Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Freitag, 3. Mai 2019

März 18

Verstehst du auch, was du liest?

Apostelgeschichte 8,26-40 (31)

„Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.“

Philippus war ein Christ, der bereit war, Gottes Führung auch unter ganz ungewöhnlichen Umständen zu folgen. Hier gab ihm Gottes Geist die seltsame Orientierung, das blühende Werk in Samaria zu verlassen und auf eine öde Straße zu gehen. Dort sollte er einen besonderen Mann treffen. Er war ein hoher Beamter der äthiopischen Königin. Seine Sehnsucht nach Gott war so stark, dass er die weite Reise nach Jerusalem unternahm, um dort Gott anzubeten. Auf der Rückfahrt las er laut in einer Schriftrolle, die er vermutlich in Jerusalem erworben hatte, Jesaja Kapitel 53. Gottes Wort berührte sein Herz, aber er konnte es ohne die Hilfe eines Bibellehrers nicht verstehen. Philippus wurde von Gottes Geist ermutigt, auf diesen Reisenden zuzugehen und den ersten Schritt zu machen. Philippus erklärte dem Kämmerer anhand der Schriftstelle Jesus als den verheißenen Messias. Der Kämmerer nahm Jesus auf und ließ sich taufen. Er wurde mit großer Freude erfüllt. Er kehrte nach Äthiopien zurück, das heute das einzige Land in Afrika mit einer langen christlichen Tradition ist. Gott selbst ist es, der Menschen vorbereitet, Jesus aufzunehmen. Wenn wir bereit sind, der Führung des Heiligen Geistes zu folgen, dann kann Gott uns gebrauchen.

Gebet: Herr, leite mich heute mit deinem Geist, dass ich die Menschen erkenne, die du vorbereitet hast, und ihnen mit deinem Wort geistlich helfe.

Ein Wort: Sei bereit, Gottes Führung zu folgen!

Donnerstag, 2. Mai 2019

März 18

Sie zogen umher und predigten das Wort

Apostelgeschichte 8,1-25 (4)

„Die nun zerstreut worden waren, zogen umher und predigten das Wort.“

Nach dem Tod des Stephanus kam es in Jerusalem unter der Führung des Saulus zu einer großen Christenverfolgung. Außer den Aposteln flohen alle Gläubigen aus Jerusalem. Doch die zerstreuten Christen ließen sich nicht einschüchtern. Sie zogen umher und predigten das Wort. So wurde durch die Verfolgung sogar die weitere Ausbreitung des Evangeliums gefördert. Philippus, einer der sieben Diakone, kam in die Hauptstadt Samarias. Hier gab es neben Juden auch jüdisch-heidnische Mischreligionen. Die Menschen dort erwiesen sich aber als geistlich offen und neigten einmütig dem Evangelium zu. Heilungen geschahen und es entstand eine große Freude in der Stadt. Sogar der Zauberer Simon, der großen Einfluss gehabt hatte, fand zum Glauben an Jesus. Als Gottes Wirken in Samaria auch in Jerusalem bekannt wurde, sandten die Apostel Petrus und Johannes dorthin. Sie beteten für die neuen Gläubigen und legten ihnen die Hände auf, sodass sie den Heiligen Geist empfingen. Der Zauberer Simon war von dieser Vollmacht sehr beeindruckt und wollte sie für Geld erwerben. Doch den Heiligen Geist und geistliche Vollmacht kann man nicht kaufen. Die Apostel tadelten ihn hart, damit er Buße tun und zu Gott zurückfinden könnte. Geistliche Vollmacht kommt daher, dass wir selbst bereit sind, Gottes Wort auch in einer schwierigen Zeit zu hören und ihm zu gehorchen.

Gebet: Herr, lass mich unabhängig von meiner Lage deinem Wort folgen und es weitergeben.

Ein Wort: Predige das Wort!

Mittwoch, 1. Mai 2019

März 18

Rechne ihnen diese Sünde nicht an!

Apostelgeschichte 7,54-60 (60)

„Er fiel auf die Knie und schrie laut: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht an! Und als er das gesagt hatte, verschied er.“

Stephanus hatte den Hohen Rat mit seiner Sünde direkt konfrontiert. Doch anstatt in sich zu gehen und umzukehren, wurden sie rasend vor Wut. Inmitten der wütenden Menschen blieb Stephanus ganz ruhig. Er erhob seinen Blick zum Himmel und sah dort Gottes Herrlichkeit und Jesus zu Gottes Rechten stehen. Als er gesteinigt wurde, versuchte er nicht, sich zu retten, weinte nicht um sein Leben oder verfluchte seine Mörder. Er rief den Herrn an und vertraute seinen Geist in seine Hände. Er war gewiss, dass Jesus ihn aufnehmen würde, so wie Jesus schon den bußfertigen Räuber am Kreuz aufgenommen hatte. Er betete für seine Mörder, dass Gott ihnen ihre Sünde nicht anrechnet. Wir wissen nicht, was für ein Leben Stephanus geführt hatte, bevor er Jesus begegnet war. Aber Sündenvergebung war etwas, was er so tiefgehend erfahren hatte, dass er bereit wurde, allen anderen Menschen ohne jede Bedingung zu vergeben – sogar als sie ihn gerade steinigten. Gott nahm sein Gebet auf eine besondere Weise an. Ein junger Mann hatte Gefallen am Tod von Stephanus. Gerade diesen Saulus berief Gott später zum Apostel für die Heiden. Weil wir in Jesus selbst Liebe und Vergebung ohne Bedingung erfahren haben, bekommen wir Zugang zu der alles verändernden Kraft, anderen zu vergeben.

Gebet: Herr Jesus, dir vertraue ich mein ganzes Leben an. Lass mich in Jesus Vergebung erfahren und mit dieser Kraft anderen vergeben.

Ein Wort: Erfahre und lerne Vergebung!

Dienstag, 30. April 2019

März 18

Der Himmel ist Gottes Thron

Apostelgeschichte 7,44-53 (49)

„»Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Füße; was wollt ihr mir denn für ein Haus bauen«, spricht der Herr, »oder was ist die Stätte meiner Ruhe?«“

Nachdem er sich mit dem Thema Gesetz befasst hat, geht Stephanus im letzten Abschnitt seiner Rede auf den Anklagepunkt ein, er habe gegen den Tempel geredet. Der Vorläufer des Tempels war die Stiftshütte. Diese wurde nach Gottes Anweisung angefertigt. Sie war das sichtbare Zeichen, dass Gott mit seinem Volk war. Sie begleitete Gottes Volk in das verheißene Land. David suchte eine Ruhestätte für sie. Erst Salomo baute einen Tempel. Doch Gott ist nicht beschränkt auf ein Haus, das Menschen für ihn errichtet haben. Er ist so groß, dass der Himmel sein Thron und die Erde der Schemel seiner Füße ist. Wir können ihn nicht in unsere menschlichen Vorstellungen pressen. Er wünscht von uns nicht äußere Pracht, sondern ein demütiges Herz. Seit Jesu Tod und Auferstehung sind er und seine Gemeinde der wahre Tempel, wo Gott persönlich anwesend ist. Weil die religiösen Leiter Israels an ihren eigenen Vorstellungen von Gott festhalten wollten, konnten sie den Messias nicht annehmen. Sie waren zu stolz und selbstgerecht, um sich als Sünder zu erkennen und auf einen Erretter zu hoffen. Sie glaubten, das Gesetz zu halten, aber in der Tat brachen sie es, indem sie den Gerechten verrieten und töteten. Wir schaffen heute eine angemessene Umgebung für Gott, indem wir auf seine Stimme hören und ihn auf den Thron unseres Herzens setzen.

Gebet: Herr, du bist größer, als ich es mir vorstellen kann. Schenke mir ein demütiges und gehorsames Herz.

Ein Wort: Gottes Thron ist der Himmel

Montag, 29. April 2019

März 18

Dieser empfing Worte des Lebens

Apostelgeschichte 7,17-43 (38)

„Dieser ist’s, der in der Gemeinde in der Wüste stand zwischen dem Engel, der mit ihm redete auf dem Berge Sinai, und unsern Vätern. Er empfing Worte des Lebens, um sie uns weiterzugeben.“

Der zweite Abschnitt der Geschichte Israels umfasst den Exodus. Gott hatte sein Volk in Ägypten wachsen lassen und wollte es in das verheißene Land führen. Er ließ zu, dass sie als Sklaven unterdrückt wurden, damit sie den Wunsch nach Rettung haben könnten. Mose wuchs im Palast des Pharao auf. Als er sich zu seinem Volk bekannte, wurde er abgelehnt und musste fliehen. Er hatte vierzig Jahre in der Wüste Zeit, Demut zu lernen. Aber nichts davon qualifizierte ihn als Anführer seines Volkes, sondern dass Gott ihn persönlich berufen hatte. Auch danach wurde er immer wieder von seinem Volk abgelehnt. Das Gesetz, auf das die Juden so stolz waren, hatte Mose von Gott empfangen. Doch das Gesetz ist viel mehr als eine Sammlung starrer Verhaltensregeln. Das Gesetz sind Worte des Lebens. Vor diesen Worten erkennen wir, dass wir Sünder sind und Errettung brauchen. Als Mose von einem kommenden Propheten sprach, hatte er damit auf Jesus hingewiesen. In unserem Glaubensleben geht es nicht darum, Regeln einzuhalten, und in einer Gemeinde geht es nicht darum, uns von anderen Menschen durch äußerliche Dinge abzugrenzen. Es geht darum, die Worte des Lebens anzunehmen, Jesus zu unserem Erretter und Herrn zu machen und ihm ähnlich zu werden.

Gebet: Herr, danke für deine Worte des Lebens. Lass mich dein Wort und Jesus annehmen, damit ich dadurch geistlich lebendig werde.

Ein Wort: Empfange Worte des Lebens

Samstag, 27. April 2019

März 18

Gott war mit ihm

Apostelgeschichte 7,1-16 (9)

„Und die Erzväter wurden neidisch auf Josef und verkauften ihn nach Ägypten. Aber Gott war mit ihm“

Dieses Kapitel beinhaltet die Verteidigungsrede des Stephanus. Er gibt darin einen Überblick über die Geschichte Israels von Abraham bis hin zu Jesus und zeigt Gottes langfristigen Plan der Erlösung, der sich schließlich in Jesus erfüllt. Auf die Anklagepunkte, er habe gegen den Tempel und das Gesetz geredet, geht er indirekt ein. Gott berief Abraham, in ein Land zu ziehen, das er ihm zeigen wollte. Dabei ging es Gott nicht um das Land, sondern um Abraham. Abraham lernte, aus dem Glauben zu leben und nicht aus dem Sehen. Er hatte in dem verheißenen Land außer seinem Familiengrab niemals ein Stück Land erworben. Seine wahre Heimat war im Himmel. Bevor er überhaupt ein Kind hatte, informierte ihn Gott schon über das Leben seiner zukünftigen Nachkommen und schloss einen Bund durch die Beschneidung mit ihm. Die Geschichte Israels zeigt, dass Gottes Volk immer wieder gerade die Personen ablehnte, durch die Gott ihnen Rettung bringen wollte. So wurde Josef von seinen Brüdern beneidet und als Sklave nach Ägypten verkauft. Gott hörte aber nicht auf, mit ihm zu sein, und errettete seine Familie gerade durch ihn von der Hungersnot. Niemand möchte gerne hören, dass er verloren ist und Rettung braucht. Wer die gute Nachricht von Jesus als dem Retter weitergibt, muss sich daher auch heute auf Widerstand gefasst machen.

Gebet: Herr, danke, dass du auch mit mir bist. Lass mich heute wie Abraham aus dem Glauben leben und auf Jesus als den Erretter hinweisen.

Ein Wort: Gott ist mit uns

Freitag, 26. April 2019

März 18

Das Angesicht eines Engels

Apostelgeschichte 6,8-15 (15)

„Und alle, die im Hohen Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.“

Stephanus war einer der sieben gerade gewählten Diakone. Gott erfüllte ihn mit Gnade und Kraft, sodass Wunder und große Zeichen durch ihn geschahen. Einige aus dem Ausland stammende Juden begannen mit ihm einen theologischen Streit, doch sie konnten seinem Geist und seiner Weisheit nichts entgegensetzen. Deshalb sorgten sie dafür, dass er festgenommen und vor den Hohen Rat gestellt wurde. Sie stellten falsche Zeugen auf, die behaupteten, Stephanus habe gegen den Tempel und das Gesetz gelästert und damit gegen Gott selbst. Vielleicht hatte Stephanus aufgrund der Worte Jesu aus Johannes 2,19 gepredigt. Vielleicht hatte er auch einfach nur davon geredet, dass wir nicht durch die Einhaltung des Gesetzes, sondern durch den Glauben an Jesus vor Gott gerecht werden. Die aus dem Ausland stammenden Juden hatten viel auf sich genommen, um in der Nähe des Tempels und damit Gott nahe zu sein und ein gesetzestreues Leben führen zu können. Dies machte ihre Identität aus, deshalb waren sie in diesem Punkt empfindlich. Die Situation war für Stephanus sehr gefährlich. Doch er wurde nicht ängstlich, unsicher oder aggressiv. Der Hohe Rat sah sein Angesicht wie das eines Engels, weil Gottes Geist aus ihm leuchtete. Weil er entschlossen war, Jesus auch in Leiden und Tod zu folgen, lag schon der Schein des Himmelreiches auf seinem Gesicht.

Gebet: Herr, nimm alle Furcht und Unsicherheit von mir und gebrauche mich heute als deinen mutigen Zeugen.

Ein Wort: Lass Jesus durch dich leuchten

Donnerstag, 25. April 2019

März 18

Arbeitsteilung in der Gemeinde

Apostelgeschichte 6,1-7 (3)

„Darum, liebe Brüder, seht euch um nach sieben Männern in eurer Mitte, die einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sind, die wollen wir bestellen zu diesem Dienst.“

Die Gemeinde wuchs zahlenmäßig weiter. Sie bestand aus zwei sehr unterschiedlichen Gruppen, nämlich hebräischen Judenchristen und griechisch sprechenden Judenchristen aus der Diaspora. Zwischen diesen beiden Gruppen kam es zu einem Konflikt, da die griechischen Juden sich bei der täglichen Versorgung benachteiligt fühlten. Den Aposteln wurde an dieser Stelle klar, dass die Gemeinde inzwischen zu groß geworden war, als dass sie alle Leitungsfunktionen noch selbst wahrnehmen könnten. Sie entschieden sich, eine Arbeitsteilung zu schaffen und einen Teil ihrer Verantwortung zu delegieren. Hierfür gab es biblische Vorbilder (vgl. 2. Mose 18,13-26). Sie selbst wollten ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben. Die Organisation praktischer Hilfe sollten sieben Diakone übernehmen. Obwohl sie eine praktische Aufgabe hatten, waren die Anforderungen hierfür sehr hoch: Sie mussten einen guten Ruf haben und voll Geistes und Weisheit sein. Sie wurden von der gesamten Gemeinde gewählt. Unter ihnen werden wir im Verlauf der Apostelgeschichte Stephanus und Philippus noch begegnen. Als die Aufgaben der Gemeinde verteilt wurden, konnte jeder seine Gaben einsetzen und Gottes Wort sich ausbreiten.

Gebet: Herr, schenke uns Weisheit, die Aufgaben in unserer Gemeinde gut zu verteilen und hilf mir, meine Aufgabe mit Gebet zu erfüllen.

Ein Wort: Geist, Weisheit und Gebet für den Dienst

Mittwoch, 24. April 2019

März 18

Man muss Gott mehr gehorchen

Apostelgeschichte 5,25-42 (29)

„Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“

Der Hohe Rat erfuhr, dass die Männer, die sie gerade erst eingesperrt hatten, schon wieder im Tempel auftraten und lehrten. Sie ließen sie von dort holen, wagten aber nicht, dabei Gewalt anzuwenden, weil sie die öffentliche Stimmung fürchteten. Die Apostel wurden mit der Anschuldigung konfrontiert, sie hätten ihr Lehrverbot übertreten. Petrus und die anderen machten jedoch klar, dass sie Gott mehr gehorchen müssten als den Menschen. Jesu Tod sollte auch nicht Rache und Strafe, sondern Buße und Vergebung bringen. Die Mitglieder des Hohen Rates wurden so wütend, dass sie die Apostel umbringen wollten. In dieser Situation stand Gamaliel auf, einer der berühmtesten Lehrer der damaligen Zeit. Er gab einen vernünftigen Rat. Eine Bewegung, die nur auf einen Menschen gebaut ist, wird früher oder später von selbst untergehen. Die anderen stimmten zu, ließen aber trotzdem die Apostel geißeln, bevor sie sie freiließen, und erneuerten das Predigtverbot. Die Apostel waren durch diese ungerechte Behandlung weder wütend noch selbstmitleidig noch eingeschüchtert. Sie waren fröhlich, weil sie würdig gewesen waren, um des Namens Jesu willen Schmach zu leiden. Wir müssen auch manchmal entscheiden, ob wir dem äußeren Druck oder der Wahrheit von Gottes Wort folgen und ob wir bereit sind, eine ungerechte Behandlung zu erfahren.

Gebet: Herr, lass mich heute dir und deinem Wort gehorchen und mache mich dafür auch bereit, ungerecht behandelt zu werden.

Ein Wort: Gehorche Gott auch gegen Widerstand

Dienstag, 23. April 2019

März 18

Redet alle Worte dieses Lebens

Apostelgeschichte 5,12-24 (20)

„Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte dieses Lebens.“

Nachdem die Gemeinde von dem gefährlichen Einfluss der Heuchelei gereinigt worden war, geschahen noch mehr Zeichen und Wunder durch die Apostel. Die Gemeinde wuchs zahlenmäßig weiter. Sie waren lebendige Zeugen der Auferstehung durch ihr verändertes Leben, in dem andere Menschen Gottes Wesen erkennen konnten. Das störte vor allem die Sadduzäer unter den religiösen Leitern, da sie die Auferstehung leugneten. Sie ließen daher alle Apostel in das öffentliche Gefängnis werfen. Doch dort erschien ihnen in der Nacht der Engel des Herrn und führte sie in die Freiheit. Er beauftragte sie, im Tempel aufzutreten und alle Worte dieses Lebens zu reden. Mit „diesem Leben“ ist das Leben des auferstandenen Jesus gemeint. Nachdem sie befreit waren, hätten sich die Apostel zuerst um ihre eigene Sicherheit oder die ihrer Familien kümmern müssen oder sich zumindest erst einmal ausschlafen können. Doch sie gehorchten Gott und gingen bereits frühmorgens in den Tempel, um Gottes Wort zu lehren. Sie waren bereit, ihre gerade gewonnene Freiheit direkt wieder zu verlieren, weil sie ihr Leben vollständig in die Hand Gottes gelegt hatten. Sie folgten nicht dem äußeren Druck, sondern Gottes Willen. Der Hohe Rat fand nur ein verschlossenes und gut bewachtes, aber leeres Gefängnis und wurde betreten.

Gebet: Herr, danke für die Worte dieses Lebens, die du mir anvertraut hast. Hilf mir, heute ungeachtet meiner eigenen Lage diese Worte weiterzugeben.

Ein Wort: Rede alle Worte dieses Lebens!

Samstag, 16. März 2019

Dezember 16

Ein Herz und eine Seele

Apostelgeschichte 4,32-5,11 (32)

„Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; auch nicht einer sagte von seinen Gütern, dass sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemeinsam.“

Obwohl die Gemeinde inzwischen auf mehr als 5000 Personen angewachsen war (Apg 4,4), waren die Gläubigen ein Herz und eine Seele. Das drückte sich auch im Umgang mit ihrem Besitz aus. Weil sie in Jesus die Auferstehungskraft erfahren hatten, war ihre Hoffnung im Reich Gottes und nicht mehr in der Welt. Sie betrachteten alles als ihr gemeinsames Eigentum. Josef Barnabas, ein Levit aus Zypern, gab ein ermutigendes Beispiel, indem er seinen Acker, der sein materielles Leben sichern sollte, verkaufte und das Geld den Aposteln zu Füßen legte. Das war eine Frucht des Heiligen Geistes. Hananias und Saphira wurden vom Satan zu einem Betrug angestiftet. Sie wollten dieselbe Anerkennung als hingebungsvolle Mitarbeiter wie Barnabas erhalten, aber ohne tatsächlich ihre Sicherheit in Gottes Hände zu legen. Ihr Betrug richtete sich nicht nur gegen die Gemeinde, sondern vor allem gegen Gott und seinen Heiligen Geist. Gott musste seine Gemeinde von einem solch gefährlichen Einfluss reinigen. Dadurch wurden alle mit neuer Gottesfurcht erfüllt. Für innere Veränderung und geistliche Frucht gibt es keinen Abkürzungsweg. Eine Gemeinde ist in Gefahr, wenn es wichtiger wird, was die Gemeindemitglieder für Gott tun, als wer sie vor Gott sind.

Gebet: Herr, vergib mir Heuchelei und oberflächliches Glaubensleben. Lass mich in einer tiefen Beziehung mit Jesus leben, damit ich mit den andern eins sein kann.

Ein Wort: Einheit kommt durch die Beziehung zu Jesus

Freitag, 15. März 2019

Dezember 16

Freimut, Gottes Wort zu reden

Apostelgeschichte 4,23-31 (29)

„Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort.“

Nach ihrer Freilassung berichteten die Apostel der Gemeinde, dass der Hohe Rat sie zwingen wollte, mit der Verkündigung des Evangeliums aufzuhören. Diese Nachricht hätte die ersten Christen furchtsam machen müssen. Sie gingen gemeinsam ins Gebet. Doch weder beteten sie um ihre eigene Sicherheit noch entschuldigten sie sich bei Gott, dass sie die Verkündigung einschränken müssten. Ihr Gebet richtete sich an den allmächtigen Schöpfergott. Sie erinnerten sich an Psalm 2, in dem König David durch den Heiligen Geist inspiriert bereits Verfolgung und Widerstand gegenüber dem Christus vorausgesagt hatte. Sie baten darum, dass Gott ihnen Freimut gebe, um auch unter diesen widrigen Umständen Gottes Wort zu verkündigen. Sie baten auch darum, dass Gott sein Wirken durch Jesus weiter durch Zeichen und Wunder bestätige. Ihr Gebet stellte nicht ihre menschlichen Wünsche nach Ruhe und Sicherheit, sondern Gottes Willen an erste Stelle. Es ehrte und erfreute Gott. Die Erde erbebte, als Gott das Gebet beantwortete, indem er nicht nur die Apostel, sondern alle Anwesenden mit seinem Heiligen Geist erfüllte und ihnen Mut gab, sein Wort zu reden. Auch wir werden mit Ablehnung konfrontiert werden, wenn wir Gottes Wort weitergeben. Lasst uns von den ersten Christen lernen, uns dann nicht furchtsam zurückzuziehen.

Gebet: Herr, vergib mir meinen menschlichen Wunsch nach Sicherheit. Schenke mir heute durch das Gebet deinen Geist, um dein Wort mutig zu verkündigen.

Ein Wort: Bete nicht um Sicherheit, sondern um Mut!

Donnerstag, 14. März 2019

Dezember 16

In keinem andern ist das Heil

Apostelgeschichte 4,1-22 (12)

„Und in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden.“

Als Petrus und Johannes freimütig im Tempel predigten, traten die religiösen Leiter mit der Tempelwache auf den Plan. Vor allem die Sadduzäer, die die Auferstehung leugneten, waren aufgebracht, dass die Apostel an Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten. Sie nahmen Petrus und Johannes fest und stellten sie am nächsten Tag vor den Hohen Rat. Der Heilige Geist erfüllte Petrus und half ihm, ein mutiges Zeugnis abzulegen, dass die Heilung im Namen Jesu Christi, der von ihnen gekreuzigt worden war und den Gott von den Toten auferweckt hatte, geschehen war. Nur durch diesen Jesus finden wir Errettung, Heil und Seligkeit. Die religiösen Autoritäten wunderten sich über den Freimut dieser einfachen Fischer ohne religiöse Ausbildung. Der Gelähmte war der lebendige Beweis für die Wahrheit des Evangeliums und die Veränderungskraft von Jesus. Der Hohe Rat beriet sich hinter verschlossenen Türen. Die Situation war schwierig für sie: Sie wollten den Einfluss dieser neuen Lehre unterbinden, hatten aber keine Argumente. Daher bedrohten sie die Apostel und entzogen ihnen die Erlaubnis, weiter öffentlich im Namen Jesu zu reden. Diese ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Sie konnten es nicht lassen, von dem zu reden, was sie gesehen und gehört hatten.

Gebet: Herr Jesus, nur in deinem Namen gibt es Errettung und Seligkeit. Schenke mir heute deinen Geist, damit ich dein mutiger Zeuge sein kann.

Ein Wort: Nur in Jesus ist das Heil!

Mittwoch, 13. März 2019

Dezember 16

Tut Buße und bekehrt euch

Apostelgeschichte 3,11-26 (19)

„Tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden,“

Als die Menschen im Tempel das Wunder der Heilung des Gelähmten sahen, waren sie von Petrus und Johannes begeistert. Doch Petrus nahm keine Ehre für sich selbst. Er gebrauchte die Gelegenheit, um auf Gott hinzuweisen, der durch dieses Wunder seinen Sohn Jesus verherrlicht hatte. Als Nachkommen Abrahams waren sie Gottes auserwähltes Volk und bestimmt, ein Segen für alle Menschen zu sein. Doch sie hatten Jesus, den Fürsten des Lebens, verleugnet und umbringen lassen, während sie um die Freilassung eines Mörders baten. Gott hatte diesen Jesus von den Toten auferweckt, das konnten Petrus und Johannes bezeugen. Nicht eine besondere Kraft des Petrus oder die magische Zauberformel von Jesu Namen, sondern der Glaube an den auferstandenen Jesus hatte den Gelähmten gesund gemacht. Jesu Tod und Auferstehung waren Gottes Plan zur Errettung, den er bereits durch die Propheten angekündigt hatte. Jesus war zum Himmel aufgefahren, aber er würde am Ende der Zeit wiederkommen. Daher sollten die Zuhörer jetzt die Gelegenheit wahrnehmen, für ihre Sünde Buße zu tun und sich zu Jesus zu bekehren, um Vergebung und ewiges Leben zu erhalten. Wir können von Petrus lernen, in einer Zeit, wo Gott mächtig und offensichtlich wirkt, nicht uns selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern den Menschen zur Buße zu helfen und sie zum Glauben an Jesus zu führen.

Gebet: Herr, danke für Jesus, den Fürsten des Lebens. Lass mich heute einen Menschen auf ihn hinweisen.

Ein Wort: Weise auf Jesus hin, den Fürsten des Lebens

Dienstag, 12. März 2019

Dezember 16

Steh auf und geh umher!

Apostelgeschichte 3,1-10 (6)

„Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“

Früher hatten Petrus und Johannes miteinander konkurriert, aber hier sehen wir sie gemeinsam in den Tempel gehen, um dort zu beten. An einem der Tore des Tempels trafen sie auf einen Mann, der von Mutterleib an lahm war. Er hatte nie auf eigenen Füßen stehen können. Er war vollkommen von der Hilfe und dem Mitleid der Menschen abhängig. Sogar um vor dem Tor des Tempels zu betteln, brauchte er die Hilfe anderer. Er wollte von Petrus und Johannes etwas Geld bekommen. Doch die Apostel erfüllten nicht seine menschliche Erwartung, sondern wollten ihm etwas Besseres geben. Petrus forderte ihn im Namen Jesu Christi auf, aufzustehen und umherzugehen. Das ist für einen Gelähmten medizinisch unmöglich. Doch als der Gelähmte durch den Glauben gehorchte, wurden seine Füße und Knöchel fest und er bekam Kontrolle über seine Motorik. Er konnte nicht nur einige Schritte humpeln, sondern umherspringen und tanzen. Aufgrund seiner Behinderung hatte er den Tempel nie betreten dürfen, aber jetzt tanzte er inmitten des Tempels und lobte Gott. Er konnte ein selbständiges und kraftvolles Leben führen. Dies war ein klares Zeugnis für Gottes Wirken. Wenn wir heute einem Wort Jesu praktisch gehorchen, dann können wir seine Veränderungskraft auch an uns erfahren.

Gebet: Herr, danke für deine Veränderungsmacht. Lass mich deinem Wort durch den Glauben gehorchen und ein verändertes Leben führen.

Ein Wort: Steh auf und folge Gottes Wort!

Montag, 11. März 2019

Dezember 16

Beständig in Lehre, Gemeinschaft und Gebet

Apostelgeschichte 2,37-47 (42)

„Sie blieben aber beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.“

Gottes Wort aus der Pfingstpredigt traf die Zuhörer mitten ins Herz, weil es sie ihrer Sünde überführte. Nun hatten sie eine Frage auf dem Herzen: Was sollen wir tun? Petrus fand eine klare Antwort: Sie sollten Buße tun, das heißt, ihre Sünde bekennen und sich von ihr abwenden, und sich auf den Namen Jesu Christi taufen lassen als Zeichen, dass sie die Sündenvergebung annehmen. Dann werden sie die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Auch heute werden Menschen durch Buße und Glauben an Jesus errettet und durch das Wirken des Heiligen Geistes verändert. Damals folgten 3000 Menschen dieser Orientierung und bildeten damit die erste Gemeinde. Ihre Grundlage waren Lehre, Gemeinschaft und Gebet. Sie folgten beständig der Lehre der Apostel, das heißt dem Wort Gottes. Ihre Gemeinschaft hatte einen materiellen und einen geistlichen Aspekt. Sie stellten einander ihr Material zur Verfügung und praktizierten Gütergemeinschaft. Sie trafen sich im Abendmahl zu geistlicher Gemeinschaft und hielten die Gnade der Vergebung dadurch lebendig. Sie beteten gemeinsam. Ihre Gemeinschaft war voller Freude und hatte große Anziehungskraft, sodass täglich weitere Menschen errettet und hinzugefügt wurden.

Gebet: Herr, danke, dass du uns durch Buße und Glauben errettet hast. Lass uns von der ersten Gemeinde lernen, wie unsere Gemeinschaft beständig sein und wachsen kann.

Ein Wort: Beständig in Lehre, Gemeinschaft und Gebet

Samstag, 9. März 2019

Dezember 16

Jesus ist der Herr und Christus

Apostelgeschichte 2,22-36 (36)

„So wisse nun das ganze Haus Israel gewiss, dass Gott diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.“

Nachdem Petrus das Wirken des Heiligen Geistes erklärt hatte, konfrontierte er seine Zuhörer mit ihrer Schuld. Jesus war durch viele Taten, Wunder und Zeichen von Gott als der Christus ausgewiesen worden. Trotzdem hatten die religiösen Juden ihn durch die Römer umbringen lassen. Doch Jesus war kein hilfloses Opfer ungerechter Menschen. Er hatte sein Leben nach Gottes Willen freiwillig geopfert. Gott hatte die Schmerzen des Todes aufgelöst und ihn auferweckt. Jesu Auferstehung bestätigte ihn klar als den verheißenen Messias. Petrus zitierte den von David stammenden Psalm 16, wo er seine Hoffnung darauf setzt, dass Gott nicht zulässt, dass sein Heiliger die Verwesung sieht. Hiermit meinte David nicht sich selbst, denn er war gestorben und begraben, sondern den Messias. Die Apostel waren Zeugen der Auferstehung Jesu. Nach seiner Auferstehung war Jesus zur Rechten Gottes aufgefahren und hatte den Heiligen Geist von Gott empfangen und ausgegossen. Damit hatte Gott ihn als den Herrn und Christus bestätigt. Wenn wir Jesus als unseren Herrn und Erretter allezeit vor Augen haben, können wir wie David ein mutiges, standhaftes, fröhliches und hoffnungsvolles Leben führen. Dann kann Gott uns auch wie Petrus den Mut schenken, unseren Glauben weiterzugeben.

Gebet: Herr, lass mich heute Jesus, meinen Herrn und Erretter, allezeit vor Augen haben. Schenke mir Mut, andere auf diesen Erretter hinzuweisen.

Ein Wort: Jesus ist mein Herr und Christus

Freitag, 8. März 2019

Dezember 16

Wer den Namen des Herrn anrufen wird

Apostelgeschichte 2,14-21 (21)

„Und es soll geschehen: Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“

Einige der Umstehenden konnten das Pfingstwunder nicht geistlich einordnen und dachten, die Gläubigen seien betrunken. Daraufhin trat Petrus auf und wies dies zurück. Es war erst die dritte Stunde, das heißt 9 Uhr morgens. Um die Ereignisse geistlich zu erklären, zitierte er den Propheten Joel, der die Ausgießung des Heiligen Geistes bereits vor langer Zeit vorausgesagt hatte. Der Heilige Geist ermöglicht es jungen Leuten, mit Vision zu leben, und alten Menschen, Träume zu haben. Er bewirkt, dass Gottes Knechte und Mägde weissagen können. Das griechische Wort für weissagen ist „propheteuo“, man kann es auch verstehen als „Gottes Wort auslegen“. Ehe der große und herrliche Tag des Herrn kommt, werden große Zeichen und Wunder geschehen. Dies ist der Tag, wenn Jesus wiederkommt und die Menschen sich für ihr Leben vor ihm verantworten müssen. Wer könnte dann bestehen? Wie Joel vorausgesagt hat, werden diejenigen gerettet, die den Namen des Herrn anrufen. Vor dem lebendigen Gott werden unsere guten Taten nicht ausreichen. Für unsere Rettung müssen wir uns als Sünder erkennen, für unsere Sünde Buße tun, Jesus als unseren Erretter annehmen und ihn zum Herrn unseres Lebens machen. Dann kann er durch seinen Heiligen Geist auch uns unabhängig von unserem Alter ein Leben mit Vision ermöglichen.

Gebet: Herr, danke für deinen Geist, der mir Vision schenkt und mich befähigt, dein Wort weiterzugeben. Lass in unserem Land viele Jesus als Herrn anrufen.

Ein Wort: Wer Jesus als Herrn anruft, wird gerettet

Donnerstag, 7. März 2019

Dezember 16

Erfüllt von dem Heiligen Geist

Apostelgeschichte 2,1-13 (4)

„und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.“

Die einmütig im Gebet versammelte Gemeinde bildete ein Gefäß, in das Gott seinen Heiligen Geist ausgießen konnte. Zehn Tage nach Jesu Himmelfahrt fand das Pfingstfest statt, an dem Juden aus der ganzen damals bekannten Welt in Jerusalem versammelt waren. Gott wählte diesen Zeitpunkt, um seinen Geist auszugießen. Er erfüllte mit einem Brausen wie von einem starken Wind das ganze Haus. Das griechische und hebräische Wort für Geist kann auch mit „Wind“ übersetzt werden. Gleichzeitig erschienen Zungen wie von Feuer. Das Feuer ist ein Zeichen für die Gegenwart Gottes. Der Geist erfüllte die ganze Gemeinde und befähigte sie, in fremden Sprachen zu sprechen. So konnten sie von den großen Taten Gottes reden und nicht nur die Einwohner Jerusalems, sondern auch die Pilger aus der ganzen Welt konnten sie verstehen. Als die Menschen für ihre eigene Ehre einen Turm bis zum Himmel bauen wollten, um sich einen Namen zu machen, musste Gott ihre Sprache verwirren. Aber als die Gläubigen sich in einmütigem Gebet versammelten, konnte Gott durch seinen Geist die Sprachbarrieren wieder überwinden. Gottes Geist überwindet die Schranken zwischen den Menschen. Dies kann geschehen, wenn Menschen ihre eigene Ehre ablegen und einmütig beten.

Gebet: Herr, lehre uns einmütiges Gebet und sende deinen Geist, damit alle Barrieren überwunden werden und Menschen deine großen Taten erfahren.

Ein Wort: Gottes Geist überwindet alle Barrieren

Mittwoch, 6. März 2019

Dezember 16

Das Wort der Schrift musste erfüllt werden

Apostelgeschichte 1,15-26 (16)

„Ihr Männer, liebe Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen;“

Seit dem Verrat des Judas und seinem anschließenden Selbstmord gab es nur noch elf Apostel. Wenn Gottes Geist wirken sollte, konnte dieses Problem nicht totgeschwiegen werden, sondern es sollte geistlich gelöst werden. Als 120 Brüder versammelt waren, ergriff Petrus die Initiative und sprach das Problem offen an. Er betrachtete den Verrat des Judas aber nicht menschlich, sondern im Licht von Gottes Wort (Ps 69,26; Ps 109,8), das sich erfüllt hat; so wie Jesus kein hilfloses Opfer eines Verrates war, sondern sein Leben freiwillig für uns gegeben hat. Zur Erfüllung von Gottes Wort gehörte aber auch, dass ein anderer das Apostelamt des Judas empfangen musste. Da die Apostel Jesu Zeugen sein sollten, musste es jemand sein, der von Anfang an dabei gewesen war. Die Gläubigen stellten zwei Kandidaten auf und überließen Gott durch ein Losverfahren im Gebet die Entscheidung. Auch heute dürfen schmerzhafte Probleme in einer Gemeinde nicht schweigend geduldet werden, sondern sollen geistlich gelöst werden. Hierfür brauchen wir auch heute Gottes Orientierung durch sein Wort und Gebet, das Gott die letzte Entscheidung überlässt.

Gebet: Herr, danke für dein Wort, das unsere Probleme offenbart und uns Orientierung für ihre Lösung gibt. Hilf uns, Probleme im Gebet geistlich zu lösen.

Ein Wort: Probleme in der Gemeinde geistlich lösen

Dienstag, 5. März 2019

Dezember 16

Einmütiges Gebet

Apostelgeschichte 1,9-14 (14)

„Diese alle hielten einmütig fest am Gebet samt den Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern.“

Nachdem Jesus seinen Jüngern die Kraft des Heiligen Geistes verheißen und ihnen den Auftrag gegeben hatte, seine Zeugen zu sein, wurde er vor ihren Augen in den Himmel aufgenommen. Die Wolke ist das Zeichen für die Macht und Herrlichkeit Gottes. Die Jünger hatten offenbar Schwierigkeiten, sich von diesem Bild zu lösen. Da erschienen ihnen zwei Engel, die sie wieder in die reale Welt zurückholten. Jesus würde so wiederkommen, wie er zum Himmel aufgefahren war. In der Zwischenzeit hatten sie einen Auftrag. Jesus hatte ihnen geboten, auf den verheißenen Heiligen Geist zu warten. Dieses Warten war jedoch kein passiver Vorgang. Vielmehr begaben sie sich nach Jerusalem in das Obergemach, wo sie sich auch sonst trafen. Dort waren nun die elf Jünger, die Frauen, die Jesus nachfolgten, Jesu Mutter Maria und seine Brüder versammelt. Früher hatten die Jünger, vor allem Petrus, Johannes und Jakobus, viel miteinander konkurriert. Jesu Brüder hatten ihre menschliche Beziehung zu Jesus betont. Doch jetzt waren diese sehr unterschiedlichen Menschen im einmütigen Gebet versammelt. Ihr einmütiges Gebet konnte eine Umgebung schaffen, in die Gott seinen Heiligen Geist senden und sie ausrüsten konnte, seine Zeugen bis an die Enden der Erde zu sein.

Gebet: Herr, lehre uns einmütiges Gebet, damit wir deinen Heiligen Geist empfangen können und ausgerüstet werden, um deine Zeugen zu sein.

Ein Wort: Gott wirkt durch einmütiges Gebet

Montag, 4. März 2019

Dezember 16

Ihr werdet meine Zeugen sein

Apostelgeschichte 1,1-8 (8)

„aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Die Apostelgeschichte beginnt dort, wo das Lukasevangelium aufhört: nach Jesu Auferstehung. Jesus nahm sich vierzig Tage Zeit, um seinen Jüngern durch viele Beweise zu zeigen, dass er wirklich lebt. Dadurch konnten sie lebendigen und praktischen Auferstehungsglauben lernen. Außerdem redete er mit ihnen vom Reich Gottes. Jesu Wirken auf der Erde war fast beendet, aber der Aufbau von Gottes Reich hatte gerade erst angefangen. So wie bisher Jesus die Hauptperson war, sollte nun der Heilige Geist diese Rolle übernehmen. Daher sollten die Jünger trotz des äußeren Druckes Jerusalem nicht verlassen, sondern auf die Taufe mit dem Heiligen Geist warten. Ihre Frage zeigt jedoch, dass sie noch eine sehr weltliche Vorstellung vom Reich Gottes hatten. Jesus tadelte sie nicht, sondern lehrte sie, dass Zeit und Stunde in Gottes Hand liegen. Er richtete ihren Blick auf seinen langfristigen Plan: Sie sollten die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der sie befähigen würde, Jesu Zeugen zu sein, angefangen von ihrer nächsten Umgebung bis an die Enden der Erde. Diese Verheißung hat sich bis heute nicht geändert: auch heute möchte Gott uns mit der Kraft seines Heiligen Geistes ausrüsten, damit wir seine Zeugen sind.

Gebet: Herr, danke für die Kraft deines Geistes, mit dem du uns ausrüsten möchtest. Gebrauche mich heute als deinen Zeugen.

Ein Wort: Ein Zeuge Jesu durch die Kraft des Geistes

Dienstag, 11. August 2015

Dezember 28

Paulus‘ Bibelstudium in einer Mietwohnung

Apostelgeschichte 28,16-31 (30.31)

„Paulus aber blieb zwei volle Jahre in seiner eigenen Wohnung und nahm alle auf, die zu ihm kamen, predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus Christus mit allem Freimut ungehindert.“

In Rom durfte Paulus seine eigene Wohnung nehmen, wo er nur durch einen Soldaten bewacht wurde. Zunächst versammelte er die jüdischen Leiter bei sich, um den Grund seiner Anwesenheit zu erklären und Missverständnisse vorzubeugen. Doch die Juden in Rom hatten nichts Negatives über Paulus gehört. Auch über den christlichen Glauben wussten sie nicht gut Bescheid. So nahm sich Paulus einen ganzen Tag Zeit, um mit ihnen Bibelstudium zu machen. Gottes Wort wirkte in den Herzen der Zuhörer, sodass es zu einer Spaltung kam. Einige stimmten Paulus zu, andere lehnten den Glauben ab. Gott hatte die Ablehnung des Messias durch sein Volk bereits vorhergesagt. Fortan konzentrierte sich Paulus ganz auf Gottes Werk unter den Heiden. Er stand zwar unter Hausarrest, aber er nahm alle in seiner Wohnung auf, die zu ihm kamen, predigte ihnen das Reich Gottes und lehrte von Jesus mit allem Freimut. Zwei Jahre konnte er so ungehindert wirken. Rom war die damalige Welthauptstadt. Durch das Bibelstudium in einer Mietwohnung konnte sich das Evangelium in alle Welt ausbreiten.

Gebet: Herr, lass mich in jeder Lage dem Bibelstudium dienen, sodass sich dein Wort ausbreiten kann.

Ein Wort: Nimm alle auf, die zu dir kommen

Montag, 10. August 2015

Dezember 28

So kam Paulus nach Rom

Apostelgeschichte 28,1-15 (14)

„Dort fanden wir Brüder und wurden von ihnen gebeten, sieben Tage dazubleiben. Und so kamen wir nach Rom.“

Die Insel, auf der das Schiff gestrandet war, hieß Malta. Die Schiffbrüchigen wurden von der Bevölkerung sehr freundlich aufgenommen. Auch nach der Rettung war Paulus nicht mit sich selbst beschäftigt, sondern damit, für die anderen ein Feuer zu machen. Dabei wurde er von einer Schlange gebissen, die im Reisig verborgen war. Doch Gott bewahrte ihn, sodass der Schlangenbiss ohne Folgen blieb. Später betete Paulus für den kranken Vater ihres Gastgebers, sodass dieser gesund wurde. Dadurch wurden auch die anderen Inselbewohner ermutigt, ihre Kranken zu Paulus zu bringen. Nach drei Monaten konnte die Reise nach Rom fortgesetzt werden. In Puteoli blieb Paulus eine Woche bei der örtlichen Gemeinde. Die Christen aus Rom hatten bereits von der Ankunft des Paulus gehört und kamen ihm mehr als 50 km bis Forum Appii und Tres-Tabernae entgegen. Wie groß muss die Freude des Paulus gewesen sein, sie endlich persönlich kennenzulernen! Er dankte Gott und gewann Zuversicht. Während er Gott und den Menschen von ganzem Herzen diente, hatte Gott ihn bewahrt und ihn sicher an sein Ziel geführt.

Gebet: Herr, schenke mir Zuversicht, dass du ein Ziel für mein Leben hast, und lass mich dir und den Menschen von ganzem Herzen dienen.

Ein Wort: Gott bringt dich an dein Ziel

Samstag, 8. August 2015

Dezember 28

Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren

Apostelgeschichte 27,1-44 (24)

„und sprach: Fürchte dich nicht, Paulus, du musst vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir fahren.“

Paulus reiste mit anderen Gefangenen unter der Obhut des freundlich gesinnten Hauptmannes Julius per Schiff nach Rom. Doch die Jahreszeit war für die Seefahrt bereits zu gefährlich. Mit Mühe kam das Schiff bis Kreta, und der reiseerfahrene Paulus riet, dort zu überwintern. Doch Schiffseigentümer und Besatzung wollten unbedingt die Fahrt fortsetzen. Erwartungsgemäß geriet das Schiff in einen schweren Sturm und trieb tagelang ziellos im Meer. Die Seeleute taten ihr Bestes, die Situation zu beherrschen, aber schließlich verloren alle die Hoffnung auf Rettung. Inmitten der Verzweiflung wurde der Gefangene Paulus zum Hirten aller hilflosen Menschen auf dem Schiff. Er wusste, dass sein Leben in der Hand Gottes lag und er bei Gott vollkommen sicher war. Gott hatte auch sein Gebet für seine Mitreisenden erhört und wollte alle erretten. Paulus ermutigte alle, etwas zu essen und das Schiff auf eine Landung vorzubereiten. Seine Zuversicht gab allen neuen Mut. Er verhinderte die Flucht der Besatzung, sodass schließlich alle sicher ans Land kommen konnten.

Gebet: Herr, lass mich nicht verzweifeln, sondern schenke mir die Zuversicht, dass du mir viele Menschen zur Rettung anvertraut hast.

Ein Wort: Sei ein Hirte unter allen Umständen

Freitag, 7. August 2015

Dezember 28

Von der Finsternis zum Licht

Apostelgeschichte 25,13-26,32 (26,18)

„um ihnen die Augen aufzutun, dass sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt Satans zu Gott. So werden sie Vergebung der Sünden empfangen und das Erbteil samt denen, die geheiligt sind durch den Glauben an mich.“

Festus musste Paulus nach Rom schicken, hatte jedoch das Problem, keinen Anklagepunkt angeben zu können. Als König Agrippa bei ihm seinen Antrittsbesuch machte, ergab sich die willkommene Gelegenheit, ihm Paulus vorzuführen, um dadurch einen Rat von einem Juden zu bekommen. Vor König Agrippa und Festus durfte Paulus frei und offen sprechen. Er legte sein Lebenszeugnis vor ihnen ab. Er war der Generalbevollmächtigte des Hohen Rates für die Ausrottung des christlichen Glaubens gewesen. Doch Jesus griff selbst in sein Leben ein, indem er ihm auf dem Weg nach Damaskus begegnete und ihn als seinen Diener und Zeugen berief. Gottes Berufung war so klar, dass Paulus nur gehorchen konnte. Sie bestand darin, besonders die Heiden von der Finsternis zum Licht zu führen, indem er die Buße und den Glauben an den auferstandenen Jesus verkündigte. Festus hielt Paulus für verrückt, aber König Agrippa war fast überzeugt. Doch weil er keine Entscheidung treffen wollte, ging die Gelegenheit zur Buße für ihn ungenutzt vorbei.

Gebet: Herr, gebrauche mich als deinen Zeugen, Menschen von der Finsternis zu deinem wunderbaren Licht zu führen.

Ein Wort: Zum Zeugen Jesu berufen

Donnerstag, 6. August 2015

Dezember 28

Zum Kaiser sollst du ziehen

Apostelgeschichte 25,1-12 (12)

„Da besprach sich Festus mit seinen Ratgebern und antwortete: Auf den Kaiser hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du ziehen.“

Felix überließ das Verfahren gegen Paulus seinem Nachfolger Festus. Als Festus seinen Antrittsbesuch in Jerusalem machte, baten die jüdischen Oberen darum, Paulus nach Jerusalem zu überstellen, weil sie erneut einen Mordanschlag gegen ihn planten. Doch Festus blieb bei Cäsarea als Gerichtsort. Dort wurde der Prozess neu aufgerollt. Erneut gab es schwere Anklagen gegen Paulus, aber keine Beweise dafür. Paulus hatte sich weder am Gesetz der Juden noch am Tempel noch am Kaiser schuldig gemacht. Festus wollte die Beziehung zu der jüdischen Führung nicht direkt verderben. Er schlug deshalb vor, die Verhandlung gegen Paulus in Jerusalem fortzusetzen, obwohl er ihn eigentlich mangels Beweisen hätte freisprechen müssen. In Jerusalem war Paulus in großer Gefahr. Er griff deshalb zum äußersten Rechtsmittel als römischer Bürger und legte Berufung beim kaiserlichen Gericht in Rom ein. Nach zwei Jahren in Untersuchungshaft hatte Gott so eine unmögliche Möglichkeit geöffnet, um Paulus doch noch nach Rom, der damaligen Welthauptstadt, zu führen und damit sein Wort aus Kapitel 23,11 zu erfüllen.

Gebet: Herr, danke, dass du dein Wort immer erfüllst, auch wenn ich deine Wege nicht immer verstehe.

Ein Wort: Gottes Wege sind unerforschlich

Mittwoch, 5. August 2015

Dezember 28

Ein unverletztes Gewissen

Apostelgeschichte 24,1-27 (16)

„Darin übe ich mich, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben vor Gott und den Menschen.“

Nachdem Paulus nach Cäsarea gebracht worden war, wurde dort der Prozess vor dem römischen Statthalter Felix fortgesetzt. Der Hohepriester und die Ältesten erschienen mit dem Anwalt Tertullus. Ihre Anklage lautete: Aufruhr unter den Juden, Sektenführerschaft und Entweihung des Tempels. Paulus ging in seiner Verteidigungsrede auf alle Punkte im Einzelnen ein. Man konnte ihm ebenso wenig einen Aufruhr nachweisen wie eine Entweihung des Tempels. Der Weg, den die jüdischen Oberen eine Sekte nannten, bestand darin, Gott gemäß seinem Wort zu dienen. Paulus bekannte seinen Glauben an die Auferstehung und das Gericht Gottes. Weil er sein Leben einmal vor Gott verantworten musste, übte er sich darin, ein unverletztes Gewissen vor Gott und den Menschen zu haben. Paulus forderte auch den Statthalter Felix, der den christlichen Glauben durch seine jüdische Frau kannte, zu einer Entscheidung auf. Doch der zog den Prozess über zwei Jahre hin. Er sprach häufig mit Paulus, doch wenn er mit Gottes Gericht und seiner Sünde konfrontiert wurde, brach er das Gespräch ab, weil er nicht Buße tun wollte.

Gebet: Herr, lass mich aus dem Glauben an die Auferstehung leben und allezeit ein unverletztes Gewissen vor dir und den Menschen haben.

Ein Wort: Übe dich in einem unverletzten Gewissen

Dienstag, 2. Juni 2015

Dezember 28

Beschuldigt wegen des Evangeliums

Apostelgeschichte 23,12-35 (29)

„Da fand ich, dass er beschuldigt wird wegen Fragen ihres Gesetzes, aber keine Anklage gegen sich hatte, auf die Tod oder Gefängnis steht.“

Während Paulus in römischer Haft saß, verschworen sich einige Juden, eine Situation herbeizuführen, um ihn hinterrücks zu ermorden. Sie verbündeten sich dazu mit den Hohenpriestern und Ältesten. Doch Gott ließ Paulus durch seinen Neffen von dem Mordanschlag erfahren. Dieser informierte den römischen Oberst. Der Oberst ließ Paulus durch seine Soldaten in einer Nacht- und Nebelaktion zum Statthalter nach Cäsarea bringen, wo eine ordentliche Gerichtsverhandlung stattfinden konnte. Sein Begleitschreiben zeigt, dass er sehr wohl verstanden hatte, dass Paulus kein Verbrechen im Sinne des römischen Strafrechtes begangen hatte, sondern wegen des Gesetzes, nämlich um des Evangeliums willen. Um des Evangeliums willen musste Paulus viel Verfolgung erleiden. Doch inmitten der widrigen Umstände bewahrte ihn Gott, schützte sein Leben und führte seinen souveränen Plan weiter, ihn nach Rom zu senden.

Gebet: Herr, danke, dass du mich in widrigen Umständen bewahrst und deinen Plan mit mir treu vorantreibst.

Ein Wort: Um des Evangeliums willen

Montag, 1. Juni 2015

Dezember 28

Du musst auch in Rom Zeuge sein

Apostelgeschichte 22,22-23,11 (23,11)

„In der folgenden Nacht aber stand der Herr ihm bei und sprach: Sei getrost! Denn wie du für mich in Jerusalem Zeuge warst, so musst du auch in Rom Zeuge sein.“

Bei dem Wort „Heiden“ gerieten die Juden so außer sich, dass der Oberst Paulus in die Burg in Sicherheit bringen musste. Dort berief sich Paulus mit Weisheit auf sein römisches Bürgerrecht, um dem Verhör und der Folter zu entgehen. Am nächsten Tag wurde er vor dem Hohen Rat gestellt. Als er erkannte, dass der Hohe Rat je zur Hälfte aus Pharisäern und Sadduzäern bestand, gelang es ihm, die Versammlung zu spalten, indem er sich als Pharisäer outete und sich auf die Hoffnung der Auferstehung berief. Erneut wurde Paulus von dem römischen Offizier vor seinen eigenen Landsleuten gerettet. In jener Nacht, als er allein in der Burg saß, muss er verzagt gewesen sein. Wie konnte er den Auftrag Jesu erfüllen? In dieser verzweifelten Lage besuchte Jesus ihn und tröstete ihn. Es gab keinen Grund zur Furcht oder Mutlosigkeit. Wie Paulus in Jerusalem Zeuge war, so würde er auch in Rom als sein Zeuge gebraucht werden.

Gebet: Herr, danke dass du mich auch unter widrigen Umständen als deinen Zeugen gebrauchen möchtest.

Ein Wort: Sei unter allen Umständen Jesu Zeuge!

Samstag, 30. Mai 2015

Dezember 28

Ich will dich zu den Heiden senden

Apostelgeschichte 21,27-22,21 (22,21)

„Und er sprach zu mir: Geh hin; denn ich will dich in die Ferne zu den Heiden senden.“

Als Juden aus Kleinasien Paulus im Tempel sahen, gerieten sie außer sich, weil sie glaubten, er habe den Tempel entweiht. Sie zogen ihn zum Tempel hinaus, um ihn zu lynchen, doch die römische Wache konnte gerade noch dazwischen gehen, um ihn vor der wütenden Menge zu retten. Als der römische Oberst erkannte, dass Paulus offensichtlich kein Unruhestifter war, ließ er ihn zu der jüdischen Menge sprechen. Paulus legte sein Lebenszeugnis vor ihnen ab, wie er selbst als jüdischer Eiferer erzogen worden war und die Christen bis zum Tod verfolgt hatte. Als Jesus selbst ihm begegnete, hatte dies alles verändert. Es war Gottes Wille, ihn vor allen Menschen, auch vor den Heiden, als Zeuge Jesu zu gebrauchen. Als Paulus später im Tempel in Jerusalem betete, empfing er Gottes Berufung, der ihn aus Jerusalem, wo man sein Zeugnis nicht annahm, zu den Heiden senden wollte. Paulus folgte dieser Berufung von ganzem Herzen bis zum Ende, auch wenn er dafür von seinem eigenen Volk abgelehnt wurde.

Gebet: Herr, danke für deine Berufung. Lass mich deiner Berufung bis zum Ende folgen.

Ein Wort: Folge Gottes Berufung!

Freitag, 29. Mai 2015

Dezember 28

Er reinigte sich mit ihnen

Apostelgeschichte 21,15-26 (26)

„Da nahm Paulus die Männer zu sich und reinigte sich am nächsten Tag mit ihnen und ging in den Tempel und zeigte an, dass die Tage der Reinigung beendet sein sollten, sobald für jeden von ihnen das Opfer dargebracht wäre.“

Als Paulus schließlich in Jerusalem ankam, wurde er von den Brüdern gerne aufgenommen. Er berichtete vor Jakobus und den Ältesten, was Gott unter den Heiden bewirkt hatte, und alle lobten Gott dafür. Doch das erste Treffen mit der Gemeindeleitung in Jerusalem zeigte die Gefahr des Konfliktes. Die Gemeinde in Jerusalem bestand überwiegend aus Judenchristen, die ihre jüdischen Traditionen festhielten und Eiferer für das Gesetz waren. Sie hatten nur durch Gerüchte von Paulus‘ Missionsarbeit unter den Heiden gehört und dachten, dass er die in der Diaspora lebenden Juden an einem gesetzestreuen Leben hinderte. Dies war bloß eine Verleumdung, und Paulus hätte sie ignorieren und auf seinem Standpunkt beharren können, dass ohnehin niemand durch jüdische Gesetze errettet wird, sondern dies nur durch den Glauben an Jesus geschieht. Doch Paulus beugte sich demütig dem Rat der Judenchristen, seine Gesetzestreue unter Beweis zu stellen, indem er die Kosten für vier Männer übernahm, die ein Gelübde abgelegt hatten.

Gebet: Herr, lass mich in Konflikten nicht auf meinem Recht und meiner Meinung beharren, sondern nachgeben, um das Herz des anderen zu gewinnen.

Ein Wort: Gib um Jesu willen nach

Donnerstag, 28. Mai 2015

Dezember 28

Ich bin bereit, für den Namen des Herrn zu sterben

Apostelgeschichte 21,1-14 (13)

„Paulus aber antwortete: Was macht ihr, dass ihr weint und brecht mir mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, sondern auch zu sterben in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesus.“

Auf dem Weg nach Jerusalem blieb Paulus eine Woche bei der Gemeinde in Tyrus. Die dortigen Jünger erkannten durch den Geist, was Paulus in Jerusalem bevorstand, und rieten ihm von einer Weiterreise ab. Doch Paulus blieb bei seinen Reiseplänen und brach wieder auf, nachdem die Gemeinde für ihn gebetet hatte. Über Ptolemaïs kamen Paulus und seine Begleiter nach Cäsarea, wo sie von der Hausgemeinde des Philippus aufgenommen wurden, der einer der sieben Armenpfleger gewesen war und damals den Kämmerer aus Äthiopien zum Glauben an Jesus geführt hatte. Dorthin kam der Prophet Agabus und stellte bildlich dar, was mit Paulus in Jerusalem geschehen würde. Nicht nur die Christen aus Cäsarea, sondern auch die Reisebegleiter des Paulus wollten ihn nun bewegen, sein Vorhaben aufzugeben. Doch Paulus war bereit, für den Namen des Herrn Jesus nicht nur die Gefangenschaft auf sich zu nehmen, sondern auch sein Leben vorbehaltlos hinzugeben. Seine Entschlossenheit half auch den anderen, den Willen Gottes anzunehmen.

Gebet: Herr, ich bin bereit, für den Namen des Herrn Jesus mein Leben völlig hinzugeben.

Ein Wort: Sei für Jesus zu allem bereit!

Mittwoch, 27. Mai 2015

Dezember 28

Wenn ich nur mein Amt ausrichte

Apostelgeschichte 20,17-38 (24)

„Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, wenn ich nur meinen Lauf vollende und das Amt ausrichte, das ich von dem Herrn Jesus empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium von der Gnade Gottes.“

Paulus wollte zum Pfingsttag in Jerusalem sein, um dort eine Geldsammlung der heidnischen Gemeinden zu überbringen. Darum wollte er diesmal nicht in Ephesus Station machen, um keine Zeit zu verlieren. Dennoch wollte er die Gemeindeältesten aus Ephesus treffen, weil er merkte, dass dies die letzte Gelegenheit war, sie persönlich zu sehen. Er ließ sie nach Milet kommen, das für ihn auf dem Weg lag. Er erinnerte sie an sein bisheriges Missionsleben, das er unter ihnen geführt hatte. Er hatte ihnen Gottes Ratschluss vollständig verkündigt, indem er ihnen die Umkehr zu Gott und den Glauben an den Herrn Jesus bezeugt hatte. Er hatte drei Jahre lang sein ganzes Herz in diese Aufgabe gelegt. Dabei war er als Zeltmachermissionar für seinen Lebensunterhalt selbst aufgekommen. Nun wollte er dem Ruf des Heiligen Geistes nach Jerusalem folgen, obwohl ihn dort Fesseln und Bedrängnisse erwarteten. Für ihn war es wichtiger, Gottes Amt bis zum Ende auszurichten, als sein Leben zu bewahren. Er ermahnte die Ältesten, als Hirten auf sich selbst und die Gemeinde zu achten und sie vor Angriffen von innen und außen zu schützen.

Gebet: Herr, lass mich deinen Auftrag mit absoluter Haltung bis zum Ende ausrichten.

Ein Wort: Richte dein Amt bis zum Ende aus!

Dienstag, 26. Mai 2015

Dezember 28

Es ist Leben in ihm

Apostelgeschichte 20,1-16 (10)

„Paulus aber ging hinab und warf sich über ihn, umfing ihn und sprach: Macht kein Getümmel; denn es ist Leben in ihm.“

Paulus brach zu seiner geplanten Reise nach Griechenland auf. Er reiste zunächst nach Mazedonien und besuchte dort die Gemeinden, die er bei seiner zweiten Missionsreise gegründet hatte. In Korinth blieb er drei Monate und schrieb dort den Römerbrief. Da er dort Nachstellung durch die Juden erfuhr, kehrte er durch Mazedonien zurück. Auf dem Rückweg blieb er eine Woche in Troas, wo inzwischen auch eine Gemeinde entstanden war. Sie versammelten sich am Sonntag zur Abendmahlsgemeinschaft. Paulus hielt eine lange Predigt bis zur Mitternacht. Ein junger Mann namens Eutychus wurde vom Schlaf überwältigt und stürzte aus dem dritten Stock in den Tod. Doch Paulus ließ sich nicht von der Todesmacht überwältigen. Sein Gebet und sein Auferstehungsglaube erweckten Eutychus wieder zum Leben. Paulus‘ brennender Eifer als Prediger und Seelsorger und sein Auferstehungsglaube schenkten der Gemeinde großen Trost.

Gebet: Herr, schenke mir den brennenden Eifer und Auferstehungsglauben des Paulus, damit ich mich von ganzem Herzen um die anvertrauten Menschen kümmern kann.

Ein Wort: Ein lebengebendes Werk

Montag, 25. Mai 2015

Dezember 28

Tägliches intensives Bibelstudium

Apostelgeschichte 19,1-40 (9)

„Als aber einige verstockt waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von der Lehre, trennte er sich von ihnen und sonderte auch die Jünger ab und redete täglich in der Schule des Tyrannus.“

Als Paulus in Ephesus eintraf, fand er dort zwölf Jünger, die wahrscheinlich von Apollos gelehrt worden waren. Er half ihnen, den Heiligen Geist zu empfangen. Drei Monate lang predigte er in der Synagoge frei und offen und bemühte sich, sie von dem Reich Gottes zu überzeugen. Doch als der Einfluss derjenigen, die verstockt waren und über den Glauben lästerten, zunahm, sonderte Paulus sie ab und widmete sich der Jüngererziehung in der Schule des Tyrannus. Dort lehrte er zwei Jahre lang täglich das Wort Gottes. Der Einfluss dieses täglichen intensiven Bibelstudiums war sehr wirkungsvoll. Gottes Wort breitete sich in ganz Kleinasien aus. Gott bekräftige sein Wort durch verschiedene Wunder. Sieben Brüder, die versuchten, Jesu Namen als magische Zauberformel zu missbrauchen, wurden öffentlich bloßgestellt, sodass alle von der Gottesfurcht ergriffen wurden und viele sich von der Zauberei abwandten. Durch dieses mächtiges Wirken sah Paulus eine neue Vision, nach Rom zu gehen, um auch dort das Evangelium zu verkündigen.

Gebet: Herr, danke für dein mächtiges Wort. Lass mich durch das tägliche intensive Bibelstudium dein mächtiges Wirken erfahren.

Ein Wort: Lehre täglich Gottes Wort!

Samstag, 23. Mai 2015

Dezember 28

Das Wirken einer Hausgemeinde

Apostelgeschichte 18,23-28 (26)

„Er fing an, frei und offen zu predigen in der Synagoge. Als ihn Aquila und Priszilla hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes noch genauer aus.“

Während Paulus zu seiner dritten Missionsreise aufbrach und die Jünger in Kleinasien stärkte, wirkte Gott durch die Hausgemeinde von Aquila und Priszilla mächtig. Sie hatten ihre eigenen Interessen ganz Gottes Werk untergeordnet und waren zu wertvollen Mitarbeitern geworden. In der Synagoge trafen sie einen jungen intellektuellen Mann namens Apollos, der rhetorisch sehr begabt und schriftkundig war und richtig von Jesus lehrte. Als Aquila und Priszilla merkten, dass sein Glaube noch unvollständig war, nahmen sie ihn in ihre Familie auf, um ihm den Weg Gottes noch genauer auszulegen. Durch diese herzliche und hingebungsvolle Dienerschaft konnte Apollos geistliche Einsicht gewinnen und seine geistlichen Gaben in vollen Zügen entfalten. Als er nach Achaja reisen wollte, erhielt er Empfehlungsschreiben von den Brüdern in Ephesus. Als er dahin gekommen war, wurde er eine große Hilfe für diejenigen, die schon gläubig geworden waren. Er widerlegte die Juden kräftig und erwies öffentlich durch die Schrift, dass Jesus der Christus ist.

Gebet: Herr, ich möchte meine Familie für Gottes Werk zur Verfügung stellen, indem ich viele Menschen aufnehme und sie zu Jüngern Jesu erziehe.

Ein Wort: Öffne dein Haus für die Jüngererziehung!

Freitag, 22. Mai 2015

Dezember 28

Ich habe ein großes Volk in dieser Stadt

Apostelgeschichte 18,1-22 (10)

„Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu schaden; denn ich habe ein großes Volk in dieser Stadt.“

Von Athen aus kam Paulus nach Korinth, der Provinzhauptstadt Achajas. Es war eine internationale Hafenstadt wie heute etwa Hamburg. Es gab krasse soziale Gegensätze und eine moralische Verdorbenheit. Paulus lernte hier das Ehepaar Aquila und Priszilla kennen, mit denen er als Zeltmacher arbeitete. Anfangs verkündigte er nur am Sabbat in der Synagoge das Evangelium. Als Silas und Timotheus kamen, konzentrierte er sich ganz auf seine Missionsarbeit. Erneut erfuhr er von den Juden viel Widerstand. Doch Gott ermutigte ihn durch eine Erscheinung, dass er trotz der Widerstände in Korinth bleiben und das Evangelium unerschrocken verkündigen sollte. Er sollte Zuversicht haben, dass Gott gerade in dieser feindseligen Stadt ein großes Volk hat. Paulus gehorchte und konnte Gottes mächtiges Wirken erfahren. Der Synagogenvorsteher kam zum Glauben mit seinem ganzen Hause und ein Mann namens Titius Justus stellte sein Haus direkt neben der Synagoge für die neu entstandene Gemeinde zur Verfügung. Paulus blieb anderthalb Jahre in Korinth und lehrte unter ihnen das Wort Gottes, bevor er über Ephesus und Jerusalem nach Antiochia zurückkehrte.

Gebet: Herr, danke, dass du auch in dieser Stadt ein großes Volk hast. Lass mich dein Wort mutig verkündigen.

Ein Wort: Fürchte dich nicht, rede und schweige nicht!

Freitag, 23. Januar 2015

Dezember 28

Keinem von uns ist Gott fern

Apostelgeschichte 17,16-34 (27)

„damit sie Gott suchen sollen, ob sie ihn wohl fühlen und finden könnten; und fürwahr, er ist nicht ferne von einem jeden unter uns.“

In Athen war Paulus zunächst allein. Athen war das Zentrum der griechischen Kultur und Philosophie. Paulus wurde von geistlichem Zorn erfüllt, als er die vielen Götzenbilder in der Stadt sah. Wie könnte man in dieser gottlosen Umgebung das Evangelium weitergeben? Paulus beschränkte sein Wirken diesmal nicht auf die Synagoge, sondern redete auch täglich auf dem Markt, wo es zu Streitgesprächen mit Philosophen kam. Schließlich erhielt Paulus die Gelegenheit, auf dem Areopag, der höchsten politischen Versammlung, zu sprechen. Er holte die Athener dort ab, wo sie waren: bei ihrer Neugier und ihrer geistlichen Suche. Er verkündete Gott als den allmächtigen Schöpfer, der den Menschen zu seinem Bilde geschaffen hatte. Dieser Gott ist von keinem Menschen fern. Er entlarvte die vielen griechischen Götter als tote Götzen. Er forderte seine Zuhörer zur Buße auf und dazu, an den auferstandenen Jesus zu glauben. Viele verspotteten ihn daraufhin, doch einige schlossen sich ihm an und wurden gläubig.

Gebet: Herr, danke, dass du von keinem Menschen fern bist. Schenke mir ein Herz für die geistlich unwissenden Menschen unserer Zeit.

Ein Wort: Gott ist von keinem Menschen fern

Donnerstag, 22. Januar 2015

Dezember 28

Sie forschten täglich in der Schrift

Apostelgeschichte 17,10-15 (11)

„Diese aber waren freundlicher als die in Thessalonich; sie nahmen das Wort bereitwillig auf und forschten täglich in der Schrift, ob sich’s so verhielte.“

Nach dem überstürzten Aufbruch aus Thessalonich kamen Paulus und seine Mitarbeiter nach Beröa. Sie ließen sich durch die schlechten Erfahrungen, die sie mit den Juden gemacht hatten, nicht entmutigen, sondern gingen direkt wieder in die Synagoge, um das Evangelium zu verkündigen. Dort trafen sie freundliche Menschen, die Gottes Wort bereitwillig aufnahmen. Sie glaubten jedoch nicht unkritisch alles, was man ihnen erzählte. Sie forschten selbst täglich in der Schrift des Alten Testamentes, um die Predigt des Paulus zu überprüfen. Dort fanden sie viele Bestätigungen dafür, dass Jesus der verheißene Messias war. Durch das tägliche intensive Bibelstudium und die Botschaft des Paulus kamen viele zum Glauben an Jesus als den verheißenen Messias. Die Juden in Thessalonich hörten von Gottes Werk in Beröa und kamen dorthin, um Unruhe zu erregen und das Volk zu verwirren. Paulus musste weiterreisen, während Silas und Timotheus zurückblieben.

Gebet: Herr, lass mich täglich in der Schrift forschen, sodass ich Jesus immer tiefer kennen lerne.

Ein Wort: Forsche täglich in der Schrift!

Mittwoch, 21. Januar 2015

Dezember 28

Die den ganzen Weltkreis erregen

Apostelgeschichte 17,1-9 (6)

„Sie fanden sie aber nicht. Da schleiften sie Jason und einige Brüder vor die Oberen der Stadt und schrien: Diese, die den ganzen Weltkreis erregen, sind jetzt auch hierher gekommen;“

Duch Amphipolis und Apollonia kamen die Missionare nach Thessalonich, der damaligen Hauptstadt Mazedoniens und Sitz des römischen Statthalters. Dort gab es eine größere jüdische Gemeinde, und Paulus und seine Mitarbeiter begannen ihre Missionsarbeit wie immer damit, dass sie Gottes Wort in der Synagoge verkündigten. Einige Juden ließen sich überzeugen, dazu etliche Griechen und auch angesehene Frauen. Doch die übrigen Juden ereiferten sich und richteten einen Aufruhr in der Stadt an. Sie zogen vor das Haus Jasons, der sie beherbergte, doch sie hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Jason und einige andere Glaubensgeschwister wurden jedoch vor die Oberen der Stadt geschleift. Die Anklage lautete, dass sie eine Organisation unterstützten, die entgegen dem römischen Kaiser Jesus als König propagierte. Christen wurden als diejenigen bezeichnet, die den ganzen Weltkreis erregen. Tatsächlich ist das Evangelium eine frohe Botschaft, die den ganzen Weltkreis erregen soll. Jason und die anderen Christen kamen nur auf Kaution frei. Paulus und seine Gefährten mussten Thessalonich verlassen.

Gebet: Herr, lass mich daran mitwirken, dass das Evangelium den ganzen Weltkreis erregt.

Ein Wort: Christen sollen die ganze Welt erregen

Dienstag, 20. Januar 2015

Dezember 28

Glaube an den Herrn

Apostelgeschichte 16,16-40 (31)

„Sie sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“

In Philippi wurde Paulus viele Tage von einer Magd mit einem Wahrsagegeist verfolgt. Sie verkündete richtigerweise, dass die Missionare Knechte des allerhöchsten Gottes waren. Doch Paulus wünschte nicht diese Art von Werbung und trieb den Wahrsagegeist aus. Dadurch ging den Herren der Magd ihre Einnahmequelle verloren, und sie verleumdeten Paulus und seine Begleiter, die öffentliche römische Ordnung gestört zu haben. Paulus und Silas wurden geschlagen und in das innerste Gefängnis in den Block gesperrt. Doch sie überwanden ihr Selbstmitleid und die ungerechte Behandlung und beteten und lobten Gott um Mitternacht. Ihr Gebet und Lobgesang ehrten und verherrlichten Gott, der durch ein Erdbeben das Gefängnis öffnete. Der Gefängnisaufseher wollte aus Verzweiflung Selbstmord begehen. Doch Paulus hinderte ihn daran, denn die Gefangenen hatten die Gelegenheit nicht ausgenutzt. Auf seine Frage nach Rettung antwortete Paulus ihm: „Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du und dein Haus selig!“ Der Glaube an den Herrn Jesus ist der Weg zur Seligkeit, die unabhängig von widrigen Umständen, Leiden und Verfolgung ist. Der Gefängnisaufseher kam noch in derselben Nacht zum Glauben an Jesus.

Gebet: Herr, danke für den Glauben an Jesus, der mich selig macht. Lass mich dich unter allen Umständen loben und anbeten.

Ein Wort: Durch den Glauben werden wir selig

Montag, 19. Januar 2015

Dezember 28

Der Herr tat Lydia das Herz auf

Apostelgeschichte 16,11-15 (14)

„Und eine gottesfürchtige Frau mit Namen Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu; der tat der Herr das Herz auf, sodass sie darauf Acht hatte, was von Paulus geredet wurde.“

Nachdem Paulus und seine Begleiter von Troas nach Samothrake übergesetzt waren, kamen sie über Neapolis nach Philippi. Philippi war eine römische Kolonie, wo Kaiser Augustus seine Kriegsveteranen mit ihren Familien angesiedelt hatte. Paulus wollte sein Werk wie gewohnt unter den Juden beginnen, doch es gab in Philippi nicht einmal eine Synagoge. An einem Fluss war ein Versammlungsort, es waren dort aber nur einige Frauen. Paulus ließ sich jedoch nicht entmutigen, sondern gab den Frauen Gottes Wort weiter. Tatsächlich zeigte sich, dass Gott bereits einen Menschen vorbereitet hatte. Lydia, eine Geschäftsfrau aus Thyatira, hörte der Botschaft mit besonderer Aufmerksamkeit zu, weil Gott ihr Herz geöffnet hatte. Sie kam zum Glauben an Jesus und ließ ihr ganzes Haus taufen. Ihre Familie wurde später zu einem Stützpunkt für die Europamission. Ihre Gastfreundschaft war sprichwörtlich. Sie war jederzeit bereit, die Knechte Gottes aufzunehmen und sah dies als Anerkennung ihres Glaubens an.

Gebet: Herr, danke, dass du überall Menschen das Herz für dein Wort öffnest. Lass mich mit Zuversicht dein Evangelium weitergeben.

Ein Wort: Der Herr tut Menschen das Herz auf

Sonntag, 18. Januar 2015

Dezember 28

Komm nach Mazedonien und hilf uns!

Apostelgeschichte 16,6-10 (9)

„Und Paulus sah eine Erscheinung bei Nacht: Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn: Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“

In diesem Abschnitt erweist sich der Heilige Geist als der Herr der Weltmission. Paulus und Barnabas hatten eigentlich vorgehabt, die Provinz Asien mit ihrer Hauptstadt Ephesus zu missionieren. Doch der Heilige Geist hinderte sie daran. Auch der alternative Plan, nach Bithynien zu reisen, wurde durch den Geist Jesu verhindert. So blieb ihnen nichts anderes übrig, als nach Troas zu reisen, einer Stadt am Bosporus, von wo man schon nach Europa herüberschauen konnte. In der Nacht hatte Paulus eine Erscheinung. Ein Mann aus Mazedonien stand da und bat ihn um Hilfe: „Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!“ Mazedonien gehörte zu Griechenland und damit zu Europa. Griechische Kultur, Philosophie, Kunst, Literatur und Politik galten damals als die fortschrittlichsten der Welt. In welcher Hinsicht könnte ein Europäer Hilfe benötigen? Paulus erkannte sofort, dass Gott sie dazu berufen hatte, das Evangelium nach Europa zu bringen. Gottes Plan war umfassender als der Plan des Paulus. Wo Menschen bereit sind, ihren eigenen Plan aufzugeben und der Orientierung des Heiligen Geistes zu folgen, da kann Gottes großer Plan gelingen.

Gebet: Herr, danke, dass du der Herr der Weltmission bist und einen großen Plan auch für mich hast. Lass mich auf die Stimme deines Geistes hören.

Ein Wort: Folge der Führung des Heiligen Geistes!

Samstag, 17. Januar 2015

Dezember 28

Die Gemeinden werden gefestigt

Apostelgeschichte 16,1-5 (5)

„Da wurden die Gemeinden im Glauben gefestigt und nahmen täglich zu an Zahl.“

Nachdem Paulus und Silas durch Syrien und Zilizien gezogen waren, kamen sie nach Derbe und Lystra. Dort war Paulus bei seinem ersten Besuch gesteinigt worden und hatte scheinbar nicht viel ausrichten können (Kap. 14,8-20). Doch seine damalige Hingabe hatte Früchte getragen, sodass er einen jungen Mann namens Timotheus fand, der wegen seines Glaubens einen guten Ruf hatte. Paulus nahm ihn mit und wurde zu seinem geistlichen Ziehvater. Obwohl Paulus so viel dafür gekämpft hatte, dass die Heidenchristen das Gesetz nicht einhalten müssen, beschnitt er Timotheus, damit er sowohl von Judenchristen als auch von Heidenchristen akzeptiert werden könnte. Tatsächlich wurde er später einer der engsten Mitarbeiter des Paulus. Die Beschlüsse der Apostelversammlung waren in allen Städten eine große Ermutigung. Diejenigen unter den Heiden, die bisher zurückhaltend gewesen waren, weil sie befürchteten, durch die Bekehrung die Last des jüdischen Gesetzes tragen zu müssen, konnten nun ohne Hindernis ihren Glauben an Jesus Christus bekennen. Die Gemeinden wurden im Glauben gefestigt und vermehrten sich täglich.

Gebet: Lass auch unsere Gemeinde im Glauben gefestigt werden und wachsen.

Ein Wort: Im Glauben gefestigt werden und wachsen

Freitag, 16. Januar 2015

Dezember 28

Lasst uns wieder aufbrechen

Apostelgeschichte 15,36-4 (36)

„Nach einigen Tagen sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns wieder aufbrechen und nach unsern Brüdern sehen in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, wie es um sie steht.“

Nachdem ein theologischer Grundsatzstreit durch die Apostelversammlung gelöst war, dachte Paulus an die Gemeinden, die sie während ihrer ersten Missionsreise gegründet hatten. Er hatte den dringlichen Wunsch, sie zu besuchen, um zu erfahren, wie es ihnen ginge. Eigentlich wollte er wieder mit Barnabas zusammen reisen. Doch sie konnten sich in einem Punkt nicht einigen. Barnabas wollte erneut seinen Vetter Johannes Markus mitnehmen. Doch der hatte bei der letzten Missionsreise kalte Füße bekommen, als es schwierig wurde, und war nach Hause zurückgekehrt. Paulus wollte nur Begleiter auf dieser Missionsreise, die hundertprozentig entschlossen waren. Barnabas dagegen war bereit, Johannes Markus zu ermutigen und ihm eine zweite Chance zu geben. In Gottes Werk brauchen wir beides: Mitarbeiter, die andere zu einer klaren Entscheidung herausfordern, und solche, die andere mit Geduld und Hoffnung ermutigen. Schließlich trennten sich Paulus und Barnabas. Paulus reiste mit Silas, mit dem er ein gutes Team bildete. Barnabas reiste mit Johannes Markus nach Zypern, der später doch noch zu einem wertvollen Mitarbeiter auch für Paulus wurde.

Gebet: Herr, lass mich meine eigenen Gaben für die Weltmission einsetzen und auch andere dazu ermutigen.

Ein Wort: Sei ein Mitarbeiter für die Weltmission!

Donnerstag, 15. Januar 2015

Dezember 28

Glaubensleben bedeutet keine Last

Apostelgeschichte 15,22-35 (28)

„Denn es gefällt dem Heiligen Geist und uns, euch weiter keine Last aufzuerlegen als nur diese notwendigen Dinge.“

Die Apostel sandten Judas Barsabbas und Silas, bewährte Männer, mit Paulus und Barnabas nach Antiochia, um die Beschlüsse der Apostelversamm¬lung zu überbringen. In ihrem Brief reden sie die Heidenchristen als Brüder an, die des Heils Gottes würdig sind. Sie erkennen die Arbeit von Paulus und Barnabas unter den Heiden ausdrücklich an und weisen diejenigen zurecht, die den Heidenchristen mit ihrer Gesetzlichkeit Unruhe gemacht hatten. Die Heiden durften die Errettung allein aus der Gnade Gottes in Jesus annehmen. Man sollte ihnen keine Last auferlegen. Das Glaubensleben soll nicht eine Last sein, sondern von der Freude über die Erret¬tung erfüllt werden. Die Heiden sollten sich lediglich vom Götzenopfer, vom Blut, vom Erstickten und von Unzucht fernhalten. Diese Regeln waren nicht für ihre Errettung notwendig. Es waren Speisegebote und andere praktische Regeln, die es ermöglichen sollten, dass Juden- und Heidenchristen ungestörte Gemeinschaft miteinander haben konnten. In Antiochia freute man sich über den Zuspruch durch diesen Brief sehr.

Gebet: Herr, danke, dass du mir keine Last auferlegst, sondern mir Freude und Erfüllung durch dein Evangelium schenkst.

Ein Wort: Glaubensleben ist Freude, keine Last

Mittwoch, 14. Januar 2015

Dezember 28

Den bekehrten Heiden keine Unruhe machen

Apostelgeschichte 15,1-21 (19)

„Darum meine ich, dass man denen von den Heiden, die sich zu Gott bekehren, nicht Unruhe mache.“

In der ersten Gemeinde kam es zu einem dogma¬tischen Streit darüber, ob es für die Errettung der Heidenchristen notwendig sei, zunächst Juden zu werden, indem sie sich beschneiden lassen und das Gesetz des Mose einhalten. Um diese Frage zu klären, wurden Paulus und Barnabas nach Jerusalem gesandt, wo die Apostelver¬samm¬lung darüber entscheiden sollte. Unterwegs besuch¬ten sie die neu entstandenen Gemeinden in Phöni¬zien und Samarien, wo ihre Berichte über die Hei¬denmission große Freude auslösten. In Jerusalem wurde zunächst lange diskutiert. Schließlich stand Petrus auf und erinnerte an die Bekehrung des Hauptmanns Kornelius, wo Gott selbst keinen Unterschied zwischen Juden- und Heidenchristen gemacht hatte. Jakobus bekräftigte seine Ansicht durch Zitate aus dem Alten Testament. Die bekehrten Heiden sollten nicht ihres Heils wegen in Unruhe leben. Die Errettung kommt allein aus dem Glauben an Jesus Christus und nicht durch das Einhalten von Gesetzen. Die Heidenchristen sollten lediglich einige praktische Regeln befolgen, sodass die Judenchristen ohne Gewissensbisse mit ihnen Gemeinschaft haben könnten.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du in Jesus alles für meine Errettung getan hast, sodass ich Frieden mit dir haben darf.

Ein Wort: In Jesus haben wir Ruhe und Frieden mit Gott

Dienstag, 13. Januar 2015

Dezember 28

Durch viele Bedrängnisse ins Reich Gottes

Apostelgeschichte 14,20b-28 (22)

„… stärkten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu bleiben, und sagten: Wir müssen durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen.“

In Derbe war der Endpunkt der ersten Missionsreise erreicht. Durch die Predigt der Missionare wurden dort viele zu Jüngern. Schließlich machten sich Paulus und Barnabas auf den Heimweg. Unterwegs besuchten sie nochmals alle neu gegründeten Gemeinden. Die jungen Christen mussten ihr Glau¬bens¬leben meist in einer feindseligen Umgebung führen. Auch für die Missionare war es nicht ungefährlich, schon wieder die Orte der Verfolgung zu besuchen. Doch sie rieten den jungen Gläubigen nicht, vorsichtig zu sein und ein zurückhaltendes Glaubensleben zu führen. Sie bereiteten sie viel¬mehr darauf vor, dass Bedrängnisse auf dem Weg zum Reich Gottes unvermeidlich sind. Anstatt den Bedrängnissen auszuweichen, sollen wir mit Priori¬tät Gottes Reich verkündigen. Die Apostel setzten in jeder Gemeinde verantwortliche Leiter ein und befahlen sie im Gebet Gott an. Als die Missionare mit dem Schiff nach Antiochia in Syrien zurückge¬kehrt waren, versammelten sie die Gemeinde und gaben einen ausführlichen Missionsbericht über Gottes wunderbares Wirken unter den Heiden.

Gebet: Herr, lass mich nicht den Bedrängnissen ausweichen, sondern hilf mir, mich ihnen zu stellen und in das Reich Gottes einzugehen.

Ein Wort: Durch Bedrängnisse ins Reich Gottes eingehen

Montag, 12. Januar 2015

Dezember 28

Paulus, ein Stehaufmännchen

Apostelgeschichte 14,8-20a (20a)

„Als ihn aber die Jünger umringten, stand er auf und ging in die Stadt.“

In diesem Abschnitt begegnen wir zwei Menschen, die durch den Glauben aufgestanden sind. Ein Mann in Lystra hatte noch nie auf eigenen Füßen stehen können. Als er daran glaubte, dass er geheilt werden könnte, bekam er Kraft, aufzustehen und umherzugehen. Daraufhin war die Menge so begeistert, dass Paulus und Barnabas kaum verhindern konnten, dass man sie als Götter anbetete. Doch die Begeisterung der Menge war kurzfristig und trügerisch. Bald schon kamen Juden aus Antiochia und Ikonion und überredeten das Volk, Paulus zu steinigen. Als sie meinten, er wäre tot, schleiften sie ihn vor die Stadt. Doch Paulus blieb nicht in Selbstmitleid oder Verzagtheit liegen, sondern stand auf und ging in die Stadt zurück. Der Glaube gab ihm Kraft, die Verfolgung zu überwinden und unbeirrt mit Märtyrergeist weiterzumachen. Auch in Lystra gab es Gottes mächtiges Wirken. Gemäß Vers 20 hatte sich schon ein kleiner Kreis von Jüngern gebildet.

Gebet: Herr, lass mich durch den Glauben stark sein, mich durch Bedrängnisse nicht entmutigen zu lassen, sondern aufzustehen und weiterzumachen.

Ein Wort: Steh durch den Glauben wieder auf!

Sonntag, 11. Januar 2015

Dezember 28

Sie blieben im Vertrauen auf den Herrn

Apostelgeschichte 14,1-7 (3)

„Dennoch blieben sie eine lange Zeit dort und lehrten frei und offen im Vertrauen auf den Herrn, der das Wort seiner Gnade bezeugte und ließ Zeichen und Wunder geschehen durch ihre Hände.“

Ungeachtet der schlechten Erfahrungen in Antiochia folgten Paulus und Barnabas auch in Ikonion Gottes Weg, zuerst den Juden die Errettung durch das Evangelium zu predigen und dann durch sie die Heiden zu erreichen. Sie predigten so vollmächtig, dass eine große Menge von Juden und Griechen gläubig wurde. Doch die Juden, die ungläubig blieben, wurden zum Hindernis, indem sie auch die Heiden gegen die Missionare aufhetzten. Es wäre sicherer gewesen, jetzt weiterzuziehen. Doch die Apostel vertrauten hinsichtlich ihrer Sicherheit und der Wirksamkeit des Wortes auf den Herrn. So konnten sie die widrige Lage überwinden, eine lange Zeit in Ikonion bleiben und frei und offen Gottes Wort lehren. Gott bekräftigte ihre Verkündigung durch Zeichen und Wunder. Unter den Menschen kam es zu einer Spaltung. Gottes Wort ist ein scharfes, zweischneidiges Schwert, das Licht und Finsternis, Glaube und Unglaube, Buße und Verstocktheit voneinander scheidet. Als sich bei den Heiden, Juden und ihren Oberen ein Sturm erhob und man die Missionare steinigen wollte, konnten sie mit der Hilfe Gottes rechtzeitig nach Derbe und Lystra weiterreisen.

Gebet: Herr, lass mich allein auf dich vertrauen und alle Widerstände durch den Glauben überwinden.

Ein Wort: Bleibe und lehre im Vertrauen auf den Herrn!

Samstag, 18. Oktober 2014

Dezember 28

Das Wort des Herrn breitete sich aus

Apostelgeschichte 13,13-52 (49)

„Und das Wort des Herrn breitete sich aus in der ganzen Gegend.“

Von Zypern reisten die Missionare nach Kleinasien weiter. Dort verließ Johannes Markus sie und kehrte nach Jerusalem zurück. In Antiochia bekamen Paulus und Barnabas am Sabbat die Möglichkeit, in der Synagoge zu sprechen. Paulus gab in seiner Predigt einen Überblick über die Geschichte Israels von den Glaubensvätern über den Auszug aus Ägypten und König David bis zu Jesus. Jesus wurde getötet, ist aber auferstanden und erfüllte damit die Verheißungen der Schrift. Durch das Gesetz konnten die Menschen nicht gerecht werden, doch durch den Glauben an Jesus werden wir gerettet. Nach dieser vollmächtigen Predigt kam am nächsten Tag die ganze Stadt in der Synagoge zusammen. Da wurden die Juden neidisch und lästerten über das Evangelium. Paulus ließ sich nicht entmutigen, sondern wandte sich den Heiden zu, die das Evangelium bereitwillig aufnahmen und weitergaben, sodass es sich in der ganzen Gegend ausbreitete. Die Juden stifteten eine Verfolgung an, sodass die Missionare nach Ikonion weiterreisten. Sie ließen jedoch Menschen zurück, die mit Freude und Heiligem Geist erfüllt waren.

Gebet: Herr, mache mich zu einem Bibellehrer mit Geschichtsbewusstsein. Hilf mir, mich nicht entmutigen zu lassen, bis dein Wort sich ausbreitet.

Ein Wort: Mache weiter, bis Gottes Wort sich ausbreitet.

Freitag, 17. Oktober 2014

Dezember 28

Ein verständiger Mann wird gläubig

Apostelgeschichte 13,4-12 (12)

„Als der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er gläubig und verwunderte sich über die Lehre des Herrn.“

Saulus und Barnabas begannen ihre Missionsreise in Zypern, der Heimat von Barnabas. Barnabas hatte seinen Neffen Johannes Markus ermutigt, sie zu begleiten. Sie wandten sich zunächst an die Juden in den Synagogen. Als sie die ganze Insel durchzogen hatten, trafen sie in Paphos auf den Statthalter Sergius Paulus. Er war ein vernünftiger Mann, weil er den Wunsch hatte, Gottes Wort zu hören. Doch bei ihm war ein Zauberer und falscher Prophet namens Barjesus (=Sohn des Jesus). Dieser Barjesus war eigentlich ein Sohn des Teufels, weil er versuchte, den Statthalter vom Glauben abzuhalten, um sich seine Einnahmequelle zu erhalten. Saulus, der von hier an Paulus genannt wird, tadelte ihn in der Kraft des Geistes, und Gottes Gericht in Form einer zeitweisen Blindheit kam über den Zauberer. Als der Statthalter die geistliche Vollmacht des Paulus und die Hilflosigkeit des Zauberers sah, kam er zur Besinnung und wurde gläubig. Sein Glaube beruhte aber nicht auf dem Wunder, sondern auf der Lehre des Herrn, die er durch die Missionare hörte. Überall, wo verständige Menschen Gottes Wort hören möchten, müssen zuerst Hindernisse durch den Glauben überwunden werden.

Gebet: Herr, danke für viele verständige Menschen, die dein Wort hören möchten. Lass mich alle Hindernisse überwinden, um ihnen zum Glauben zu helfen.

Ein Wort: Verständige Menschen hören Gottes Wort

Donnerstag, 16. Oktober 2014

Dezember 28

Die zwei ersten Missionare

Apostelgeschichte 13,1-3 (2)

„Als sie aber dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe.“

In Antiochia war eine Erweckung geschehen, als die zerstreuten Christen das Evangelium unter den Griechen verkündeten. Als Barnabas Saulus als Bibellehrer dorthin holte, wurde Gottes Werk auf die Grundlage des Wortes Gottes gestellt und erhielt eine feste Basis. Weitere Bibellehrer und Propheten konnten in dieser Umgebung wachsen. Es waren Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen. Simeon war ein Schwarzafrikaner, Luzius kam aus Nordafrika. Manaen war gemeinsam mit dem Landesfürsten Herodes erzogen worden. Als sie Gott von ganzem Herzen dienten, offenbarte Gott ihnen seinen Willen durch seinen Geist. Sie sollten Barnabas und Saulus, ihre besten Bibellehrer, für die Heidenmission aussondern, zu der er sie berufen hatte. Die Christen in Antiochia erkannten Gottes Herz, alle Menschen zu erretten. Sie bildeten durch ihr Gebet, ihr Bibelstudium und ihre einmütige Zusammenarbeit ein Gefäß für die Weltmission. Unter erneutem Fasten, Gebet und Handauflegung konnten die ersten zwei Missionare in Gottes Geschichte ausgesandt werden.

Gebet: Herr, du liebst alle Menschen und möchtest sie erretten. Lass uns dein Herz verstehen und ein Gefäß für die Weltmission bilden.

Ein Wort: Gott hat uns zur Weltmission berufen.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Dezember 28

Die Gemeinde betete ohne Aufhören

Apostelgeschichte 12,1-25 (5)

„So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.“

Gottes Werk geschah in einer feindseligen Zeit. König Herodes Agrippa ließ Jakobus, den Bruder des Johannes, hinrichten. Als er merkte, dass dies vor allem den religiösen Juden gefiel, nahm er auch Petrus fest und wollte ihm einen Schauprozess machen. Die Gemeinde befand sich in einer hilflosen Lage. Doch anstatt zu verzagen, versammelten sie sich und beteten einmütig für Petrus. Ihr gemeinsames Gebet erwies sich als eine wirksame Waffe. In der Nacht vor seinem Prozess schlief Petrus friedlich. Er war gefesselt und bewacht, dass es für ihn unmöglich war, zu fliehen. Als der Engel des Herrn erschien, ihn zu befreien, musste er Petrus erst einmal wachrütteln. Erst als er draußen auf der Straße stand, kam er richtig zu sich. Die Gemeinde konnte zuerst gar nicht fassen, dass Gott ihr unmögliches Gebetsanliegen tatsächlich erfüllt hatte. Herodes Agrippa fühlte sich wie ein mächtiger König, weil er politische und wirtschaftliche Macht ausübte, doch er starb, weil er Gott nicht die Ehre gab. Das einmütige Gebet der Gemeinde ehrte jedoch Gott und erwies sich als mächtig und wirksam.

Gebet: Herr, danke, dass du Gebet erhörst. Lass uns dir die Ehre geben und einmütig und beharrlich im Gebet zu dir kommen.

Ein Wort: Bete einmütig und beharrlich!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Dezember 28

Die Bibellehrer für Antiochia

Apostelgeschichte 11,19-30 (26)

„Und als er ihn fand, brachte er ihn nach Antiochia. Und sie blieben ein ganzes Jahr bei der Gemeinde und lehrten viele. In Antiochia wurden die Jünger zuerst Christen genannt.“

Einige von den verfolgten Christen waren auch nach Antiochia gekommen, der drittgrößten Stadt des Römischen Reiches. Dort fingen einige Christen ausländischer Herkunft an, das Evangelium auch unter den Nichtjuden auszubreiten. Gott wirkte mächtig durch sie. Die Jerusalemer Gemeinde sandte Barnabas als Unterstützung, der ein weites Herz hatte und die besondere Fähigkeit, sich auf neue geistliche Situationen einzustellen. Er freute sich über die Gnade Gottes und ermutigte die neuen Christen, sodass viele Menschen für Jesus gewonnen wurden. Er gab sich jedoch mit dem geistlichen Erfolg nicht zufrieden, sondern er erkannte, dass die junge Gemeinde einen guten Bibellehrer bräuchte. Er erinnerte sich an Saulus und gab sich viel Mühe, ihn in Tarsus zu finden und nach Antiochia zu bringen. Ein Jahr lang dienten sie gemeinsam dem Gemeindeaufbau. Das Ergebnis war, dass die Gemeinde nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich wuchs. Als eine Hungersnot drohte, sandten sie den Glaubensgeschwistern in Jerusalem eine finanzielle Unterstützung.

Gebet: Herr, die Gemeinde wird durch Gottes Wort aufgebaut. Stelle unter uns viele hervorragende Bibellehrer auf.

Ein Wort: Gottes Wort baut die Gemeinde auf.

Montag, 13. Oktober 2014

Dezember 28

Die Umkehr, die zum Leben führt

Apostelgeschichte 11,1-18 (18)

„Als sie das hörten, schwiegen sie still und lobten Gott und sprachen: So hat Gott auch den Heiden die Umkehr gegeben, die zum Leben führt!“

Als Petrus nach Jerusalem zurückkehrte, war die Nachricht über die Ereignisse im Haus des Kornelius ihm schon vorausgeeilt. Die Judenchristen griffen ihn hart an, weil er mit Heiden Gemeinschaft gehabt und sich so verunreinigt hätte. Petrus versuchte nicht, sich menschlich zu verteidigen. Er erzählte einfach der Reihe nach, was geschehen war: Was für eine Erscheinung er in Joppe gehabt hatte und wie schwer es ihm gefallen war, Gottes Orientierung anzunehmen; von den Boten des Kornelius und dass Gottes Geist ihn ermutigt hatte, ihnen ohne Zweifeln zu folgen; dass auch Kornelius die Erscheinung eines Engels gehabt hatte und so alles seinen Anfang genommen hatte; wie Gottes Geist auf alle Heiden gefallen war und er deshalb gar nicht anderes tun konnte, als sie zu taufen und so Gottes Wirken anzuerkennen. Als Petrus ganz einfach von Gottes Wirken berichtete, konnten die Judenchristen nichts einwenden. Sie konnten nur Gott loben, der auch den Heiden die Umkehr gegeben hat, die zum ewigen Leben führt. Die Heidenmission war Gottes Werk und entsprach Gottes Willen. Nun wurde auch offiziell die Tür für die Weltmission geöffnet.

Gebet: Herr, danke, dass du alle Arten von Menschen zur Umkehr und zum ewigen Leben führen möchtest. Schenke mir ein weites Herz für die Weltmission.

Ein Wort: Gott führt alle Arten von Menschen zum Leben

Sonntag, 12. Oktober 2014

Dezember 28

Wer ist Gott angenehm?

Apostelgeschichte 10,17-48 (34.35)

„Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in Wahrheit, dass Gott die Person nicht ansieht; sondern in jedem Volk, wer ihn fürchtet und recht tut, der ist ihm angenehm.“

Als die Boten des Kornelius ankamen, musste der Heilige Geist Petrus konkret helfen, die Lehre aus Vers 15 in die Tat umzusetzen. Petrus beherbergte die heidnischen Boten und zog am nächsten Tag mit ihnen. Im Haus des Kornelius traf er eine große Versammlung von Menschen, die Gottes Wort hören wollten. Als er von der Erscheinung des Kornelius hörte, ging ihm ein Licht auf. Gott beurteilt die Menschen nicht äußerlich, sondern nach ihrer Herzenshaltung. Wer ihn fürchtet und recht tut, der ist für Gott angenehm, der Heide genauso wie der Jude. Petrus gab seinen Zuhörern eine kurze Zusammenfassung des Evangeliums. Alle, die lernwillig zuhörten, wurden vom Heiligen Geist erfüllt, sie redeten in Zungen und priesen Gott. Die Judenchristen, die Petrus begleiteten, waren fassungslos. Da der Heilige Geist diese Heiden aber schon als Gottes Kinder bestätigt hatte, konnte Petrus gar nicht anderes tun, als sie auch zu taufen. Er folgte auch ihrer Bitte, noch einige Tage zu bleiben, um sie zu lehren. Durch dieses revolutionäre Ereignis wurde endgültig die Tür für die Heidenmission geöffnet.

Gebet: Herr, danke, dass du nicht die Person ansiehst, sondern das Herz. Mache mich dir angenehm.

Ein Wort: Die Gott fürchten und recht tun

Samstag, 11. Oktober 2014

Dezember 28

Steh auf, Petrus, schlachte und iss!

Apostelgeschichte 10,1-16 (13)

„Und es geschah eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“

Kornelius war ein römischer Hauptmann, doch seine innere Sehnsucht nach dem wahren Gott war stark. Während seiner Gebetszeit besuchte Gott ihn durch die Erscheinung eines Engels und gebot ihm, Petrus aus Joppe zu holen. Nun musste Gott Petrus auf den Besuch der Boten des Kornelius vorbereiten. Das war nicht leicht, denn Petrus war fest in der jüdischen Vorstellung von rein und unrein verwurzelt. Gott besuchte auch ihn durch eine Erscheinung, während er um die Mittagszeit betete und langsam hungrig wurde. Seine Vision war ein leinenes Tuch mit lauter unreinen Tieren. Gottes Aufforderung lautete: „Steh auf, Petrus, schlachte und iss!“ Petrus wurde fast schlecht. Er hatte noch nie etwas Unreines gegessen. Doch Gott lehrte ihn, nicht verboten zu nennen, was er selbst rein gemacht hatte. Durch dreimalige Wiederholung bekräftigte Gott die Erscheinung. Normalerweise sollte ein Jude mit Heiden keinen Kontakt haben. Doch Gott selbst hatte die Heiden für rein erklärt. Petrus sollte seine geistlichen Vorbehalte überwinden und sein Herz für die Weltmission weit machen. Heute gibt es andere Bevölkerungsgruppen, die uns für Jesus unerreichbar erscheinen. Doch wir sollen unsere inneren Vorbehalte überwinden und allen Arten von Menschen dienen.

Gebet: Herr, mache mich frei von meinen Vorurteilen, damit ich allen Arten von Menschen dienen kann.

Ein Wort: Diene allen Arten von Menschen!

Freitag, 10. Oktober 2014

Dezember 28

Jesus Christus macht dich gesund

Apostelgeschichte 9,32-43 (34)

„Und Petrus sprach zu ihm: Äneas, Jesus Christus macht dich gesund; steh auf und mach dir selber das Bett. Und sogleich stand er auf.“

In der Zeit des Friedens ging das geistliche Wachstum der Gemeinde nicht zurück. Petrus zog überall im Land umher, um die neuen Gemeinden geistlich zu stärken. Es geschahen viele Wunder. Der Abschnitt berichtet von zwei Menschen, die „aufgestanden“ waren. Äneas war seit 8 Jahren gelähmt und ans Bett gebunden. Er war von anderen Menschen zu 100% abhängig. Petrus schenkte ihm kein menschliches Mitleid, sondern forderte ihn auf, auf eigenen Füßen zu stehen und selbst für sein Leben Verantwortung zu übernehmen. Als Äneas Gottes Wort durch den Glauben annahm und gehorchte, konnte er aufstehen und sich selbst das Bett machen. Tabita war eine Jüngerin, die ihr Leben buchstäblich für ihre Glaubensgeschwister vollkommen hingegeben hatte. Ihr Tod war eine große Entmutigung. Doch als Petrus für sie betete, bekam sie neues Leben. Jesus ist derjenige, der uns von unserer Passivität und inneren Gelähmtheit gesund macht. In Jesus bekommen wir neue Kraft und neues Leben, sodass wir uns ohne Verlustgefühle für Gottes Werk hingeben können.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der mich gesund macht. Ich möchte heute von meiner Passivität aufstehen, für mein Leben Verantwortung übernehmen und mich hingeben.

Ein Wort: Jesus Christus macht mich gesund!

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Dezember 28

Barnabas nahm ihn zu sich

Apostelgeschichte 9,19b-31 (27)

„Barnabas aber nahm ihn zu sich und führte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie Saulus auf dem Wege den Herrn gesehen und dass der mit ihm geredet und wie er in Damaskus im Namen Jesu frei und offen gepredigt hätte.“

Saulus fing sofort nach seiner Bekehrung an, Jesus als den Sohn Gottes zu verkündigen. Wie sehr mussten die Juden überrascht gewesen sein, hatten sie doch erwartet, in Saulus Unterstützung bei der Christenverfolgung zu erfahren. Sie wurden durch das kräftige Zeugnis des Paulus, der aus der Schrift bewies, dass Jesus der verheißene Messias ist, mächtig in die Enge getrieben. Schließlich planten sie gegen ihn einen Mordanschlag. Saulus konnte sich unter abenteuerlichen Umständen aus der Stadt retten und flüchtete nach Jerusalem. Doch dort ergab sich ein neues Problem. Die Christen kannten Saulus nur als ihren Verfolger und hatten weiter Angst vor ihm. In dieser Situation trat Barnabas auf, den wir aus Kapitel 4 kennen. Er war ein Mann mit einem weiten Herzen. Er nahm Saulus zu sich und führte ihn in die Gemeinde ein. So konnte Saulus seine Predigtgabe frei und offen einsetzen. Schließlich erfuhr er auch in Jerusalem Verfolgung, sodass er in seine Heimat Tarsus in Sicherheit gebracht werden musste.

Gebet: Herr, nimm alle Menschenfurcht von mir und lass mich in anderen ihr geistliches Potential erkennen, sodass ich ihnen helfen kann, es zu entwickeln.

Ein Wort: Hilf anderen, sich geistlich zu entfalten!

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Dezember 28

Dieser ist mein auserwähltes Werkzeug

Apostelgeschichte 9,1-19a (15)

„Doch der Herr sprach zu ihm: Geh nur hin; denn dieser ist mein auserwähltes Werkzeug, dass er meinen Namen trage vor Heiden und vor Könige und vor das Volk Israel.“

Saulus war mit blindem Eifer erfüllt, die neue „Sekte“ der Christen zu zerstören, und meinte damit sogar Gott einen Dienst zu erweisen. Er beschränkte seinen Eifer nicht nur auf Jerusalem, sondern schickte sich an, auch die Christen in Damaskus auszurotten. Doch auf dem Weg nach Damaskus griff Jesus selbst in sein Leben ein. Er erschien ihm in einem hellen Licht und offenbarte ihm, dass er wirklich auferstanden ist. Durch seine Christenverfolgung hatte Saulus Jesus selbst verfolgt. Doch Jesus richtete ihn deshalb nicht, sondern hatte vielmehr einen großartigen Plan für sein Leben, ihn als sein auserwähltes Werkzeug zu gebrauchen, seinen Namen in die ganze Welt zu tragen. Saulus war durch das Licht geblendet und verlor seine physische Sehkraft. Doch seine geistlichen Augen wurden weit geöffnet. Nach drei Tagen der Buße und des Fastens bereitete Gott einen Bibellehrer für ihn vor. Hananias hatte Angst vor dem fanatischen Christenverfolger Saulus. Doch als Jesus ihm seine Vision für Saulus offenbarte, konnte er seine Menschenfurcht überwinden und Saulus geistlich helfen. Durch dieses Ereignis wurde das Leben des Saulus um 180° gewendet.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du für jeden Menschen eine großartige Vision hast. Lass mich an deine Vision für mich selbst und andere Menschen glauben.

Ein Wort: Du bist Gottes auserwähltes Werkzeug!

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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.