Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Dienstag, 16. Oktober 2018

Oktober 2

Die Traurigkeit nach Gottes Willen

2. Korinther 7,1-16 (10)

„Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Umkehr, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.“

In diesem Vers wird der Unterschied zwischen göttlicher und weltlicher Trauer deutlich. Göttliche Traurigkeit bewirkt echte Umkehr, dass man sich entscheidet, die gedankenlos begangene Sünde nicht mehr zu wiederholen. Die Korinther hatten einst durch ihr gedankenloses Verhalten Paulus und andere Brüder in Betrübnis gebracht. Sie erkannten nun gemäß dem Willen Gottes ihre Sünde, dass es sie reute und dass sie alles dafür taten, um diese Sünde nicht mehr zu begehen und zu Gott umzukehren. Ihre echte Reue und Umkehr führte zur Seligkeit. So hatten sie Paulus und seinen Mitarbeiter Titus wieder herzlich aufgenommen. Es gibt aber auch die Traurigkeit der Welt. Diese Traurigkeit kommt dadurch zustande, dass man sich über die Konsequenzen der Sünde ärgert. Wenn sie für ihre Sünden nicht bestraft werden, begehen sie dieselbe Sünde wieder und wieder. Es ist keine echte Trauer. Denn es gibt bei ihnen keine Umkehr, keine echte Buße. Die echte Traurigkeit dagegen bringt zu der Einsicht, dass das, war wir getan haben, falsch war; wir bedauern nicht bloß die Folgen unserer Sünde, sondern die Sünde selbst. Die echte Reue hilft uns, Sünden wegzuwerfen und den Willen Gottes zu tun.

Gebet: Lieber Vater, hilf mir, göttliche Trauer zu haben.

Ein Wort: Echte Umkehr wirkt zur Seligkeit

Montag, 15. Oktober 2018

Oktober 2

Gemeinschaft mit den Ungläubigen?

2. Korinther 6,11-18 (14)

„Zieht nicht unter fremdem Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat Gerechtigkeit zu schaffen mit Gesetzlosigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“

Ein Joch dient dazu, zwei oder mehrere Zugiere einzuspannen, damit diese einen Pflug oder einen Wagen zusammen ziehen können. Das Bild des Joches wird oft und gerne für das einträchtige Zusammenleben und Zusammenwirken von Menschen gebraucht. So können Eheleute als „Jochpartner“ bezeichnet werden. Unter dem gleichen Joch können und sollen aber nur gleiche Tiere miteinander ziehen. Die Gläubigen können und sollen nicht mit den Ungläubigen an einem Strang ziehen. Denn sie sind voneinander so verschieden, so wie sich die Gerechtigkeit von der Gesetzlosigkeit oder das Licht von der Finsternis unterscheidet. Paulus fordert die Christen zu einer klaren Trennung von den Ungläubigen auf. Er stellt ihnen die Frage: „Wie stimmt Christus überein mit Beliar?“ Die Gläubigen sind durch den Glauben an Jesus zum Tempel des lebendigen Gottes geworden. Jesus Christus ist für sie Gott der Herr. Die Ungläubigen aber lehnen diesen Jesus ab und bleiben unter der satanischen Herrschaft gefangen, ob sie es wahrhaben wollen oder nicht. Darum spricht der allmächtige Herr: „Verlasst sie und trennt euch von ihnen! Dann will ich euch annehmen. ich werde euer Vater sein, und ihr werdet meine Söhne und Töchter sein.“ (17.18)

Gebet: Herr Jesus, gib mir klare Einsicht und eine klare Entscheidung!

Ein Wort: Zieh nicht am Joch mit den Ungläubigen

Samstag, 13. Oktober 2018

Oktober 2

Gottes Gnade nicht vergeblich empfangen

2. Korinther 6,1-10 (1.2)

„Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangt. Denn er spricht (Jesaja 49,8): ‚Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.’ Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“

In der Gnade Gottes ist unser Altes vergangen und das Neue ist geworden. Das haben wir uns nicht selbst verdient, sondern das alles kommt von Gott. Gott hat es uns aus Gnade gegeben. Paulus ermahnt uns, dass wir diese Gnade Gottes nicht vergeblich empfangen sollen. Er gibt uns dafür sein eigenes Beispiel. Paulus bekam von Gott die Gnade, ein Diener Jesu Christi und ein Apostel der Heiden zu sein. Dies war wirklich Gottes Gnade für ihn. Um diese Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen, hat er sein Bestes dafür getan, um der Gnade Gottes entsprechend zu leben: in großer Geduld, in Trübsal, in Nöten, in Ängsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, in Wachen, im Fasten, in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im Heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes. Auch uns ist die Gnade Gottes zuteil geworden. Auch wir sollen unser Bestes dafür tun, um der Gnade Gottes entsprechend zu leben. Wir sollen dies nicht auf morgen verschieben. Jetzt ist die willkommene Zeit! Jetzt ist der Tag des Heils!

Gebet: Lieber Vater, hilf mir, deine Gnade in Jesus nicht vergeblich zu empfangen.

Ein Wort: Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit!

Freitag, 12. Oktober 2018

Oktober 2

Siehe, Neues ist geworden

2. Korinther 5,11-21 (17)

„Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“

Wenn wir auf die gegenwärtige Realität, wie z.B. unsere Selbstsucht oder unsere sündigen Begierden schauen, werden wir verzweifelt, und wir fragen uns, ob wir Christen wirklich eine neue Kreatur geworden sind. Ist das Alte wirklich vergangen? Paulus sagt nicht, dass wir allmählich durch einen langen Prozess von einem alten zu einem neuen Menschen verändert werden. Nein, sondern das Alte ist bereits vergangen und das Neue ist geworden. Die Neuschöpfung ist bereits abgeschlossen. Wie können wir das verstehen? „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.“ Wir müssen also unsere neue Kreatur nicht in uns selbst suchen, sondern in Jesus Christus. Als Jesus für unsere Sünde gestorben und von den Toten auferstanden ist, wurde unsere Rettung bereits abgeschlossen, so wie er gesagt hat: „Es ist vollbracht!“ Im Tod Jesu ist das Alte vergangen. In seiner Auferstehung ist das Neue geworden. In Jesus ist unsere neue Kreatur bereits da! Allein das Wort Gottes ist die Wahrheit, aber unsere gefühlsmäßige Wahrnehmung ist wechselhaft und trügerisch. Darum sollen wir an dem Wort Gottes festhalten. Ist jemand in Christus, so kann er durch den Glauben die Lebenswirklichkeit Jesu Christi ergreifen und realisieren.

Gebet: Lieber Vater, wir danken für deine neue Schöpfung in Jesus Christus für uns.

Ein Wort: Wir sind in Christus

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Oktober 2

Jeder empfängt seinen Lohn

2. Korinther 5,1-10 (10)

„Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf dass ein jeder empfange nach dem, was er getan hat im Leib, es sei gut oder böse.“

Vers 1 beginnt mit „Wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird…“ – damit ist unser Tod gemeint. Ja, wir alle sind Sterbende. Noch eine kurze Zeit, und wir müssen sterben. Was geschieht nach unserem Tod? Hebräer 9,27 sagt: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht.“ Zwar kann niemand dem Tod entgehen, man kann aber den ewigen Tod vermeiden. Wer den Sohn Gottes als seinen Heiland im Himmelreich hat, geht in das Himmelreich, in die wahre Heimat. Wer aber seinen Heiland nicht im Himmelreich hat, der weiß nicht, wohin er gehen soll. Das wird am Richterstuhl Christi offenbar werden. Dort werden unsere Lebenswerke vor den Augen des Herrn Jesus Christus offenbar. Ein jeder empfängt dann seinen Lohn nach seinen Werken, es sei gut oder böse. Wer wie Paulus hingebungsvoll für das Werk Gottes gearbeitet hat, der empfängt einen guten Lohn. Wer aber nur andere kritisiert hat, nur einen bösen. In diesem Sinne war dies für einige Christen in Korinth eine ernste Warnung. Wir müssen uns bewusst machen, wie ernst das Gericht Gottes sein wird.

Gebet: Lieber Vater, wir sind Sterbende. Hilf uns, noch bei Lebzeiten durch den Glauben gute Werke zu tun und deinen guten Lohn zu empfangen.

Ein Wort: Glaube ohne Werke ist tot

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Oktober 2

Schatz in irdenen Gefäßen

2. Korinther 4,7-18 (7)

„Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, auf dass die überschwängliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.“

Paulus hat im vorherigen Text von der Herrlichkeit seines Amtes für den neuen Bund gesprochen. Aber die Christen in Korinth sahen in ihrem Apostel keine Herrlichkeit, sondern eher Armseligkeit und Hilflosigkeit. Wie stimmte das mit seinen großen Behauptungen von seiner „Herrlichkeit“ überein? Paulus erklärt es ihnen mit einem Bild vom Schatz in irdenen Gefäßen. Damals wurden äußerst wertvolle Dinge in Tonkrügen aufbewahrt. Darum konnte man in den Höhlen von Qumran die kostbare Handschriftenrolle des Jesaja-Buches finden. Das irdene Gefäß ist wertlos, zerbrechlich und rissig. Wer es nur von außen sieht, bemerkt nicht den Schatz, den es in sich birgt. So sieht auch Paulus Leben auf den ersten Blick wie ein solches Tongefäß aus. Von „Herrlichkeit“ ist nichts zu sehen. Und doch liegt in diesem „Tongefäß“ der unermessliche Schatz des Evangeliums, nämlich die überschwängliche Kraft Gottes. Das ist das Geheimnis, wie er seine widrigen Umstände immer wieder überwand. Er wurde von allen Seiten bedrängt, verfolgt und verlassen. Er aber verzagte nicht und kam nicht um. Wie kann das möglich sein? Denn er hatte einen Schatz in sich, nämlich das Leben Jesu Christi.

Gebet: Herr Jesus, wir sind wie wertlose Tonkrüge, aber wir haben den Schatz, nämlich das Leben Jesu. Lass uns innerlich stark sein und Frucht tragen.

Ein Wort: Wir haben den Schatz Gottes in uns

Dienstag, 9. Oktober 2018

Oktober 2

Es werde Licht!

2. Korinther 4,1-6 (6)

„Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass die Erleuchtung erstünde zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“

Paulus und seine Mitarbeiter predigten Jesus Christus, dass er der Herr ist. Aber nicht alle nahmen das Evangelium Jesu Christi an. Auch heute noch lehnen viele Menschen das Evangelium ab, bleiben ungläubig und gehen zum ewigen Tode verloren. Für die Evangeliumsarbeiter ist das sehr entmutigend. Paulus nennt uns den Grund ihrer geistlichen Blindheit: Der Gott dieser Welt hat ihnen den Sinn verblendet, dass sie nicht glauben können. Ihr Unglaube kommt daher, dass sie sich dem Bösen der Welt ergeben haben. Dennoch wurde Paulus nicht müde, sondern predigte weiter das Evangelium Christi. Warum? Er glaubte an Gott, der bei der Schöpfung sprach: „Es werde Licht!“ Und es ward Licht. Dieses Licht wurde die Grundlage des Universums und allen Lebens. Dieses helle Licht ließ Gott aus der Finsternis hervorleuchten. Die Finsternis war kein Hindernis für das Licht. Darum ist auch die jetzige Finsternis der Welt eigentlich kein Problem für das helle Licht des Evangeliums. Gott wird wieder sein Schöpfungswunder tun, dieses Mal nicht draußen in der Welt, sondern in unseren Herzen. Darum sollen wir das Wort Gottes weiter predigen.

Gebet: Lieber Vater, segne unsere Predigt und unser Bibelstudium, dass dein Licht daraus hervorleuchte.

Ein Wort: Es ward Licht

Montag, 8. Oktober 2018

Oktober 2

Ihr seid ein Brief Christi

2. Korinther 3,1-18 (3)

„Ist doch offenbar geworden, dass ihr ein Brief Christi seid, durch unsern Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln der Herzen.“

Durch Empfehlungsbriefe suchten damals fremde Männer Aufnahme in der Gemeinde und stellten sich als bewährte Christen heraus. Apollos z.B. kam auf diese Weise in die Korinther Gemeinde und wurde zu einem nützlichen Mitarbeiter (Apg 18,27). Brauchte auch Paulus ein Zeugnis, etwa aus der Urgemeinde in Jerusalem? Er meinte, dies sei nicht nötig. Denn er hatte eine andere Art des Empfehlungsbriefes, nämlich die Gemeinde: „Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!“ (2) Damit wollte Paulus ausdrücken, dass die Gemeinde selbst für ihn sprach – seine Person, seinen Willen, seine Hingabe und Liebe zu Gott und zu den Menschen und seine göttliche Autorität von Gott. Paulus war wahrhaftig ein Apostel Jesu Christi. Die Gemeinde ist jedoch ein Brief Christi, eine Ansammlung der geretteten Menschen. Sie sind vom Tode zum Leben hindurchgekommen. Dieses Leben gebende Werk ist nur durch den Geist des lebendigen Gottes möglich. Wenn wir diesem Werk Gottes dienen, empfangen wir von Gott eine Herrlichkeit, die nicht vergeht. Das ist wirklich eine sinnerfüllte gesegnete Arbeit.

Gebet: Lieber Vater, hilf uns einen Brief zu schreiben, nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist Gottes.

Ein Wort: Ihr seid unser Brief!

Samstag, 6. Oktober 2018

Oktober 2

Gott gibt uns allezeit Sieg in Christus

2. Korinther 2,12-17 (14)

„Gott aber sei gedankt, der uns allezeit im Triumph mitführt in Christus und offenbart den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!“

Paulus dankt Gott insbesondere für zwei Dinge. Erstens: Gott gibt uns allezeit Sieg in Christus. Wenn Gott uns Sieg gibt, kann das niemand verhindern. Er gibt uns Sieg nicht nur einmal oder zweimal, sondern allezeit. Wie herrlich und wunderbar ist das! Der Sieg ist in Christus garantiert. Manchmal sind wir wegen unserer äußeren Lage mutlos und verzagt, sodass wir alle Hoffnung verlieren. Auch Paulus hatte solche Momente, als er z.B. im Gebiet Troas war. Wegen der Sorge um die Gemeinde in Korinth hatte er keine Ruhe im Geist und brach die dortige Evangelisation ab. Als er aber Titus traf, wurde ihm klar, dass Gott ihm schon den Sieg gegeben hatte. Gott nimmt uns allezeit mit in seinem Siegeszug in Christus. Zweitens: Paulus dankt Gott, weil er den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten offenbart. Ein Geruch ist nicht sichtbar, doch er verbreitet sich überall unaufhaltsam. So ist es auch mit der Erkenntnis Gottes. Wir sind der Wohlgeruch Christi. Für die einen ist es ein Verwesungsgeruch, der ihnen den Tod bringt, für die anderen ist es aber ein angenehmer Duft, der ihnen neues Leben gibt. Die Frage ist, wer für diese große Aufgabe tüchtig und geeignet ist.

Gebet: Lieber Vater, du bist ein großer Gott. Danke, dass du uns allezeit in Christus den Sieg gibst und dass du dich uns offenbarst.

Ein Wort: Wer ist dazu tüchtig?

Freitag, 5. Oktober 2018

Oktober 2

Vergeben vor Christi Angesicht

2. Korinther 2,1-11 (10)

„Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen vor Christi Angesicht.“

Bevor Paulus diesen Brief schrieb, hatte er ihnen bereits einen Brief geschrieben. Diesen Brief hatte er ihnen aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter vielen Tränen geschrieben. Titus hatte diesen Brief zu ihnen gebracht. Dieser Brief war so wirkungsvoll gewesen, so dass sie wiederum ihre Liebe zu Paulus zeigten. Worum es im Brief ging, können wir aus dem Kontext herauslesen. Er hatte sie angewiesen, einen Bruder zu strafen, der wegen seiner Sünde sogar die Existenz der Gemeinde gefährdet hatte. Und die Gemeinde gehorchte Paulus und bestrafte den Mann. Nun aber schrieb Paulus, dass sie dem Mann vergeben sollten. Denn die Strafe ist nicht Selbstzweck, sondern soll dazu dienen, den Betroffenen zur Buße zu führen. Sie sollten nun bereit sein, ihm seine Sünde zu vergeben und ihn wieder mit Liebe aufzunehmen, sonst könnte er in allzu große Traurigkeit versinken und vom Glauben abfallen; das wäre dann genau nach dem Sinn Satans. Sie sollten ihm so herzlich vergeben, als ob sie dies vor Christi Angesicht täten. Denn Christus hat uns unsere Sünden vergeben. Er trug alle unsere Sünden auf sich und starb am Kreuz. Vor diesem Angesicht Jesu Christi sollen wir unseren Brüdern und Schwestern vergeben. Darin erkennt man, dass wir ebenfalls Gottes Vergebung empfangen haben.

Gebet: Lieber Jesus, ich sehe auf dein Angesicht und vergebe meinen Schuldnern.

Ein Wort: Vergebe so, wie dir vergeben wurde

Donnerstag, 4. Oktober 2018

Oktober 2

Ja in Jesus Christus

2. Korinther 1,12-24 (20)

„Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.“

Einige in der Gemeinde in Korinth machten Paulus den Vorwurf, dass er ihnen etwas verheimlichte oder dass seine Briefe eine versteckte Botschaft hatten. Paulus aber verteidigte sich selbst, indem er sich auf zwei Zeugen berief, sein Gewissen und seinen Gott. Sein Gewissen bezeugte, dass er sein Leben in Einfalt und göttlicher Lauterkeit geführt hatte. Er berief sogar Gott als Zeugen: „Gott ist mein Zeuge.“ Dass er sie nicht besuchte, war keine leichtfertige Entscheidung gewesen, sondern im Einklang mit dem Willen Gottes. Auch seine Briefe wollten nichts anderes sagen, als sie lesen und verstehen konnten. Paulus war keiner, der „Ja“ sagt, wenn er „Nein“ meint. Denn auch Jesus war nicht gleichzeitig „Ja“ und „Nein“. Er selbst ist das „Ja“ Gottes zu uns. Denn alle Verheißungen und Zusagen Gottes erfüllen sich in ihm. Jesus Christus hat selbst gesagt (Mt 5,18): „Denn wahrlich ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tüpfelchen vom Gesetz, bis es alles geschieht.“ Paulus glaubte daran. Darum sprach er durch Jesus Christus das Amen, Gott zum Lobe. Darum predigte er das Wort Gottes, damit alle, die daran glauben, die Erfüllung der Verheißung erfahren.

Gebet: Lieber Vater, danke für deine Verheißungen. Da sie in Jesus Christus erfüllt werden, werde ich mein Leben vor dir und meinem Gewissen führen.

Ein Wort: Gottesverheißungen sind Ja in Jesus Christus

Mittwoch, 3. Oktober 2018

Oktober 2

Gottes Trost in Bedrängnis

2. Korinther 1,1-11 (3.4)

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Bedrängnis, damit wir auch trösten können, die in allerlei Bedrängnis sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

Paulus beginnt sein Schreiben mit dem Lob Gottes, der uns tröstet. Unser Gott ist der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes. Er tröstet uns nach seiner Barmherzigkeit. Unser Gott hat unserem Herrn Jesus Christus den Trost gegeben, von den Toten aufzustehen und zu seiner Rechten zu sitzen. Dieser Gott ist unser Vater, der seine Kinder lieb hat und uns in aller unserer Bedrängnis tröstet. Paulus hatte wegen seiner Mission viele Bedrängnisse erlebt. Er bekannte, dass er in der Provinz Asien sogar am Leben verzagte, da die Bedrängnisse über seine Kraft hinaus gingen. Gott aber errettete ihn. Paulus erfuhr den reichlichen Trost Gottes, so dass er auch andere Brüder und Schwestern trösten konnte. Auch wir werden schwere und traurige Zeiten erleben. Gott ist aber ein Gott allen Trostes, der uns tröstet. Dann können wir auch unsere Mitmenschen trösten. Es wird Momente geben, in denen die Bedrängnisse unsere Kräfte übersteigen. Wir brauchen aber nicht zu verzagen, sondern dürfen gerade in diesen Momenten unser ganzes Leben in Gottes Hände legen. So werden wir die Auferstehungsmacht Gottes erfahren.

Gebet: Herr Vater, du bist ein Gott allen Trostes. Bitte gibt uns den Trost, damit wir andere trösten können.

Ein Wort: Gott tröstet uns

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Dezember 28

In der Kraft Gottes

2. Korinther 13,1-13 (4)

„Denn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft Gottes.“

Apostel Paulus kündigte konkret seinen bevorstehenden dritten Besuch an. Er wusste, dass er mit Widerstand rechnen musste. Doch er vertraute auf die Kraft Gottes. Auch Christus wurde gekreuzigt in Schwachheit. Niemand war so schwach wie unser Herr Jesus am Kreuz. Doch in ihm lebte die Kraft Gottes. Er erstand von den Toten auf und besiegte die Macht der Sünde und des Todes. Wenn wir durch die Buße so schwach, wie wir sind, zu ihm kommen, werden wir lebendig in der Kraft Gottes. Jesus Christus ist in uns. Darum war auch Paulus und darum sind auch wir nicht untüchtig. Weil Jesus in uns lebt, sind wir tüchtig, etwas für die Wahrheit zu tun. Paulus betete dafür, dass Gottes Kraft in den Korinthern mächtig würde. Er selbst wollte gerne dafür schwach sein. Gegen Ende seines Briefes gibt er ihnen noch herzliche Ermahnungen: „Freut euch, lasst euch zurechtbringen, lasst euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden!“ Er wünschte sich, dass der Gott der Liebe und des Friedens, die Gnade Jesu, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes mit ihnen sei.

Gebet: Herr, danke für Jesus, der für mich gekreuzigt wurde und dessen Kraft in mir lebt. Bitte erweise deine Kraft an denen, für die wir beten.

Ein Wort: Es erweise sich an euch die Kraft Gottes

Dienstag, 30. Dezember 2014

Dezember 28

Hingabe für die Seelen

2. Korinther 12,11-21 (15)

„Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen. Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?“

Eigentlich sollten die Korinther längst erkannt haben, dass Paulus mit Liebe um sie geeifert hatte. Sie sollten Gott für das danken, was sie an Paulus hatten. Doch Paulus wusste, dass sie nicht so schnell zu überzeugen waren. Was war der Grund für ihre Vorbehalte und ihre Reserviertheit Paulus gegenüber? Es lag nicht an ihm. Er hatte sich viel bemüht. Er hatte versucht, ihnen nicht zur Last zu fallen und hatte kein Geld von ihnen verlangt. Er war vielmehr bereit gewesen, sich für sie hinzugeben. Er wollte selbst hingegeben werden, indem er an ihre Seelen dachte. Doch er fürchtete, dass die falschen Lehren, denen sie ausgesetzt waren, sie schon auf den falschen Weg geführt hatten. Er rechnete mit Hader, Neid, Zorn, Zank, übler Nachrede, Verleumdung, Aufgeblasenheit und Unordnung. Alles, was er tun konnte, war es, sie klar zu ermahnen. Er sagte ihnen klar, dass sie Buße tun sollten für ihre Unreinheit, Unzucht und Ausschweifung. Wenn wir Gottes Werk tun und scheinbar abgelehnt werden, liegt es nicht an uns. Es liegt daran, dass die Sünder nach ihren Begierden leben wollen. Was wir tun können, ist, sie gemäß der Wahrheit Gottes mit noch mehr Liebe zu ermahnen.

Gebet: Herr, danke für deine Hingabe. Bitte lehre mich, mich hinzugeben für die verloren gehenden Seelen.

Ein Wort: Hingabe für verloren gehende Seelen

Montag, 29. Dezember 2014

Dezember 28

Lass dir an der Gnade Jesu genügen

2. Korinther 12,1-10 (9)

„Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne.“

Wegen derer, die sich selbst rühmten und die Gläubigen verführten, spricht Paulus jetzt von Erscheinungen und Offenbarungen, die er vom Herrn erhalten hatte. Er spricht von sich selbst in der dritten Person, weil es ihm eigentlich unnütz erschien, diese Geschichten zu erzählen. Vierzehn Jahre zuvor, in der Zeit seiner Zurüstung als Apostel der Heiden, hatte Christus ihm eine Vision von den himmlischen Dingen gegeben, vielleicht ähnlich der Vision, die später Johannes sah. Wenn die vermeintlichen Apostel schon mit Paulus‘ Arbeit und Leiden auf dieser Welt nicht mithalten konnten, so konnten sie es erst recht nicht, wenn er vom Paradies sprach. Doch Paulus wurde deswegen nicht hochmütig. Ein „Pfahl im Fleisch“, vielleicht ein körperliches Leiden, machte ihm zu schaffen. Er hatte Gott um Heilung gebeten, aber die Heilung war nicht eingetreten. Jesus lehrte ihn, in seiner Schwachheit die Gnade Jesu zu suchen. Als er die Faustschläge demütig annahm, erfuhr er die Kraft Christi. Wir bitten Gott um Hilfe, wenn wir Schwachheit, Not oder Verfolgung erfahren. Wichtig aber ist es, Gottes Züchtigung demütig anzunehmen. Dann werden wir die Kraft Christi erfahren.

Gebet: Herr, ich will mich meiner Schwachheit rühmen, damit deine Kraft bei mir wohne.

Ein Wort: Wenn ich schwach bin, bin ich stark

Sonntag, 28. Dezember 2014

Dezember 28

Das Zeugnis von Paulus‘ Leiden

2. Korinther 11,16-33 (23)

„Sie sind Diener Christi – ich rede töricht: ich bin’s weit mehr! Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen.“

Paulus hatte es nicht nötig, sich selbst zu rühmen. Dass der Heilige Geist in ihm und durch ihn am Werk war, war klar zu erkennen. Die Früchte, die sein Missionsleben hervorgebracht hatte, gaben Zeugnis von seiner Liebe zu Jesus und zu den Heiden. Dennoch rühmten sich so viele, dass die Christen leicht verwirrt und eingeschüchtert wurden. Wenn schon diejenigen sich rühmten, die der Schafherde schadeten, konnte Paulus sich noch viel mehr rühmen. Er hatte viel mehr aufzuweisen als sie. Er hatte viel mehr gelitten und viel mehr erduldet als sie. Wer konnte schon von fünfmaliger Geißelung, Schlägen, Steinigung und dreimaligem Schiffbruch berichten? Wer hatte so viele Gefahren durchgestanden unter den widrigsten Bedingungen und inmitten der bösesten Menschen? Niemand konnte ernsthaft behaupten, derart viel erduldet zu haben. Dazu kam, dass Paulus sich um alle Gemeinden unter den Heiden sorgte und kümmerte. In allem wusste Paulus, dass er schwach war. Doch er rühmte sich der Schwachheit, weil er Jesus die Ehre geben wollte. Wir brauchen uns nicht selbst zu rühmen. Gott weiß, was wir leiden und erdulden um seinetwillen und um der Schafherde Gottes willen.

Gebet: Herr, vergib mein Rühmen, obwohl ich nichts aufzuweisen habe. Hilf mir, still zu leiden und zu dulden dir zur Ehre.

Ein Wort: Still leiden und dulden für Christus

Samstag, 27. Dezember 2014

Dezember 28

Paulus‘ Eifer um die Korinther

2. Korinther 11,1-15 (2)

„Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine Jungfrau zuführte.“

In den Kapiteln 11-13 lässt Paulus die Christen in Korinth sein Herz für sie erkennen. Er kämpfte um sie nicht um seiner selbst, sondern um ihretwillen. Sein Eifer für sie kam von Gott. Er ging für sie wie ein Vermittler bei der Anbahnung einer Ehe vor: Er hatte sich um die Gemeinde gekümmert, damit sie als eine reine Jungfrau eine würdige Braut für den Herrn Jesus wäre. So hatte er sie durch das Bibelstudium und das Gebet zu Jesus geführt. Damit war seine Arbeit für sie aber nicht beendet. Er sorgte sich um ihre geistliche Reinheit und ihr Wachstum. Von Paulus hatten sie das klare Evangelium gehört und hatten es auch angenommen (1. Kor 15,1-4). Doch sie waren genau so schnell bereit, ein anderes Evangelium zu hören und einen anderen Geist anzunehmen. Offensichtlich gab es Prediger, die geschickt reden konnten, die aber nicht das Evangelium Gottes verkündigten. Paulus legt hier Zeugnis ab von seiner eigenen Redlichkeit. Er hatte von niemandem Geld verlangt. Er hatte von der eigenen Arbeit und von der Güte Gottes gelebt. Wie können wir unterscheiden, wer uns wirklich liebt und wer nur seinen eigenen Vorteil sucht? Satan selbst verstellt sich als ein Engel des Lichts. Gott kennt die Menschen genau und gibt jedem, was er verdient.

Gebet: Herr, danke für die, die um mich eifern. Hilf mir, redlich zu sein und allein dein Evangelium zu verkündigen.

Ein Wort: Führe Christus eine reine Jungfrau zu

Freitag, 26. Dezember 2014

Dezember 28

Wir kämpfen geistlich

2. Korinther 10,1-18 (5)

„Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus.“

Paulus‘ Auftreten den Korinthern gegenüber wurde von ihnen nach menschlichen Maßstäben beurteilt. Ein lautes Auftreten wurde als „mutig“ bezeichnet, während ein sanftes Auftreten in ihren Augen „unterwürfig“ war. Sie vergaßen, dass Gottes Knechte nicht fleischlich kämpfen, sondern geistlich. So sind auch unsere Waffen nicht fleischlich, sondern geistlich. Nicht Körperkraft oder Überredungskunst oder Lautstärke geben uns den Sieg in diesem Kampf, sondern der Geist Gottes. Wir sind Diener Gottes. Unsere Vollmacht kommt von Gott. Obwohl wir menschlich schwach sind, sind wir im Geist so stark, dass wir falsche Lehren zerstören und die Gedanken der Menschen gefangen nehmen können. Der Satan hält die Menschen gefangen. Wo aber der Geist Gottes wirkt, muss er sie loslassen. Dann werden sie und ihre Gedanken zum Gehorsam Christus gegenüber gefangen. Wir Diener Christi gebrauchen unsere Vollmacht, um zu erbauen. Zerstört wird alles, was sich Christus in den Weg stellt. Unser Maßstab bei der Beurteilung von Gottes Werk soll geistlich sein, nicht fleischlich. Das ist der erste Schritt dazu, selber solche Vollmacht zu empfangen.

Gebet: Herr, danke für die geistliche Vollmacht. Hilf mir, sie zur Erbauung zu gebrauchen.

Ein Wort: Für Christus geistlich kämpfen

Dienstag, 23. Dezember 2014

Dezember 28

Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb

2. Korinther 9,1-14 (7)

„Ein jeder, wie er’s sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“

Titus und noch ein weiterer Bruder reisten nach Korinth, um die Gläubigen dort auf die Geldsammlung vorzubereiten. So konnten sie rechtzeitig beginnen und die Gabe läge bereit, wenn Paulus käme, als Gabe des Segens und nicht des Geizes. Vers 6 spricht ein Prinzip aus, das nicht nur für das Geld gilt: Wer kärglich sät, erntet auch nur kärglich. Wer im Segen sät, erntet auch im Segen. Manchmal fühlen wir uns gedrängt, etwas zu tun oder etwas zu geben und tun es nur mit Unwillen. Scheinbar haben wir dann doch gehorcht. Doch so können wir Gott nicht gefallen. Gott möchte, dass wir ihm von Herzen gehorchen. Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb. Wir müssen die Sorge überwinden. Gott gibt uns zur Genüge. Auch ein Sämann, der alles ausstreut, hat genug zu essen. Reich sind wir nicht, wenn wir etwas für uns selbst horten, sondern dann, wenn wir reichlich geben. Die Geldsammlung für Jerusalem half nicht nur aus momentaner Not, sondern bewegte viele zur Danksagung. Manchmal denken wir auch zu viel an das Geld. Wir sollten mehr an die Gabe Gottes denken, deren Wert sich gar nicht aussprechen lässt, weil er so groß ist.

Gebet: Herr, danke für ein williges und fröhliches Herz. Hilf mir, im Segen zu geben und im Segen zu ernten.

Ein Wort: Sei ein fröhlicher Geber

Montag, 22. Dezember 2014

Dezember 28

Damit ihr durch seine Armut reich würdet

2. Korinther 8,1-24 (9)

„Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine Armut reich würdet.“

Thema der nächsten beiden Kapitel ist die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem. Die Apostel in Jerusalem litten unter den wirtschaftlichen Folgen der Verfolgungen und der Zerstreuung vieler ihrer Mitglieder. Nun waren die Heidenchristen an der Reihe, etwas von dem Segen, den sie empfangen hatten, zurück zu geben. Paulus betont zuerst, dass großzügiges Geben nicht eine Sache wirtschaftlicher Möglichkeiten ist, sondern ein Ausdruck der Dankbarkeit für die Gnade Gottes. Die Christen in Mazedonien freuten sich über Gottes Bewährung in der Bedrängnis Aus ihrer überschwänglichen Freude heraus gaben sie auch überschwänglich, sogar über ihre Kräfte hinaus. Mit der Hilfe von Titus wollte Paulus nun auch die Korinther ermutigen, reichlich zu geben. Er wollte nicht befehlen. Es sollte eine Tat der Liebe sein. Wenn es um das Geben geht, denken wir leicht, wir seien selber nicht reich, und unser Herz wird ganz eng. Dann sollen wir uns daran erinnern, dass Jesus uns reich gemacht hat. Er gab seinen himmlischen Reichtum auf und wurde arm, um uns den größtmöglichen Reichtum zu schenken. Darum ist es uns möglich, viel zu lieben und großzügig zu geben.

Gebet: Herr, danke für den Reichtum, den ich durch Jesus empfangen habe. Mache bitte mein Herz weit.

Ein Wort: Gib etwas von deinem großen Reichtum

Sonntag, 21. Dezember 2014

Dezember 28

Traurigkeit, die zur Seligkeit führt

2. Korinther 7,5-16 (10)

„Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den Tod.“

Paulus war wegen der Sorge um die Gläubigen von Troas nach Mazedonien gezogen und hatte keine Ruhe, bis er durch die Ankunft des Titus getröstet wurde. Titus berichtete darüber, dass die Korinther durch die Worte des Paulus betrübt worden waren und sich danach sehnten, von ihm wieder Trost zu empfangen. Es reute sie, dass sie durch ihre Spaltungen und durch ihren oberflächlichen Umgang mit der Unmoral ihn und auch den Herrn traurig gemacht hatten. Paulus hatte sie nicht betrüben wollen. Doch er war froh und dankbar, dass seine klaren Worte sie zur Buße geführt hatten. Es gibt eine Traurigkeit, wie sie die Welt in uns verursacht, die zum Tod wirkt. Viele, die von der Welt enttäuscht und verletzt worden sind, leiden sogar an Selbstmordgedanken. Es gibt aber auch eine Traurigkeit, die zur Seligkeit führt. Wir wollen niemandem wehtun. Darum sind wir oft vorsichtig in dem, was wir sagen und ob wir etwas sagen. Doch manchmal kann es der Wille Gottes sein, einen Menschen zu betrüben, damit dieser Mensch zur Reue findet und Buße tut. Die Folge der Buße ist Freude: Freude, wie sie nun die Korinther selbst und auch Titus und Paulus erleben durften. Ihre Beziehung zu den Aposteln war nun noch tiefer geworden.

Gebet: Herr, danke für klare Worte. Lehre mich, nach deinem Willen zu betrüben, um zur Seligkeit zu führen.

Ein Wort: Eine Reue, die niemanden reut

Samstag, 20. Dezember 2014

Dezember 28

Zieht nicht am fremden Joch

2. Korinther 6,11-7,4 (14)

„Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?“

Paulus hatte ein weites Herz den Korinthern gegenüber. Er sprach zu ihnen wie ein Vater zu seinen Kindern. Ihr Herz aber war eng. Viele von ihnen nahmen ihn nicht als denjenigen auf, der ihnen helfen wollte. Stattdessen übten sie kleinkarierte Kritik. Woher kam ihre Reserviertheit? Die nachfolgende Verse helfen zu verstehen, dass sie viel Gemeinschaft mit den Ungläubigen hatten und deren Denkweise übernommen hatten. Weil sie nicht in der Gnade Jesu lebten, suchten sie andere Auswege aus der Sündenschuld. Doch Gerechtigkeit lässt sich nicht durch Ungerechtigkeit herstellen. Das Gesetz können wir nicht erfüllen, indem wir ohne Gesetz gottlos leben. Paulus betonte klar, dass sich die Gläubigen von solchen Menschen absondern müssen. Gott hat uns verheißen, uns als seine Kinder anzunehmen (18), und er hat diese Verheißung in Christus erfüllt. Auf dieser Grundlage bat Paulus die Korinther noch einmal, ihm Raum in ihrem Herzen zu geben. Wenn wir in uns selbst die Engherzigkeit verspüren, sollen wir uns prüfen: Stehen wir fest in der Gnade Jesu und halten wir uns abgesondert von der gottlosen Welt? Lasst uns mit diesem Anliegen zum Herrn kommen, dann wird er unser Herz weit machen und unsere Heiligung vollenden.

Gebet: Herr, danke für deine Gerechtigkeit und dein Licht. Hilf mir, mich abzusondern. Mache mein Herz weit.

Ein Wort: Schaffe Raum in deinem Herzen

Freitag, 19. Dezember 2014

Dezember 28

Jetzt ist der Tag des Heils!

2. Korinther 6,1-10 (2)

„Denn er spricht: »Ich habe dich zur Zeit der Gnade erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“

Dieser Abschnitt behandelt die Ernsthaftigkeit der Berufung Gottes. Als Mitarbeiter Christi dürfen wir die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangen haben. Vergeblich wäre die Gnade, wenn wir zum Beispiel unser Amt, die Versöhnung zu predigen, immer wieder hinauszögerten. Die Zeit der Gnade ist nicht irgendwann. Sie ist jetzt. Der Tag des Heils kommt nicht erst noch. Jetzt ist der Tag des Heils. Paulus bezeugte seine eigene Haltung als ein Diener Gottes und ermahnte dadurch auch die Mitarbeiter: Darin, wie er mit Trübsalen, Nöten, Ängsten, Schlägen, Gefangenschaft, Verfolgung, Mühe, Wachsen und Fasten umging, erwies er sich als Diener Christi. Seine Lauterkeit, Erkenntnis, Langmut, Freundlichkeit und Liebe legte Zeugnis davon ab, dass er als ein Diener Christi in der Gemeinschaft des Heiligen Geistes lebte. Auch sein geistlicher Kampf mit dem Wort der Wahrheit in der Kraft Gottes mit den Waffen der Gerechtigkeit offenbarte, dass er die Gnade nicht umsonst empfangen hatte. Egal, ob er geehrt oder geschändet wurde oder ob böse oder gute Gerüchte über ihn verbreitet wurden, hielt er an der Gnade Jesu fest. Hast du heute schon so gelebt, als wäre dies der Tag des Heils?

Gebet: Herr, vergib meine Leichtfertigkeit. Hilf mir, mich in allen Dingen als ein Diener Christi zu erweisen.

Ein Wort: Heute ist der Tag des Heils

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Dezember 28

Botschafter an Christi statt

2. Korinther 5,11-21 (20)

„So sind wir nun Botschafter an Christi statt, denn Gott ermahnt durch uns; so bitten wir nun an Christi statt: Lasst euch versöhnen mit Gott!“

Warum suchte Paulus, Menschen zu gewinnen? Er tat dies, weil es ihm sehr bewusst war, dass Gott zu fürchten ist. Die Liebe Christi drängte ihn. Dass er Menschen zu gewinnen suchte bedeutete nicht, dass er versuchte, ihnen zu gefallen. Er wollte ihnen helfen, aufzunehmen, dass Christus für sie gestorben war. Wir haben durch seinen Tod das Leben empfangen. Darum leben wir nun nicht mehr uns selbst, sondern dem Herrn. Unter den ersten Christen gab es diejenigen, die fleischlich gesinnt waren. Ihnen war es wichtig, wer sie waren und wen sie kannten. Paulus machte klar: Solche Errungenschaften zählen nicht mehr. In Christus sind wir eine neue Kreatur. Das Alte ist vergangen. Im neuen Leben sind wir nun Christi Botschafter, von ihm mit der klaren Aufgabe in die Welt gesandt, die Versöhnung zu predigen. Gott wurde in Jesus Mensch und hat die Versöhnung zwischen ihm und den Menschen durch den Tod Jesu bewirkt. Unsere Aufgabe besteht darin, dringlich zu bitten: Lasst euch mit Gott versöhnen! Diese Aufgabe ist nicht ein Zusatz in unserem Leben, sondern unser Leben selbst.

Gebet: Herr, danke für das Amt, Menschen zu gewinnen. Bitte hilf mir, nicht mir selbst zu leben, sondern als dein Botschafter und die Versöhnung zu predigen.

Ein Wort: Lasst euch versöhnen mit Gott!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Dezember 28

Ein ewiges Haus im Himmel

2. Korinther 5,1-10 (1)

„Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte, abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.“

Es ist nicht so, dass Leiden um des Evangeliums willen spurlos an den Leuten Gottes vorbeigehen. Wir haben aber einen Trost und eine Zuversicht: Wenn wir sterben, erwartet uns unsere himmlische Heimat. Dort haben wir Wohnungen, die der Herr selbst für uns vorbereitet hat. Die himmlische Heimat ist unsere Sehnsucht. Darum sprach Paulus vom Seufzen und Beschwertsein. Solange wir auf dieser Erde leben, fühlen wir uns nackt und unvollkommen und sehnen uns nach dem, was ewig und vollkommen ist. Viele sagen, dass sie nicht glauben können, weil sie das Himmelreich nicht sehen können. Doch wir wandeln nicht im Schauen, sondern im Glauben. Wir sind fern vom Herrn, doch haben wir seine Zusage in seinem Wort und wir haben den Geist als Unterpfand. Die Sehnsucht nach der himmlischen Heimat führt dazu, dass wir hier im Geist danach streben, Gott zu gefallen, egal unter welchen äußeren Umständen. Auf nichts anderes kommt es an. Am Ende müssen wir alle vor dem Richterstuhl Christi stehen. Dann werden diejenigen, die zu Lebzeiten Gutes getan haben, ihren Lohn im Himmel empfangen.

Gebet: Herr, meine Heimat ist im Himmel. Lass mich ein Zeuge der lebendigen Hoffnung sein.

Ein Wort: Wir haben ein ewiges Haus im Himmel

Dienstag, 16. Dezember 2014

Dezember 28

Dass Jesus Christus der Herr ist

2. Korinther 4,1-18 (5)

„Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen.“

Paulus beschrieb, wie er als ein Knecht Gottes lebte. Er hatte sein Amt aus der Barmherzigkeit Gottes empfangen. Für ihn hieß das, Gottes Wort so zu verkündigen, wie es ist, und so die Wahrheit zu offenbaren. Wenn jemand die offenbarte Wahrheit nicht erkennt, liegt das nicht am Evangelium, sondern an seiner Unbußfertigkeit. Die Ungläubigen sehen nicht das Licht des Evangeliums. Sie betrachten auch die Boten des Evangeliums rein menschlich. Doch wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus. Wir bezeugen, dass wir selbst nur Knechte um Jesu willen sind, und dass er der Herr ist. Wir haben das Licht Jesu Christi aus Gnade empfangen. Dieses Licht ist wie ein Schatz in uns. Wir selbst sind dabei nur „irdene Gefäße“, die auch einmal staubig werden und leicht zerbrechen. Die Kraft in uns kommt nicht von uns, sondern von Gott. Darum verzagen wir auch nicht, obwohl wir bedrängt werden. Täglich ist es so, als ob wir mit Christus sterben. Doch wir glauben, darum reden wir auch. Wir glauben, dass Gott uns mit Jesus auferweckt hat und auferwecken wird. Paulus litt dies alles für die Gläubigen. Er wusste, dass die Trübsal zeitlich und leicht ist, die Herrlichkeit aber ewig und über alle Maßen gewichtig.

Gebet: Herr, ich predige nicht mich selbst, sondern Christus, und nicht aus meiner, sondern aus deiner Kraft.

Ein Wort: Christus ist der Herr

Montag, 15. Dezember 2014

Dezember 28

Ihr seid unser Brief

2. Korinther 3,1-18 (2)

„Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen von allen Menschen!“

Es gab wohl einige, die die Gemeinden besuchten und dabei Empfehlungsbriefe mitbrachten. Paulus hatte so etwas nicht nötig. Er hatte ein viel besseres Empfehlungsschreiben: Die Korinther selbst! Die Liebe, die er zu ihnen als ihr Hirte im Herzen trug, war Gottes Empfehlung, die auch jedermann lesen konnte. Sein Dienst hatte die Gläubigen in Korinth zubereitet. Der Geist des lebendigen Gottes war wirksam geworden. Dieses Wirken Gottes konnte niemand leugnen. Jeder hatte so eine Bestätigung „schwarz auf weiß“, dass Paulus ein Diener Gottes war. Das Amt als Knecht Gottes und Bibellehrer, das den Menschen den Geist Gottes bringt und sie zur Gerechtigkeit führt, hat eine große, überschwängliche Herrlichkeit. Diejenigen, die in der alten Gesetzlichkeit bleiben, sind nicht frei. Wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. Diese Freiheit wird an den Leuten Gottes sichtbar bis dahin, dass wir verklärt werden in sein Bild. Wer ist unser Empfehlungsbrief? Welche Namen sind in unser Herz geschrieben, durch die jedermann erkennt, dass wir Gottes Diener und Hirten der Herde Gottes sind?

Gebet: Herr, danke für das, was dein Geist in mein Herz geschrieben hat. Bitte lass jedermann diesen Brief lesen und deine Herrlichkeit sehen.

Ein Wort: Erkannt und gelesen von allen Menschen

Sonntag, 14. Dezember 2014

Dezember 28

Sieg in Christus

2. Korinther 2,1-17 (14)

„Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!“

Paulus bekannte, dass er wegen der Korinther große Traurigkeit im Herzen hatte. Weil er sie liebte, hatte er große Angst und Sorge um sie und viel geweint. Im konkreten Fall hatte ein Gemeindemitglied viel Betrübnis angerichtet, vermutlich durch offene Unmoral. Er war von den Gläubigen in Korinth bestraft worden. Möglicherweise hatten sie ihn für eine Zeitlang aus der Gemeinde ausgeschlossen. Paulus ermutigte sie, ihm zu vergeben und ihn wieder aufzunehmen. Gemeindedisziplin ist notwendig. Dennoch darf sie nicht dazu führen, dass ein Mensch verdammt wird und sich die anderen erheben. Dann hätte wieder der Satan gesiegt (11). Vergebung ist ein innerer Sieg. Paulus sprach dann vom Siegeszug des Evangeliums. Sowohl in Troas in Kleinasien als auch in Mazedonien offenbarte Gott den Wohlgeruch der Erkenntnis Christi. Vers 14 sagt, dass Gott uns allezeit und an allen Orten Sieg gibt in Christus. Der Sieg besteht nicht unbedingt in einem zahlenmäßig großen Werk. Der Sieg besteht darin, dass der Wohlgeruch Christi wahrnehmbar wird. Für die einen ist ein unangenehmer Geruch zur Verdammnis, weil sie Gottes Wort ablehnen. Für die anderen ist es ein Duft zum ewigen Leben. Wir sollen diesen Wohlgeruch Christi an allen Orten ausströmen.

Gebet: Herr, danke für den Sieg allezeit und an allen Orten. Lass mich ein Wohlgeruch Christi sein.

Ein Wort: Sieg durch den Wohlgeruch Christi

Samstag, 13. Dezember 2014

Dezember 28

Ja und Amen

2. Korinther 1,12-24 (20)

„Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.“

Paulus hatte ein reines Gewissen, weil er sein Leben vor Gott in Einfalt und Lauterkeit führte. Er gehörte nicht zu denen, die um ihres Vorteils willen auf menschliche Weise berechnen. Gerade auch bei seinem Besuch in Korinth hatte er allein in der Gnade gelebt. Die Korinther konnten so wissen, dass er das, was er sagte und schrieb, auch so meinte. Nun wurde ihm vorgehalten, dass er Reisepläne geäußert hatte, diese aber nicht hatte einhalten können. Tatsächlich hatte Paulus dies vorgehabt. Doch dann hatte Gott ihm gezeigt, dass es besser sei, sie nicht wieder zu besuchen (23). Jesu Wort ist nicht wechselhaft oder unklar. Bei Jesus ist ein Ja ein Ja und ein Nein ist ein Nein. Jesus selbst hatte alle Verheißungen Gottes selbst erfüllt und damit bejaht. Genau so wenig sind unsere Predigt oder unser Tun doppeldeutig. Man darf die Worte und Taten der Leute Gottes aber auch nicht menschlich beurteilen. Entscheidend ist, dass alles in Christus geschieht. Er hat uns fest gemacht in Christus. Er hat uns den Heiligen Geist als Unterpfand gegeben. Wenn wir uns vom Heiligen Geist leiten lassen, werden unsere Worte und wird unser Tun für andere verständlich und vertrauenswürdig sein.

Gebet: Herr, danke, dass es in Jesus nur das klare Ja zu allen Verheißungen Gottes gibt. Hilf mir, nicht wankelmütig zu sein, sondern mich vom Geist leiten zu lassen.

Ein Wort: In Christus ist nur Ja und Amen

Freitag, 12. Dezember 2014

Dezember 28

Der Gott allen Trostes

2. Korinther 1,1-11 (3.4)

„Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes, der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir selber getröstet werden von Gott.“

Einführung zum 2. Korintherbrief

In seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth spricht Apostel Paulus in sehr eindringlicher Weise zu den Gläubigen. Es ist einer der persönlichsten Briefe von Paulus. Paulus hatte die Gemeinde in Korinth auf seiner zweiten Missionsreise gegründet. Im ersten Brief hatte er verschiedene Anliegen der Gemeinde angesprochen, wie die Gefahr von Spaltungen und Fälle der Unmoral. Um ihnen zu helfen, hatte er sie an die Liebe erinnert (1. Kor 13) und an das Evangelium der Auferstehung (1. Kor 15). Danach hatte er sie besucht, um ihnen bei der Bewältigung dieser Anliegen zu helfen.

In der Gemeinde gab es Kritiker, die sich gegen Paulus wandten. Er war bereit, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und für die Gemeinde zu kämpfen und dazu auch seine geistliche Autorität als Apostel zu gebrauchen. Er schreibt über seine Motivation, seine Leiden, seine Hingabe und seinen Einsatz für sie. Vor allem aber lässt Paulus seine Liebe zu ihnen erkennen. Er gibt ihnen einen erschütternden Einblick in sein Hirtenherz. Paulus betete für die Gläubigen in Korinth, dass sie dieses Herz verstünden und im Glauben vollkommen würden (13,9). In diesem Brief kündigt Paulus auch die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem an und bittet die Korinther, reichlich zu geben.

Der Brief entstand um 55 n.Chr. und wurde vermutlich in Mazedonien verfasst, wo Paulus von Titus über die Situation der Gemeinde in Korinth informiert wurde.

Apostel Paulus und Timotheus schrieben diesen Brief aufgrund der Gnade Gottes an die Gläubigen in Korinth und ganz Achaja. Zuerst lobte Paulus Gott als den Gott allen Trostes. Paulus selbst und die Gläubigen sowohl in Mazedonien als auch in Achaja erfuhren die Trübsal der Leiden Christi. Je mehr sie in Christus litten, desto mehr erfuhren sie aber auch den Trost durch Christus. Wenn wir um des Namens Jesu willen als Bibellehrer, Evangeliumsarbeiter und Hirten der Herde Gottes Bedrängnisse erfahren, werden wir von Gott getröstet. Dies geschieht, damit auch wir andere trösten. In der Provinz Asien war Paulus wegen der Verfolgungen fast am Leben verzagt. Doch er setzte seine Hoffnung auf Gott, und Gott enttäuschte ihn nicht. Wenn Paulus nun von den Leiden sprach, dann tat er es dies niemals, um Mitleid zu erhalten. Er belastete damit auch niemanden. Er tat es vielmehr, um andere zu trösten. Sind wir von Gott getröstet worden, sollen wir auch andere trösten. Es gibt viele, die am Leben verzagt sind, obwohl sie in besten Bedingungen leben.

Gebet: Herr, danke für den Trost in Christus. Hilf mir, andere in ihrer Trübsal zu trösten.

Ein Wort: Gott tröstet uns in aller unserer Trübsal

Bibeltext online



Oktober 2018
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September 2018
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August 2018
WoMoDiMiDoFrSaSo
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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.