Juni 23

Das höchste Gebot

Markus 12,28-37 (33)

„und ihn lieben von ganzem Herzen, von ganzem Gemüt und mit aller Kraft, und seinen Nächsten lieben wie sich selbst, das ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.“

Während viele der Schriftgelehrten mit Jesus stritten, gab es unter ihnen dennoch solche, die sich für seine Lehre interessierten. Einer von ihnen, fasziniert von Jesu weisen Antworten, kam zu Jesus und fragte ihn, was das höchste Gebot sei. Jesus antwortete ihm gerne. Es gibt zwei höchste Gebote. Das eine besagt, dass Gott allein der Herr ist und dass wir ihn von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von ganzem Gemüt und mit all unserer Kraft lieben sollen (vgl. 5. Mose 6,4-5). Das andere besagt, dass wir unseren Nächsten lieben sollen wie uns selbst (vgl. 3. Mose 19,18). Jener Schriftgelehrte nahm dies gerne an. Er verstand Gottes Herz, dass dem Herrn Liebe wichtiger ist als jede Opfergabe. Darum war er nicht fern vom Reich Gottes. Jesus lehrte die Menge weiter. Er fragte sie danach, warum Jesus als Davids Sohn bezeichnet werde, wenn David Jesus durch den Heiligen Geist doch als Herr bezeichnet hatte. Damit wollte Jesus sie über sich lehren: Leiblich gesehen ist er ein Nachkomme Davids, aber als Christus ist er Gottes Sohn. Die Menge hörte Jesus gespannt zu. Sie freuten sich alle darüber, seine kluge, mächtige Lehre zu hören.

Gebet: Danke, Herr, für deine gute Lehre. Öffne mein Herz, damit ich sie annehmen und ihr gehorchen kann.

Ein Wort: Gott achtet Liebe mehr als Opfergaben