September 22

Pilatus überantwortet Jesus zur Kreuzigung

Markus 15,6-20a (15)

„Pilatus aber wollte dem Volk Genüge tun und gab ihnen Barabbas los und ließ Jesus geißeln und überantwortete ihn, dass er gekreuzigt würde.“

Die Hohenpriester waren fest dazu entschlossen, Jesus kreuzigen zu lassen. Daher wiegelten sie nun das Volk gegen ihn auf. Zum Passafest war es Brauch, einen Gefangenen zu begnadigen. Pilatus schlug mehrmals vor, Jesus freizulassen, denn er konnte keine Schuld an ihm finden. Dreimal versuchte er die Oberen und das Volk von Jesu Unschuld zu überzeugen. Aber er kam nicht gegen Hohenpriester und Volk an, die lieber den Mörder Barabbas begnadigen wollten. Schließlich war Pilatus‘ Furcht um seine Stellung und seine Ehre größer als sein Wille, Gerechtigkeit walten zu lassen und Jesu Leben zu bewahren. Daher ließ der Statthalter Jesus auspeitschen und überantwortete ihn zur Kreuzigung. Die Soldaten nahmen ihn mit zum Palast der Oberen der römischen Besatzungsmacht. Dort verspotteten ihn sämtliche Soldaten. Sie zogen ihm vorübergehend Purpurmantel und Dornenkrone an, grüßten ihn und fielen vor ihm nieder. So machten sie sich lustig über seine Selbstbezeichnung als König der Juden. Auch schlugen sie ihn und spien ihn an. Ihr Spott kannte keine Grenzen. Jesus ließ dies alles mit sich machen und wehrte sich kein einziges Mal.

Gebet: Hilf mir, Herr, für deine Wahrheit und Gerechtigkeit einzustehen, auch wenn es mir Nachteile bringt. Ich will Jesus achten, der für mich viel gelitten hat.

Ein Wort: Mutig sein und unschuldiges Leben bewahren