Juni 23

Der HERR gibt den Sieg

Psalm 44,1-27 (4)

„Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.“

Der Psalmist hatte Siegesgewissheit. Er wusste, dass die Siege in der Vergangenheit von Gott gekommen waren. Gottes Leute waren nicht deshalb erfolgreich, weil sie fähige Krieger waren, sondern weil der Herr selbst ihre Feinde vernichtet und sein Volk in das verheißene Land gepflanzt und sie fruchtbar gemacht hatte. Es waren Gottes rechte Hand und das Licht seines Angesichts, die ihnen den Sieg gebracht hatten, denn er hatte Wohlgefallen an ihnen. Darum vertraut der Psalmist nicht auf seinen eigenen Bogen oder sein Schwert. Er schaut auf Gott, der den Sieg gibt. Er wird den Namen des Herrn preisen ewiglich.

Was ist dann das Problem? Gott ist nicht mit unserem Heer. Obwohl wir versucht haben, Gott treu zu sein, hat er unseren Feinden erlaubt, uns wie Schafe zu verschlingen und uns unter den Völkern zu zerstreuen. In seiner Not schreit der Psalmist zu Gott: „Mache dich auf, hilf uns und erlöse uns um deiner Güte willen!“ Manchmal demütigt Gott uns, damit wir uns daran erinnern, wer er ist, und ihn um Hilfe anrufen.

Gebet: Herr, der Sieg kommt nicht von menschlichen Errungenschaften. Lehre mich, zu beten und deine Hilfe in jedem Kampf zu suchen.

Ein Wort: Der Sieg kommt von Gott