Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Montag, 23. September 2019

Juni 23

Sondern die neue Schöpfung

Galater 6,1-18 (15)

„Denn es gilt weder Beschneidung noch Unbeschnitten-sein, sondern die neue Schöpfung.“

Wie soll unsere Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern sein? Denjenigen, die von einer Verfehlung ereilt wurden, sollen wir mit sanftmütigem Geist wieder zurecht helfen, ohne selbst versucht zu werden. „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ (2) Jeder soll sein eigenes Werk prüfen und seinen Ruhm nicht bei den anderen suchen. Wer im Wort unterrichtet wird, der soll dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern geben. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Wer Gutes sät und nicht müde wird, der wird auch Gutes ernten. Solange wir noch Zeit haben, sollen wir an jedermann Gutes tun, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Die Beschneidung galt damals für die Judenchristen wie ein Zeugnis Gottes. Viele von ihnen suchten ihre Ehre bei anderen, obwohl sie selbst das Gesetz nicht hielten. Wir sollen wie Paulus uns nur des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus rühmen, durch den mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. „Denn es gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein, sondern die neue Schöpfung.“ Wir sollen eine neue Schöpfung sein.

Gebet: Herr Jesus, danke dafür, dass ich durch dein Kreuz eine neue Schöpfung geworden bin.

Ein Wort: Eine neue Schöpfung!

Samstag, 21. September 2019

Juni 23

Das Leben im Geist

Galater 5,16-26 (16)

„Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen. “

Jeder Christ hat zwei Wesen in sich, das Fleisch, die alte sündige Natur und den Geist. Wir sollen im Geist wandeln, damit wir nicht von dem Begehren des Fleisches regiert werden. Wer das Begehren des Fleisches nicht überwindet, der kann nicht im Geist leben. Die Werke des Fleisches sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Diese Werke sind unter dem Gesetz. Diejenigen, die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Christen aber, die im Geist wandeln, bringen die Frucht des Geistes hervor. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Gegen all dies steht kein Gestz. Darum sollen wir im Geist wandeln. Wie können wir so leben? Die aber Christus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden. Um im Geist zu leben, sollen wir im Geist wandeln. Dafür müssen wir auf Jesus am Kreuz schauen, der gekreuzigt ist. Mit ihm ist auch unser Fleisch gekreuzigt.

Gebet: Herr Jesus, danke für deinen blutigen Kampf am Kreuz. Du bist an meiner Stelle gekreuzigt.

Ein Wort: Lasst uns im Geist wandeln!

Freitag, 20. September 2019

Juni 23

Aufruf zur rechten Freiheit

Galater 5,1-15 (13)

„Ihr aber, Brüder und Schwestern,seid zur Freiheit berufen, allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gebt, sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“

Jesus Christus ist in die Welt gekommen, um uns zur Freiheit zu befreien. Dafür hat er sein Leben für uns gelassen und uns von der Sündenschuld befreit. Einige Heidenchristen wurden dazu überredet, sich nach dem Gesetz beschneiden zu lassen. Sie wollten durch das Gesetz gerecht werden. Dabei wussten sie nicht, dass sie das ganze Gesetz zu tun schuldig geworden waren. Auf diese Weise hatten sie Christus verloren und waren aus der Gnade herausgefallen. In Christus zählt nicht, ob man beschnitten ist oder nicht, sondern der Glaube, der durch die Liebe tätig ist. Es gibt einige, die diese Freiheit mit Freizügigkeit oder Zügellosigkeit verwechseln und durch die Freiheit dem Fleisch Raum geben. Wozu sind wir zur Freiheit berufen? „durch die Liebe diene einer dem andern,“ In unserer Freiheit sollen wir durch die Liebe den anderen dienen. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Wenn wir durch die Liebe anderen dienen, erfüllen wir das ganze Gesetz.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du mich zur Freiheit befreit hast. Hilf mir, durch die Liebe tätig zu sein.

Ein Wort: In deiner Freiheit liebe deinen Nächsten!

Donnerstag, 19. September 2019

Juni 23

Knechtschaft und Freiheit

Galater 4,21-31 (22)

„Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magd und einen von der Freien. “

Unser Glaubensvater Abraham hatte zwei Söhne. Der erste Sohn Ismael stammte von der Magd Hagar ab, der zweite Sohn Isaak von der Freien, Sara. Ismael war nach dem Fleisch gezeugt worden, während Isaak durch die Verheißung geboren war. Nach altem Brauch und Gesetz ging der Status der Mutter auf den Sohn über. Die beiden Frauen repräsentieren zwei Bundesschlüsse. Der eine steht für den Berg Sinai, der zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar. Sie ist ein Gleichnis für das Jerusalem, das in der Knechtschaft, unter römischer Besatzung, lebt. Die Freie, unsere Mutter, steht für das Jerusalem droben. Wir Gläubigen sind wie Isaak Kinder der Verheißung. Wie verhielt es sich, als die beiden Söhne zusammen waren? Der nach dem Fleisch gezeugt war, verfolgte den, der nach dem Geist gezeugt war. So konnten sie nicht zusammen sein. Ein Sohn lebte unter der Knechtschaft, der andere in der Freiheit. Der Sohn der Magd sollte ausgestoßen und nicht mit dem Sohn der Freien erben. Diese Geschichte zeigt, dass es zwei verschiedene Arten von Christen gibt. Die einen Christen leben nach ihrem Fleisch, die anderen nach dem Geist.

Gebet: Herr, hilf mir, nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist zu leben.

Ein Wort: Lebe als Kind der Verheißung!

Mittwoch, 18. September 2019

Juni 23

Gott hat den Geist seines Sohnes gesandt

Galater 4,1-7 (6)

„Weil ihr nun Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes gesandt in unsre Herzen, der da ruft: Abba, lieber Vater! “

Zwischen einem unmündigen Erbe und einem Knecht ist kein Unterschied. Er untersteht bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat, Vormündern. Sobald er mündig ist, ist er Herr über alles im Haus und hat Macht. Früher waren wir Knechte der Mächte der Welt. Dann sandte Gott uns seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, um uns davon zu erlösen und uns die Kindschaft zu geben. Jetzt sind wir nicht mehr Knechte, sondern Kinder Gottes und seine Erben. Als Siegel seiner Kindschaft hat er uns den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der ruft: „Abba, lieber Vater!“ Paulus warnte die Galater vor dem Rückfall in die Gesetzlichkeit und fürchtete, vergeblich an ihnen gearbeitet zu haben. Als er ihnen das erste Mal das Evangelium verkündigte, hatten sie ihn trotz seiner leiblichen Schwäche, anscheinend einem Augenleiden, wie einen Engel aufgenommen und hätten sogar ihre Augen für ihn ausgerissen. Jetzt verhielten sie sich wie seine Feinde, als er ihnen die Wahrheit sagte. Es war Paulus, als ob er sie nochmals unter Wehen gebäre, bis Christus in ihnen Gestalt gewinnen würde. Er wünschte sich, dass sie in das Ebenbild Jesu verwandelt werden.

Gebet: Abba, lieber Vater! Danke, dass ich den Geist deines Sohnes empfangen und dein Erbe sein darf.

Ein Wort: Lebe als ein mündiges Kind Gottes!

Dienstag, 17. September 2019

Juni 23

Ihr seid durch den Glauben Gottes Kinder

Galater 3,15-29 (26)

„Denn ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. “

Gott hatte Abraham und seinem Nachkommen, welcher ist Christus, bereits die Verheißung zugesagt. Dieses Testament wurde nicht durch das Gesetz, das 430 Jahre später gegeben wurde, aufgehoben. Dazwischen ist das Gesetz gekommen. Was ist seine Funktion? Es diente als ein Mittel, die Sünden zu erkennen. Es galt so lange, bis der verheißene Nachkomme kam. Nur wenn das Gesetz lebendig machen könnte, käme die Gerechtigkeit aus dem Gesetz. Die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus wird denen gegeben, die glauben. Bevor es möglich war, an Jesus zu glauben, waren wir unter dem Gesetz. Dieses war bis zum Kommen Jesu unser Zuchtmeister gewesen. Ein Zuchtmeisters erzieht die Kinder seines Herrn bis zu einer bestimmten Zeit, damit sie später die Rolle des Herrn übernehmen können. Jetzt glauben wir an Jesus und sind nicht mehr unter dem Gesetz als unserem Zuchtmeister. Durch den Glauben sind wir alle Gottes Kinder in Christus Jesus. In ihm sind alle Gläubigen eins und keiner ist dem anderen in geistlicher Hinsicht überlegen. Da Jesus der Nachkomme Abrahams ist, sind alle, die Jesus angehören, Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du als der verheißene Nachkomme Abrahams gekommen bist. Danke, dass wir durch den Glauben Gottes Kinder und Erben sind.

Ein Wort: Durch den Glauben als Gottes Kinder leben!

Montag, 16. September 2019

Juni 23

Christus wurde zum Fluch für uns

Galater 3,1-14 (13)

„Christus aber hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns – denn es steht geschrieben (5. Mose 21,23): »Verflucht ist jeder, der am Holz hängt« –, .“

Paulus war fassungslos, dass die Galater so unverständig geworden waren. Um sie zur Vernunft zu bringen, fragte er sie: Wer hat euch bezaubert, denen doch Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unvernünftig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr’s denn nun im Fleisch vollenden? Das Gesetz verflucht jeden, der nicht die Anforderung des Gesetzes erfüllt. So sind wir alle unter dem Fluch eingeschlossen. Wie mühselig und schlimm war unser Leben, als wir noch unter dem Fluch waren! Hier ist die frohe Nachricht: Jesus Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes. Wie? Er selbst wurde zum Fluch für uns. Denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.“ Da er unseren Fluch auf sich genommen hatte, sind wir nicht mehr unter dem Fluch, sondern unter dem Segen Abrahams und wir dürfen den verheißenen Geist durch den Glauben empfangen.

Gebet: Herr, danke, dass du an unserer Stelle zum Fluch wurdest und uns davon erlöst hast!

Ein Wort: In Jesus bist du nicht mehr unter dem Fluch, sondern unter dem Segen

Samstag, 14. September 2019

Juni 23

Ich bin mit Christus gekreuzigt

Galater 2,11-21 (19)

„Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.“

In Antiochia aß Petrus zunächst mit den Heidenchristen. Als aber einige von Jakobus aus Jerusalem kamen, sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete. Diese hielten es für unrein, mit den Heiden zusammen zu essen. Mit ihm heuchelten auch die anderen Judenchristen und sogar Barnabas. Sie alle verließen inmitten der Mahlzeit den Speisesaal und nur die Heidenchristen blieben noch am Tisch. Als Paulus diese heuchlerische Szene sah, tadelte er Petrus, einen großen Knecht Gottes, öffentlich vor allen um der Wahrheit des Evangeliums willen.

Paulus hielt sich im Bezug auf das Gesetz für gestorben, weil er nicht mehr dem Gesetz, sondern Gott leben wollte. Er war mit Christus gekreuzigt. Nun lebte Christus in ihm. Paulus lebte im Glauben an den Sohn Gottes, der ihn geliebt hat und sich selbst für ihn dahingegeben hat. Bei Verführungen erinnerte er sich daran, dass er mit Christus gekreuzigt war. Er dachte an die große Liebe Jesu, der sich selbst aus Liebe zu ihm dahingegeben hat. Von dieser großen Liebe überwältigt, konnte er sein Ego kreuzigen und für Gott leben und seine Nächsten lieben.

Gebet: Herr, danke, dass du mich liebst und dich für mich hingegeben hast. Hilf mir, immer in diesem Glauben zu leben.

Ein Wort: Ich bin mit Christus gekreuzigt!

Freitag, 13. September 2019

Juni 23

Sie wurden mit uns eins

Galater 2,1-10 (9)

„und da sie die Gnade erkannten, die mir gegeben war, reichten Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, dass wir unter den Heiden, sie aber unter den Beschnittenen predigen sollten,“

Aufgrund einer Offenbarung zog Paulus mit Barnabas und Titus nach Jerusalem und sprach mit den Apostel über seine Mission unter den Heiden, damit diese Arbeit nicht vergeblich war. Titus, der Grieche war, wurde nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen. Es gab falsche Brüder, die ihre Freiheit in Jesus ausspionierten und verlangten, dass die Heidenchristen beschnitten werden müssten und großen Druck ausübten. Paulus und seine Begleiter gaben nicht nach, damit die Wahrheit des Evangeliums bestehen bliebe. Die Apostel erkannten an, dass Paulus das Evangelium unter den Heiden anvertraut war, so wie Petrus das Evangelium unter den Juden. Denn Gott wirkte sowohl unter den Juden als auch unter den Heiden. Jakobus, Kephas und Johannes besiegelten ihre Übereinstimmung, indem sie Paulus und Barnabas die rechte Hand gaben. Diese Anerkennung war sowohl für die Heidenmission als auch für die Einheit unter den Christen von größter Wichtigkeit. Um diese Einheit zu stärken, sollten sie an die Armen denken, was Paulus eifrig tat.

Gebet: Herr Jesus, wirke in mir und durch mich!

Ein Wort: Einmütig dem Werk Gottes dienen

Donnerstag, 12. September 2019

Juni 23

Durch seine Gnade hat er mich berufen

Galater 1,11-24 (15)

„Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, “

Paulus verkündete, dass das Evangelium, das er predigte, nicht von menschlicher Art ist. Er hatte es weder von einem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi. Er war davor ein Pharisäer gewesen, der tief im Judentum verwurzelt war. Darum eiferte er für die Satzungen der Väter und verfolgte die Gemeinde Gottes über die Maßen und versuchte, sie zu zerstören. Eigentlich hatte er den Zorn und das Gericht Gottes verdient gehabt und die Christen damals lebten in Angst vor ihm. Doch Gott sonderte ihn aus, berief ihn durch seine Gnade und offenbarte ihm seinen Sohn Jesus Christus, damit er ihn durchs Evangelium unter den Heiden verkündigen sollte. Dies war seine Berufung von Gott: den Heiden die Frohe Botschaft von Jesus zu verkündigen. Als Paulus dem Sohn Gottes begegnete, wurde er völlig verändert. Die Berufungsgnade Jesu lehrt uns, dass unsere Rettung allein von ihm kommt. Das dürfen wir nicht vergessen. Die Gemeinden in Judäa priesen Gott über Paulus, als sie hörten, dass ihr früherer Verfolger jetzt den Glauben predigte, den er früher zu zerstören suchte.

Gebet: Herr Jesus, durch deine Gnade bin ich berufen worden. Hilf mir, das Evangelium zu verkündigen.

Ein Wort: Sei ein Botschafter von Jesus!

Mittwoch, 11. September 2019

Juni 23

Die Wahrheit des Evangeliums

Galater 1,1-10 (9)

„Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“

Paulus wünschte seinen Lesern Gnade und Friede von Gott und dem Herrn Jesus Christus, der sich für unsere Sünden dahingegeben hat, um uns von der gegenwärtigen und bösen Welt zu erretten. Jesus gab sich freiwillig und ein für alle Mal hin. Durch seinen Tod erfüllte er die gerechten Forderungen, die Gott an die Sünder stellte, versöhnte sie mit Gott und erlöste sie. Das Evangelium ist eine befreiende Botschaft. Es erlöst uns Sünder, die wir daran glauben, durch die Macht Christi und von der Strafe des zukünftigen Gerichts. Das ist das wahre Evangelium für uns alle. In jeder Epoche gibt es Menschen, die dieses Evangelium abändern. Wer das Evangelium verdreht, „der sei verflucht“. Damals predigten einige Judenchristen, dass nicht der Opfertod Jesu allein, sondern auch die Beschneidung für ihr Heil notwendig sei. Heute gibt es z.B solche, die predigen, es gebe keine absolute Wahrheit bzw. dass diese nicht in Jesus allein, sondern auch in allen anderen Religionen zu finden sei. Damit wir uns nicht verwirren lassen, sollen wir diese Punkte der Reformtion beherzigen: sola gratia (allein aus Gnade), sola fide (allein durch Glauben), sola scriptura (allein durch die Schrift) und solus Christus).

Gebet: Herr Jesus, danke für das wahre Evangelium. Hilf mir, dieses Evangelium fest zu halten.

Ein Wort: Bewahre das wahre Evangelium!

Dienstag, 23. Juni 2015

Dezember 28

Sondern eine neue Kreatur

Galater 6,11-18 (15)

„Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur.“

Jeder möchte jemand sein. Das ist der Grund, warum viele Geld verdienen und Karriere machen und dies zur Schau stellen wollen. Ein Grund dafür, warum die falschen Arbeiter die arglosen Galater in die Irre geführt hatten, lag darin, dass sie eine Schar beschnittener Anhänger bilden und sich damit rühmen wollten. Denn die Beschneidung galt damals für die Judenchristen wie ein Zeugnis Gottes. Die Arbeiter suchten ihre Ehre bei den anderen, obwohl sie selbst nicht nach dem Gesetz lebten und somit Knechte der Begierden des Fleisches waren. Sie wollten jemand sein, aber sie waren in dem Herrn gar nichts. Wer gilt dann etwas in dem Herrn? „Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur.“ Wir sollen eine neue Kreatur sein. Wir sollen unsere Ehre nicht bei den anderen, sondern bei uns selbst suchen. Paulus fand seine Ehre darin, dass er eine neue Kreatur geworden ist. Früher war er ein Teil der Welt. Er lebte so, wie die Menschen in der Welt lebten. Nun aber war er durch das Kreuz Jesu Christi eine neue Kreatur geworden, denn die Welt ist ihm durch das Kreuz Jesu gekreuzigt und er auch der Welt. Er lebte im Geist und trug die Frucht des Geistes. Das Alte war vergangen, siehe, er war eine neue Kreatur geworden.

Gebet: Herr Jesus, danke dafür, dass ich durch dein Kreuz eine neue Kreatur geworden bin.

Ein Wort: Eine neue Kreatur

Montag, 22. Juni 2015

Dezember 28

Mahnung zur Brüderlichkeit

Galater 6,1-10 (10)

„Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen.“

Ein jeder trägt seine eigene Last, sei sie zu Hause, an der Uni oder auf der Arbeitsstelle. Unsere Glaubensbrüder und Schwestern tragen auch ihre Last. Welchen Nutzen haben wir durch die Gemeinschaft mit den Glaubensgenossen? „Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.“ Der Starke soll den Schwachen helfen. Dabei soll er seinen Ruhm nicht bei den anderen suchen, sondern bei sich selbst. Wer aber unterrichtet wird im Wort, der soll dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allem Guten geben. Das ist ein Zeichen dafür, dass er die geistliche Sache höher achtet als die irdische Sache. Wer auf sein Fleisch sät, der wird von dem Fleisch das Verderben ernten; wer aber auf den Geist sät, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Wer Gutes sät und nicht müde wird, der wird auch Gutes ernten. Denn was der Mensch sät, das wird er ernten. Darum, solange wir noch Zeit haben, sollen wir an jedermann Gutes tun, allermeist aber an des Glaubens Genossen. Denn wenn wir an unseren Glaubensbrüdern und Schwestern Gutes tun, das tun wir an unserem Herrn Jesus Christus. Wir werden von ihm reichlich belohnt werden. Denn die Kinder Gottes sind vor Gott sehr kostbar.

Gebet: Herr Jesus, danke für die klare Orientierung. Ich will an meinen Glaubensgenossen Gutes tun, solange ich Zeit habe.

Ein Wort: Was du säst, das erntest du.

Samstag, 20. Juni 2015

Dezember 28

Das Leben im Geist

Galater 5,16-26 (16)

„Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen.“

Nicht alle Christen sind gleich. Es gibt zwei Arten von Christen. Die einen leben im Geist, die anderen aber werden von den Begierden ihres Fleisches regiert. Diese Menschen tun die Werke des Fleisches: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Diese Werke sind unter dem Gesetz. Und die solches tun, werden das Reich Gottes nicht erben. Christen aber, die im Geist wandeln, bringen die Frucht des Geistes hervor. Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit. Gegen all diese ist das Gesetz nicht. Darum sollen wir im Geist leben. Wie können wir im Geist leben? Um im Geist leben zu können, muss man einen Kampf gegen das Fleisch führen, denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch. Wer darum das Begehren des Fleisches nicht überwindet, der kann nicht im Geist leben. Aber dieser Kampf ist sehr mühselig. Wie kann man die Begierden des Fleisches überwinden? Lies Vers 24: „Die aber Christus Jesus angehören, die haben ihr Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaften und Begierden.“ Wenn wir im Geist leben wollen, müssen wir auf Jesus am Kreuz schauen, der gekreuzigt ist. Mit ihm ist auch unser Fleisch gekreuzigt.

Gebet: Herr Jesus, danke für deinen blutigen Kampf am Kreuz. Du bist an meiner Stelle gekreuzigt.

Ein Wort: Lasst uns im Geist wandeln!

Freitag, 19. Juni 2015

Dezember 28

Dienerschaft durch die Liebe

Galater 5,7-15 (13)

„Ihr aber, liebe Brüder, seid zur Freiheit berufen. Allein seht zu, dass ihr durch die Freiheit nicht dem Fleisch Raum gibt; sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“

Der Aufruf „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ hat viele Menschen ermutigt, für die Freiheit zu kämpfen und sie zu ergreifen. In der Freiheit können sich viele Menschen entfalten und ihr Ziel erreichen. Es gibt aber jedoch einige Menschen, die diese Freiheit missbrauchen, indem sie durch die Freiheit dem Fleisch Raum geben. Sie verwechseln die Freiheit mit der Freizügigkeit oder Zügellosigkeit. Sie tun alles, was ihr fleischlicher Instinkt verlangt. Sie sind ehebrecherisch, gottlos, lieblos und zuchtlos. Sie wollen keine Autorität über sich anerkennen und alle gesellschaftichen Normen wegwerfen. Sie wollen nicht der Wahrheit Gottes gehorchen. Solche Menschen schaden sich selbst und auch andere durch ihre Freiheit. Das kommt daher, dass sie durch die Freiheit dem Fleisch Raum geben. Es ist klar, dass Christus uns nicht dafür befreit hat. Wozu sind wir zur Freiheit berufen? „sondern durch die Liebe diene einer dem andern.“ In unserer Freiheit sollen wir anderen dienen, nicht aber aus Zwang, sondern durch die Liebe. Denn das ganze Gesetz ist in einem Wort erfüllt, in dem (3.Mose 19,18): „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Wenn wir durch die Liebe anderen dienen, erfüllen wir das ganze Gesetz.

Gebet: Herr Jesus, danke für meine Freiheit. Hilf mir, der Wahrheit zu gehorchen und durch die Liebe tätig zu sein.

Ein Wort: In deiner Freiheit diene deinen Nächsten!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Dezember 28

Aufruf zur rechten Freiheit

Galater 5,1-6 (1)

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“

Einige falsche Brüder kamen in die Gemeinde und überredeten die Christen, dass sie nach dem Gesetz des Mose beschnitten werden sollten. Sie müssen behauptet haben, dass auch Abraham nach seinem Glauben die Beschneidung als ein Zeichen des Bundes Gottes bekommen habe. Daher ließen sich viele überreden und beschneiden. Sie wollten durch das Gesetz gerecht werden. Dabei wussten sie nicht, dass sie das ganze Gesetz zu tun schuldig geworden waren und sich nun das Joch der Knechtschaft auferlegt hatten. Auf diese Weise hatten sie Christus verloren und waren aus der Gnade gefallen. Das war sehr unverständig von ihnen. Man muss Christus neu erkennen. Jesus Christus ist nicht in die Welt gekommen, um uns mit Gesetz zu unterdrücken. Nein, er ist in die Welt gekommen, um uns zur Freiheit zu befreien. Dafür hat er sein Leben für uns gelassen und für unsere Freiheit alles vollbracht. Jesus hat uns von der Sündenschuld befreit. Jesus hat uns von der Armut und Krankheit befreit. Jesus hat uns von der Hölle und dem Teufel befreit. Schließlich hat er uns von der Todesmacht befreit. Darum konnte Paulus mutig klar verkündigen: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit!“ Wir sollen diese Freiheit ergreifen und sie genießen.

Gebet: Herr Jesus, danke für deine Befreiung. Hilf mir, mit aller Kraft diese Freiheit zu besitzen.

Ein Wort: Zur Freiheit hat uns Christus befreit.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Dezember 28

Knechtschaft und Freiheit

Galater 4,21-31 (22)

„Denn es steht geschrieben, dass Abraham zwei Söhne hatte, den einen von der Magd, den andern von der Freien.“

Unser Glaubensvater Abraham hatte zwei Söhne. Diese zwei Söhne hatten zwar denselben einen Gott und denselben einen leiblichen Vater, aber waren verschie-den. Der erste Sohn Ismael war von der Magd, der zweite Sohn Isaak aber von der Freien. Ismael war aus der Kraft des Fleisches, während Isaak der Kraft der Verheißung geboren war. Wie verhielt es sich, als sie zusammen waren? Der nach dem Fleisch gezeugt war, verfolgte den, der nach dem Geist gezeugt war. So konnten sie nicht zusammen sein. Wer gewann aber in dieser Auseinandersetzung? „Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohn; denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohn der Freien“ (30; 1.Mose 21,10). Ein Sohn lebte unter der Knechtschaft, der andere in der Freiheit. Diese Geschichte zeigt, dass es zwei verschiedene Christen gibt. Die einen Christen leben nach ihrem Flei¬sch, die anderen nach dem Geist. Manchmal scheinen die nach dem Fleisch stärker als die nach dem Geist zu sein. Jedoch wird am Ende der Unterschied zwischen ihnen ganz anders sein. Die nach dem Geist werden viele Nachkommen haben, während die nach dem Fleisch hinaus gestoßen werden. Darum drängt uns die Liebe Gottes (28): „Ihr aber, liebe Brüder, seid wie Isaak Kinder der Verheißung.“ Oder (31): „So sind wir nun, liebe Brüder, nicht Kinder der Magd, sondern der Freien.“

Gebet: Herr, hilf mir, nicht nach dem Fleisch sondern nach dem Geist zu leben.

Ein Wort: Seid Kinder der Verheißung!

Dienstag, 3. Februar 2015

Dezember 28

Christus gewinnt in uns Gestalt

Galater 4,8-20 (19)

„Meine lieben Kinder, die ich abermals unter Wehen gebäre, bis Christus in euch Gestalt gewinne!“

Paulus warnte die Galater vor dem Rückfall in die Gesetzlichkeit, weil sie dabei die Gestalt Jesu Christi in ihnen verlieren würden. Paulus betete und kämpfte dafür, an ihnen nochmals zu arbeiten, bis Christus in ihnen Gestalt gewinnen würde. Was bedeutet, dass Christus in uns Gestalt gewinnt? In diesem Textabschnitt können wir zwei Beispiele beobachten, was es bedeuten kann, wenn Christus in uns Gestalt gewinnt. Das erste Beispiel können wir bei Paulus beobachten. Er sagt (13): „Ihr wisst doch, dass ich euch in Schwachheit des Leibes das Evangelium gepredigt habe beim ersten Mal.“ Seine leibliche Schwäche war nicht nur ihm, sondern auch ihnen ein Anstoß. Insbesondere hatte er ein ernstes Problem mit den Augen. Nochmalerweise hätte er sich krankschreiben lassen und in eine Rehaklinik gehen sollen, statt ins Missionsfeld zu gehen. Weil aber Christus in ihm Gestalt gewann, konnte er doch die Kraft bekommen, trotz seiner leiblichen Schwäche das Evangelium zu predigen. Das andere Beispiel beobachten wir bei den Galatern. Als Christus in ihnen Gestalt gewann, wurden sie Menschen voller Liebe. Sie wollten, von der großen Liebe Gottes in Jesus Christus berührt, sogar ihre eigenen Augen ausreißen und ihm geben. So brennend und so selbstlos wie Christus wollten sie lieben, da Christus in ihnen Gestalt gewann.

Gebet: Lieber Vater! Erbarme dich meiner, da ich die Gestalt Jesu Christi in mir verloren habe. Möge Christus in mir nochmals Gestalt gewinnen!

Ein Wort: Gewinnt Christus in dir Gestalt?

Montag, 2. Februar 2015

Dezember 28

Sei nicht unmündig!

Galater 4,1-7 (1)

„Ich sage aber: Solange der Erbe unmündig ist, ist zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied, obwohl er Herr ist über alle Güter;“

Der Unterschied zwischen dem Erbe und einem Knecht ist groß, so groß wie zwischen Himmel und Erde, denn der Erbe ist Herr über den Knecht. Wenn er nur ein Wort sagt, müssen ihm seine Knechte gehorchen und tun, was er ihnen sagt. Denn er ist der Herr über alle Güter im Haus. Das funktioniert nur dann, wenn der Erbe nicht mehr unmündig ist. Solange er aber noch unmündig ist, gibt es zwischen ihm und einem Knecht kein Unterschied.. Stattdessen untersteht er Vormündern und Pflegern, bis zu der Zeit, die der Vater bestimmt hat. Erst wenn er nicht mehr unmündig ist, kann er als Erbe seine Macht ausüben. So auch wir (3): „Als wir unmündig waren, waren wir in der Knechtschaft der Mächte der Welt.“ Wir aber sind keine Knechte der Welt, sondern Kinder Gottes, die eine große himmlische Macht haben. Denn Gott sandte uns seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, um uns von unserer Knechtschaft zu lösen und die Kindschaft zu geben. So sind wir nicht mehr Knechte, sondern Kinder Gottes. Als Siegel seiner Kindschaft hat er uns den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt, der da ruft: „Abba, lieber Vater!“ Diesen Geist haben wir in uns. Darum sollen wir nicht mehr unmündig sondern mündig sein.

Gebet: Abba, lieber Vater! Danke, dass ich den Geist deines Sohnes empfangen und dein Erbe sein darf.

Ein Wort: Sei nicht mehr unmündig!

Sonntag, 1. Februar 2015

Dezember 28

Ihr seid Abrahams Erben

Galater 3,15-29 (29)

„Gehört ihr aber Christus an, so seid ihr ja Abrahams Kinder und nach der Verheißung Erben.“

Bevor das Gesetz kam, hatte Gott Abraham und seinen Nachkommen bereits die Verheißung zugesagt. Gemäß dieser Verheißung lebte Abraham im Glauben. Er sah aber lange keine Erfüllung der Verheißung. Sein verheißener Nachkomme sollte diese Verheißung erfüllen. Dazwischen ist das Gesetz gekommen. Das Gesetz hat die Funktion des Zuchtmeisters, der die Kinder seines Herrn bis zu einer bestimmten Zeit erzieht und trainiert, damit sie später die Rolle des Herrn übernehmen können. Der Zuchtmeister darf nicht ewig über die Kinder herrschen, sondern nur bis zu einer bestimmten Zeit, die der Herr bestimmt hat. So verhält sich das Gesetz mit uns. Das Gesetz kann über uns solange herrschen, bis wir den Glauben an Jesus Christus haben. Wer darum Jesus Christus angenommen hat und ihm angehört, der braucht keinen Zuchtmeister mehr. Mit dem Glauben an Jesus Christus sind wir nicht mehr unmündig sondern mündig. Der Segen mit dem Glauben an Jesus Christus geht weiter. Da Jesus der rechtmäßige Erbe Abrahams ist, werden alle, die Jesus annehmen, Abrahams Erben. Nicht diejenigen, die nach dem Gesetz beschnitten sind, sondern diejenigen, die Christus angehören, werden Abrahams Erben und seinen Segen empfangen.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du gekommen bist. Darum brauche ich nicht mehr das Gesetz, sondern den Glauben an dich. Hilf mir, dir anzugehören.

Ein Wort: Ergreife die Verheißung durch den Glauben!

Samstag, 31. Januar 2015

Dezember 28

Christus wurde zum Fluch für uns

Galater 3,10-14 (13)

„Christus aber hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes, da er zum Fluch wurde für uns; denn es steht geschrieben (5.Mose 21,23): ‚Verflucht ist jeder, der am Holz hängt,“

Das Gesetz verflucht jeden, der nicht die Anforderung des Gesetzes erfüllt. Wer kann aber alle Forderungen des Gesetzes erfüllen? So sind alle Menschen unter dem Fluch eingeschlossen. Ein Leben unter dem Fluch ist kein Segen. Auch wir haben solch ein Leben erfahren. Wie mühselig und schlimm war unser Leben, als wir noch unter dem Fluch waren! Als Adam gegen Gott gesündigt hatte, musste er für seinen Bauch arbeiten, mit Schweiß auf dem verfluchten Ackerfeld. Als Kain unter dem Fluch war, wurde er ein ruheloser Wanderer auf Erden. Wir müssen aus dem Fluch des Lebens erlöst werden. Hier ist aber die frohe Nachricht! Jesus Christus hat uns erlöst von dem Fluch des Gesetzes. Was hat er für die verfluchten Menschen getan? Er selbst wurde zum Fluch für uns. Wie? Denn es steht geschrieben: „Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.“ Jesus wurde am Holz gekreuzigt und gehängt. So wurde er für uns zum Fluch. Da er unseren Fluch auf sich genommen hatte, sind wir nicht mehr unter dem Fluch. Wir stehen nicht mehr unter dem Fluch, sondern unter dem Segen. Die Zeit des Fluches ist vorbei, und der Segen Gottes ist mit Jesus gekommen. In Jesus wird selbst unser Fluch zum Segen verwandelt werden.

Gebet: Herr, danke, dass du uns von unserem Fluch erlöst hast. Segne uns mit deinem Segen!

Ein Wort: Du bist nicht unter dem Fluch, sondern unter dem Segen

Freitag, 30. Januar 2015

Dezember 28

Gesegnet mit dem gläubigen Abraham

Galater 3,1-9 (9)

„So werden nun die, die aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.“

Paulus bedauerte es sehr, dass die Galater unverständig geworden waren. Denn sie hatten den Glauben an Jesus verlassen und sich dem Gesetz zugewandt. Dadurch setzten sie den Heiligen Geist aufs Spiel. Auch verwarfen sie den Segen Abrahams, den die Kinder Abrahams empfangen hatten. Abrahams Kinder sind die, die aus dem Glauben sind. Denn „Abraham hat Gott geglaubt und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.“ Wenn wir glauben, werden wir so mit dem gläu¬bi¬gen Abraham gesegnet: Wir werden ein verfluchtes Leben verlassen und ein gesegnetes Leben neu begin¬nen. Wir werden sowohl leiblich als auch seelisch wie Abraham gesegnet. Wir werden ein Segen für viele Menschen sein. Und schließlich werden wir ins Himmel¬reich kommen und mit ihm zusammen essen. Wie unver¬ständig ist es deshalb, wenn man diesen Segen Abrahams verwirft? Leider hatten die Galater so unvernünftig gehandelt. Um diese Menschen zur Vernunft zu bringen, stellte Paulus ihnen einige Fragen: Wer hat euch bezaubert, denen doch Jesus Christus vor die Augen gemalt war als der Gekreuzigte? Habt ihr den Geist empfangen durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben? Seid ihr so unvernünftig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr’s denn nun im Fleisch vollenden?

Gebet: Herr, hilf mir, nicht unvernünftig zu sein, sondern gläubig wie Abraham.

Ein Wort: Prüfe deinen Glaubenszustand, wo du bist

Donnerstag, 29. Januar 2015

Dezember 28

Ich bin mit Christus gekreuzigt

Galater 2,15-21 (19)

„Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.“

Paulus war durch seine Erfahrung ganz und gar überzeugt, dass der Mensch durch Werke des Gesetzes nicht gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Darum suchte er keine Gerechtigkeit nach dem Gesetz. Die Vorschriften des Gesetzes wie die Beschneidung, Opferzeremonien und Feiertagen suchte er nicht. Er war entschieden, durch Christus gerecht zu werden. Er zeigte seine Entschlossenheit (19): „Ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.“ Er hielt sich im Bezug auf das Gesetz für gestorben, damit er nicht mehr dem Gesetz, sondern Gott leben wollte. Wenn er verführt wurde, das Gesetz höher als das Kreuz Jesu zu halten, erklärte er mutig: „Ich bin mit Christus gekreuzigt.“ Ein toter Mensch kann nichts tun. Wenn er von Sünden verführt werden sollte, sagte er auch klar: „Ich bin mit Christus gekreuzigt.“ Ein gekreuzigter Mensch ist in allem unfähig. So wurde er von allen irdischen Versuchungen und Drohungen frei. Was war dann sein Leben? Wovon lebte er dann? Lies den Leitvers. „Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.“ Er dachte an die große Liebe Jesu, der sich selbst aus Liebe zu ihm dahingegeben hat. Von dieser großen Liebe überwältigt lebte er getrost. Aus dieser Liebe heraus liebte er auch seinen Nächsten. Sein Ego war gekreuzigt, aber Jesus lebte in ihm.

Gebet: Herr, danke für deine große Liebe zu mir. Hilf mir, aus dieser Liebe zu leben und andere zu lieben.

Ein Wort: Ich bin mit Christus gekreuzigt!

Mittwoch, 28. Januar 2015

Dezember 28

Paulus tadelte Petrus

Galater 2,11-14 (14)

„Als ich aber sah, dass sie nicht richtig handelten nach der Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Kephas öffentlich vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jüdisch, warum zwingst du dann die Heiden, jüdisch zu leben?“

Als Petrus die Gemeinde Antiochia besuchte, aß er mit den dortigen Heidenchristen. Als aber einige von Jakobus aus Jerusalem kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er die aus dem Judentum fürchtete. Denn die orthodoxen Juden hielten es für unrein, mit den Heiden zusammen zu essen. Und mit ihm heuchelten auch die anderen Judenchristen. Auch Barnabas wurde verführt. Sie alle verließen inmitten der Mahlzeit den Speisesaal und nur die Heidenchristen blieben noch am Tisch. Das Essen war für sie wie Sand im Mund. Als Paulus diese heuchlerische Szene sah, tadelte er Petrus, einen großen Knecht Gottes, öffentlich vor allen. Das tat er nicht aus seinem persönlichen Ärger, sondern um der Kirche willen. Für uns ist es kaum zu glauben, dass ein so großer Knecht Gottes wie Petrus so heuchlerisch gehandelt hatte. Sicherlich war er auch ein Mensch, der je nach Umständen schwach und furchtsam sein und nicht nach der Wahrheit des Evangeliums handeln konnte. Der Tadel des Paulus muss ihn wachgerüttelt haben, dass er hinfort nach der Wahrheit des Evangeliums handelte. Petrus war jedoch ein großer Mann Gottes, dass er dennoch Paulus jedes Mal herzlich empfing, wenn er in Jerusalem war.

Gebet: Herr, stelle jemanden auf, der mich tadelt, wenn ich nicht nach der Wahrheit des Evangeliums handele.

Ein Wort: Ein Mensch muss ab und zu getadelt werden

Dienstag, 27. Januar 2015

Dezember 28

Sie wurden mit uns eins

Galater 2,1-10 (9)

„und da sie die Gnade erkannten, die mir gegeben war, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angesehen werden, mir und Barnabas die rechte Hand und wurden mit uns eins, dass wir unter den Heiden, sie aber unter den Juden predigen sollten,“

Paulus sprach hier von der Anerkennung seines Apostelamtes und seiner Mission unter den Heiden durch die anderen Apostel. Persönlich hatte er dazu keinen Ehrgeiz. Heilsgeschichtlich aber fand er es unbedingt notwendig,von den anderen Aposteln anerkannt zu werden, damit er nicht etwa vergeblich liefe. Falls er nicht von ihnen anerkannt werden würde, würde auch seine Heidenmission nicht anerkannt werden. Dann würde keine Einheit unter den Christen gebildet werden. Der Schaden würde die gesamte Kirche hart treffen. Deshalb ging er nach Jerusalem, um sie zu treffen. Paulus gehörte nicht zu den Zwölf Jüngern. Er stammte auch nicht aus dem Gebiet Galiläa, wie die führenden Apostel. Dazu hatte er eine dunkle Vergangenheit, da er die Gemeinde Jesu verfolgt hatte. Trotz aller menschlichen Nachteile bekam er jedoch die volle Anerkennung zu seinem Apostelamt und seiner Mission, weil der Herr in ihm wirksam war. Wenn Gott uns Gnade gibt, werden auch andere uns anerkennen.

Gebet: Herr Jesus, sei wirksam in mir!

Ein Wort: Anerkennung um der Einheit der Kirche willen

Montag, 26. Januar 2015

Dezember 28

Durch seine Gnade hat er mich berufen

Galater 1,11-24 (15)

„Als es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat,“

Paulus dankte Gott immer wieder für seine Berufung zum Apostel. Denn er war ein Pharisäer, der tief im Judentum verwurzelt war. Er eiferte über die Maßen für die Satzungen der Väter. Er verfolgte die Gemeinde Gottes und versuchte, sie zu zerstören. Eigentlich hätte er den Zorn und das Gericht Gottes verdient gehabt. Die Christen hatten damals Angst vor ihm. Sie konnten sich nicht einmal vorstellen, dass solch ein böser Mensch jemals sich zum Herrn Jesus bekehren würde. Dieser Mann aber bekehrte sich nun zum Herrn und wurde zu einem großen Apostel Jesu Christi. Was geschah mit ihm? Gott offenbarte ihm seinen Sohn Jesus Christus. Als Paulus den Sohn Gottes sah, wurde er völlig verändert. Diese Berufungsgnade Gottes lehrt uns zweierlei. Einmal kann man davon ausgehen, dass bei Gott alles möglich ist. Alle können selig werden, nur wenn sie den Sohn Gottes, Jesus Christus, sehen. Auch Zachäus, ein betrügerischer Zöllner, wurde selig, als er den Herrn Jesus sah. Also sollen wir beten, dass unsere Kinder und Freunde den Herrn Jesus sehen. Die Berufungsgnade Jesu lehrt uns auch, dass unsere Rettung allein von ihm kommt. Das dürfen wir nicht vergessen. Paulus erkannte seine Berufungsgnade von Gott. Darum versuchte er, nicht Menschen, sondern allein Gott zu gefallen. Das war seine Stärke.

Gebet: Herr Jesus, meine Berufung kommt von dir. Hilf mir, nicht Menschen sondern Gott zuliebe zu predigen.

Ein Wort: Sei ein Knecht Christi!

Sonntag, 25. Januar 2015

Dezember 28

Die Wahrheit des Evangeliums

Galater 1,6-10 (9)

„Wie wir eben gesagt haben, so sage ich abermals: Wenn jemand euch ein Evangelium predigt, anders als ihr es empfangen habt, der sei verflucht.“

Das Evangelium, das Paulus predigte, war nicht seine eigene Idee, sondern Gottes Lösung, die er auch empfangen hatte (1.Kor 15,3-5): „Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsere Sünden nach der Schrift; und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen.“ Dieses Evangelium ist die Grundlage unseres Glaubens und unserer Errettung. Das ist das wahre Evangelium für uns alle. Es gibt aber zu jeder Zeit Menschen, die das Evangelium verdrehen. Wer aber das Evangelium verdreht, „der sei verflucht“. Damals gab es Judenchristen, die predigten, für Abrahams Segen sei nicht der Opfertod Jesu allein sondern auch die Beschneidung notwendig. Heute gibt es Heidenchristen, die predigen, die Wahrheit sei nicht in Jesus Christus allein sondern auch in allen anderen Religionen. Diese wie jene verdrehen das Evangelium. Damit wir uns nicht verwirren lassen, sollen wir die wesentlichen Punkte der Reformation hören: sola gratia (allein aus Gnade), sola fide (allein durch Glauben), sola scriptura (allein durch die Schrift) und solus Christus (allein Christus).

Gebet: Herr Jesus, danke für das echte Evangelium. Hilf mir, nicht zu einem anderen Evangelium zu gehen.

Ein Wort: Verdrehe nicht das Evangelium!

Samstag, 24. Januar 2015

Dezember 28

Dass er uns errette

Galater 1,1-5 (4)

„der sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat, dass er uns errette von dieser gegenwärtigen, bösen Welt nach dem Willen Gottes, unseres Vaters;“

Jesus hat sich selbst für unsere Sünden dahingegeben. Sein Opfertod hatte ein bestimmtes, klares Ziel, nämlich uns von der gegenwärtigen und bösen Welt zu erretten. Was bedeutet das? Menschen werden von der bösen Welt gefangen. Die Welt ist für sie ein Gefängnis ohne sichtbare Gitter. So empfinden einige ihr Leben in der Welt als böse und unerträglich. Wodurch werden sie von dieser Welt gefangen genommen? Erstens, von ihren Sünden. Sobald sie sündigen, werden sie Gefangene der Welt. So leben sie in Sünden und sterben in Sünden. Das ist ein Teufelskreis. Man muss davon gerettet werden. Wie? Wir müssen im Herzen glauben, dass Jesus sich selbst für unsre Sünden dahingegeben hat. So werden wir die Rettung von der Welt erfahren. Zweitens, wegen Krankheit und Missetat wird unser Leben in der Welt böse. Auch davon müssen wir frei werden. Wie? Der Prophet Jesaja sagt uns die Lösung (53,4.5): „Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. […] Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.“ Jesus hat wegen unserer Krankheit, Schmerzen und Missetat gelitten und ist gestorben. Durch seine Wunden sind wir geheilt. Wenn wir daran glauben, werden wir die Rettung erfahren.

Gebet: Lieber Jesus, vielen Dank für deinen Opfertod.

Ein Wort: Meine Rettung kommt vom Blut Jesu

Bibeltext online



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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.