Juni 23

David wurde zornig, tat aber nichts

2. Samuel 13,1-22 (21a)

„Und als der König David dies alles hörte, wurde er sehr zornig. Aber er tat seinem Sohn Amnon nichts zuleide, denn er liebte ihn, weil er sein Erstgeborener war.“

Amnon und Absalom waren Davids erster und dritter Sohn, allerdings von verschiedenen Müttern (2,2.3). Absaloms Mutter war eine Tochter des Aramäerkönigs Talmai. Sowohl Absalom als auch seine Schwester Tamar waren sehr schön. Amnon verliebte sich in sie. Statt aber mit seiner Begierde zu seinem Vater, zu Nathan, dem Mann Gottes oder zu Gott im Gebet zu kommen, geriet er an einen schlechten Ratgeber, einen Freund namens Jonadab. Dieser war ein sehr erfahrener Mann darin, andere zu manipulieren. Amnon folgte seinem Rat und stellte sich krank und forderte Tamar als Hilfe an. Dann ergriff er sie. Sie bat ihn, das nicht zu tun und schlug vor, dass er sie zur Frau nehme. Doch er wollte nur seine Begierde befriedigen und vergewaltigte sie. Danach war sein Widerwille größer als vorher seine „Liebe“ und er stieß sie hinaus. Als Absalom davon hörte, hasste er Amnon und sann auf Rache. David hörte auch davon und wurde sehr zornig. Aber er tat nichts aus „Liebe“ zu seinem Sohn. Die Liebe Amnons zu Tamar entpuppte sich als Hass. Davids Liebe zu seinem Sohn war pure Verantwortungslosigkeit. Wahrer Liebe geht es den Geliebten. Wenn Eltern ihre Kinder lieben, behandeln sie geistliche Anliegen mit der Wahrheit Gottes.

Gebet: Herr, hilf mir, wahre Liebe auszuüben, damit der Hass nicht überhandnimmt.

Ein Wort: Handle gemäß dem Zorn Gottes