Juni 23

Absalom rächt sich an Ammon

2. Samuel 13,23-39 (36)

„Und nachdem er das gesagt hatte, siehe, da kamen die Söhne des Königs und erhoben ihre Stimme und weinten. Der König und alle seine Großen weinten auch gar sehr.“

Zwei Jahre nach Amnons Tat gegen Tamar hatte Absalom noch immer nicht vergessen. Er hatte die ganze Zeit auf Rache gesonnen. Ein geistliches Anliegen löst sich nicht durch Zeitablauf. Für Absalom kam ein günstigter Augenblick, als er Schafschur hielt. Dies gab ihm einen Vorwand, Amnon einzuladen. Dazu lud er alle Söhne des Königs ein, vermutlich um sie einzuschüchtern. Beim Mahl erschlugen Absaloms Leute Amnon. Die Söhne Davids flohen voller Entsetzen. David hörte zuerst das Gerücht, alle Söhne seien umgekommen, aber Jonadab vermutete richtig, dass alleine Amnon tot sei. Davids Söhne kamen zu ihm, und sie alle weinten sehr. Absalom aber floh nach Geschur zu den Verwandten seiner Mutter und blieb dort drei Jahre lang. Warum musste es in Davids Familie so weit kommen? Menschen sind Sünder. In jeder Gemeinschaft gibt es Anliegen wie Begierde, Neid, Groll. Aber die größte Verantwortung trägt derjenige, der diese Anliegen sieht und weiß, wie Gott darüber denkt, aber nichts tut (13,21). Über Sünde dürfen wir nicht hinwegsehen, weder in der eigenen Familie, noch in der Gemeinde oder im Leben der Bibelschüler.

Gebet: Herr, Verantwortungslosigkeit führt zu großer Trauer. Hilf mir, als Hirte wachsam und mutig zu sein.

Ein Wort: Sünde muss behandelt werden