Juni 23

Jesu Einzug in Jerusalem

Markus 11,1-11 (9)

„Und die vorangingen und die nachfolgten, schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!“

Bevor Jesus und seine Jünger nach Jerusalem kamen, schickte Jesus zwei seiner Jünger in ein Dorf, um ihm ein Reittier zu holen. Das war ein unberittenes Eselsfüllen. Jesus hätte auch auf einem edlen Pferd in Jerusalem einziehen können. Aber er war demütig und beanspruchte nur einen kleinen Esel für sich. Zudem wollte er damit das Wort erfüllen, das von ihm sagt, er würde auf dem Füllen einer Eselin kommen (Sach 9,9). Tatsächlich fanden die beiden Jünger ein solches Tier. Als die Jünger es losbanden, fragten ein paar Leute, die das sahen, was sie da machten. Nach Jesu Anweisung antworteten die Jünger ihnen: „Der Herr bedarf seiner, und er sendet es alsbald wieder her.“ Den Jüngern war klar, dass alles, was wir besitzen, im Grunde Gott gehört; wir verwalten es nur. Wenn es gilt, etwas von unserem Besitz für Gottes Werk einzusetzen, brauchen wir auch diese Haltung: Der Herr bedarf seiner. Aber es ist kein Verlust, da es Gott uns auf die eine oder andere Weise ersetzt. Als Jesus dann auf dem Eselsfüllen in Jerusalem einzog, wurde er triumphal empfangen. Man jubelte ihm zu als dem von Gott gesandten König und rief: „Hosianna!“ Dieser Ruf des Jubels und des Hoffens, auf Hebräisch Hoschanna, bedeutet „Hilf uns doch!“ Jesus sonnte sich nicht im Ruhm. Er wusste, dass diese Leute ihn als politischen König feierten, der Israel wieder groß machen würde. Und daher enttäuscht sein würden.

Gebet: Herr, ich will Jesus als Messias feiern.

Ein Wort: Demütig das Wort des Herrn erfüllen