Juni 23

Jesus antwortet auf zwei Fangfragen

Markus 12,13-27 (27)

„Gott ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebenden. Ihr irrt sehr.“

Die geistlichen Leiter versuchten weiterhin, Jesus mit klugen Fragen zu fangen. Zuerst kamen einige Pharisäer und Anhänger des Herodes zu ihm. Heuchlerisch respektvoll sprachen sie ihn an als rechten Lehrer, der nicht auf das Ansehen der Menschen sah. Doch dann fragten sie ihn, ob es recht sei, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Mit einem Ja, dachten sie, würde er sich als Unterstützer eines ungerechten Regimes entlarven und mit einem Nein als Zuwiderhandelnder gegen das kaiserliche Gebot. Jesus ließ sich als Antwort eine Münze bringen. Die trug das Bild des Kaisers. So sagte Jesus: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!“ Gläubige halten gleichzeitig die Gesetze ihres Staates treu ein und dienen Gott mit ihrem Leben. Als Nächstes kamen Sadduzäer zu Jesus, die glaubten, es gebe keine Auferstehung der Toten. Mit einem fiktiven Beispiel wollten sie die Idee der Auferstehung ad absurdum führen. Es ging um sieben Brüder, die wegen der Schwager-Ehe nacheinander dieselbe Frau gehabt hatten. Welcher der Brüder würde sie nach der Auferstehung ehelichen? Jesus erschrak über die oberflächlichen Bibelkenntnisse der Gelehrten und dass sie die lebengebende Kraft Gottes hinter dessen Worte nicht wahrnahmen. Gott ist ein Gott der Lebenden; unsere Glaubensväter sind bei ihm verwahrt. Nach der Auferstehung werden wir nicht wie Menschen leben und heiraten, sondern wie die Engel sein.

Gebet: Herr, hilf mir, die Kraft deiner Worte zu erkennen.

Ein Wort: Mit Demut statt mit Hochmut zu Gott kommen