Juni 23

Dem Herrn missfiel Davids Tat

2. Samuel 11,1-27 (27)

„Sobald sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und ließ sie in sein Haus holen, und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. Aber dem HERRN missfiel die Tat, die David getan hatte.“

Es war wieder die Zeit, in der die Könige in den Krieg zogen. David sandte Joab mit dem Heer gegen Rabba, die Hauptstadt der Ammoniter. David selbst blieb in Jerusalem. Er schlief lange und stand am Abend auf. Beim Spaziergang sah er eine schöne Frau sich baden. Er fragte, wer sie sei, doch er hatte sich schon entschieden, sie holen zu lassen. Obwohl er erfuhr, dass sie die Frau Urias war, eines seiner treuesten Soldaten (23,39), wohnte er ihr bei. Etwas später teilte sie ihm mit, dass sie schwanger war. David versuchte, seine Tat zu verbergen. Er ließ Uria holen und hoffte, dieser würde mit seiner Frau schlafen und dann denken, das Kind sei von ihm. Doch Uria ging nicht nach Hause, weil auch das Heer auf freiem Boden schlief. Es half noch nicht einmal, dass David ihn betrunken machte. Schließlich entschied sich David, Uria an der Front töten zu lassen. Der Plan gelang. Batseba trauerte die vorgeschriebene Zeit. Dann nahm David sie zur Frau, und sie gebar einen Sohn. Doch Gott missfiel diese Tat. Nachlässigkeit gebiert Sünde. Sünde gebiert immer weitere, noch schlimmere Sünde. Gott hasst die Sünde. Äußerlich war alles ok. Wegen der Sünde aber musste David selbst (Ps 32,2) und viele andere leiden.

Gebet: Herr, bewahre mich vor Nachlässigkeit. Hilf mir, die Todesspirale der Sünde durch Buße zu beenden.

Ein Wort: Hüte dich vor der Sünde