September 22

Wachen und Beten

Markus 14,27-42 (38)

„Wachet und betet, dass ihr nicht in Versuchung fallt! Der Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.“

Jesus sagte seinen Jüngern voraus, dass sie nicht bis zum Ende bei ihm bleiben würden. Die Jünger widersprachen dem. Aber Jesus kannte sie besser als sie sich selbst. Petrus, dem mutigsten Jünger, sagte er voraus, er würde ihn diese Nacht dreimal verleugnen. Dann ging Jesus mit dreien seiner Jünger in den Garten Gethsemane, einen seiner Lieblingsorte. Dort focht er einen harten Kampf im Gebet aus. Er wusste, dass ihm Gefangennahme, harte Folter, Spott und schließlich der qualvolle Tod am Kreuz bevorstanden. Jesus redete Gott liebevoll mit dem Kosenamen Abba, Papa, an. Er sagte ihm, er wünsche sich, den schweren Leidensweg nicht zu gehen. Aber er sagte auch: „Doch nicht, was ich will, sondern was du willst!“ Dreimal betete er dies, dann hatte er seine Todesangst überwunden und war bereit, Gottes Willen durch sein Leiden und seinen Tod zu erfüllen. Unterdessen hätten Jesu Jünger die Aufgabe gehabt, zu wachen und zu beten. Jesus hätte sich in seiner Angst ihre Gebetsunterstützung gewünscht. Vor allem sollten sie aber gegen die eigene Angst anbeten. Doch das vermochten die Jünger nicht. Sie entflohen stattdessen der traurigen, bedrohlichen Situation durch Schlafen. Hätten sie gewacht und gebetet, wären sie wohl genug stark gewesen, Jesus bis zum Kreuz zu folgen. Aber so schafften sie es nicht.

Gebet: Herr, hilf mir, in der Beziehung zu dir zu bleiben. Mache mich bereit, deinen Willen zu erfüllen.

Ein Wort: Wache und bete gegen die Versuchung an