Juni 23

Das Herz auf den Herrn ausrichten

Markus 11,12-33 (22)

„Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!“

In der Nähe von Jerusalem war ein Feigenbaum, den Jesus aus Hunger aufsuchte. Als er keine Feigen daran fand, verfluchte er den Baum, und am nächsten Tag war er verdorrt. Das war ein Symbol für Menschen, die keine Frucht (im Glauben) bringen und Gottes Gericht empfangen werden. Die Jünger erschraken. Doch Jesus wollte nicht, dass sie sich fürchteten, sondern dass sie die Kraft des Glaubens erfuhren, wie sie Jesus hatte. Daher verhieß er ihnen, dass alle ihre Gebete erhört würden, wenn sie nur fest daran glaubten, dass das Erbetene eintreffen würde. Neben den Zweifeln sollten die Jünger auch den Groll gegen andere Menschen aus ihrem Herzen räumen und ihren Mitmenschen vergeben. Nur wer anderen vergibt, erfährt durch den Herrn selber Vergebung. Jesus stärkte also seine Jünger im Glauben und wollte ihr Herz auf den Herrn ausrichten. Aber auch in Gegenwart von anderen Menschen wollte er dafür sorgen, dass man sich auf Gott besann. Daher räumte Jesus den Tempel in Jerusalem, weil es dort inzwischen mehr Opfertierhändler und Geldwechsler gab als Betende. Er vertrieb alle Händler und Wechsler. Der Tempel sollte ein Bethaus sein und keine Handelsstätte. Jesu zorniger Auftritt im Tempel machte die geistliche Obrigkeit wütend, die Jesu Vollmacht daraufhin in Frage stellte. Aber Jesus wich ihren entsprechenden Fragen geschickt aus.

Gebet: Herr, hilf mir, mein Herz ganz auf dich auszurichten. Schenke mir felsenfesten Glauben.

Ein Wort: Die Kraft des Glaubens erfahren