern anging. Stolz zeigte er den Babyloniern die komplette Schatzkammer mit Silber, Gold, Spezereien, Salben und vielen weiteren Schätzen. Man sah förmlich seine mit Stolz geschwellte Brust. Er sprach von seinen Schätzen, seinem Haus und seinem Reich. In seiner Überheblichkeit vergaß er völlig, dass alles Gottes Eigentum war. Gott war Urheber und Geber allen Segens. Hiskias Stolz trennte ihn in diesem Punkt von Gott. Soviel Segen hatte er erfahren. Aber nun war ihm die menschliche Anerkennung eines Verbündeten lieber als die Abhängigkeit von der Gnade Gottes. Gott verkündete ihm sein Gericht. Der König von Babel würde diese Schätze an sich reißen und dazu einige Söhne.

Gebet: Herr, du allein bist der Geber aller weltlichen und geistlichen Schätze. Bewahre mich vor Stolz und Überheblichkeit. Ich habe mir diesen Reichtum nicht selber verdient.

Ein Wort: Alle Schätze sind von Gott

Freitag, 27. Oktober 2017

September 25

Das Lied Hiskias

Jesaja 38,1-22 (9)

„Dies ist das Lied Hiskias, des Königs von Juda, als er krank gewesen und von seiner Krankheit gesund geworden war.“

Durch ein böses Geschwür musste König Hiskia dem Ende seines Lebens entgegensehen. Er hätte sich dem Willen Gottes fügen und sein Testament schreiben können. Aber er wandte sein Angesicht zur Wand und betete zum Herrn unter Tränen. Daraufhin sprach Gott: „Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will deinen Tagen noch fünfzehn Jahre zulegen.“ Als Zeichen dafür bewirkte Gott das Wunder, dass die Sonnenuhr zehn Striche zurücklief. Hiskia glaubte dem Herrn. Im Glauben freute er sich sehr darüber. Seine Seele formte ein Lied. In diesem Lied drückte er erst seine Trauer über sein tödliches Geschwür aus. Danach sang er: „Herr, lass mich wieder genesen und leben!“ Als Höhepunkt dankte er Gott für seinen Trost und seine Anteilnahme. Nicht allein fünfzehn weitere Lebensjahre waren der Grund seines Liedes, sondern Gottes Gnade der Sündenvergebung (17). Dieses Geschenk trieb seine Seele in den Lobgesang, der mit den Worten endete: „Der Herr hat mir geholfen, darum wollen wir singen und spielen, solange wir leben, im Hause des Herrn!“ Die Heilung seines Leidens geschah durch eine Kombination aus Gebet, Medizin und dem Wirken Gottes. Lasst uns Gott danken für das Geschenk des Lebens und der Vergebung.

Gebet: Herr, du hältst mein Leben in deiner Hand. Durch Jesus habe ich sogar die Hoffnung, dass du alle meine Sünden hinter dich wirfst. Ich singe dir ein Lied.

Ein Wort: Ich will meinem Herrn ein Lied singen

Donnerstag, 26. Oktober 2017

September 25

Gott schlägt die Assyrer

Jesaja 37,1-38 (21)

„Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen so spricht der HERR, der Gott Israels: Was du von mir erbeten hast wegen des Königs Sanherib von Assyrien, habe ich gehört.“

Anstatt sich auf Wortgefechte einzulassen, schlug König Hiskia den Weg des Schweigens und des Betens ein. Die Lage Jerusalems war hoffnungslos. Nur die Mauern schützten sie vor den assyrischen Soldaten. Was Hiskia jetzt tat, ist für jeden gläubigen Christen ein Vorbild, wie man auf schwierige Situationen reagieren sollte. Bestürzt zerriss er seine Kleider und zog ein Trauergewand an. Dann ging er in das Haus des Herrn, weil er sich Gott ganz anvertrauen wollte. Er legte sein Leben und das seines Volks in Gottes Hände. Dann wandte er sich an Jesaja, den Knecht Gottes, und bat ihn um Gebetsunterstützung. Jesaja ermutigte ihn, sich nicht zu fürchten, und prophezeite ihm Gottes Sieg. Schließlich breitete Hiskia den Schmähbrief des Feindes vor dem Herrn aus. Sein Gebet vor dem geöffneten Brief war der Höhepunkt seiner geistlichen Maßnahmen (14-20). In der ersten Hälfte seines Gebets unterstrich er seinen Glauben an Gottes unfassbare Möglichkeiten. Gott ist Schöpfer aller Dinge. Er ist Gott über alle Königreiche auf Erden. Dann erst gab er demütig sein Gebetsanliegen bekannt: „Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche auf Erden erfahren, dass du, Herr, allein Gott bist!“ Gott erhörte dieses Gebet. Er sandte seinen Engel und schlug 185.000 Mann auf wundersame Weise. Wir dürfen in allen Dingen auf Gott vertrauen.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du ein Gott bist, der Gebete hört. Ich glaube an deine Macht und will beten.

Ein Wort: Gott hört mein Gebet

Mittwoch, 25. Oktober 2017

September 25

Sanherib bedroht Jerusalem

Jesaja 36,1-22 (21)

„Sie schwiegen aber still und antworteten ihm nichts; denn der König hatte geboten: Antwortet ihm nichts.“

In den bisherigen Kapiteln wurde immer wieder betont, dass Juda sich nicht vor der Bedrohung Assyriens fürchten sollte. Gott selber würde ihre Hilfe sein. Juda musste eine Entscheidung des Glaubens treffen. Durch ihre Taten mussten sie nun ihren Glauben beweisen. Kapitel 36-37 beinhalten den historischen Bericht über die Belagerung Jerusalems durch die Assyrer. Der Glaube König Hiskias war entscheidend für den Ausgang dieses Konflikts. Tausende feindlicher Truppen hatten die Stadt umlagert. Um eine vorzeitige Kapitulation herbei zu führen, schickte der assyrische König Sanherib seinen Feldhauptmann Rabschake an die Wasserleitung Jerusalems. Von dort hielt er eine lange Rede über die unschlagbare Macht Assyriens und die Schwachheit Judas. Sogar bot er eine Wette an, dass die Juden nicht einmal Reiter für 2.000 ihrer Rosse aufbieten könnten. Rabschake verspottete nicht nur die Bewohner, sondern auch ihren Gott. Dieser hätte es auch nicht verhindern können, dass das Nordreich Samarien eingenommen werden konnte. Wie war Hiskias Reaktion darauf? Er verleugnete sowohl seinen verletzten Stolz als auch den Wunsch zur schnellen Lösung durch Kapitulation. Er gebot seinen Leuten, ihm keine Antwort zu geben. Das stille Schweigen der gedemütigten Juden war Gott ein Wohlgeruch. Nun sah Gott sich aufgerufen, zu helfen.

Gebet: Herr, es gibt immer Zeiten der Anfechtung meines Glaubens; Probleme, die mir unlösbar scheinen. Hilf mir, in dieser Zeit zu schweigen und demütig auf dich zu vertrauen.

Ein Wort: Schweige und antworte nichts!

Dienstag, 24. Oktober 2017

September 25

Die Erlösten des Herrn

Jesaja 35,1-10 (10)

„Die Erlösten des HERRN werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen.“

Nach dem dunklen Kapitel über Gottes Strafgericht folgt nun das herrliche Kapitel über Gottes Erlösung. Die Beschreibung von dem Land der Erlösten gehört zu den Höhepunkten der ersten Hälfte dieses Buches. Gott verheißt der Natur und den Menschen Erlösung. Nach dem Gericht öffnet sich ein heiliger Weg. Die Erlösten des Herrn haben nun das Privileg, ihn zu betreten. Sie werden mit großer Freude einhergehen. Ihre Freude wird ewig sein. Sie werden von Dank ergriffen, weil Jesus sie von ihrer Sünde und von dem Satan für immer erlöst hat. Wenn wir Jesu Erlösung durch sein Sterben am Kreuz und seine Auferstehung von den Toten im Glauben annehmen, gehören auch wir zu den Erlösten des Herrn. Wir werden die Herrlichkeit des Herrn sehen. Die Pracht unseres Gottes wird live und in Farbe vor unseren Augen sein. Es gibt kein höheres Glück. Aber noch müssen wir viele unerlöste Seelen zu Jesus führen. „Stärkt die müden Hände und macht fest die wankenden Knie! Sagt den verzagten Herzen: Seid getrost, fürchtet euch nicht! …Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.“ Die Studenten brauchen unser Zeugnis von der Erlösung durch Jesus Christus. Auch sie brauchen Trost und Stärkung.

Gebet: Herr, ich freue mich sehr über deine Erlösung. Ich will den heiligen Weg der Erlösten gehen. Gebrauche mich dafür, andere zu trösten und zu stärken.

Ein Wort: Ich bin ein Erlöster des Herrn

Montag, 23. Oktober 2017

September 25

Gott Strafgericht kommt sicher

Jesaja 34,1-17 (16)

„Sucht nun in dem Buch des HERRN und lest! Keines von ihnen wird fehlen. Denn sein Mund gebietet es, und sein Geist bringt sie zusammen.“

Dieses Kapitel enthält eine Einladung an alle Völker, die Ankündigung des kommenden Gerichtes Gottes über die Völker und das Gericht über Edom. Es war Gott wichtig, dass Jesaja eine deutliche Warnung von Gottes Gericht über die Heidenvölker und Edom aussprach. So könnten diejenigen, die ihr gottloses Leben bereuten, doch noch Gnade finden. Gottes Zorn kommt sicher über alles gottlose Wesen (Röm 1,18). Auch die Offenbarung spricht von Gerichtswellen, die auf Erden herniedergehen, damit die Völker zur Buße und zum Glauben an Christus fänden. Schließlich wird der Himmel wie eine Buchrolle zusammengerollt werden (Offb 6,14). Niemand darf so leben, als ob es diesen Tag der Rache des Herrn nicht geben würde. Dieser Tag kommt so sicher wie der Tag nach der Nacht. Wir sollen jetzt schon im Blick auf die Wiederkunft Jesu unser Leben ausrichten. Wir sollen in dem Buch des Herrn, das ist die Bibel, nach der Wahrheit suchen. Wir sollen es tiefgehend lesen und es als Gottes Worte an mich zu Herzen nehmen. Jede Silbe wird in Erfüllung gehen. Durch das Bibelstudium bekommen wir Zugang zu einem heiligen Leben in der Gnade Jesu. Außerdem öffnet sich unser Herz für das Leid der ungläubigen Welt. Sie brauchen Glauben an Jesus, damit sie nicht verloren gehen.

Gebet: Herr, der Tag deiner Rache kommt bestimmt. Ich will in deinem Buch lesen und nach der Wahrheit suchen. Gebrauche mich als Segen für die Völker!

Ein Wort: Lese in dem Buch des Herrn!

Samstag, 21. Oktober 2017

September 25

Gott als Richter, Meister und König

Jesaja 33,1-24 (22)

„Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Meister, der HERR ist unser König; der hilft uns!“

Dieser letzte Weh-Ruf beschreibt die Größe des Gerichtes Gottes über die Ungerechten und das Wunder seines Segens über die Erlösten im Königreich. Die Assyrer traten als Verwüster auf. Aber am Ende würde Gott sie auch verwüsten. Er ist erhaben und wohnt in der Höhe. Als himmlischer König überblickt er die Welt und richtet gerecht. Welchen König bete ich an? Wenn der Herr Jesus Christus mein König ist, dann erfüllt der Reichtum an Heil, Weisheit und Klugheit mein Herz. Darum sollen wir beten: „Herr, sei uns gnädig, denn auf dich harren wir! Sei unser Arm alle Morgen, dazu unser Heil zur Zeit der Trübsal!“ (2) Die Furcht des Herrn ist der Schlüssel zum Glück. Über die Gottesfürchtigen kommt kein Weh-Ruf. Sie reden, was recht ist, und hassen schändlichen Gewinn. Sie nehmen keine Geschenke an, weil sie unbestechlich sind. Ihre Augen werden den himmlischen König in seiner Schönheit sehen. Sie werden bei ihm in der Höhe wohnen. Durch meinen Glauben an Jesus Christus bin ich nicht mehr schwach. Denn in ihm habe ich Vergebung meiner Sünde. Wie wunderbar ist das Leben in der Furcht des Herrn und im Glauben an Jesus! Der Herr ist jetzt mein Richter. Er ist mein Meister und mein König. Ich kann mir keinen besseren Helfer an meiner Seite wünschen.

Gebet: Herr, du bist mein Richter, Meister und König. Du bist mein Helfer. Sei mir gnädig, dass ich nur dich fürchte und nur Jesus liebe.

Ein Wort: Der Herr ist mein König und Meister

Freitag, 20. Oktober 2017

September 25

Der Geist aus der Höhe

Jesaja 32,1-20 (15)

„So lange bis über uns ausgegossen wird der Geist aus der Höhe. Dann wird die Wüste zum fruchtbaren Lande und das fruchtbare Land wie Wald geachtet werden.“

Jesaja prophezeite einen König, der mit seinen Fürsten ein Reich der Gerechtigkeit aufrichten wird. Dies könnte ein Hinweis auf das tausendjährige Reich Christi auf Erden sein (Offb 20,4). Die Augen der Sehenden werden nicht mehr blind sein. Die Zungen der Stammelnden werden fließend reden und die Wahrheit klar und deutlich aussprechen (4). Edle Gedanken dominieren den Verstand. Die Frauen aus Juda litten in jener Zeit an der Sünde des Stolzes. Sie meinten, dass sie selber und ihre Männer für ihre Sicherheit sorgen könnten. Aber in Wahrheit kann nur Gott den Menschen Sicherheit garantieren. Nur Gott kann unser Leben absichern und fruchtbar machen. Gott wird seinen Geist ausgießen. Es wird ein neues fruchtbares Land entstehen. Der Geist aus der Höhe lässt Früchte des Friedens und der Gerechtigkeit sprießen. Ewige Stille und Sicherheit sind Geschenke Gottes an eine gefallene Welt. Seit dem Pfingstfest hat Jesus seinen Geist in die Herzen seiner gläubigen Nachfolger ausgegossen. Seitdem können Frauen und Männer ihre falsche Sicherheiten und ihren Stolz unter das Kreuz Jesu legen. Sie können das Evangelium verstehen und es fließend und klar weitergeben. Der Geist aus der Höhe tut dieses Werk in uns und um uns herum.

Gebet: Herr, danke für den Geist aus der Höhe, der über mir ausgegossen ist. Ich suche in dir meine Sicherheit und öffne mich für dein Wirken. Du schaffst fruchtbares Land in mir und durch mich.

Ein Wort: Der Geist aus der Höhe ist ausgegossen

Donnerstag, 19. Oktober 2017

September 25

Mensch oder Gott

Jesaja 31,1-9 (3)

„Denn Ägypten ist Mensch und nicht Gott, und seine Rosse sind Fleisch und nicht Geist. Und der HERR wird seine Hand ausstrecken, sodass der Helfer strauchelt und der, dem geholfen wird, fällt und alle miteinander umkommen.“

Wie schon der vorhergehende Weh-Ruf richtet sich auch dieser Weh-Ruf gegen das Bündnis mit Ägypten, das manche in Juda eingehen wollten. Warum warnte Jesaja das Volk gleich doppelt davor? Es lag daran, dass der Unglaube so tief saß. Sie sahen nur auf die ägyptischen Wagen mit ihren starken Rossen. Dadurch bekamen sie Zuversicht. Welch ein Irrtum! Sie glaubten an menschliche Stärke. Sie ignorierten die Grenzen des Fleisches und erhoben den Menschen zum Gott. Doch Ägypten bestand wie der Mensch nur aus Fleisch und Blut. Gott ist Geist mit unendlichen Möglichkeiten. Gott ist überall und allmächtig. Weh denen, die sich auf Menschen verlassen. Selig aber die, die sich auf den Herrn verlassen. „Der Herr Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie Vögel es tun mit ihren Flügeln, er wird schützen, erretten, schonen und befreien.“ (5) Israel soll umkehren von seinem Irrglauben, sich auf Menschen-Schwert zu stützen. Wir sollen Gott mehr Möglichkeiten geben, seine Herrlichkeit und Kraft in unserem Leben zu offenbaren. Wir können dem Herrn unseres Lebens mehr zutrauen als wir einem Menschen zutrauen.

Gebet: Herr, du bist mehr als Mensch und Fleisch. Du bist Gott und Geist. Wenn du deine Hand ausstreckst, ist wirklich Rettung und Befreiung da.

Ein Wort: Ich verlasse mich auf Gott und seinen Geist

Mittwoch, 18. Oktober 2017

September 25

Stärke durch Stillesein

Jesaja 30,1-33 (15)

„Denn so spricht Gott der HERR, der Heilige Israels: Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen würdet ihr stark sein. Aber ihr wollt nicht.“

Viele Israeliten stellten sich in jener Zeit die Frage, wie sie die assyrische Bedrohung überstehen könnten. Gott gab ihnen durch Jesaja eine klare Antwort. Er würde wie ein verzehrendes Feuer über die Assyrer kommen und sie mit dem Odem seines Mundes völlig zerschlagen (33). Aber das Volk vertraute nicht darauf. Vielmehr erhoffte es sich Stärke durch ein Bündnis mit den Ägyptern (2). Dadurch offenbarten sie ihre Trennung von Gott. Sie suchten nicht nach Gottes Wahrheit, sondern folgten dem, was in ihren Ohren angenehm klang (10). Sie wurden von ihren Herzen betrogen, in denen die Sünde herrschte. Die Sünde in unseren Herzen ist wie ein Riss, der mit der Zeit eine ganze Mauer zum Einstürzen bringen kann (13). Wir dürfen der Sünde des Unglaubens und der menschlichen Kompromisse aber keinen Raum geben. Was sollen wir dann tun? Gott, der Heilige Israels, spricht (15): „Wenn ihr umkehrtet und stille bliebet, so würde euch geholfen.“ Gott verspricht denjenigen die nötige Kraft, die sich entscheiden, vor ihm auf die Knie zu gehen und still zu sein. Wer vor Gott stille ist, drückt seine Hoffnung aus, dass Gott selber die Probleme lösen wird. Dieser hoffende Glaube ist eine Quelle der Kraft.

Gebet: Herr, dein Odem ist ein verzehrendes Feuer. Du bist stark genug, jede Situation zu lösen. Ich will stille sein und demütig auf dich hoffen.

Ein Wort: Sei still und empfange Gottes Kraft!

Dienstag, 17. Oktober 2017

September 25

Ton oder Töpfer?

Jesaja 29,1-24 (16)

„Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!, und ein Bildwerk spräche von seinem Bildner: Er versteht nichts!“

In diesem zweiten Weh-Ruf geht es um die Stadt Jerusalem, die hier Ariel („Löwe Gottes“) genannt wird. Gott wollte die Bevölkerung durch eine feindliche Belagerung ängstigen und demütigen. Der Grund für diese ange¬kündigte Heimsuchung war ihre Gesetzlich¬keit und ihr geistlicher Hochmut (13). Die Menschen von Jerusalem nahmen an äußeren Formen des Gottesdienstes teil, aber sie dienten Gott nicht wirklich von Herzen. Es ging ihnen mehr um die Einhaltung menschlicher Regeln. Ihr Glaube war abgestumpft und formell. Kultur war ihnen heiliger als Verantwortung vor Gott. Und so kehrte sich die Schöpfungsordnung in ihr Gegenteil. Gott wurde immer kleiner in ihren Herzen, bis er zum geschaffenen Ton degradiert wurde. Dies ist eine ernste Ermahnung an uns: „Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht!“ Dümmer geht’s nimmer. Diesem Hochmut muss eine Verblendung vorausge¬gangen sein. Niemand kann Gott etwas vorschreiben oder vorenthalten. Niemand kann Gottes Stelle einnehmen. Aber Gott hatte noch Hoffnung für sein verirrtes Jerusalem.

Gebet: Herr, ich tue Buße für meinen geistlichen Hochmut. Du bist mein Töpfer. Ich will dein Ton sein, der zu guten Werken geschaffen ist.

Ein Wort: Gott ist der Töpfer, ich bin der Ton

Montag, 16. Oktober 2017

September 25

Der kostbare Eckstein aus Zion

Jesaja 28,1-29 (16)

„Darum spricht Gott der HERR: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, einen bewährten Stein, einen kostbaren Eckstein, der fest gegründet ist. Wer glaubt, der flieht nicht.“

Kapitel 28-33 beinhalten fünf Weh-Rufe gegen verschiedene Gruppen. Im vorliegenden Text erklingt zuerst eine deutliche Warnung an das Nordreich Samaria. Es wird als prächtige Krone der Trunkenen und welke Blume dargestellt. Es warf seinen von Gott gegebenen Reichtum und seine Schönheit weg wie ein Betrunkener, der sein Geld wegwirft, um Wein zu bekommen. Aber wer den Herrn als seine Krone wertachtet, der empfängt den Heiligen Geist und die Kraft von oben (6). Gott widert das Lallen der Betrunkenen an, die nur ein „Zawlazaw und Kawlakaw“ von sich geben können. Sie lügen und betrügen ohne rot zu werden. Aber Gott wird sie aller falscher Sicherheiten berauben. Seine Gerichte offenbaren, wer sein Leben auf Sand und wer es auf Fels gebaut hat. Der einzige Zufluchtsort unserer Seele, der Ort, der in allen Stürmen des Lebens sicheren Halt schenkt, ist der Eckstein von Zion. Nichts ist kostbarer als dieser. Jesus Christus ist dieser entscheidende Stein. Er wurde von den Menschen verworfen. Aber er ist von Gott auserwählt, um unser Retter in alle Ewigkeit zu sein. Wer an ihn glaubt, braucht vor nichts und niemandem zu fliehen. Er ist sicher. Wir sollen diesen Eckstein für kostbar halten.

Gebet: Herr, danke für die Ermahnung, dass Reichtum und Schönheit in dieser Welt vergehen werden. Ich will Christus als den Eckstein meines Lebens festhalten.

Ein Wort: Jesus ist mein kostbarer Eckstein

Samstag, 26. August 2017

Juni 26

Israels Frieden mit Gott

Jesaja 27,1-13 (5)

„es sei denn, sie suchen Zuflucht bei mir und machen Frieden mit mir, ja, Frieden mit mir.“

Jesaja prophezeite den finalen Sieg des Herrn über den Satan. Wie in der Offenbarung (20,2.10) beschrieben, wird Jesus Christus wiederkommen. Er wird mit seinem scharfen Schwert, das aus seinem Munde kommt, die Völker schlagen. Schließlich wird er den Satan, der auch Drache und Schlange genannt wird, in den Pfuhl von Feuer und Schwefel werfen. Dort wird er Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit gequält werden. Bis dahin sollen wir unsere Zuflucht bei Gott suchen. Wir sollen Frieden mit unserem Herrn schließen – solange es noch möglich ist. Gott hat Israel für ihren Götzendienst schwer bestraft und in die Gefangenschaft geführt. Doch dadurch erfuhr dieses Volk Sühnung. Es erlebte einen Neuanfang: „Ich, der Herr, behüte ihn und begieße ihn immer wieder. Damit man ihn nicht verderbe, will ich ihn Tag und Nacht behüten.“ Der Schutz Gottes und die damit einhergehende Fruchtbarkeit sind ein Gnadengeschenk an uns. Doch sollen wir dieses Geschenk auch mit offenen Händen annehmen. Wir sollen dem Schöpfer unseres Lebens danken. Und wir sollen Jesus Christus danken für seinen stellvertretenden Kreuzestod, der dadurch die Sühnung für unsere Sünden erwirkt hat. Dann wird uns ein fester Bund des Friedens auf ewig mit unserem Herrn verbinden.

Gebet: Herr, du hast den Satan endgültig besiegt. Du behütest uns und begießt unser Leben mit deinem Geist. Bei dir will ich Zuflucht suchen und mir dir will ich Frieden machen.

Ein Wort: Ich mache Frieden mit dir, ja, Frieden mit dir

Freitag, 25. August 2017

Juni 26

Ein Lied der Erlösten

Jesaja 26,1-21 (9)

„Von Herzen verlangt mich nach dir des Nachts, ja, mit meinem Geist suche ich dich am Morgen. Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.“

Dieses Lied wurde von denjenigen gesungen, die aufgrund ihrer persönlichen Beziehung zu Gott Frieden und Erlösung im Herzen empfangen haben. Sie wurden zu Bürgern einer festen, unzerstörbaren Stadt, in der Gott selber regiert. Sie sangen: „Tut auf die Tore, dass hineingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt!“ Dies ist ein Hinweis auf das himmlische Jerusalem. Hier werden die Überwinder Einlass finden, die ihren Glauben an Jesus Christus inmitten einer gottlosen, humanistischen Welt bewahrt haben. Wer festen Herzens ist, wird Gottes Frieden bekommen und ewige Staatsbürgerschaft in seinem Reich erhalten. Aber noch müssen wir geduldig auf jenen Tag warten. In dieser Zeit sollen wir auf Gottes gerechte Gerichte über alles gottlose Wesen vertrauen. Dazu sollen wir nachts von Herzen nach unserem Herrn verlangen. Am Morgen sollen wir unseren Geist auf Jesus ausrichten und in enger Beziehung mit ihm leben. Unser Jubellied wird dann immer lauter werden. Wenn wir in dem Herrn sterben, wird sogar der Tod keine Macht über uns haben. Wir werden erfrischt auferstehen, wie der Morgentau das Gras erfrischt (19). Dies wird geschehen beim Schall der letzten Posaune (1. Kor 15,52).

Gebet: Herr Jesus, deine gerechten Gerichte treffen die Gottlosen. Ich aber verlasse mich auf deine Gnade. Von Herzen verlangt mich nach der Gemeinschaft mit dir.

Ein Wort: Mit meinem Geist suche ich dich am Morgen

Donnerstag, 24. August 2017

Juni 26

Das große Freudenmahl

Jesaja 25,1-12 (8)

„Er wird den Tod verschlingen auf ewig. Und Gott der HERR wird die Tränen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach seines Volks in allen Landen; denn der HERR hat’s gesagt.“

Diese Prophetie geht über die damalige Situation Israels weit hinaus. Sie ist ein Hinweis auf das endgültige Eingreifen Gottes in die Weltgeschichte. Eine Zeit, in der Gott den Hochmut der gottlosen Völker erniedrigen und für immer in den Staub zu Boden werfen wird. Gott wird alle Tränen der Unterdrückten abwischen. Er wird sich erweisen als Schutz der Geringen und Armen. Gott wird den Verfolgten seinen Schatten spenden vor der Hitze der Tyrannei. Die Erlösten werden ein Danklied singen: „Herr, du bist mein Gott, dich preise ich; ich lobe deinen Namen. Denn du hast Wunder getan.“ Dann wird der Herr ein fettes Mahl zubereiten. Er wird seinen erlösten Kindern ein wunderbares Geschenk präsentieren: Der Tod ist auf ewig verschlungen. Alle, die Jesus Christus nachgefolgt sind und um seines Namens willen verachtet und verfolgt wurden, werden Bewohner des Landes der Erlösten sein. Sie werden begeistert dem Herrn zujubeln: „Das ist der Herr, auf den wir hofften; lasst uns jubeln und fröhlich sein über sein Heil.“ Die Gewissheit des zukünftigen Wohlstands unter dem Schutz Gottes und die Freude über die endgültige Beseitigung des Todes sind uns eine große Ermutigung. Es lohnt sich, Jesus treu nachzufolgen.

Gebet: Herr, ich lobe deinen Namen. Du beschützt mich durch Jesus von dem Bösen. Sogar der Tod wird keine Macht mehr über mich haben.

Ein Wort: Der Herr wird die Tränen abwischen

Mittwoch, 23. August 2017

Juni 26

Jesajas Apokalypse

Jesaja 24,1-23 (16a)

„Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde: »Herrlichkeit dem Gerechten!«“

Kapitel 13-23 beschreiben Gottes Gerichte über die Völker durch die assyrischen Angriffe. Sie bilden den Hintergrund für das nun folgende letzte Gericht des Herrn über die ganze Welt. Kapitel 24-27 werden auch Jesajas Apokalypse genannt. Sie beschreiben ähnlich wie im Buch der Offenbarung die Zerstörung der Welt. Naturkatastrophen und Kriege reduzieren die Bevölkerungszahl stark. Statt Freude herrscht Schrecken. Schließlich wird die Erde taumeln wie ein Trunkener und mit Krachen zerbrechen. Dies wird weder Zufall sein noch einer Ungerechtigkeit entspringen. Die Menschen haben einfach nicht so gelebt, wie sie es sollten. Sie haben die Erde entweiht (5). Sie haben den Bund mit ihrem Schöpfergott verlassen. Sie haben Gottes Gebote zugunsten eigener Maßstäbe umgebogen. Nun müssen sie erkennen, dass sie den Ast, auf dem sie saßen, selber abgesägt haben. Doch es wird nicht dunkel bleiben. Vers 16: „Wir hören Lobgesänge vom Ende der Erde: »Herrlichkeit dem Gerechten!«“ Jesus wird wiederkommen. Er wird alles Böse auf Erden heimsuchen und für immer wegschließen (22). Jesus wird in Herrlichkeit regieren. Dann werden wir das Licht von Mond und Sonne nicht mehr benötigen. Jesu Herrlichkeit wird uns genügend Licht spenden.

Gebet: Herr, wir sehen dein gerechtes Gericht über das Böse in der Welt. Wir warten geduldig auf die Herrlichkeit des Gerechten, unseren wahren König Jesus.

Ein Wort: Ich warte auf die Herrlichkeit des Gerechten

Dienstag, 22. August 2017

Juni 26

Der Untergang von Tyrus und Sidon

Jesaja 23,1-18 (9)

„Der HERR Zebaoth hat’s so beschlossen, auf dass er erniedrigte die Pracht und verächtlich machte die stolze Stadt, alle Herrlichsten auf Erden.“

Tyrus und Sidon waren seinerzeit große und mächtige Stadthäfen in Phönizien, die das Welthandelszentrum des Mittelmeerraumes bildeten. Große Handelsschiffe brachten unter anderem den Reichtum Ägyptens dorthin. Hier wurden die Güter gelagert und durch die zahlreichen Kaufleute weiterverkauft. Tyrus und Sidon waren der Markt der Völker. Doch Jesaja kündigte nun ihren Untergang an. Eine Invasion der Chaldäer würde die Hafenstädte zur Wüste machen. Die Handelspartner aus der ganzen Welt würden über diesen Fall schockiert sein. Aller Reichtum würde in ihren Händen zerrinnen. Erst siebzig Jahre nach dieser Zerstörung würde Gott einen Neuanfang in die Wege leiten. Dieser Vorfall ist eine ernste Warnung an alle, die ihre Hoffnung auf die finanzielle Sicherheit setzen. Jesus sagte einmal: „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz… Ihr könnt nicht gleichzeitig Gott dienen und dem Mammon.“ (Mt 6,24) Tyrus und Sidon besaßen Pracht und Herrlichkeit. Aber sie gaben Gott nicht die Ehre damit. Sie vergaßen den Geber ihres Reichtums und wurden stolz. Anstatt Gottes Licht für die Welt zu sein, trieben sie Hurerei mit allen Königreichen auf Erden. Gott lässt sich so etwas nicht lange gefallen. Er erniedrigt solche Menschen und wird ihren Reichtum anderen geben.

Gebet: Herr, du bist der Geber von allem, was ich habe. Ich will mich nicht auf materielle Sicherheiten verlassen. Schenke mir Demut und Glauben an deine Führung.

Ein Wort: Mein Reichtum ist der Glaube an Gott

Montag, 21. August 2017

Juni 26

Eljakim bekommt die Schlüssel Davids

Jesaja 22,1-25 (22)

„Und ich will die Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen, dass er auftue und niemand zuschließe, dass er zuschließe und niemand auftue.“

Jesaja musste bitterlich weinen wegen der prophezeiten Zerstörung Jerusalems. Überall sah man Wagen und Rosse der Feinde. Aus Gottes Sicht war der Zweck dieser Belagerung, Juda zur Umkehr zu bewegen. Leider schauten die Leute in ihrer Not nicht auf Gott. Anstatt zu weinen und Buße zu tun, aßen sie maßlos und tranken Wein – nach dem Motto: „Lasst uns essen und trinken; wir sterben doch morgen!“ Ihr Fatalismus war erschreckend. Gott wollte ihnen diese Haltung nicht vergeben. Schebna war Hofmeister des Königs und somit der Zweite im Lande. Anstatt Verantwortung für das Volk zu übernehmen, wollte er sich einen bleibenden Namen verschaffen und ließ sich ein ehrenhaftes Felsengrab bauen. Aber Gott wollte ihn wegen seiner Sünde zum Knäuel machen und wegschleudern. Stattdessen sollte Eljakim sein Amt übernehmen. Er sollte fortan Vater sein für das Volk. Gott würde ihm die Schlüsselgewalt des Hauses Davids übertragen. Das väterliche Herz Eljakims sollte den Bußfertigen die Tür zu Gott aufschließen. Für die Unbußfertigen aber sollte er sie verschließen. Jesus besitzt den Schlüssel Davids. (Offb 3,7) Er hat den Schlüssel des Todes und der Hölle. Wir dürfen seine Schlüsselträger sein, die in der Autorität seines Geistes Menschen die Türen zum Himmelreich öffnen.

Gebet: Herr, du hast die Schlüsselgewalt über Himmel und Hölle. Ich will meine Verantwortung als Schlüsselträger wahrnehmen und Vater der Schafe sein.

Ein Wort: Ich will die Türe aufschließen

Samstag, 19. August 2017

Juni 26

Jesajas treues Wächteramt

Jesaja 21,1-17 (8)

„Da rief der Späher: HERR, ich stehe auf der Warte bei Tage immerdar und stelle mich auf meine Wacht jede Nacht.“

Die Zuordnung der einzelnen Angriffe und Gebiete in diesem Kapitel sind nicht ganz eindeutig. Jedenfalls geht es im ersten Abschnitt um den Fall Babels. Dieses Land würde einer unbarmherzigen Invasion zum Opfer fallen. Als Jesaja davon hörte, ergriff ihn Angst und Schrecken wie bei einer Gebärenden. Er liebte die Abendruhe. Aber durch die Schau von Babels Ende breitete sich heftige Unruhe in seinem Herzen aus. Wir kennen diesen Zustand, wenn wir lieb gewonnene Menschen leiden sehen. Ihre Schwierigkeiten lassen uns dann keine Ruhe mehr. Aber es gibt einen Ausweg. Jesaja sollte einen Wächter aufstellen, der rund um die Uhr die Situation beobachten sollte. Vermutlich hat Jesaja selber auch dieses Amt ausgeübt. Jeden Tag und jede Nacht stellte er sich auf seine Wacht. Dies zeigt seine geistliche Alarmbereitschaft, wegen der er sogar auf seine lieb gewonnene Abendruhe verzichtete. Aber er brauchte klare Orientierung von Gott. Gott offenbarte seinen treuen Wächtern, dass Babel mitsamt seiner Götterbilder gefallen sei. Wenn wir Gottes Wächter sein dürfen, haben wir das Privileg, in Gottes Pläne eingeweiht zu werden. Dies gibt uns Trost – aber auch den Auftrag, das, was wir von Gott gehört haben, anderen zu verkündigen.

Gebet: Herr, wenn ich an das Elend der verlorenen Seelen denke, zittert mein Herz. Stelle mich als Wächter auf, der Tag und Nacht auf der Warte steht. Lass mich ihnen deine Wahrheit verkündigen.

Ein Wort: Ich stelle mich auf meine Wacht jede Nacht

Freitag, 18. August 2017

Juni 26

Der nackte Jesaja

Jesaja 20,1-6 (2)

„zu der Zeit redete der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz, und sprach: Geh hin und tu den härenen Schurz von deinen Lenden und zieh die Schuhe von deinen Füßen. Und er tat so und ging nackt und barfuß.“

Sargon, der König von Assyrien, setzte seinen Siegeszug in südliche Richtung fort. Neben dem Nordreich Israel hatte er Aschdod, die Stadt der Philister, erobert. Juda steckte der Schrecken in den Gliedern. Auch bei den starken Ägyptern und Kuschitern brach allgemeine Verunsicherung aus. Als Anschauungsunterricht für die bevorstehende Invasion gab Gott seinem Propheten einen ungewöhnlichen Befehl. Er sollte drei Jahre lang nackt und barfuß umhergehen. Die Leute würden ihn verspotten und hänseln. Aber Jesaja hätte dadurch die Aufmerksamkeit, die er für seinen Auftrag brauchte. Denn sein schmähliches Erscheinungsbild wäre ein Hinweis auf die Zukunft Ägyptens und Kuschs. Diese Länder würden bald von den Assyrern erobert und nackt und barfuß weggetrieben werden. Auch Apostel Paulus wurde um Christi willen zum Narren (1. Kor 4,10). Er litt Hunger, Durst, Blöße, Verachtung und sogar Schläge. Aber er nahm dies im Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes hin. Er opferte sich selbst, um die verlorenen Seelen für Christus zu gewinnen. Wir sollen auch um Christi willen zu Narren werden. Wir sollen den härenen Schutz von unseren Lenden tun – unsere menschliche Fassade – und mutig das Evangelium Jesu predigen. Gott wird durch uns andere zur Rettung führen.

Gebet: Herr, du gebrauchst Menschen als Träger deiner Weissagung. Hilf mir, meine Scham zu überwinden.

Ein Wort: Nackt und barfuß für den Herrn

Donnerstag, 17. August 2017

Juni 26

Gottes Gericht und Segen über Ägypten

Jesaja 19,1-25 (25)

„denn der HERR Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hände Werk, und du, Israel, mein Erbe!“

Manche Leute in Israel wollten bei den Ägyptern Schutz vor der assyrischen Bedrohung finden. Jesaja aber zeigt, dass Ägypten keine Hilfe ist. Auch Ägypten wird Gottes Gericht unterworfen. Gott kommt auf einer schnellen Wolke daher gefahren und wird das Land in Chaos versetzen. Eines Tages wird Ägypten von einem Tyrannen regiert. Eine Dürre lässt den Nil austrocknen. Es kommt zu einer wirtschaftlichen Katastrophe. Der Herr gießt einen Taumelgeist über sie aus. So werden die weisen Ratgeber des Pharaos zu Narren. Doch nach dem Gericht wird eine Bekehrungswelle über Ägypten einbrechen. Sie werden erkennen, dass nur der Gott Israels der wahre Herrscher der Welt ist. Statt Götzendienst und Zauberei wird dann der wahre Gottesdienst eingerichtet. Man wird anfangen, den Herrn anzubeten. Sie werden Gebetserhörungen erfahren und von allem Unheil errettet werden. In jener Zeit wird Ägypten neben Assyrien und Israel ein Segen mitten auf Erden sein. Gottes Liebe ist universal. Das Ziel seines Gerichts ist die Umkehr einer Nation. Alle Völker sind das Werk seiner Hände. Es wird das eintreten, was heute noch undenkbar ist: Ein Volk wie Ägypten wird Jesus als ihren Erretter annehmen und ein Segen mitten auf Erden sein. Amen!

Gebet: Herr, du wirst die Völker segnen, wie du mich gesegnet hast. Auf die Zeiten deines Gerichts werden die Zeiten deines Segens erfolgen. Ich will daran glauben.

Ein Wort: Gesegnet bist du, Ägypten, mein Volk

Mittwoch, 16. August 2017

Juni 26

Gottes Warten

Jesaja 17,12-18,7 (18,4)

„Denn so spricht der HERR zu mir: Ich will schauen von meiner Stätte und will still warten wie drückende Hitze am hohen Mittag und wie Taugewölk in der Hitze der Ernte.“

Der Aufmarsch der Assyrer glich dem Brausen vieler Völker und dem Tosen großer Wasser. Aber auch sie unterlagen dem Machtwort Gottes. Eines Tages würde er sie wegen ihrer Schreckensherrschaft schelten. Er würde sie wie Spreu durch den Wind seines Gerichts verjagen. Dies war auch eine Botschaft der Hoffnung für das Land Kusch. Dieses Land lag im Nordosten Afrikas und wurde von hoch gewachsenen Menschen mit glatter Haut bewohnt. Ihre leichten Schiffe auf den Meeren waren berühmt. Aber auch sie litten unter der Expansion Assyriens. Nun ließ Jesaja sie wissen, dass Gott das Banner des Sieges und die Posaune des Triumphes vorbereitet hat. Gott sitzt auf seinem himmlischen Thron und schaut sich das ganze Treiben in Ruhe an. Er wartet nur auf den richtigen Zeitpunkt. Assyrien musste noch Gottes Aufgabe erfüllen, nämlich das Volk Israel für dessen Götzendienst zu bestrafen. Dann aber löst sich die Mittagshitze in ein reinigendes Donnerwetter auf. Gott wird ihre Macht abschneiden. Dies wird ein Anlass großer Freude für die Kuschiter sein. Sie werden zu dem Ort gehen, wo der Name des Herrn Zebaoth wohnt. In Jerusalem werden sie ihm Geschenke bringen. Ihr Vertrauen auf Gottes Warten wurde belohnt.

Gebet: Herr, du schaust vom Himmel auf alles Treiben. Wie drückende Hitze am Mittag wartest du still. Ich vertraue auf den richtigen Zeitpunkt deines Eingreifens.

Ein Wort: Ich vertraue auf das Warten Gottes

Dienstag, 15. August 2017

Juni 26

Blicke auf den Schöpfer

Jesaja 17,1-11 (7)

„Zu der Zeit wird der Mensch blicken auf den, der ihn gemacht hat, und seine Augen werden auf den Heiligen Israels schauen;“

Erneut ergeht eine dunkle Prophezeiung über das Königtum von Damaskus (Aramäer) und über Ephraim (Nordreich Israel). Beide hatten sich verbündet, um gegen die assyrische Bedrohung bestehen zu können. Doch es würde nichts helfen. Ruinen würden das Ergebnis sein. Drei Mal wiederholen sich die Worte ‚zu der Zeit‘. Es ist die Zeit der Niederlage. Der fette Leib Israels würde mager sein. Ein fetter Leib ist Zeugnis eines ungezügelten Umgangs mit Ernährung. Ein magerer Leib ist oftmals Folge einer physischen oder psychischen Krankheit. Beide Extreme sind unerwünscht. Besser und gesünder ist der beständige Blick auf den Schöpfer. Wenn der Mensch auf den blickt, der ihn gemacht hat, tritt Heilung ein. Damaskus und Israel hatten den Gott ihres Heils vergessen. Ihr Hochmut kam vor ihrem Fall. Anstatt bei Gott ihre Stärke zu suchen, vertrauten sie auf ihre menschliche Allianz. Gott hat mich auf wundersame Weise ins Leben gerufen. Er allein ist meine Stärke. Im Gebet blicke ich auf ihn. Ich sehe Jesus, den Heiligen Israels, der mich von meinen Sünden erlöst hat durch sein Blut. Der beständige Blick auf meinen Schöpfer und Erlöser bewahrt mich vor geistlichem Unter- oder Übergewicht.

Gebet: Herr, du bist Schöpfer und Erlöser meines Lebens. Vergib mir meinen inneren Hochmut, mein Leben ohne dich führen zu wollen.

Ein Wort: Ich blicke auf den, der mich gemacht hat

Montag, 12. Juni 2017

März 27

Zion als Zufluchtsort

Jesaja 14,25-16,14 (14,32)

„Und was wird man den Boten der Heiden sagen? Der Herr hat Zion gegründet, und hier werden die Elenden seines Volks Zuflucht haben.“

Gott kündigt durch Jesaja weiteren drei Ländern Gericht und Untergang an. Inmitten der Wogen des Unheils aber steht Juda fest. Es ist als einziges Land auf den Herrn gegründet. Gott benutzte Assyrien, um den Nahen Osten in Angst und Schrecken zu versetzen. Aber nun hat Gott beschlossen, diesem Reich ein baldiges Ende zu setzen. Die Philister freuten sich schon, als ihre assyrischen Bedränger nachließen. Aber wie eine unkontrollierte Rauchwolke würde der Feind erneut und schlimmer denn je zuschlagen. Es war ein Wunder, dass das kleine Juda überleben konnte. Aber der Herr hatte Zion gegründet. Hier hatte Gott seinen Elenden einen Zufluchtsort bereitet. Die Beziehung zu Gott war Judas einziger, aber entscheidender Vorteil. Der östliche Nachbar Moab suchte Zuflucht bei fremden Göttern und opferte auf Götzenaltären. Aber diese Götter konnten Moabs Untergang nicht verhindern. Sogar mussten sie als Verjagte bei Juda um Zuflucht bitten. Gott hatte in Jerusalem einen Gnadenthron vorbereitet, auf dem der Messias sitzen würde. Egal, wie die äußeren Umstände auch sind, egal, wie groß unser Elend zu sein scheint: Jesus ist da. Er sitzt auf seinem Gnadenthron und möchte über uns herrschen. Er ist der wahre Zufluchtsort aller Menschen zu allen Zeiten.

Gebet: Herr, du hast mein Heil gegründet. Du sitzt hoch erhoben auf dem Thron der Gnade. Ich will mich nicht fürchten vor den Feinden. Du bist mein Zufluchtsort.

Ein Wort: Bei Jesus habe ich Zuflucht

Samstag, 10. Juni 2017

März 27

Triumphlied über Babel

Jesaja 14,1-23 (4)

„Wirst du dies Lied anheben gegen den König von Babel und sagen: Wie ist‘s mit dem Treiber so gar aus, und das Toben hat ein Ende!“

Niemand sollte sich eigenmächtig am Volk Gottes vergehen. Die Folgen wären verheerend. Völker, die die Israeliten gefangen halten, werden ihr blaues Wunder erleben. Sie werden den Zorn Gottes zu spüren bekommen. Am Ende werden sie selber von ihren ehemals Gefangenen gefangen gehalten werden. Gott wird seinem Volk die Herrschaft über seine Bedränger geben. Darum prophezeite Jesaja auch den Untergang Babels. Sogar ließ er Israel ein Triumphlied singen. Es ist großartig, ein Triumphlied zu singen, obwohl die gegenwärtige Situation dies als absurd erscheinen lässt. Aber es ist ein Lied des Glaubens. Der Glaube an die Gnade Gottes bewirkt Lobpreis und Siegeszuversicht. Der Sänger schaut dabei nur auf Gott. Er lässt sich durch keine menschliche Macht einschüchtern – auch nicht durch Satan. Es heißt, dass Gott dem Treiber ein Ende bereitet und die Rute des Herrschers zerbrochen hat. Wir dürfen bei dem Untergang Babels auch an die endgültige Niederlage Satans denken. Seine Uhr tickt nicht mehr lange. Satan wollte in den Himmel fahren und seinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen. Er wollte dem Allerhöchsten gleich sein. Aber tatsächlich ist er jämmerlich gescheitert und wird sogar im Totenreich verachtet sein.

Gebet: Herr, du legst mir ein Lied des Triumphes in meinen Mund. Ich schaue im tiefen Vertrauen nur auf dich. Nun habe ich Ruhe und jubele dir zu.

Ein Wort: Ich stimme ein Lied an

Freitag, 9. Juni 2017

März 27

Gottes Gericht über Babel

Jesaja 13,1-22 (11)

„Ich will den Erdkreis heimsuchen um seiner Bosheit willen und die Gottlosen um ihrer Missetat willen und will dem Hochmut der Stolzen ein Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demütigen.“

Kapitel 13-23 behandelt Gottes Gericht über neun Völker bzw. Städte. Gott wollte ihren Hochmut und ihre Gottlosigkeit bestrafen. Gleichzeitig versicherte er Juda, dass sie ihm vertrauen könnten. Die erste Gerichtslast galt Babel. Schon seit ihrer Gründung (1. Mose 11) steht diese Stadt sinnbildlich für Auflehnung gegen Gott. In ihrem Hochmut maßten sie sich an, Gott gleich zu sein. Folgendes Vorgehen kündigte Gott durch Jesaja an: Zuerst würde er sein Heer aufstellen. Dann würde er einen Tag des Herrn festsetzen. An diesem Tag würden sogar die Erde und die Himmelskörper erbeben. Schließlich würde ein unerbittlicher Angriff geführt. Die herrliche Pracht der babylonischen Chaldäer würde in Sodom und Gomorra verwandelt werden. In der Offenbarung des Johannes wird Babel auch als die Hure Babylons bezeichnet. Es sind Menschen, die vom Glauben an Gott abgefallen und in den Bann des Satans geraten sind. Der Tag des Herrn wird wieder Recht und Gerechtigkeit herstellen. Bosheit und Gottlosigkeit werden nicht bestehen können. Wir müssen auf Gott vertrauen. Nur er kann und wird die Stolzen demütigen. Unsere Aufgabe ist es, demütig Jesus nachzufolgen und für andere ein Vorbild des Glaubens zu sein.

Gebet: Herr, danke, dass Bosheit und Gottlosigkeit vor dir keinen Bestand haben können. Ich will mich vor dir demütigen und auf deine Gnade vertrauen.

Ein Wort: Demütige dich vor dem Herrn

Donnerstag, 8. Juni 2017

März 27

Loblied auf Gottes Heiland

Jesaja 12,1-6 (2)

„Siehe, Gott ist mein Heil, ich bin sicher und fürchte mich nicht; denn Gott der HERR ist meine Stärke und mein Psalm und ist mein Heil.“

Dieses Kapitel gleicht einem Psalm. Er ist Ausdruck überschäumender Freude über die Ankündigung des Messias und das Kommen seines Reiches. Der Lobpreis über den Heiland, Jesus Christus, überdeckt sogar die Schmerzen des Zorngerichts Gottes. Alles wird gut. Gnade triumphiert über das Gericht. Weil wir fest an Jesus glauben, dürfen wir mit dem Psalmisten sagen: „Gott ist mein Heil; ich bin sicher und fürchte mich nicht!“ Gott ist auch meine Stärke, weil sein Geist auf mir ruht. Gott ist mein Psalm. Ich habe immer ein Lied auf meinen Lippen – das Lied der Erlösten. Gott ist mein Heil. Sein Heil ist eine Quelle des Wassers, das in das ewige Leben quillt. Singen und Danken gehört zur Grundausstattung jedes Christen. Das Loblied beginnt in mir, strömt aus in den Chor der Gemeinde und gelangt schließlich hinaus in alle Welt. Wes das Herz voll ist, des geht der Mund über. Auf diese Weise wird Jesu Name unter den Völkern bekannt. Sein Name ist so hoch. Seine Gegenwart ist so groß.

Gebet: Herrlicher Herr Jesus. Danke für dein Heil, das meinem Leben Sicherheit und Stärke gibt. Ich will dir danken und dir einen Psalm im Herzen singen.

Ein Wort: Gott der Herr ist meine Stärke und mein Psalm

Mittwoch, 7. Juni 2017

März 27

Der Messias und sein Friedensreich

Jesaja 11,1-16 (2)

„Auf ihm wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Stärke, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.“

Gottes größter Segen für Israel und alle Völker sollte die Sendung des Messias sein. Dieser Heilsbringer würde eine neue Weltordnung herbeiführen. Er würde aus dem Stamm Davids hervorgehen und anfangs wie ein zarter Zweig daherkommen. Seine eigentliche Stärke würde sein Geist sein. Dieser verlieh ihm Weisheit und Einsicht, Entschlussfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Vor allem gab er ihm die Erkenntnis des Herrn, die eine tiefe Gottesfurcht hervorruft. Das persönliche Verhältnis zu Gott ist die Grundlage für eine starke Persönlichkeit. Ohne Gottesfurcht kann kein Mensch groß sein. Wer sich in der Kraft des Gottesgeistes vor Gott demütigen kann, braucht sich im Leben vor nichts mehr zu fürchten. Der Messias richtet eine Herrschaft auf, die von Gerechtigkeit und Treue gekennzeichnet ist. Es wird eine Welt sein, in der der Fluch der Sünde endgültig aufgehoben ist. Die Sündenmacht hat keinen Zugang zu diesem Friedensreich. Sogar werden Löwen und Rinder miteinander Stroh fressen. Kleine Kinder werden ihre Hände in die Höhlen der Nattern stecken. Heute wissen wir: Mit Jesus Christus ist das Reich Gottes zu uns gekommen. Er hat die bösen Geister durch den Geist Gottes ausgetrieben. Er ist der Weg zum wahren Frieden.

Gebet: Herr Jesus, danke für dein Reich, in dem man nirgends Sünde finden kann. Bitte lass den Geist der Furcht des Herrn auch auf mir ruhen.

Ein Wort: Der Geist der Furcht des Herrn ruhe auf mir

Dienstag, 6. Juni 2017

März 27

Der starke Gott

Jesaja 10,5-34 (21)

„Ein Rest wird sich bekehren, ja, der Rest Jakobs, zu Gott, dem Starken. “

Der erste Abschnitt richtet sich gegen den Hochmut Assurs. Gott gebrauchte dieses Reich als Werkzeug seines Gerichts über die Länder. Doch Assur hatte seine von Gott gegebenen Kompetenzen überschritten. Immer grausamer wütete es und rottete ganze Völker aus. Die faule Frucht des Hochmuts und des Stolzes entstellte die ehemalige Axt Gottes. Die Axt vermag viel auszurichten. Aber ohne den, der sie benutzt, ist sie nichts. Assur war dumm. Es glaubte tatsächlich, dass es aus seiner eigenen Stärke heraus so erfolgreich gewesen war. Darum beschloss Gott, Assur selber dem Gericht zu unterstellen. Die fetten Machthaber würden ausgezehrt werden. Das Land würde bald brennen wie ein Feuer. Aber mit Israel hatte Gott etwas Besonders vor. Es würde sich von den Schlägen Assurs erholen. Es würde eine Erweckung entstehen. Man würde sich wieder auf den Herrn, den Heiligen Israels, verlassen. Auch wenn diese geistliche Erneuerung nur einem Rest in Israel widerfahren würde. Aus der Sicht Gottes ruht auf diesem Rest doch seine ganze Hoffnung. Bei Erweckungen geht es nicht um Quantität, sondern um Qualität. Wie großartig sind vor Gott Menschen, die nur in ihm ihre wahre Stärke erkannt haben. Gott sucht die demütigen Menschen, die bekennen: „Gott, du bist meine Stärke.“

Gebet: Herr, ich wende mich ab von Stolz und Hochmut. Ich bekehre mich zu dir und bekenne, dass nur du meine wahre Stärke bist.

Ein Wort: Ich bekehre mich zu Gott, dem Starken

Montag, 5. Juni 2017

März 27

Vierfache Gerichtsankündigung

Jesaja 9,7-10,4 (9,12)

„Aber das Volk kehrte nicht um zu dem, der es schlug, und fragte nicht nach dem Herrn Zebaoth.“

Dieser Abschnitt behandelt intensiv den Zusammenhang zwischen dem Sündigen eines Volkes und dem darauf folgenden Gericht. Der vierfach wiederholte Kehrvers umrahmt vier Gerichte über das Nordreich Israels. Er lautet: „Bei all dem kehrte sich sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch ausgereckt.“ Gottes Gericht hat ein Ziel, dass nämlich die Menschen ihre Sünden erkennen, zu ihm umkehren und eine persönliche Beziehung mit ihm eingehen. Zuerst ging es um die Sünde des Hochmuts; als ob man sein Land selber wieder aufbauen könnte – ohne Gott. Daraufhin kündigte Gott einen Angriff der Aramäer und Philister an. Als Zweites ging es um die Sünde der Verführung zum Bösen durch die Führungsschicht und die Gottlosigkeit der jungen Leute. Gott würde ihre Lebenskraft dezimieren. Als Drittes ging es allgemein um die Bosheit der Leute, die sich im Egoismus verherrlicht. Gott würde eine Selbstzerstörung des Volkes herbeiführen. Zuletzt ging es um die Sünde des Unrechts in der Rechtsprechung, die eine soziale Ungerechtigkeit bewirkte. Gott kündigte daher Gefangenschaft und Tod dieser Sünder an. Gott züchtigt die Menschen, die er liebt, durch Schläge. Gottes Zorn kehrt sich erst ab, wenn wir für unsere Sünde des Hochmuts und des Lebens ohne Gott Buße tun. Wir sind seine geliebten Kinder. Gott will nicht, dass wir verloren gehen.

Gebet: Herr, ich erkenne den letzten Sinn deiner Zorngerichte. Alles wird gut, wenn ich zu dir umkehre und nach dir frage.

Ein Wort: Kehre um und frage nach Gott

Samstag, 3. Juni 2017

März 27

Das große Licht

Jesaja 8,23-9,6 (9,1)

„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“

Wie so oft im Buch Jesaja folgt auch hier nach einer Gerichtsankündigung eine Gnadenverheißung. Hier handelt es sich jedoch um eine ganz besondere, nämlich die Verheißung des Messias aus Galiläa. Ohne ihn leben die Menschen in der Dunkelheit der Sünde und des Todes. Aber mit ihm leben sie von einem großen Licht umgeben, das hell in ihre Seele scheint. Gott hatte für sein verloren gegangenes Volk mehr anzubieten, als nur einen militärischen Sieg. Er bot ihnen Recht und Gerechtigkeit bis in Ewigkeit an. Als ihr Immanuel-Gott würde er ihnen seinen Sohn geben, der ihr ewiger König sein würde. Welch eine Liebe Gottes! Welch ein eifernder Gott für ein so halsstarriges Volk! Das Erscheinen des großen Lichtes ist eine große Freude. Wer darf dann fröhlich sein? Alle, die in dem großen Licht ihren Herrn Jesus Christus sehen. Damit gilt die Verheißung auch uns, die wir an Gottes Sohn glauben. Uns ist ein Kind geboren. Georg Friedrich Händel hat diese Wahrheit so wunderschön vertont. Jesus ist mein Wunder-Rat, mein Gott-Held, mein Ewig-Vater und mein Friede-Fürst. Ich öffne ihm meine Seele, auf dass seine Herrschaft groß werde in mir. Ich biete ihm den Thron meines Herzens an, auf dass des Friedens kein Ende werde zwischen mir und meinem Schöpfer.

Gebet: Danke Herr, für das große Licht. Ich freue mich sehr über das Kommen deines Sohnes Jesus Christus. Ich überlasse ihm den Thron meines Herzens für immer.

Ein Wort: Jesus ist mein großes Licht

Freitag, 2. Juni 2017

März 27

Jesajas Orientierung an seine Jünger

Jesaja 8,1-22 (20)

„Hin zur Weisung und hin zur Offenbarung! Werden sie das nicht sagen, so wird ihnen kein Morgenrot scheinen.“

König Ahas hatte Gott durch seinen Unglauben müde gemacht. Gott gab weitere Ankündigungen. So sollte Jesaja seinen Sohn „Raubebald-Eilebeute“ nennen. Dies deutete an, dass die Herrschaft der Feinde aus dem Norden schon in wenigen Jahren zu Ende ginge. Die neue zukünftige Weltmacht Assyrien würde wie eine Flut die Länder einnehmen. Jesaja schien versucht, sich von der allgemeinen Unsicherheit im Land anzustecken zu lassen. Aber Gott tadelte ihn und seine Jünger: „Fürchtet euch nicht und lasst euch nicht grauen, sondern heiligt ihn, den Herrn Zebaoth; den lasst eure Furcht und euren Schrecken sein.“ Es läuft immer wieder auf die Frage hinaus: Wen fürchte ich mehr – die Menschen oder Gott? Nur die Gottesfurcht erlöste Jesaja von der Menschenfurcht. Das war ihm seit jener Tempelschau unvergesslich geblieben. Jesaja hatte Verantwortung für seine Jünger und sein Volk. Darum ging er mit gutem Beispiel voran. Er entschied sich für den Glauben und folgte dem Wort seines Herrn. Anstatt Totengeister und Beschwörer zu fragen, forderte er seine Jünger auf, sich an den lebendigen Gott zu wenden. Das Wort Gottes gibt uns Glauben und vertreibt die Furcht. Wenn wir unseren Glauben verschweigen, gibt es für das Volk keine Morgenröte, also keine Hoffnung mehr.

Gebet: Herr, du allein sollst meine Furcht und Schrecken sein. Ich halte mich an deine Weisungen. Sie geben mir Hoffnung. Lass dein Morgenrot in meinem Land scheinen.

Ein Wort: Hin zur Weisung

Donnerstag, 1. Juni 2017

März 27

Das Zeichen des Immanuel

Jesaja 7,10-25 (14)

„Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“

Gott bot Ahas an, ein Zeichen von ihm zu fordern. So könnte sein Glaube an Gott eine Hilfe bekommen. Doch Ahas lehnte ab. Er fand keinen Mut dazu. Er gab vor, Gott nicht versuchen zu wollen. Jesaja wurde zornig über diese ablehnende Haltung und sprach: „Ist‘s euch zu wenig, dass ihr Menschen müde macht? Müsst ihr auch meinen Gott müde machen?“ Tatsächlich macht ein von Unglaube und Furcht geprägtes Leben Gott müde. Wer Gott nichts mehr zutraut, der verabreicht Gott ein Schlafmittel. Danach kündigte er Ahas das Strafgericht an. Die Länder Aram und Israel (Ephraim) würden in wenigen Jahren verödet sein. Assyrien, auf das Ahas mehr vertraute als auf Gott, würde sein Schermesser über Juda kommen lassen. Im ganzen Land würden dann nur noch Dornen und Disteln sein. Aber über allem würde das Zeichen des Immanuel stehen. Immanuel heißt übersetzt „Gott ist mit uns“. Das Wunder der Schwangerschaft einer Jungfrau und der Geburt eines Sohnes werden dieses schützende Eingreifen Gottes beweisen. Tatsächlich ließ Gott in dunkelster Zeit seinen Sohn Jesus durch die Jungfrau Maria zur Welt kommen. Jesus beschützt uns nicht nur vor weltlichen Angriffen. Er rettet uns vor der Macht der Sünde (Mt 1,21-23).

Gebet: Herr, ich möchte dich nicht müde machen mit meinem Unglauben und meiner Feigheit. Danke für das Zeichen des Immanuels, das mir deine Gegenwart beweist.

Ein Wort: Immanuel – Gott mit uns!

Mittwoch, 31. Mai 2017

März 27

Aufruf zum Glauben an Ahas

Jesaja 7,1-9 (9)

„Und das Haupt von Ephraim ist Samaria, und das Haupt von Samaria ist der Sohn Ramaljas. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.“

In Kapitel 6 hatte Jesaja eine Begegnung mit dem heiligen Gott gehabt. Dabei erklärte er seine Bereitschaft, ein Gesandter Gottes zu sein. Nun sandte ihn Gott zu Ahas, dem König von Juda. Wie der Wind die Bäume zum Beben bringt, so bebte auch das Herz des Königs vor der Gefahr aus dem Norden. Dort hatten sich Rezin und Pekach, die Könige von Aram und Israel, zusammengetan, um gegen die Assyrer zu bestehen. Auf der Suche nach weiteren Bündnispartnern wollten sie Ahas, der ihnen nicht freundlich gesinnt war, gegen einen eigenen Mann austauschen. Jesaja aber beruhigte König Ahas durch Gottes Wort: „Hüte dich und bleibe still; fürchte dich nicht, und dein Herz sei unverzagt vor diesen beiden Brandscheiten.“ Gott würde die Gefahr abwenden. Der Glaube an Gott ist eine Haltung ruhigen Vertrauens, die manchmal nicht im Einklang mit der Realität zu stehen scheint. Die dunkle Macht der Furcht ließ Ahas Herz erbeben. Nun aber forderte Gott ihn ultimativ zum Glauben an sein siegreiches Handeln auf: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.“ Furcht ist ein Zeichen des Unglaubens und sogar Hochmut gegenüber Gottes Allmacht. Ahas Glaube würde auch das Schicksal seines Volks beeinflussen. Gott ist der Herr unseres Lebens. Es gibt keinen Grund zur Furcht.

Gebet: Herr, vergib mir mein unruhiges Herz. Ich will an dich glauben und meine Furcht ganz dir übergeben.

Ein Wort: Glaubst du nicht, so bleibst du nicht

Dienstag, 28. Februar 2017

Februar 11

Jesajas Berufung

Jesaja 6,1-13 (8)

„Und ich hörte die Stimme des Herrn, wie er sprach: Wen soll ich senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hier bin ich, sende mich!“

Es gibt keine höhere Lebensform als das Leben eines Gesandten Gottes. Ein Bote Gottes zu sein übertrifft alle anderen Lebensziele. Kapitel 6 beschreibt die seltene Begebenheit einer Gottesschau. Jesaja sah den Herrn auf einem hohen und erhabenen Thron sitzen. Engel flogen über ihm und sprachen: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, alle Lande sind seiner Ehre voll!“ Im Angesicht des heiligen und allmächtigen Gottes erkannte der Prophet seine Sündhaftigkeit. Mit glühenden Kohlen berührten die Engel seine Lippen. So wurde ihm seine Schuld genommen. In jeder Sündenvergebung durch den heiligen Gott liegt der Keim zu einer Sendung. Vergebung ist Befreiung. Endlich muss man sich nicht mehr ständig nur mit sich selbst beschäftigen. Jesaja vernahm die kostbare Frage des Herrn: „Wen soll ich senden?“ Er meldete sich freiwillig voller Freude – wie ein Kind, das in der Schule eine richtige Antwort weiß: „Hier bin ich, sende mich!“ Er brauchte sich nicht mehr nur um sich selbst zu kreisen. Er durfte für Gott arbeiten. Er durfte sein Bote sein. Auch wenn wir manchmal keinen sichtbaren Erfolg sehen in unserer Arbeit für Gott, so ist sie doch der größte Segen für unser Leben.

Gebet: Herr, alle Lande sind deiner Ehre voll! Vergib mir mein selbstsüchtiges Leben. Ich höre deinen rettenden Ruf und will die Chance, dein Bote zu sein, ergreifen.

Ein Wort: Hier bin ich, sende mich!

Montag, 27. Februar 2017

Februar 11

Das Werk des Herrn

Jesaja 5,8-30 (12)

„Und haben Harfen, Zithern, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben, aber sehen nicht auf das Werk des Herrn und schauen nicht auf das Tun seiner Hände!“

Es gibt Menschen, die schauen nicht auf das Werk des Herrn. Ihnen ist es egal, wie Gott über ihre Lebensweise denkt. Hauptsache, ihr Wohlstand ist gesichert und es geht ihnen gut. Am Fall Juda sehen wir die verheerenden Auswirkungen solch einer geistlichen Ignoranz. Sie sündigten ohne rot zu werden. Die Wohlhabenden bereicherten sich auf Kosten der anderen und gingen früh dem Saufen nach. Sogar verdrehten sie die Tatsachen. Sie sprachen den Schuldigen frei und verachteten die guten Weisungen Gottes. Aber Gott verkündigte ihnen sechs Wehrufe. Dadurch würde er sich heilig erweisen. Jeder würde für seine Sünden büßen müssen. Sein Gericht würde durch gut durchtrainierte Feinde mit hervorragender Ausrüstung vollzogen werden. Anstatt weltlichen Dingen anzuhängen, sollen wir lieber auf das Werk Gottes achten. Wir sollen unseren Glauben an Gottes Tun stärken. Gottes Werk ist die Schöpfung unseres Lebens. Ein Leben ohne Glauben an Gott ist Sünde. Es scheint Wohlleben zu sein. Aber es mündet in einer verkehrten Welt, wo Hochmut und Übermut regieren. Gottes Gericht über uns Sünder ist gerecht. Seine Rettung durch Jesus Christus ist Gnade. Ich muss die Lehre aus Gottes Gerichtsandrohung ziehen und Jesus in mein Lebensboot holen.

Gebet: Herr, du wirst dich heilig erweisen in Gerechtigkeit. Anstatt für Wohlstand und Selbstzufriedenheit zu sorgen, will ich lieber auf dein Werk achten.

Ein Wort: Ich sehe auf das Werk des Herrn

Samstag, 25. Februar 2017

Februar 11

Das Weinberglied

Jesaja 5,1-7 (2)

„Und er grub ihn um und entsteinte ihn und pflanzte darin edle Reben. Er baute auch einen Turm darin und grub eine Kelter und wartete darauf, dass er gute Trauben brächte; aber er brachte schlechte.“

Jesaja fasste Gottes Beziehung zu seinem Volk in Form eines Liedes zusammen. Lieder bleiben länger im Gedächtnis. Es ist ein Liebeslied voller Zuneigung aber auch Enttäuschung und bitterer Konsequenzen. Der Herr Zebaoth hatte das Haus Israel wie einen erlesenen Weinberg auf einer fetten Höhe angelegt. Er hatte das Land von Widersachern entsteint und Juda als seine edle Pflanzung eingesetzt. Zäune und ein Wachturm sorgten für Schutz. Der Liebhaber hatte die allerbeste Umgebung geschaffen für beste Trauben. Doch wie groß war seine Enttäuschung, als nur schlechte Trauben zum Vorschein kamen. Die Männer Judas, an denen Gottes Herz hing, brachen das Recht, anstatt Recht zu sprechen. Statt Gerechtigkeit auszuüben, taten sie nur Schlechtes. Gott liebt uns über alles. Er gab uns die beste Umgebung mit all unseren Gaben. Familie, Gemeinde, Freunde, Arbeit und Mission sind Gottes Segen. Wir können Gottes Liebe zu uns erwidern, indem wir ihm gute Früchte bringen. Er freut sich sehr, wenn wir seinem Wort gehorchen und unseren Nächsten dienen. Gerne wollen wir unser Leben an sein gutes Ziel führen: In der beständigen Gemeinschaft mit Gott leben und der Welt mit unserem Glaubensvorbild dienen.

Gebet: Herr danke, dass du mich liebst und mir die beste Umgebung geschenkt hast. Ich will dir gute Früchte bringen, indem ich dir gehorche und anderen diene.

Ein Wort: Ich bringe meinem Herrn gute Früchte

Freitag, 24. Februar 2017

Februar 11

Gott lässt Heilige übrig

Jesaja 3,1-4,6 (4,3)

„Und wer da wird übrig sein in Zion und übrig bleiben in Jerusalem, der wird heilig heißen, ein jeder, der aufgeschrieben ist zum Leben in Jerusalem.“

Wir finden hier ein erneutes Zeugnis der Gnade Gottes. Zuerst beschreibt Kapitel 3 die Sünde Jerusalems und Judas. Dann wird ein gerechtes Gericht angekündigt. Schließlich folgt in Kapitel 4 Gottes Vergebung als Grundlage für einen neuen Anfang. Die Männer widerstrebten Gottes Majestät. Sie begehrten gesellschaftliches Ansehen und strebten nach hohen Posten. Dabei beraubten sie die Armen und gingen über Leichen. Die Frauen begehrten die Anerkennung der Männer. Sie trippelten durch die Stadt mit Schrittkettchen an den Füßen und Riechfläschchen in den Täschchen. Gott hält dem Volk durch seinen Propheten ihre Sünde vor Augen. Sein Gericht ließ nicht lange auf sich warten. Krieg riss die Männer in den Tod. Frauen wurden einsam. Kinder kamen an die Macht. Anarchie und Zerstörung überall. Aber dann das Wunder der Neuschöpfung. Der Herr würde aus der verbrannten Erde etwas Neues sprießen lassen. Wegen Gottes unbegreiflicher Gnade würde ein heiliger Rest übrig bleiben. Diese Heiligen haben ihre Schuld vergeben bekommen; abgewaschen durch die Kreuzesgnade Christi. Als Heilige sind wir Gottes Eigentum. Wir gehören ausschließlich Gott. Das ist nicht unser Verdienst, sondern Gottes Geschenk an uns.

Gebet: Herr, ich danke dir für deine rettende Gnade. Nun gehöre ich zu deinem heiligen Volk. Ich will ein heiliges Leben führen und meine Mitmenschen zu dir führen.

Ein Wort: Gott hat mich heilig gemacht

Donnerstag, 23. Februar 2017

Februar 11

Schwerter zu Pflugscharen

Jesaja 2,1-22 (4)

„Und er wird richten unter den Heiden und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“

Nach der Gerichtsankündigung zur Läuterung Jerusalems kündigt Gott nun dessen Auswirkung an. Von Zion, dem Tempelberg Jerusalems, wird Weisung ausgehen. Völker aus allen Teilen der Erde werden herzukommen, um das lebendige Wort Gottes hören zu dürfen. Es wird ein herrliches Wort sein, das die Herzen der Zuhörer verändern wird. Fortan wird nicht mehr Krieg die Lösung von Streitigkeiten sein. Die Liebe zu Gott und zu den Menschen wird jeden Gedanken regieren. Ein Reich des Friedens bricht an. Da werden Schwerter zu Pflugscharen verwandelt, und Spieße zu Sicheln. Nicht Krieg ist Ziel der Schöpfung, sondern Bebauung der Erde und die Verschönerung des Lebens. Die UNO hält dieses Friedensbild durch eine Skulptur fest, bei der ein Mann sein Schwert zu einem Pflug umschmiedet. Dieser Friede geht von Zion aus. Dort hat Jesus den Hass der Welt auf sich genommen und gekreuzigt. Dort ist Jesus als der Friedefürst auferstanden. Wer reumütig zu ihm kommt, dessen kaltes Herz wird zu einem warmen Herz der Liebe verwandelt. Er wird ein Friedensstifter für die Welt sein.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass von Zion Weisung ausgeht. Du machst Schwerter zu Pflugscharen. Du machst mich zu einem Werkzeug deines Friedens.

Ein Wort: Jesus schmiedet mich zu seinem Werkzeug

Mittwoch, 22. Februar 2017

Februar 11

Erlösung durch Gericht

Jesaja 1,21-31 (27)

„Zion muss durch Gericht erlöst werden und, die zu ihr zurückkehren, durch Gerechtigkeit.“

Die treue Stadt Jerusalem war zur Hure geworden. Als sie sich von Gott entfernte, nahm die Kriminalität durch Mord, Korruption und Unterdrückung der Schwachen zu. Die Fürsten jener Zeit waren nicht mehr leuchtende Vorbilder für Recht und Gerechtigkeit. Als Herr Zebaoth konnte Gott diesen Missstand in seinem Volk nicht länger ertragen. Was man den Geringen angetan hatte, das hatte man ihm selber angetan. Was sollte er tun? Er entschied sich, zuerst durch das Gericht zu reinigen. Seine Feinde sollten wie Schlacke entfernt werden. Danach trieb seine Liebe ihn dazu, etwas Neues zu schaffen. Gottesfürchtige Richter und Ratgeber würden wieder für Recht sorgen. Zion musste durch Gericht erlöst werden. Die Loslösung vom Bösen kann sehr schmerzhaft sein. Aber sie ist für die Wiederherstellung der Gerechtigkeit notwendig. Wir müssen Gottes reinigendes Handeln an uns dulden. Er will uns heilen von sündhaften Gewohnheiten. Gottes Gericht hat immer Liebe als Motiv. Das Ergebnis ist ein erneuerter Mensch, der fest auf der Seite der Gerechtigkeit stehen kann. Wer dieses Reinigungsgericht nicht akzeptiert, wird für immer den Herrn verlassen. Er wird in der Niedrigkeit des gottlosen Lebens versinken – so wie einige unbußfertige Israeliten, die an Eichen ihre Lust hatten und durch diesen Baumkult ihr Leben verwirkten.

Gebet: Herr, du duldest keine Ungerechtigkeit. Rette mich und unser Land von Korruption und Ungerechtigkeit. Schaffe etwas Neues durch dein Gericht.

Ein Wort: Ich muss durch das Gericht erlöst werden

Dienstag, 21. Februar 2017

Februar 11

So weiß wie Schnee

Jesaja 1,10-20 (18)

„Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, und wenn sie rot ist wie Scharlach, soll sie doch wie Wolle werden.“

Gott übt scharfe Kritik an den religiösen Praktiken seines Volkes. Sie versuchten auf oberflächliche Weise ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Aber ihre Opferrituale waren dem Herrn zuwider. Für ihn war diese Art der Gottesehrung vergebliche Bemühungen. Auch ihre Feste, ihre Versammlungen und Gottesdienste mochte Gott nicht mehr. Sogar hielt Gott die Ohren vor ihren Gebeten zu. Für Gott sind nicht äußerliche Verhaltensweisen entscheidend, sondern die innere Herzenshaltung. Anstatt religiöse Pflichten zu erfüllen, sollten sie sich lieber bemühen, Gutes zu tun und den Unterdrückten zu helfen. Israel wurde durch seine Heuchelei im Laufe der Zeit verdorben wie Sodom und Gomorra. Doch Gott kündigte Großartiges an: „Wenn eure Sünde auch blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden.“ Vor Gott ist unsere Sünde blutrot. Sie ist nicht zu reinigen und damit unaustilgbar. Aber durch ein unbegreifliches Wunder sollte es doch geschehen, dass die Sünde beseitigt werden könnte. Gott wünscht sich nicht formelle Gottesdienste. Er wünscht sich unser Eingeständnis, ein schlimmer Sünder zu sein. Dies ist der Zugang zum geistlichen Reinigungsmittel: Das Blut unseres Heilandes Jesus Christus.

Gebet: Herr, meine Sünde ist blutrot vor dir. Ich will mich nicht hinter Äußerlichkeiten verstecken. Ich will dir meine Sünde bekennen. Ich glaube, dass Jesus mein Herz reinwaschen kann.

Ein Wort: Jesus macht meine Sünde schneeweiß

Montag, 20. Februar 2017

Februar 11

Ein Ochse kennt seinen Herrn

Jesaja 1,1-9 (3)

„Ein Ochse kennt seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; aber Israel kennt‘s nicht, und mein Volk versteht‘s nicht.“

Gott klagt sein Volk an, ihn verlassen zu haben. Er hatte sie großgezogen wie ein Vater. Nun aber folgten sie dem Bösen nach. Wie ein Krebsgeschwür hatte sich ihre sündhafte Abkehr über den ganzen Körper ausgebreitet. Ein Ochse kehrt instinktiv zu seinem vertrauten Futterplatz zurück. Aber Israel verweigerte seine Heimkehr zu Gott. Wie dumm sind doch die Menschen, die an ihrer Abkehr zu Gott festhalten! Der unbußfertige Sünder verhält sich schöpfungswidrig. Manchmal müssen wir sogar von Ochse und Esel lernen, um Einsicht in unsere Unbußfertigkeit zu bekommen. Um Israel zur Umkehr zu verhelfen, ließ Gott Not zu. Krankheiten und hässliche Wunden bedeckten das Volk. Attacken der Nachbarstaaten verwüsteten das Land und verbrannten ihre Städte. Inmitten des Elends wirkte die Tochter Zion wie eine Nachthütte im Gurkenfeld. Jerusalem war zu jener Zeit nicht mehr als eine Baracke, die vor dem Zerfall stand. Hätte der Herr Zebaoth nicht einen geringen Rest übrig gelassen, wäre ihr Fall schon längst besiegelt. Es war dieser Rest, der dem Land wieder Hoffnung gab. Lasst uns dieser Rest sein, der nicht an der Sünde festhalten will. Lasst uns mindestens so klug sein wie ein Ochse und jeden Tag heimkehren zu dem sichersten Ort der Welt, unserem himmlischen Vater.

Gebet: Herr, es tut mir leid, dass ich dich aus den Augen verloren habe. Wie ein Ochse seinen Herrn kennt, will auch ich umkehren und deine Nähe suchen.

Ein Wort: Ich kenne meinen Herrn

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Dezember 28

Ein Sohn ist uns gegeben

Jesaja 9,1-6 (5)

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst;“

Jesaja prophezeite, dass Gott in der Gestalt eines hilflosen Kindes zu uns kommen würde, um Licht in die Finsternis zu bringen. Obwohl ein Kind machtlos erscheint, ist dieses Kind doch der wahre Herrscher und König der Welt. Ein Name reicht nicht aus, um Jesus vollständig zu beschreiben. Jesus ist der wunderbare Ratgeber, bei dem wir jederzeit Orientierung für unser Leben finden, auch dort, wo Menschen uns keinen Rat geben können. Er ist der starke Gott, der uns hilft, alle Arten von Schwierigkeiten zu überwinden und alle Arten von Anfechtungen zurückzuschlagen. Er ist der ewige Vater, der sich niemals ändert, und der uns Schutz, Geborgenheit und Trost bietet. Jesus ist der Friedefürst, weil er uns Frieden mit Gott geschenkt hat und unser Leben mit seinem Frieden regiert. Jesus ist der verheißene Nachkomme von König David, von dem vorhergesagt wurde, dass sein Thron ewig besteht. Jesu Königreich ist nicht von dieser Welt. Er ist der König über alle, die ihn als Herrn über ihr Leben angenommen haben. In ihrem Leben regiert er mit Recht und Gerechtigkeit. Solches hat der Eifer des Herrn Zebaoth getan, die verlorenen Menschen zu erretten.

Gebet: Jesus, du bist alles, was ich brauche. Lass mich unter deiner Friedensherrschaft leben.

Ein Wort: Jesus ist der Friedefürst

Bibeltext online



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Oktober 2018
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September 2018
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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.