September 22

Der Unglaube von Jesu Jüngern

Markus 16,9-14 (14)

„Zuletzt, als die Elf zu Tisch saßen, offenbarte er sich ihnen und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härte, dass sie nicht geglaubt hatten denen, die ihn gesehen hatten als Auferstandenen.“

Maria Magdalena hatte von Jesus große Gnade erfahren: Sieben Dämonen hatte er von ihr ausgetrieben. Darum hielt sie ihm die Treue bis zu seinem Tod am Kreuz und auch danach. Das wurde ihr belohnt, indem sie die Erste war, welcher Jesus nach seiner Auferstehung begegnete. Als sie den auferstandenen Jesus sah, verwandelte sich ihre Trauer schlagartig in Freude. Sie ging gleich hin und erzählte Jesu Jüngern, dass ihr Meister auferstanden sei. Doch diese glaubten ihr nicht. Später sahen in der Stadt Emmaus zwei Anhänger Jesu den Auferstandenen. Der offenbarte sich ihnen in der Gestalt eines Mannes vom Volk. Aber als er in der Essensgemeinschaft mit ihnen das Brot brach, erkannten sie ihn als Jesus. Daher erzählten sie Jesu Jüngern auch gleich, dass sie den Auferstandenen gesehen hatten. Aber auch ihnen glaubten die Jünger nicht. Ihr Unglaube war wirklich extrem hartnäckig; immerhin hatte Jesus vor seinem Tod ihnen dreimal vorausgesagt, dass er am dritten Tag nach seinem Tod auferstehen würde. Jesus musste persönlich zu ihnen kommen, damit sie glaubten. Er tadelte sie für ihren Unglauben. Nach allen Geschehnissen war ihr Herz so verhärtet gewesen, dass sie die frohe Botschaft von Jesu Auferstehung nicht in ihr Herz hatten lassen können.

Gebet: Herr, vergib mir meine Zweifel an dir. Lass mich Jesus tief erfahren und anderen von ihm erzählen.

Ein Wort: Den auferstandenen Jesus ins Herz lassen