September 22

Jesu Grablegung

Markus 15,42-47 (43)

„kam Josef von Arimathäa, ein angesehener Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um den Leichnam Jesu.“

Jesus starb am Vortag des Sabbats. Es oblag dem Statthalter Pilatus und seinen Leuten, seinen Leichnam vom Kreuz abzunehmen und weiter über ihn zu verfügen. Unter denen, die Jesus gekannt und geliebt hatten, herrschte eine Stimmung von tiefer Trauer, ja Hoffnungslosigkeit. Viele blieben tatenlos. Aber ein angesehener Ratsherr namens Josef von Arimathäa war anders. Er wollte Jesus die letzte Ehre erweisen, indem er ihn begrub, bevor die Sonne unterging und somit die Zeit des Sabbats begann. Daher wagte er es, zu Pilatus gehen und ihn um Jesu Leichnam zu bitten. Dieser wunderte sich darüber, dass Jesus schon tot war, und erkundigte sich nach dem Todeszeitpunkt. Dann überließ er Josef den Leichnam. Josef kaufte ein Leichentuch und begrub Jesus, in dieses eingewickelt, in dem eigentlich für Josef selbst bestimmten Felsengrab. Schließlich wälzte er einen großen Stein vor das Grab. Josefs Liebe zu Jesus – die er lange aus Furcht vor seinen Leuten geheim gehalten hatte – ging über Jesu Tod hinaus. Sie ließ ihn beherzt handeln und auch jetzt noch für Jesus etwas tun, als es schon als zu spät erschien. Aber auch die Frauen, die Jesus nachgefolgt waren, blieben aus Liebe bei Jesus über seinen Tod hinaus. Sie sollten die ersten Zeuginnen von Jesu Auferstehung werden.

Gebet: Herr, schenke mir unter allen Umstände Liebe und Treue gegenüber dir.

Ein Wort: Bei Jesus gibt es immer noch Hoffnung