Tägliches Brot Gottes Wort jeden Tag – Aktuell mit Lutherbibel 2017
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Samstag, 18. August 2018

Juni 29

Gott hatte Mitleid mit seinem Volk

2. Chronik 36,1-23 (15)

„Und der Herr, der Gott ihrer Väter, ließ immer wieder gegen sie reden durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung.“

Mit dem Tod Josias, des letzten gläubigen Königs, war der Niedergang Judas besiegelt. Bis zur endgültigen Eroberung und Zerstörung Jerusalems vergingen weitere 22 Jahre. Josias Nachfolger Joahas, Jojakim, Jojachin und Zedekia taten alle, was dem Herrn missfiel. Sie praktizierten Götzendienst und hielten ihre Zusagen nicht ein. Auch die Oberen Judas, das Volk und sogar die Priester praktizierten heidnische Sitten und machten damit das Haus Gottes unrein. Gott reagierte nicht sofort mit Zorn, sondern mit Mitleid. Er wollte sein Volk unbedingt zur Umkehr führen. Dafür sandte er immer wieder seine Boten, die die Menschen auf ihre Sünde hinwiesen. Doch sie wurden verhöhnt und verachtet. Schließlich ließ Gott zu, dass Jerusalem belagert, erobert und vollständig zerstört wurde. Der Tempel wurde verbrannt, die Mauer eingerissen und die Oberschicht nach Babylon deportiert. Mitleid mit sündigen Menschen besteht nicht darin, dass wir ihre Sünde tolerieren, sondern dass wir ihnen zur Umkehr helfen. Während der babylonischen Gefangenschaft hatte Gottes Volk Zeit dafür. Das Land hielt eine 70jährige Sabbatruhe. Das 2. Buch Chronik endet nicht mit der babylonischen Gefangenschaft, sondern mit der Rückkehr der Juden in ihre Heimat zum Wiederaufbau des Hauses Gottes.

Gebet: Herr, schenke mir dein Mitleid mit den Menschen, die dich nicht kennen, und hilf mir, sie zur Umkehr zu bewegen.

Ein Wort: Gottes Mitleid mit den Sündern

Freitag, 17. August 2018

Juni 29

Josia hörte nicht auf die Worte Gottes

2. Chronik 35,20-27 (22)

„Aber Josia ließ nicht ab von ihm, sondern schickte sich an, mit ihm zu kämpfen, und hörte nicht auf die Worte Nechos, die aus dem Munde Gottes kamen, und zog hin, mit ihm zu kämpfen in der Ebene von Megiddo.“

Zehn Jahre der Herrschaft Josias werden übersprungen. Der Machtverlust der Assyrer und das Erstarken der Babylonier brachten die Machtverhältnisse im Nahen Osten in Bewegung. Der Pharao Necho zog nach Norden, um seine Interessen in einem Kriegszug bei Karkemisch zu vertreten. Er wollte die Assyrer unterstützen, um die Invasion der Babylonier aufzuhalten. König Josia zog ihm entgegen. Das lag nicht daran, dass er den Kriegszug des Pharao als einen Angriff auf Juda missverstanden hatte, sondern er folgte komplizierten politisch-militärisch-strategischen Überlegungen. Necho sandte Boten zu ihm, um ihn im Namen Gottes vor einer Konfrontation zu warnen, die Gott nicht wünschte. Diesmal hörte Josia leider nicht auf die Worte Gottes aus dem Mund des Pharao. Er vertraute mehr seinen eigenen Überlegungen als Gottes klarem Wort. Er stürzte sich in einen unnötigen Krieg mit Ägypten, in dem er tödlich verwundet wurde. Ganz Juda trauerte um ihn. Manchmal hören sich Gottes Worte naiv und weltfremd an und wir denken, dass wir besser wissen, wie wir uns verhalten sollen. Aber tatsächlich ist Gott der Herr und Lenker der Geschichte und es ist die beste Entscheidung, seinem Wort zu folgen.

Gebet: Herr, vergib mir meine Überheblichkeit, dass ich denke, selbst alles am besten zu wissen. Hilf mir, heute auf deine Worte zu hören.

Ein Wort: Höre auf die Worte Gottes!

Donnerstag, 16. August 2018

Juni 29

Ein Passafest nach Gottes Wort

2. Chronik 35,1-19 (6)

„und schlachtet das Passa und heiligt euch und bereitet es für eure Brüder, dass sie tun nach dem Wort des HERRN durch Mose.“

Wahrscheinlich durch das Studium der wiedergefundenen Bibel erkannte Josia die Bedeutung des Passafestes. Hier wird die Errettung aus der Gefangenschaft der Sünde und die Vergebung durch ein stellvertretendes Opfer gefeiert. Jesus starb für uns an einem Passafest. Josia ermutigte zuerst die Priester und Leviten, sich selbst für das Passafest innerlich vorzubereiten und dem Volk bei der Passafeier zu dienen. Vor allem sollte das Fest nach dem Wort Gottes ausgerichtet werden. Josia selbst spendete großzügig Opfertiere für das Fest und auch die politischen und geistlichen Leiter wurden dadurch ermutigt, großzügig zu geben. Priester und Leviten arbeiteten gut zusammen, sodass alle Opfer gebracht werden konnten und die Musiker und Torhüter von der praktischen Opfertätigkeit entlastet wurden und sich ganz ihren eigentlichen Aufgaben widmen konnten. So wurde zum ersten Mal seit der Zeit des Propheten Samuel wieder ein Passafest ganz nach dem Wort Gottes gefeiert. Das Glaubensleben besteht nicht nur darin, uns jeden Tag mühsam durch den Alltag zu kämpfen. Gott ermutigt auch uns durch sein Wort, die Gnade der Sündenvergebung durch Jesus und die Befreiung aus der Gefangenschaft der Sünde regelmäßig gemeinsam zu feiern.

Gebet: Herr, lass uns regelmäßig gemeinsam Zeit nehmen, um deine Gnade der Sündenvergebung zu feiern.

Ein Wort: Feiere gemeinsam die Errettung!

Mittwoch, 15. August 2018

Juni 29

Die Bibel wird wiedergefunden

2. Chronik 34,1-33 (19)

„Und als der König die Worte des Gesetzes hörte, zerriss er seine Kleider.“

König Josia war zu Beginn seiner Amtszeit erst 8 Jahre alt. Anders als sein Vater Amon begann er bereits mit 16 Jahren, Gott zu suchen. Mit 20 Jahren reinigte er das Land gründlich von allen Arten des Götzendienstes und überwachte persönlich den Abriss von Altären, Rauchopfersäulen und Götzenbildern. Er dehnte die geistliche Reinigung auch auf das ehemalige Nordreich Israel aus. Mit 26 Jahren nahm er das Projekt in Angriff, den Tempel auszubessern. Bei diesen Arbeiten fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn wieder, das offenbar bis dahin verschollen war. Als es Josia vorgelesen wurde, war er tief betroffen. Er erkannte die Größe der Sünde und des Zornes Gottes. Er ließ die Prophetin Hulda befragen, die bestätigte, dass Gottes Gericht unabwendbar war. Gott hatte aber auch das demütige und betroffene Herz von Josia gesehen und angenommen. Er sollte mit Frieden zu seinen Vätern kommen und das Unheil nicht mehr selbst miterleben. Josia machte diese Voraussage nicht selbstzufrieden. Er schloss einen Bund zwischen dem Volk und Gott, nach Gottes Wort zu leben. Wenn wir Gott aufrichtig suchen und seinem Wort aufmerksam zuhören, dann werden wir davon im Herzen betroffen. Wir erkennen die Größe unserer Schuld und die Gerechtigkeit Gottes, aber auch die Größe seiner Liebe und Gnade in Jesus Christus.

Gebet: Herr, ich möchte dich von Herzen suchen und dir aufmerksam zuhören. Lass mich durch dein Wort im Herzen betroffen werden.

Ein Wort: Lass dich durch Gottes Wort ansprechen!

Dienstag, 14. August 2018

Juni 29

Manasse erkannte, dass der HERR Gott ist

2. Chronik 33,1-25 (13)

„Und als er bat, ließ sich der HERR erbitten und erhörte sein Flehen und brachte ihn wieder als König nach Jerusalem zurück. Da erkannte Manasse, dass der HERR Gott ist.“

Hiskia hatte seinem Sohn Manasse eigentlich praktisch vorgelebt, dass es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen. Doch Manasse folgte dem Beispiel von König Ahas und praktizierte alle möglichen extremen Formen des Götzendienstes. Er ging so weit, den Tempel zu entweihen und seine eigenen Kinder zu opfern. Unter seinem Einfluss wurde auch sein Volk zum Götzendienst verführt. Götzendienst bedeutet, etwas anderes als Gott über mein Leben herrschen zu lassen: meine Wünsche nach Erfolg, Anerkennung, Sicherheit, menschlicher Liebe, Bequemlichkeit oder Macht. Götzendienst ist kein antikes Problem, sondern findet auch heute statt und lässt Menschen extreme Dinge tun. Gott griff in das Leben von Manasse ein, indem er zuließ, dass er von den Assyrern besiegt und gefangen genommen wurde. In der Gefangenschaft betete er zu Gott, demütigte sich und kehrte um. Sein Bußgebet finden wir in den Apokryphen. Gott nahm sein Gebet an und brachte ihn wieder in sein Königreich zurück. Manasse erkannte, dass der Herr Gott ist. Er änderte sein Leben von Grund auf. Anders war es mit seinem Sohn Amon, der bei seinem Götzendienst blieb.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich nicht dich, sondern andere Dinge über mein Leben regieren lasse. Ich möchte umkehren und dich heute als den Herrn meines Lebens anerkennen.

Ein Wort: Erkenne, dass der Herr Gott ist!

Montag, 13. August 2018

Juni 29

Alles, was in seinem Herzen war

2. Chronik 32,24-33 (31)

„Als aber die Botschafter der Fürsten von Babel zu ihm gesandt waren, um nach dem Wunder zu fragen, das im Lande geschehen war, verließ ihn Gott, um ihn zu versuchen, auf dass kundwürde alles, was in seinem Herzen war.“

In diesem kurzen Abschnitt werden die Schwachpunkte des ansonsten so gläubigen und guten Königs Hiskia angesprochen. Als er todkrank wurde, wollte er sich damit nicht abfinden, weil seine Furcht vor dem Tod zu groß war. Als er betete, tat Gott ein doppeltes Wunder: Er machte ihn gesund und ließ seine Sonnenuhr 10 Striche rückwärts laufen (2. Kön 20,1-11). Doch Hiskia wurde nicht demütig und dankbar, sondern stolz. Erst als er Gottes Zorn spürte, demütigte er sich. Gott erforschte sein Herz, indem er eine Gesandtschaft aus Babel zu ihm sandte. An anderer Stelle (2. Kön 20,12-21) wird berichtet, dass Hiskia ihnen alles zeigte, seinen Reichtum und seine Waffen. Er folgte seinem menschlichen Impuls nach Selbstdarstellung, anstatt nach Gottes Willen zu fragen. Der Tadel des Propheten Jesaja ließ ihn diesmal kalt, weil es ihn nicht persönlich zu betreffen schien. Gott lässt manchmal Situationen zu, die auch die dunklen Seiten in uns ans Licht bringen. Es ist eine Gelegenheit, unsere Schwachheit und Sünde zu erkennen und Buße zu tun und uns verändern zu lassen. Wenn wir unsere dunklen Seiten ignorieren, werden wir nicht geistlich wachsen.

Gebet: Herr, erforsche heute mein Herz. Lass mich mit meinen dunklen Seiten zu dir kommen und verändert werden.

Ein Wort: Gott erforscht alles, was in meinem Herzen ist

Sonntag, 12. August 2018

Juni 29

Mit uns ist ein Größerer

2. Chronik 32,1-23 (7)

„Seid getrost und unverzagt, fürchtet euch nicht und verzagt nicht vor dem König von Assur noch vor dem ganzen Heer, das bei ihm ist; denn mit uns ist ein Größerer als mit ihm.“

Nachdem Hiskia in der Zeit des Friedens seine Treue zu Gott erwiesen hatte, ließ es Gott zu, dass der König der Assyrer mit einem großen Heer heranzog, um Jerusalem zu belagern und zu erobern. Hiskia tat sein Bestes, um sich auf diesen Angriff vorzubereiten. Die umgeleitete Wasserquelle durch Hiskias Tunnel in den Teich Siloah kann man heute noch in Jerusalem besichtigen. Doch er vertraute nicht auf seine guten Vorbereitungen, sondern allein auf Gottes Schutz und Hilfe. Er ermutigte seine Generäle und das Volk, die Situation aus Gottes Perspektive zu sehen: Mit ihnen war Gott und Gott war viel stärker als der Assyrerkönig und seine Götzen. Die Assyrer kamen tatsächlich bis vor Jerusalem und versuchten, das Volk und König Hiskia durch psychologische Kriegsführung einzuschüchtern und zum Aufgeben zu bewegen. Sie verwiesen darauf, dass die Götter der bereits eroberten Völker auch nicht hatten helfen können. Hiskia reagierte auf diese Anfechtung, indem er mit dem Propheten Jesaja gemeinsam schreiend zu Gott betete. Tatsächlich sandte Gott seinen Engel, der die assyrische Armee vernichtete. König Sanherib kehrte mit Schande wieder um und wurde in seiner Heimat im Haus seines Götzen von seinen eigenen Söhnen getötet.

Gebet: Herr, lass mich heute mein Leben und die Herausforderungen aus deiner Perspektive sehen und auf dich, den Größeren vertrauen.

Ein Wort: Mit uns ist ein Größerer

Samstag, 11. August 2018

Juni 29

Hiskia tat alles von ganzem Herzen

2. Chronik 31,1-21 (21)

„Und alles, was er anfing für den Dienst des Hauses Gottes nach dem Gesetz und Gebot, seinen Gott zu suchen, tat er von ganzem Herzen, und es gelang ihm.“

Mit der Reinigung des Tempels und dem Passafest hatte das Volk seine Beziehung zu Gott erneuert und einen guten neuen Anfang gemacht. Jetzt musste sich ihr erneuertes Glaubensleben im Alltag bewähren. Nach dem Passafest gingen nicht alle sofort nach Hause, sondern reinigten gemeinsam die Städte in Juda vom Götzendienst. Hiskia teilte die Priester und Leviten zu ihrem Dienst ein. Er ging mit gutem Beispiel voran und gab aus seinem eigenen Besitz seinen Anteil für die vorgeschriebenen Brandopfer. Er forderte auch das Volk auf, ihren Anteil für die Priester und Leviten zu bringen. Ein gebendes Leben ist ein Zeichen dafür, dass wir unseren Besitz nicht für ein Ergebnis unserer eigenen Leistung und Tüchtigkeit halten, sondern als Gottes Eigentum betrachten, das wir nur verwalten. Durch das gute Beispiel Hiskias wurden alle Einwohner ermutigt und es kamen große Vorräte zusammen. Hiskia kümmerte sich um geeignete Vorratsräume, sorgfältige Buchführung und gewissenhafte Verteilung, sodass die Priester und Leviten sich ganz für den Dienst Gottes zur Verfügung stellen konnten. Gott freut sich über die Menschen, die nicht nur kurze Zeit Begeisterung für ihn aufbringen, sondern die ihr Alltagsleben von Herzen auf ihn ausrichten.

Gebet: Herr, auch wenn die erste Begeisterung verflogen ist, möchte ich dich zum Herrn meines Alltagslebens machen.

Ein Wort: Gib Gott dein ganzes Herz

Freitag, 10. August 2018

Juni 29

Gott ist denen gnädig, die ihn suchen

2. Chronik 30,1-2 (18b.19)

„Doch Hiskia betete für sie und sprach: Der HERR, der gütig ist, wolle gnädig sein allen, die ihr Herz darauf richten, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott ihrer Väter, auch wenn sie nicht die Reinheit haben, die dem Heiligtum gebührt.“

Nachdem der Tempel gereinigt und der Gottesdienst wiederhergestellt war, wollte Hiskia das Passafest feiern. Das Passafest erinnert an die Errettung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten, ist aber auch eine Vorausschau auf das wahre Passalamm Jesus Christus, der sein Blut vergossen hat, damit wir aus der Sklaverei der Sünde befreit werden. Hiskia wollte das Passafest nicht nur mit den Bewohnern von Juda, sondern mit allen Israeliten feiern und sandte Boten aus, die alle zur Buße auffordern und einladen sollten. Das Nordreich Israel war inzwischen von den Assyrern erobert und viele Bewohner waren umgesiedelt worden. Hiskia glaubte daran, dass eine Umkehr zu Gott auch den Verschleppten die Rückkehr ermöglichen könnte. Die Boten wurden von vielen ausgelacht, aber einige kamen mit demütigem Herzen nach Jerusalem. Vor dem Passafest wurde die Stadt von allen Spuren des Götzendienstes gereinigt. Einige der Pilger hatten sich nicht angemessen auf das Passafest vorbereitet. Hiskia betete, dass Gott ihr suchendes Herz trotzdem annimmt, und Gott erhörte ihn. Vor Gott ist es nicht wichtig, ob wir äußerlich immer alles richtig machen, sondern er nimmt einen Menschen an, der ihn von Herzen sucht.

Gebet: Herr, ich habe nicht die erforderliche Reinheit, aber gib mir ein Herz, das dich aufrichtig sucht.

Ein Wort: Gott ist den Menschen gnädig, die ihn suchen

Donnerstag, 9. August 2018

Juni 29

Hiskia öffnet die Türen am Haus des HERRN

2. Chronik 29,1-36 (3)

„Er tat auf die Türen am Hause des HERRN im ersten Monat des ersten Jahres seiner Herrschaft und besserte sie aus“

König Hiskia übernahm ein schweres Erbe. Sein Volk befand sich in einer umfassenden Situation der Niederlage. Hiskia folgte aber nicht dem Weg seines Vaters Ahas, sondern dem Beispiel seines Vorfahren David. Er erkannte, dass die Sünde, vor allem der Götzendienst, die wahre Ursache für das Elend der Menschen ist. Deshalb war die allererste Maßnahme in seiner Herrschaft, die Türen am Hause des Herrn wieder zu öffnen. Die Beziehung der Menschen zu Gott musste wiederhergestellt werden. Der Tempel war durch König Ahas entweiht worden und musste vom Götzendienst gereinigt und neu geweiht werden. Hiskia versammelte die Priester und Leviten und suchte ihre Unterstützung bei der Aufgabe, den rechten Gottesdienst wiederherzustellen. Sie mussten sich selbst zunächst heiligen und Gott wieder ganz zur Verfügung stellen. Die Reinigung des Tempels dauerte 16 Tage. Danach versammelte Hiskia das Volk zu einem großen Opferfest. Damit unsere Sünde vergeben und unsere Beziehung zu Gott wiederhergestellt wird, muss ein Opfer geschehen. Auch heute ist die wahre Ursache für unsere Probleme die Sünde, die uns von Gott trennt. Deshalb soll es unsere erste Maßnahme sein, die Türen zu Gott wieder zu öffnen, unser Herz zu reinigen und durch das Opfer von Jesus unsere Beziehung zu Gott wiederherzustellen.

Gebet: Herr, ich möchte heute die Türen zu dir öffnen. Reinige mich durch das Opfer von Jesus.

Ein Wort: Öffne die Türen zu Gott!

Mittwoch, 8. August 2018

Juni 29

Ahas wurde Gott untreu

2. Chronik 28,1-27 (19)

„denn der HERR demütigte Juda um des Ahas willen, des Königs von Juda, weil er in Juda ein zuchtloses Wesen aufkommen ließ und dem HERRN untreu wurde.“

Ahas tat nicht, was Gott gefiel. Er folgte dem Götzendienst der Könige von Israel. Er führte den Baalskult wieder ein und verbrannte seine eigenen Söhne als Menschenopfer. Vielleicht steckte der Wunsch dahinter, keine Möglichkeit, die Glück oder Erfolg bringen könnte, auszulassen. Er folgte damit der grundlegenden Idee aller Religionen, dass wir etwas für einen Gott einsetzen und uns damit sein Wohlwollen und eine Belohnung verdienen. Gott zeigte ihm mit aller Deutlichkeit, dass dies eine Lüge des Teufels ist. Ahas erlebte eine Serie von schweren Niederlagen, unter denen auch sein Volk viel leiden musste. Er wurde vom König von Aram geschlagen, danach vom König von Israel. Gott ermahnte durch einen Propheten die Oberen von Israel, mit den Gefangenen aus Juda gnädig zu verfahren. Anschließend wurde Juda von den Edomitern und Philistern angegriffen. Ahas rief den König von Assyrien zu Hilfe, aber stattdessen wurde er noch mehr bedrängt. Gott ließ alle diese Niederlagen zu, um Ahas zur Buße zu führen, aber anstatt umzukehren verstrickte er sich immer mehr in Götzendienst. Glück und Erfolg können wir nicht mit menschlichen Methoden erzwingen. Den eigentlichen Segen im Leben empfangen diejenigen, die sich nach dem lebendigen Gott ausrichten.

Gebet: Herr, vergib mir meine menschliche Suche nach Glück und Erfolg. Lass mich den wahren Segen in dir finden.

Ein Wort: Segen kommt von Gott

Dienstag, 7. August 2018

Juni 29

Er richtete seine Wege aus am HERRN

2. Chronik 27,1-9 (6)

„So wurde Jotam mächtig; denn er richtete seine Wege aus am HERRN, seinem Gott.“

Jotam hatte bereits während der Krankheit seines Vaters die Regierungsgeschäfte geführt und wurde nach dessen Tod im Alter von 25 Jahren König. Seine Mutter kam aus einer Priesterfamilie. Er tat, was Gott gefiel, und richtete seine Wege an Gott aus. Er hatte aus dem Fehler seines Vaters gelernt und respektierte den Tempel. Gott segnete seine gottesfürchtige Haltung und schenkte ihm den Sieg über die Ammoniter, die ihm hohe Abgaben leisten mussten. Jotam unternahm auch eine umfangreiche Bautätigkeit. Er baute das obere Tor am Hause des Herrn, an der Mauer und dazu neue Städte, Burgen und Türme. Während die Lebensbedingungen seines Volkes so verbessert wurden, versäumte es Jotam, ihnen geistlich zu helfen, damit auch sie ihre Herzen ganz Gott zuwandten. Vers 2 sagt, dass sie noch immer böse handelten. Aus 2. Könige 15,35 erfahren wir, dass sie auf den Höhenheiligtümern weiterhin fremde Götter anbeteten und Räucheropfer darbrachten. Obwohl Jotam seine Wege an Gott ausrichtete und Gott ihn mächtig gemacht hatte, versäumte er es, sein Land vom Götzendienst zu reinigen. Dieser Same des Bösen wurde später seinem Volk und auch seinem eigenen Sohn zum Verhängnis. Wir dürfen das Böse in unserer Umgebung nicht einfach aus falsch verstandener Toleranz dulden, sondern sollen aktiv dagegen kämpfen.

Gebet: Herr, ich möchte heute meine Wege an dir ausrichten. Schenke mir Mut, gegen das Böse in meiner Umgebung aktiv zu kämpfen.

Ein Wort: Richte deine Wege an dem Herrn aus!

Montag, 6. August 2018

Juni 29

Usijas Herz überhob sich

2. Chronik 26,1-23 (16)

„Und als er mächtig geworden war, überhob sich sein Herz zu seinem Verderben; denn er verging sich gegen den HERRN, seinen Gott, und ging in den Tempel des Herrn, um auf dem Räucheraltar zu räuchern.“

Usija war über ein halbes Jahrhundert König. Er war politisch, wirtschaftlich und militärisch überaus erfolgreich. Sein Erfolg kam nicht aus seinen menschlichen Fähigkeiten, sondern aus seiner Beziehung zu Gott. Sein geistlicher Mentor Secharja unterwies ihn in Gottesfurcht. Deshalb suchte Usija Gott und erfuhr Gottes reichen Segen. Nachdem Secharja gestorben war, gab es jedoch eine fatale Änderung in Usijas Einstellung. Als er auf dem Höhepunkt seiner Macht war, überhob sich sein Herz. Er vergaß, wer er vor Gott war. Er glaubte, dass er Gottes Gnade verdient hätte. Er ging in den Tempel, um dort das Räucheropfer darzubringen, eine Aufgabe, die allein den Priestern vorbehalten war. Als die Priester ihn warnten, kehrte er nicht um, sondern wurde ärgerlich. Gott schlug ihn mit Aussatz, der auf seiner Stirn ausbrach. Es war das sichtbare Zeichen seiner gestörten Beziehung zu Gott. Obwohl Usija offiziell weiter der König war, konnte er sein Amt nicht mehr ausüben und musste den Rest seiner Zeit isoliert und einsam verbringen. Erfolg und Segen sind nicht das Ergebnis unserer Mühe und Tüchtigkeit, sondern kommen von Gott. Überheblichkeit führt zu unserem Verderben, weil sie uns von der Quelle des Segens trennt.

Gebet: Herr, danke für deine Gnade und deinen Segen in meinem Leben. Ich möchte dich als den Geber des Segens heute vor allen Menschen ehren.

Ein Wort: Ehre Gott mit einem demütigen Herzen

Sonntag, 5. August 2018

Juni 29

Nicht von ganzem Herzen

2. Chronik 25,1-28 (2)

„Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.“

Amazja hatte ein geteiltes Herz. Verschiedene menschliche Impulse konkurrierten mit dem Wunsch, Gott zu gefallen. Er folgte zunächst Gottes Wort, als er die Mörder seines Vaters bestrafte und er folgte auch einem geistlichen Rat, als er 100.000 Söldner aus dem ungläubigen Nordisrael zurückschickte, obwohl er sie schon bezahlt hatte. Doch als Gott ihm einen großen Sieg über die Edomiter gab, verließ er Gottes Wege. Er betete die Götzen der besiegten Edomiter an, obwohl dies auch menschlich vollkommen widersinnig war. Als Gott ihn durch einen Propheten darauf aufmerksam machte, kehrte er nicht um, sondern bedrohte diesen sogar mit dem Tod. Amazjas Selbstvertrauen war durch den Sieg gewachsen, sodass er einen unnötigen Krieg mit Nordisrael provozierte und sein Land dadurch in eine große Niederlage führte. Zum Schluss wurde er Opfer einer Verschwörung. Wenn wir Gott mit einem halben Herzen dienen, dann gewinnen unsere menschlichen Impulse wie Stolz und Selbstvertrauen Raum in unserem Leben und steuern es in die falsche Richtung. Sie hindern uns, auf Gottes Wort oder einen geistlichen Rat zu hören und Buße zu tun und unsere Fehlentscheidungen zu korrigieren. Wenn unser ganzes Herz dagegen wie zum Beispiel bei König David Gott gehört, dann können wir nach einer Sünde Buße tun und nach einer Niederlage wieder aufstehen.

Gebet: Herr, vergib mir mein geteiltes Herz. Ich möchte heute von ganzem Herzen dir gefallen.

Ein Wort: Tue von ganzem Herzen, was Gott gefällt

Samstag, 4. August 2018

Juni 29

Solange Jojada lebte

2. Chronik 24,1-27 (2)

„Und Joasch tat, was dem HERRN wohlgefiel, solange der Priester Jojada lebte.“

Der Priester Jojada hatte sein Bestes getan, für Joasch eine gute geistliche Umgebung zu schaffen. Er hatte seine Herrschaft auf den Bund mit Gott gegründet. Er half ihm bei der Familiengründung. Zunächst sah es so aus, als ob Joasch ein gläubiger und guter König wäre. Er setzte sich sehr dafür ein, dass der Tempel, den seine gottlosen Vorgänger hatten verfallen lassen, repariert und wiederhergestellt wurde. Doch nach Jojadas Tod geriet Joasch unter den Einfluss der Berater seiner eigenen Generation. Dies führte dazu, dass Götzendienst eingeführt und Gott vernachlässigt wurde. Gott sandte Propheten, um Joasch und seine Berater zu ermahnen, aber sie hörten nicht auf sie. Schließlich wurde Secharja, der Sohn des Priesters Jojada, von Gottes Geist ergriffen und tadelte den Götzendienst öffentlich und warnte vor den ernsthaften Folgen. Anstatt Buße zu tun, machte Joasch eine Verschwörung und ließ Secharja steinigen. Gott zog seine schützende Hand ab. Juda wurde von einem zahlenmäßig unterlegenen Heer der Aramäer besiegt, Joasch wurde verwundet und schließlich von seinen eigenen Männern ermordet. Es reicht nicht aus, in einer guten geistlichen Umgebung aufzuwachsen und sich eine Zeit lang wie ein Gläubiger zu verhalten. Letztendlich brauchen wir echten und persönlichen Glauben an Gott.

Gebet: Herr, bitte schenke mir eine tiefe und persönliche Beziehung zu dir in Jesus, damit ich zu jeder Zeit und in jeder Umgebung ein echtes Glaubensleben führen kann.

Ein Wort: Glaube hängt nicht von der Umgebung ab

Freitag, 3. August 2018

Juni 29

Ein Bund, des HERRN Volk zu sein

2. Chronik 23,1-21 (16)

„Und Jojada schloss einen Bund zwischen sich, dem ganzen Volk und dem König, dass sie des HERRN Volk sein sollten.“

Die Königinmutter Atalja hatte versucht, mit menschlicher Gewalt ihre Herrschaft zu sichern. Sechs Jahre lang hielten der Priester Jojada und seine Frau Joscheba ihren Neffen Joasch, den letzten rechtmäßigen Thronerben, im Hause des Herrn verborgen. Als Joasch sieben Jahre geworden war, fasste Jojada Mut, um ihn als König einzusetzen. Hierfür stützte er sich nicht auf militärische Gewalt, sondern auf die Priester und Leviten, die Diener Gottes. Die Einsetzung Joaschs als König war keine menschliche Zeremonie, sondern ein geistlicher Bund zwischen Gottes Dienern, dem König und dem Volk mit dem Ziel, dass sie als Gottes Volk leben sollten. Joasch bekam eine Abschrift der Bibel überreicht. Dies sollte die Richtschnur seiner Herrschaft sein. Gegen diese geistliche Übermacht konnte Atalja nichts ausrichten. Sie wurde aus dem Tempelbezirk geführt und getötet. Nach der Einsetzung von Joasch ging das Volk hin und reinigte die Stadt vom Baalskult. Jojada stellte die Ordnung im Haus Gottes wieder her. Die Revolution verlief friedlich und machte das Volk fröhlich. Wahre Autorität kommt nicht daher, dass wir unsere menschliche Überlegenheit ausspielen, sondern dass wir einen Bund mit dem lebendigen und allmächtigen Gott schließen.

Gebet: Herr, ich danke dir für Jesus, den wahren König, der einen neuen Bund in seinem Blut aufgerichtet hat. Lass mich heute als Mitglied deines Volkes leben.

Ein Wort: Trete in den Bund mit Gott

Donnerstag, 10. Mai 2018

März 30

Eine mutige Königstochter

2. Chronik 22,1-12 (11)

„Aber Joscheba, die Tochter des Königs, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Söhne des Königs, die getötet wurden, und brachte ihn mit seiner Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Königs Joram, die Frau des Priesters Jojada, – denn sie war Ahasjas Schwester – vor Atalja, sodass er nicht getötet wurde.“

Nach Joram wurde sein Sohn Ahasja König. Er wurde durch seine gottlose Mutter Atalja beeinflusst und tat, was Gott missfiel. Er zog mit Joram, dem König von Israel, in den Krieg gegen Aram. Joram wurde verwundet, und Ahasja besuchte ihn, als er sich davon erholte. Gemeinsam zogen sie gegen Jehu, den Gott dazu bestimmt hatte, sein Gericht am Königshaus in Israel auszuführen. Weil Ahasja mit dem König von Israel gemeinsame Sache machte, wurden erst seine Neffen und einige Obere aus Juda und schließlich er selbst von Jehu getötet. Als seine Mutter Atalja dies erfuhr, brachte sie alle Mitglieder des Königshauses in Juda, einschließlich ihrer eigenen Enkel, um, um selbst die Regierung zu übernehmen. Es sah so aus, als ob die Leuchte Davids erloschen sei. Doch Joscheba, die Schwester König Ahasjas und Frau des Priesters Jojada, riskierte ihr Leben und rettete ihren neugeborenen Neffen Joasch vor dem Massaker. Sie versteckte ihn im Hause Gottes, wo er in Sicherheit war. Durch ihre mutige Tat fand sie einen Platz in Gottes Erlösungsplan.

Gebet: Herr, schenke mir den Mut, alles einzusetzen, um einen Menschen zu erretten.

Ein Wort: Habe Mut für eine Tat des Glaubens!

Mittwoch, 9. Mai 2018

März 30

Eine Leuchte für immer

2. Chronik 21,1-20 (7)

„Aber der HERR wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und wie er ihm zugesagt hatte, ihm eine Leuchte zu geben und seinen Söhnen immerdar.“

Nach Joschafat wurde sein Sohn Joram König. Doch er folgte nicht den Wegen seines Vaters, sondern denen der gottlosen Könige von Israel, denn seine Frau Atalja war die Tochter von König Ahab. Jorams erste „Regierungsmaßnahme“ bestand darin, dass er alle seine Brüder und dazu einige Obere aus Juda umbrachte. Obwohl seine Taten Gott missfielen, wollte Gott das Haus David dennoch nicht verderben. Er hatte mit David einen Bund geschlossen und ihm zugesagt, ihm und seinen Söhnen eine Leuchte zu geben immerdar. Dieser Verheißung blieb Gott treu. Obwohl Joram Gott untreu war, ließ Gott später den Retter Jesus aus seiner Familie hervorkommen. In Jesus ist das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Dieses Licht konnte durch die Finsternis nicht ausgelöscht werden. Gott gab Joram eine Chance zur Umkehr durch einen Brief des Propheten Elia, der in Nordisrael wirkte. Als Joram trotzdem nicht zu Gott umkehrte, musste er die Folgen seiner gottlosen Taten tragen: Er verlor seinen Besitz und seine Familie an seine Feinde und schließlich auch seine Gesundheit und sein Leben. Wir werden von Gott für unsere Sünde zur Verantwortung gezogen. Aber Gottes Treue und Plan der Erlösung können durch unsere Untreue nicht zerstört werden.

Gebet: Herr, danke für deine Treue. Danke, dass du Jesus, das Licht der Welt, zu uns gesandt hast.

Ein Wort: Auch wenn wir untreu sind, bleibt Gott treu

Dienstag, 8. Mai 2018

März 30

Ein Bündnis mit einem gottlosen König

2. Chronik 20,31-37 (35)

„Danach verbündete sich Joschafat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel, der gottlos war in seinem Tun.“

Der Abschnitt bietet eine kurze Zusammenfassung der Herrschaft von König Joschafat. Im Allgemeinen tat er das, was Gott gefiel. Einige seiner Glaubenstaten haben wir in den vergangenen Abschnitten kennen gelernt. Der Text nennt aber auch einige schwache Seiten von Joschafat. Die Opferhöhen wurden nicht entfernt. Joschafat hatte dies durchaus versucht (17,6). Der Text nennt als Grund für das Weiterbestehen der Opferhöhen, dass das Volk sein Herz noch nicht dem Gott seiner Väter zugewandt hatte. Joschafat hatte eigentlich auch versucht, das Volk geistlich zu unterweisen (17,9; 19,4). Ein Grund für seine Erfolglosigkeit könnte in dem zweiten Schwachpunkt von Joschafat liegen: Aus seinem starken Wunsch nach einer Wiedervereinigung mit Nordisrael war er immer wieder Bündnisse mit den gottlosen Königen Nordisraels eingegangen. Dass er seinen Sohn Joram mit Ahabs Tochter Atalja verheiratet hatte, sollte noch schlimme Folgen haben. Sein jüngstes Projekt war ein gemeinsamer Schiffbau für den Handel mit Tarsis. Wie Gott durch seinen Propheten angekündigt hatte, zerschellten die Schiffe. Wenn wir einen nachhaltigen Glaubenseinfluss auf unsere Umgebung und die kommenden Generationen ausüben wollen, dann dürfen wir nicht mit gottlosen Menschen gemeinsame Sache machen.

Gebet: Herr, ich möchte für gottlose Menschen beten, aber mit ihnen keine Bündnisse eingehen.

Ein Wort: Verbünde dich nicht mit gottlosen Menschen

Montag, 7. Mai 2018

März 30

Unsere Augen sehen nach dir

2. Chronik 20,1-30 (12)

„Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft gegen dies große Heer, das gegen uns kommt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.“

Die Moabiter, Ammoniter und Mëuniter hatten sich zu einer riesigen Armee verbündet, um gegen Juda zu kämpfen. Als Joschafat davon hörte, fürchtete er sich; aber er ließ sich durch seine Furcht nicht lähmen, sondern suchte Gott. Er ließ ein Fasten ausrufen und versammelte das ganze Volk in Jerusalem. In seinem Gebet erinnert er sich daran, dass Gott der wahre Herrscher aller Königreiche ist. Er hat das verheißene Land den Nachkommen seines Freundes Abraham für immer gegeben. Er hat versprochen, das Gebet seines Volkes vor dem Tempel zu erhören. Gottes Volk hatte keine Kraft, sie setzten aber ihre Hoffnung allein auf Gott. Gott erhörte ihr Gebet und ließ seinen Geist auf Jahasiël fallen, der sie ermutigte, ihren Feinden entgegenzuziehen. Lob und Dank waren die angemessene Antwort auf Gottes Zusage. Am nächsten Tag ließ Joschafat nicht eine schwer bewaffenete Elitetruppe, sondern die Tempelmusiker in Festkleidung voranziehen als Ausdruck seines Glaubens an Gottes Zusage. Gott selbst besiegte die Feinde, indem er ihre Einheit zerbrechen ließ und sie sich gegenseitig vollständig aufrieben. Gottes Volk musste nur noch die Beute austeilen.

Gebet: Herr, in einer bedrängten Lage, die ich selbst nicht mehr beherrsche, möchte ich meine Augen auf dich richten und dich durch meinen Glauben ehren.

Ein Wort: Schaue auf den allmächtigen Gott!

Samstag, 5. Mai 2018

März 30

Tut also in der Furcht des HERRN

2. Chronik 19,1-11 (9)

„Ihnen gebot er und sprach: Tut also in der Furcht des HERRN, in Treue und mit ganzem Herzen!“

Joschafat hatte den Kriegszug gegen die Aramäer nur mit der Hilfe Gottes überlebt. Als er zurückkehrte, ging ihm der Seher Jehu entgegeben. Jehus Vater Hanani hatte früher Joschafats Vater Asa zurechtgewiesen, und auch jetzt tadelte Jehu den König, weil er mit dem gottlosen König Ahab gemeinsame Sache gemacht hatte. Joschafat reagierte anders als sein Vater und nahm sich den Tadel zu Herzen. Nachdem er bereits Obere, Priester und Leviten als Bibellehrer durch das Land geschickt hatte, zog er selbst nun im Volk umher, um es zu dem Herrn zurückzubringen. Dabei ging es ihm vor allem um eine Reform der Rechtsprechung. Der Name Joschafat bedeutet „der Herr sorgt für Recht“. In allen Städten bestellte der König Richter und ermahnte sie, selbst das Recht zu halten und Gott zu fürchten, da sie nicht für Menschen, sondern für den Herrn Gericht hielten. Auch in Jerusalem setzte Joschafat Richter ein und gebot auch ihnen Gottesfurcht. Sie waren die Berufungsinstanz für das ganze Land. Gute Entscheidungen zu treffen ist nicht leicht. Wir sollen uns vor allem bei wichtigen Entscheidungen nicht von verschiedenen menschlichen Meinungen beeinflussen und verwirren lassen, sondern uns bemühen, Gottes Willen zu suchen und unsere Entscheidung vor ihm zu treffen.

Gebet: Herr, immer wieder soll ich Entscheidungen treffen. Hilf mir hierbei, mich nicht von menschlichen Meinungen leiten zu lassen, sondern schenke mir Gottesfurcht.

Ein Wort: Handle in der Furcht des Herrn!

Freitag, 4. Mai 2018

März 30

Was mein Gott sagen wird, will ich reden

2. Chronik 18,1-34 (13)

„Micha aber sprach: So wahr der HERR lebt: Was mein Gott sagen wird, das will ich reden.“

Nachdem Joschafat großen Reichtum und viel Ehre erlangt hatte, bemühte er sich um eine Wiedervereinigung mit dem Nordreich, obwohl dort der gottlose König Ahab regierte. Joschafat verheiratete seinen Sohn mit dessen Tochter und stattete Ahab einen Staatsbesuch ab. Ahab schlug einen gemeinsamen Kriegszug gegen Ramot in Gilead vor. Joschafat bestand darauf, zunächst Gott zu befragen. Ahab konnte 400 Propheten aufbieten, aber Joschafat erkannte, dass keiner von ihnen Gottes Stimme widergab. Widerwillig ließ Ahab den Propheten Micha rufen, der in der Vergangenheit immer nur schlechte Nachrichten für ihn verkündet hatte. Micha wurde unter größten Druck gesetzt, sich den 400 falschen Propheten anzuschließen, und er schien dem Druck auch zunächst nachzugeben. Doch schließlich redete er entschlossen das, was sein Gott ihm auftrug: dass Ahab bei dem geplanten Feldzug umkommen würde. Ahab hörte nicht auf ihn, sondern warf ihn ins Gefängnis. Seltsamerweise hörte diesmal auch Joschafat nicht auf Gottes Wort. Ahab versuchte, sein Leben in der Schlacht durch einen Trick zu retten, aber sein Plan ging nicht auf und er fiel. Joschafat überlebte mit Gottes Hilfe. Manchmal ist es einfacher das zu sagen, was alle hören wollen. Doch wir können anderen am besten helfen, wenn wir bei dem bleiben, was unser Gott sagt.

Gebet: Herr, ich möchte heute das reden, was du, mein Gott, sagen wirst.

Ein Wort: Was mein Gott sagen wird, will ich reden

Donnerstag, 3. Mai 2018

März 30

Wandernde Bibellehrer für das Volk

2. Chronik 17,1-19 (9)

„Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des HERRN bei sich und zogen in allen Städten Judas umher und lehrten das Volk.“

Nach Asa wurde sein Sohn Joschafat König. Wie früher König David richtete er sein Leben und seine Entscheidungen nach Gottes Willen aus. Deshalb konnte er Gottes Hilfe und Gegenwart erfahren. Er hatte Reichtum, Ehre und die Anerkennung seiner Untertanen. Aber er passte sich ihnen nicht an, sondern entfernte mutig die noch übrigen Götzen und falschen Anbetungsstätten aus dem Land. Er fand es nicht ausreichend, selbst Gottes Wegen zu folgen, sondern er wollte auch seinem Volk dabei helfen. Deshalb sandte er fünf seiner Oberen zusammen mit neun Leviten und zwei Priestern im ganzen Land umher, damit sie die Menschen die Bibel lehren konnten. Gott segnete diese Maßnahme, indem er dem Land einen sicheren Frieden mit den umliegenden Königreichen schenkte und dem König ein großes Heer zur Seite stellte. Sogar die Philister und Araber brachten Geschenke und Abgaben. Wenn ein Mensch eine persönliche Beziehung zu Gott findet, wird er großen Segen erfahren. Aber wir sollen den Segen nicht für uns behalten. Gott möchte, dass wir auch anderen Menschen helfen, ihm persönlich zu begegnen. Dazu können wir Gottes Wort lehren, weil es Menschen hilft, sich vor Gottes Wort als Sünder zu erkennen und den Weg zur Errettung zu finden.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du mit mir bist. Lass mich deinen Segen nicht für mich behalten, sondern an andere Menschen weitergeben.

Ein Wort: Gib Gottes Wort und Gottes Segen weiter!

Mittwoch, 2. Mai 2018

März 30

Des HERRN Augen schauen alle Lande

2. Chronik 16,1-14 (9)

„Denn des HERRN Augen schauen alle Lande, dass er stärke, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Du hast töricht getan, darum wirst du auch von nun an Krieg haben.“

Gegen Ende der Herrschaft Asas kam es zu einem Konflikt mit Nordisrael. Bisher hatte Asa in solchen Situationen auf Gott vertraut und seine Hilfe gesucht. Doch hier lesen wir nichts davon, dass er zu Gott betete oder seine Orientierung suchte. Stattdessen erstellte er einen politischen Plan. Er setzte das Vermögen des Königshauses, aber auch den Tempelschatz ein, um damit die Unterstützung des Königs von Aram zu kaufen. Dieser kündigte sein Bündnis mit Nordisrael, das daraufhin von Juda abziehen musste. Zunächst schien der Plan zu gelingen. Doch der Seher Hanani besuchte Asa, um ihm die geistliche Dimension seines Verhaltens vor Augen zu führen. Statt auf Gott hatte sich Asa auf den König von Aram verlassen. Gott möchte aber die Menschen stärken, die mit ganzem Herzen bei ihm sind. Er hält sogar überall nach solchen Menschen Ausschau. Gott ist ein besserer und stärkerer Verbündeter als jeder Mensch. Diesmal verhärtete Asa sein Herz gegenüber Gott und tat keine Buße. Er warf Hanani ins Gefängnis und begann, seine Untertanen zu bedrücken. Als er später an seinen Füßen krank wurde, nahm er auch das nicht zum Anlass, Gott zu suchen. Auch heute sucht Gott die Menschen, die in jeder Situation mit ganzem Herzen bei ihm sind.

Gebet: Herr, lass mich heute mit ganzem Herzen bei dir sein und bei dir Hilfe suchen, nicht bei Menschen.

Ein Wort: Sei mit ganzem Herzen bei Gott!

Dienstag, 1. Mai 2018

März 30

Gott suchen von ganzem Herzen

2. Chronik 15,1-19 (12)

„Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer Väter, zu suchen von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“

Asa hatte mit Gottes Hilfe einen großen Sieg erzielt. In der Zeit des Erfolges sind wir in Gefahr, Gott zu vergessen und uns auf uns selbst zu verlassen. In dieser Zeit kam Gottes Geist auf den Propheten Asarja, der Asa entgegenzog und ihn daran erinnerte, dass der Sieg von Gott kam, weil er Gott gesucht hatte. Würde er Gott verlassen, würde Gott ihn auch verlassen. In der Richterzeit hatte Israel erfahren, was es bedeutet, ohne Gott zu leben. Ohne Gottes Wort lebten die Menschen in ständiger Unsicherheit und Verwirrung. Asarjas Worte ermutigten Asa, seine Bewegung der geistlichen Erneuerung fortzusetzen. Er erneuerte den Brandopferaltar und versammelte das Volk zu einem großen Opferfest. Auch aus den Stämmen des Nordreiches folgten viele der Einladung. Hier traten alle erneut in den Bund, den Herrn von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu suchen. Diese geistliche Erneuerung hatte drei unmittelbare Folgen: Die erste war eine tiefe Freude, die alle erfüllte, die ihre Beziehung zu Gott erneuert hatten. Die zweite war, dass Gott dem Land eine lange Zeit der Ruhe und des Friedens schenkte. Die dritte bestand darin, dass König Asa den Mut fand, gegen den Götzendienst auch in seiner eigenen Familie vorzugehen.

Gebet: Herr, ich entscheide mich, dich von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu suchen. Schenke mir tiefe Freude, Frieden mit dir und geistlichen Mut.

Ein Wort: Suche den Herrn von ganzem Herzen!

Montag, 30. April 2018

März 30

Gott kann dem Schwachen helfen

2. Chronik 14,1-14 (10)

„Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sprach: HERR, es ist dir nicht schwer, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Hilf uns, HERR, unser Gott; denn wir verlassen und auf dich, und in deinem Namen sind wir gekommen gegen diese Menge. HERR, du bist unser Gott, gegen dich vermag kein Mensch etwas.“

Nach Abija folgte Asa auf dem Thron. Er tat, was Gott gefiel. Vor allem reinigte er sein Land gründlich von allen Arten des Götzendienstes und ermutigte die Menschen, Gott zu suchen und ihr Leben nach Gottes Wort auszurichten. Gott segnete seine Herrschaft zunächst mit Ruhe. Asa ruhte sich in der Zeit des Friedens nicht aus, sondern nutzte die Zeit, um Städte auszubauen, sie zu befestigen und ein schlagkräftiges Heer aufzustellen. In der Folgezeit wurde Juda tatsächlich angegriffen durch ein Heer, das fast doppelt so groß wie ihres war und militärtechnologisch weit überlegen. Asa ließ sich nicht von Furcht lähmen, sondern trat dem Feind mutig entgegen. Er wusste, dass er verglichen mit dem Gegner schwach war. Er wusste aber auch, dass es für Gott nicht schwer war, dem Schwachen gegen den Starken zu helfen. Sein Glaube ehrte Gott. Als er Gott anrief, schlug dieser selbst die Feinde, sodass Asas Heer ihnen nur noch nachjagen musste. Menschlich schwach zu sein ist in den Augen Gottes kein Problem, denn seine Kraft ist in den Schwachen mächtig.

Gebet: Herr, ich möchte von Asa lernen, mich in der Zeit der Ruhe geistlich zuzurüsten und in der Zeit der Herausforderung darauf zu vertrauen, dass du dem Schwachen gegen den Starken helfen kannst.

Ein Wort: Gott hilft dem Schwachen gegen den Starken

Samstag, 28. April 2018

März 30

Sie verließen sich auf den HERRN

2. Chronik 13,1-23 (18)

„Also wurden die Israeliten zu der Zeit gedemütigt, aber die Judäer blieben unverzagt; denn sie verließen sich auf den HERRN, den Gott ihrer Väter. “

Abija trat die Nachfolge seines Vaters Rehabeam als König an. Bereits aus der Zeit seines Vaters stammte der Konflikt mit dem Nordreich Israel unter König Jerobeam, der jetzt eskalierte. Abija hatte ein Heer von 400.000 Elitesoldaten, dem eine doppelte Übermacht aus Nordisrael gegenüberstand. Abija sah sich aber nicht auf verlorenem Posten. Er wandte sich in einer Rede an Jerobeam und sein Heer. Er wies sie darauf hin, dass sie einen wichtigen Faktor nicht auf der Rechnung hatten: den lebendigen Gott. Dieser Gott hatte mit dem Haus David einen ewigen Bund geschlossen. Jerobeam hatte sich von diesem Gott abgewandt, indem er einen selbsterfundenen nordisraelischen Staatskult mit zwei goldenen Kälbern eingeführt hatte. Demgegenüber war in Jerusalem das Haus Gottes, wo die Nachkommen Aarons Gott dienten, indem sie Gottes Wort folgten. Jerobeam hörte nicht auf Abija. Er setzte auf seine militärische Überlegenheit und eine kluge Strategie mit einem Hinterhalt. Doch letztendlich siegte Abija, weil er zu dem lebendigen Gott um Hilfe schrie. Ob wir mit unserem Leben zum Ziel kommen, hängt nicht von unseren menschlichen Fähigkeiten oder den äußeren Umständen ab, sondern davon, ob wir auf der Seite des lebendigen Gottes stehen und ihm dienen.

Gebet: Herr, ich möchte heute dich an meiner Seite haben. Hilf mir, mein Bestes zu tun, aber mich auf dich zu verlassen.

Ein Wort: Verlasse dich auf den Herrn!

Freitag, 27. April 2018

März 30

Oberflächliche Umkehr

2. Chronik 12,1-16 (14)

„Aber er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf, dass er den HERRN suchte.“

Drei Jahre lang waren Rehabeam und sein Volk Gott und seinem Wort gefolgt und konnten Gottes Segen erfahren. Doch als Rehabeams Herrschaft sich gefestigt hatte und er mächtig geworden war, verließ er Gottes Wege und seine Untertanen mit ihm. Gott ließ es zu, dass der ägyptische König Schischak mit einem großen Heer heranzog. Er kam bis vor Jerusalem. Gott sandte den Propheten Schemaja zu Rehabeam und seinem Kabinett. Gott hatte sie in Schischaks Hand gegeben, weil sie ihn verlassen hatten. Rehabeam und die Führer Israels demütigten sich vor Gott und gaben ihre Schuld zu. Gott wandte daraufhin die Vernichtung Jerusalems ab, ließ es aber zu, dass Schischak die Schätze Jerusalems raubte. Es ist besser, unter der liebevollen Herrschaft Gotts zu leben, als von weltlichen Mächten ausgebeutet zu werden. Rehabeam war zwar oberflächlich zu Gott umgekehrt, aber seine Buße ging nicht tief genug. Er ersetzte die geraubten goldenen Schilde durch bronzene, um die Fassade der königlichen Würde zu bewahren. Vers 14 fasst seine Herrschaft folgendermaßen zusammen: „Aber er tat übel und richtete sein Herz nicht darauf, dass er den Herrn suchte.“ Einige gute Momente in unserem Glaubensleben oder eine oberflächliche Umkehr zu Gott sind nicht ausreichend. Gott wünscht sich von uns, dass wir unser Herz auf ihn ausrichten.

Gebet: Herr, vergib mir meine Oberflächlichkeit. Hilf mir heute, mein Herz aufrichtig auf dich auszurichten.

Ein Wort: Richte dein Herz darauf, den Herrn zu suchen!

Samstag, 17. März 2018

Dezember 27

Sie gehorchten den Worten des HERRN

2. Chronik 11,1-23 (4)

„So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure Brüder kämpfen. Ein jeder gehe wieder heim; denn das ist von mir geschehen! Sie gehorchten den Worten des HERRN, kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam.“

Nach dem Abfall der zehn Stämme wollte Rehabeam die Wiedervereinigung militärisch erzwingen. Doch Gott offenbarte durch den Propheten Schemaja, dass die Teilung von ihm beschlossen war (1. Kön 11,9-13). Sie war eine Folge der Sünde Salomos, der Gott nicht kompromisslos gefolgt war. Diesmal folgte Rehabeam nicht seinem Gefühl oder seiner Überheblichkeit, sondern Gottes Wort. Er kehrte nach Jerusalem zurück und baute einige Städte in Juda zu Festungen aus. Währenddessen hatte Jerobeam im Nordreich Israel seine eigene Religion mit Höhen, Bocksgeistern und Kälbern aufgerichtet und hatte für Priester und Leviten keine Verwendung mehr. Diese kamen nach Juda und Jerusalem, um dort weiter Gott dienen zu können. Nach ihnen zogen auch viele Israeliten, die Gott von Herzen suchten, in das Südreich Juda. So wurde das Königreich Juda mächtig. Wenn ein Herrscher dem Wort Gottes konkret folgt, dann werden ihm diejenigen nachfolgen, die Gott von Herzen suchen, und Gott kann seine Herrschaft segnen und befestigen.

Gebet: Herr, lass mich heute nicht meinem Gefühl, sondern deinem Wort konkret folgen. Lass mich dadurch eine Umgebung schaffen, die auch andere ermutigt, dich von Herzen zu suchen.

Ein Wort: Gehorche den Worten des Herrn

Freitag, 16. März 2018

Dezember 27

Rehabeams Joch

2. Chronik 10,1-19 (7)

„Sie sprachen zu ihm: Wirst du zu diesem Volk freundlich sein und sie gütig behandeln und ihnen gute Worte geben, so werden sie dir untertan sein allezeit.“

Nach Salomos Tod wurde sein Sohn Rehabeam König. Jerobeam, der vor Salomo aus Israel geflohen war, kehrte aus dem Exil zurück und machte sich zum Sprecher des Volkes. Sie baten, das schwere Joch, das Salomo unter anderem durch den Tempelbau auf sie gelegt hatte, zu erleichtern. Rehabeam erbat sich Bedenkzeit. Er befragte zunächst die Ratgeber seines Vaters, die ihm rieten, dem Wunsch des Volkes zu folgen. Doch er war damit nicht zufrieden, sondern folgte dem Rat der Jüngeren, die mit ihm aufgewachsen waren. Diese rieten zu einer harten Antwort, mit der sich der König seine Autorität sichern sollte. Den wichtigsten Ratgeber hatte Rehabeam aber vollkommen übergangen: Gott wurde von ihm nicht befragt. Er folgte in seiner ersten größeren Regierungsentscheidung seinem Hochmut und seinen menschlichen Impulsen. Das führte dazu, dass fast alle Stämme Israels von ihm abfielen und das Land geteilt wurde. Was hätte Jesus Rehabeam geraten? Jesus hatte die Menschen zu sich eingeladen, die mühselig und beladen sind, damit sie Erquickung finden. Sein Joch ist sanft und seine Last ist leicht (Mt 11,28-30). Jesus möchte nicht, dass wir anderen Menschen schwere Lasten auflegen, sondern dass wir ihnen helfen, bei ihm Erquickung zu finden.

Gebet: Herr, danke, dass wir mit unserer Beladenheit zu dir kommen können. Vergib mir meinen Hochmut, mit dem ich anderen unnötig Lasten auflege.

Ein Wort: Lade anderen kein schweres Joch auf

Donnerstag, 15. März 2018

Dezember 27

Damit du Gerechtigkeit übst

2. Chronik 9,1-31 (8)

„Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der dich lieb hat, dass er dich auf seinen Thron gesetzt hat zum König des Herrn, deines Gottes. Weil dein Gott Israel liebhat, auf dass er es ewiglich bestehen lasse, darum hat er dich über sie zum König gesetzt, dass du Recht und Gerechtigkeit übst.“

Salomo war bald weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Besonders seine Weisheit und sein Reichtum machten ihn zur Legende. Das veranlasste die Königin von Saba zu einem Staatsbesuch. Sie ehrte den König mit Geschenken, prüfte aber auch seine Weisheit mit Rätselfragen, die Salomo alle beantworten konnte. Ihr Gesamteindruck veranlasste sie dazu, den Gott Salomos zu loben. Dieser Gott hatte aus seiner Liebe Salomo zum König seines Volkes eingesetzt. Dieser Gott liebte auch sein Volk, sodass er ihnen einen Herrscher geben wollte, der Recht und Gerechtigkeit übt. Gottes Wunsch für einen idealen Herrscher seines Volkes ist in 5. Mose 17,14-20 beschrieben. Er sollte vor allem täglich in der Bibel lesen und Gottes Wort im praktischen Leben gehorchen. Er sollte weder großen Reichtum sammeln noch viele Frauen nehmen, noch eine ausgedehnte Aufrüstung betreiben. In Salomos Herz und Leben spielten dagegen Reichtum und Macht eine immer größere Rolle, sodass er Gottes klare Anweisung ignorierte.

Gebet: Herr, du liebst mich und du liebst unser Volk, deshalb hast du mich als deinen Boten berufen. Lass mich deine Gerechtigkeit aufrichten.

Ein Wort: Gott hat dich berufen, Gerechtigkeit zu üben

Mittwoch, 14. März 2018

Dezember 27

Ein König mit geteiltem Herzen

2. Chronik 8,1-18 (11)

„Und Salomo führte die Tochter des Pharao herauf aus der Stadt Davids in das Haus, das er für sie gebaut hatte. Denn er sprach: Eine Frau soll mir nicht wohnen im Hause Davids, des Königs von Israel; denn es ist geheiligt, weil die Lade des HERRN hineingekommen ist.“

Der Abschnitt beschreibt einige Regierungsmaßnahmen Salomos. Er dehnte sein Reich nach Norden und Süden aus und legte in den Grenzgebieten befestigte Städte an, in denen er seine Wagen- und Reitertruppen stationierte. Für seine Bauvorhaben setzte er keine Israeliten ein, sondern machte die noch übrige kanaanitische Bevölkerung zu Sklaven. Mit der Unterstützung von Hiram von Tyrus baute er eine Flotte im Roten Meer und stieg in den Goldhandel ein. Er erfüllte seine religiösen Pflichten, indem er Gott im Tempel die vorgeschriebenen Opfer brachte und die drei Hauptfeste einhielt. Auch die Priester und Leviten wurden von ihm zu ihrem Dienst eingeteilt. Doch Salomos Herz war nicht mehr ungeteilt bei seinem Gott. Wohl aus politischen Motiven hatte er die Tochter des Pharao geheiratet. Doch er spürte, dass dies Gott nicht gefiel, und brachte sie deshalb in sicherer Entfernung vom Tempel unter. Die Frage, wen wir heiraten, ist keine nebensächliche oder politische Entscheidung. Sie zeigt unsere Herzenshaltung. 1. Mose 2,24 lehrt, dass wir mit unserem Ehepartner ein Fleisch werden. Gott ist nicht an unserem äußerlichen Gottesdienst oder menschlichen Erfolg interessiert. Er wünscht sich unser ungeteiltes Herz.

Gebet: Herr, vergib mir meine Oberflächlichkeit. Lass mich heute deinem Wort ohne Kompromisse folgen.

Ein Wort: Folge Gottes Wort mit ungeteiltem Herzen!

Dienstag, 13. März 2018

Dezember 27

Wenn mein Volk sich demütigt

2. Chronik 7,1-22 (14)

„Und dann mein Volk, über das mein Name genannt ist, sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen.“

Nachdem Salomo sein Gebet beendet hatte, ließ Gott Feuer vom Himmel fallen, das die Opfer verzehrte, und er erfüllte mit seiner Herrlichkeit den Tempel. Dadurch bestätigte er für alle Anwesenden, dass er Salomos Gebet angenommen hatte. Der König und das Volk brachten ein gewaltiges Opfer als Zeichen ihrer Hingabe an Gott. Sie feierten die Tempeleinweihung sieben Tage und anschließend das Laubhüttenfest weitere sieben Tage. Die Freude war überwältigend. Doch Gott sucht immer auch die persönliche Beziehung zu den Menschen. Deshalb besuchte er Salomo des Nachts noch einmal zu einem „Vier-Augen-Gespräch“. Er hatte sein Gebet erhört und den Tempel als Ort des Gebetes und Opferhauses angenommen. Wenn Gottes Volk durch seine Sünde Gottes Strafe erführe und sich dann vor ihm demütige und Buße tue, dann wolle Gott ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen. Wenn sie aber sich anderen Göttern zuwenden, würde Gott sie aus ihrem Land ausreißen und auch den Tempel verwerfen. Auch Salomo sollte vor Gott wandeln. Wir dürfen Gottes Segen nicht als selbstverständlich nehmen. Wir sollen seinem Wort aufrichtig folgen und auch für unser Land beten, dass die Menschen demütig zu Gott umkehren.

Gebet: Herr, danke, dass du vergibst und heilst, wenn ich mit demütigem Herzen dein Angesicht suche.

Ein Wort: Demütige dich vor Gott!

Montag, 12. März 2018

Dezember 27

Mein Gott, lass deine Augen offen sein

2. Chronik 6,18-42 (40)

„So lass nun, mein Gott, deine Augen offen sein und deine Ohren aufmerken auf das Gebet an dieser Stätte.“

Der Tempel war in erster Linie ein Ort des Gebetes. Salomo betete deshalb dafür, dass Gott seine Augen für das Gebet seines Volkes an diesem Ort offenhält. Er bringt sieben Situationen vor Gott, in denen er um Gottes besondere Gebetserhörung bittet. Sie beginnen mit einer gerechten Entscheidung für einen Angeklagten vor Gott und enden mit der größtmöglichen Katastrophe, der Wegführung des ganzen Volkes, aufgrund ihrer Sünde, in die Gefangenschaft. Selbst dann besteht noch die Möglichkeit, aus der Ferne zu Gottes Haus hin zu beten. Daniel hatte diese Verheißung in Anspruch genommen (Dan 6,11). Sogar ein Fremdling, ein Heide, kann Gottes Gebetserhörung erfahren. Dieses Gebetsanliegen sehen wir in Apostelgeschichte 8,26-40 in dem Kämmerer aus Äthiopien erfüllt. In Jesus haben wir heute den Tempel, über dem Gott seine Augen immer offenhält. Auch wenn wir schwach sind und sündigen, können wir zu Jesus kommen und werden Vergebung, Heilung, Wiederherstellung und Veränderung finden. Bei ihm sind alle Menschen willkommen, auf dass alle Völker Gott erkennen. Wichtig ist dabei unser Herz, das genau in der Mitte der sieben Gebetsanliegen erwähnt wird. Gott wünscht sich unsere aufrichtige Buße und Umkehr. Dann können wir unsere Beziehung zu ihm wiederherstellen.

Gebet: Herr, ich komme heute zu Jesus im Gebet mit meiner Schuld. Vergib mir und heile mich. Erhöre mein Gebet und führe auch mein Volk auf deinen Weg.

Ein Wort: Gottes Augen sind offen

Samstag, 10. März 2018

Dezember 27

HERR, lass dein Wort wahr werden

2. Chronik 6,1-17 (17)

„Nun, HERR, Gott Israels, lass dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht David zugesagt hast.“

Salomo hatte einen großen Tempel für Gott errichtet. Aber anlässlich der Einweihung rühmte er sich nicht selbst, sondern erinnerte sich an die Treue Gottes. Er hatte seinem Vater David seine Verheißung gegeben und sie selbst mit seiner Hand erfüllt. Gott hatte David verheißen, dass sein Nachkomme ihm ein Haus bauen sollte. Salomo sah diese Verheißung in seinem Tempelbau erfüllt. Er fiel angesichts der ganzen Gemeinde vor Gott auf die Knie, um den treuen Gott zu loben, der seine Verheißungen erfüllt. Diesen Gott bat er darum, auch seine andere Verheißung an David zu erfüllen, seinen Nachkommen ein beständiges Königtum zu geben, wenn sie auf Gottes Weg blieben. Vielleicht ahnte Salomo, dass der Bau eines physischen Tempels und eine ununterbrochene Linie an Königen Israels aus dem Haus David noch nicht alles war, was Gott im Sinn hatte. Tatsächlich konnte nicht einmal Salomo bis zum Ende seines Lebens auf Gottes Weg bleiben. Dennoch hat Gott seine Verheißung auf viel größere Art erfüllt, als Salomo es sich vorstellen konnte. Er ist in Jesus, dem Nachkommen Davids, selbst in diese Welt gekommen und hat damit eine ganz andere Art von Tempel aufgerichtet. Durch seinen Tod und seine Auferstehung ist Jesus zum wahren König für alle Menschen zu allen Zeiten geworden.

Gebet: Herr, danke, dass du treu bist und dein Wort unter allen Umständen wahr werden lässt. Lass mich mein Leben auf dein Wort bauen.

Ein Wort: Gott lässt sein Wort wahr werden – immer

Freitag, 9. März 2018

Dezember 27

Das Haus wurde erfüllt mit einer Wolke

2. Chronik 5,1-14 (13)

„Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem Herrn. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den Herrn lobte: Er ist gütig und seine Barmherzigkeit währt ewig, da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke,“

Nach der Fertigstellung des Tempels wurden die Bundeslade und die gesamte Stiftshütte anlässlich des Laubhüttenfestes in den Tempel überführt. Die Bundeslade wurde von den Leviten getragen und die Prozession mit unzähligen Opfern begleitet. Die Bundeslade enthielt nichts als die beiden steinernen Tafeln mit den Zehn Geboten, die Gott Mose gegeben hatte. Sie fand ihren Platz im Chorraum, dem Allerheiligsten. Dort wurde sie von den beiden Cherubim bedeckt. Doch die beiden Tragestangen, die nicht entfernt werden durften, ragten seitlich so weit hervor, dass sie vom Hauptraum des Tempels aus sichtbar waren. Gott zeigte damit, dass er weiterhin bereit war, sein Volk überall hin zu begleiten, selbst wenn sie die heilige Stadt Jerusalem mit dem Tempel einmal wieder verlassen müssten. Die levitischen Sänger und ein Orchester mit 120 Trompeten lobten Gottes ewige Güte und Barmherzigkeit so einmütig, dass es wie eine Stimme klang. Da erfüllte die Herrlichkeit des Herrn in Form einer Wolke den Tempel. Gott ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Seine Herrlichkeit wird überall dort sichtbar, wo seine Jünger darin eins werden, ihn zu loben und zu ehren.

Gebet: Herr, mache uns in Jesus eins, dich zu loben und dich durch unser ganzes Leben zu ehren.

Ein Wort: In Jesus eins sein offenbart Gottes Herrlichkeit

Donnerstag, 8. März 2018

Dezember 27

Ein Altar für die Opfer

2. Chronik 4,1-22 (1)

„Er machte auch einen kupfernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und zehn Ellen hoch“

Das Kapitel beschreibt die Einrichtung des Tempels. Der eindrucksvollste Bestandteil war der kupferne Altar. Er war jeweils 10 Meter lang und breit und 5 Meter hoch und stand vor dem Tempel. Er diente dem Opfer. Bevor die Menschen in die Gegenwart des lebendigen Gottes treten konnten, musste zunächst ihr Sündenproblem gelöst werden, weil ihre Sünde sie von Gott trennte. Hierfür hatte Gott das Opfersystem eingesetzt. Die Größe des Altars zeigt die Größe unserer Sünde. Die Tieropfer waren jedoch nur eine unvollkommene und vorläufige Lösung des Problems, denn sie mussten ständig wiederholt werden. Sie waren ein Hinweis auf das eigentliche Opfer, das später Jesus bringen sollte, indem er sein eigenes Leben am Kreuz opferte. Hierdurch hat er uns einen dauerhaften Zugang zu Gott geschaffen. Ebenfalls vor dem Tempel stand das kupferne Meer. Es diente den Priestern dazu, sich darin zu waschen. Die Waschung steht als Reinigung symbolisch für unsere Buße vor Gott. Wenn wir für unsere Sünde vor Gott Buße tun, werden wir durch den Glauben an Jesus grundlegend gereinigt. Aber Jesus lehrte seine Jünger, dass sie auch danach täglich ihre Füße von ihm waschen lassen müssten. Heute haben wir in Jesus einen besseren und schöneren Tempel als den von König Salomo. Aber auch heute führt der Weg in die Gegenwart Gottes über die Buße und das Opfer von Jesus.

Gebet: Herr Jesus, danke, dass du uns durch dein Opfer den Weg zum Vater geöffnet hast.

Ein Wort: Buße und Glauben an Jesus führen zu Gott

Mittwoch, 7. März 2018

Dezember 27

Jachin und Boas

2. Chronik 3,1-17 (17)

„und richtete die Säulen auf vor dem Tempel, eine zur Rechten und die andere zur Linken, und nannte die zur Rechten Jachin und die zur Linken Boas.“

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte Salomo anfangen das Haus des Herrn zu bauen. Hier sollten Menschen dem lebendigen Gott begegnen können. Der Berg Morija war der Ort, wo Abraham von Gott geprüft worden war. Hier hatte König David für seine Sünde Buße getan und auf den Befehl des Engels hin den Ort von dem Jebusiter Arauna gekauft, um zu opfern. Gott vergab seine Sünde und beendete die Plage. Der Tempel war innen ganz mit Gold überzogen als Zeichen der Königsherrschaft Gottes. Das Allerheiligste war der Ort, wo die Bundeslade stand, die von zwei Cherubim bewacht wurde. Wie das neue Jerusalem in der Offenbarung hatte der Raum einen quadratischen Grundriss. Hier war der Ort, wo Gott ganz persönlich anwesend war. Vor dem Tempel waren zwei gewaltige Säulen aufgerichtet, die bereits von weitem zu sehen waren. „Jachin“ bedeutet „er richtet auf“ und „Boas“ „in ihm ist Kraft“. Tatsächlich hat nicht ein Mensch, sondern Gott selbst sein Haus unter uns aufgerichtet, indem er seinen Sohn Jesus als Mensch zu uns gesandt hat. Als Jesus am Kreuz starb, sah er schwach und machtlos aus. Aber in ihm ist die Kraft, uns aus der Macht von Sünde und Tod zu erretten.

Gebet: Herr, danke für Jesus, den du aufgerichtet hast, damit wir dir persönlich begegnen können, und in dem wir Kraft finden, von der Sünde frei zu werden.

Ein Wort: In Jesus ist Kraft

Dienstag, 6. März 2018

Dezember 27

Wer kann ein Haus für Gott bauen?

2. Chronik 1,18-2,17 (2,5)

„Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und aller Himmel Himmel können ihn nicht fassen. Wer bin ich denn, dass ich ihm ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu opfern?“

Salomos erstes großes Projekt in seiner Regierungszeit war der Bau des Tempels. Es sollte ein großes Haus werden. Salomo war sich aber bewusst, dass Gott kein bedürftiger Obdachloser ist, der auf seine Hilfe bei der Wohnungssuche angewiesen wäre. Gott ist so groß, dass selbst der Himmel ihn nicht fassen könnte. Wer wäre würdig, ein Haus für einen solchen Gott zu bauen? Vers 3 benennt den Zweck des Tempels: Räucheropfer zu bringen, Schaubrote zuzurichten und Opfer zu bringen. Das grundlegende Problem der Menschen besteht darin, dass sie durch ihre Sünde von Gott getrennt sind. Durch die Opfer konnten sie damals ihre Beziehung zu Gott wiederherstellen. Die Opfer waren damit ein Hinweis auf Jesus, der sich selbst geopfert hat, um uns von der Sünde frei zu machen und uns den Weg zu Gott zu öffnen. Salomo verpflichtete die Fremdlinge in Israel zum Tempelbau. Er suchte und fand materielle und personelle Unterstützung bei Hiram, dem König von Tyrus, einem Heiden. Hiram lobte daraufhin den Gott Israels. Der Tempelbau war keine exklusive Angelegenheit der Juden, sondern auch Heiden waren daran beteiligt. Das ist ein Hinweis darauf, dass in Gottes Haus alle Menschen willkommen sind.

Gebet: Herr, ich bin nicht würdig, an deinem Haus mit zu bauen. Lass mich heute eine Umgebung schaffen, wo Menschen zu dir zurückfinden können.

Ein Wort: Baue mit am Haus Gottes!

Montag, 5. März 2018

Dezember 27

Bitte, was Gott dir geben soll

2. Chronik 1,1-17 (10)

„So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, dass ich vor diesem Volk aus- und eingehe; denn wer kann dies dein großes Volk richten?“

Das zweite Buch Chronik beginnt mit der Herrschaft von König Salomo. Als er sein Amt antrat, war er noch sehr jung, vielleicht im Alter eines heutigen Abiturienten. Er war sich bewusst, dass er nicht aufgrund seiner Intelligenz, seinen Fähigkeiten, seinem Mut oder seinen Leistungen König geworden war, sondern einfach, weil Gott auf seiner Seite stand. Deshalb suchte er zu Beginn seiner Herrschaft Gottes Gegenwart, indem er seine Hingabe durch ein großes Brandopfer demonstrierte. Gott beantwortete das Opfer, indem er ihm noch in derselben Nacht erschien. Er stellte ihm einen Wunsch frei. Was könnte ein junger König sich von dem allmächtigen Gott wünschen? Reichtum, Ehre, Sieg über seine Feinde, ein langes Leben oder eine schöne Königin? Salomo wünschte nichts von alledem, sondern Weisheit, um Gottes Volk gut zu regieren. Er wollte Gottes Aufgabe erfüllen und ein guter Hirte für die anvertrauten Menschen sein. Gott gefiel Salomos Wunsch und er erfüllte ihn und gab ihm dazu Reichtum und Ehre, um die er nicht gebeten hatte. Unser größter Wunsch zeigt unsere Prioritäten, unser Lebensziel und unseren Wertmaßstab. Wie Salomo hat Gott auch uns als seine Verwalter eingesetzt. Was ist unser größter Wunsch?

Gebet: Herr, mein Leben soll sich nicht nur um mich selbst drehen. Schenke mir Weisheit, um die Aufgabe, die du mir gestellt hast, zu erfüllen.

Ein Wort: Was ist dein Wunsch an Gott?

Bibeltext online



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Das Tägliche Brot umfasst für jeden Tag im Jahr eine Bibelpassage. Es hilft uns jeden Morgen mit Gott Gemeinschaft zu haben, und gibt uns die Kraft, die wir benötigen, um den Alltag zu meistern und die Aufgabe, die Gott uns anvertraut hat, zu erfüllen.