Juni 23

David tut Barmherzigkeit an Mefi-Boschet

2. Samuel 9,1-13 (1)

„Und David sprach: Ist noch jemand übriggeblieben von dem Hause Sauls, damit ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonatans willen?“

Wie wir im 1. Samuel erfahren haben und in den Psalmen lesen können, hatte David wegen der Verfolgungen durch Saul viel gelitten. Gleichzeitig hatte er durch Jonatan wahre Freundschaft erfahren. Wenn David an Sauls Familie dachte, dachte er nicht an das Schlechte und an Rache, sondern suchte, Barmherzigkeit zu tun um Jonatans willen. Jonatan hatte einen Sohn namens Mefi-Boschet. Dieser war gelähmt an den Füßen. David ließ ihn holen und zeigte sich ihm gegenüber barmherzig. Er versprach ihm den Besitz des Hauses Saul, dazu durfte Mefi-Boschet täglich am Tisch des Königs essen. David gebot Ziba, dem Knecht Sauls, der selbst sehr reich war, Mefi-Boschet zu dienen. Mefi-Boschet aber wurde behandelt wie einer der Königssöhne. Hier sehen wir, was Barmherzigkeit bedeutet. Sauls Haus hatte endlos an David gesündigt. Mefi-Boschet hatte Verachtung verdient, wenn nicht sogar den Tod. Doch er wurde im Haus des Königs aufgenommen wie ein Prinz. Genau diese Barmherzigkeit hat Gott uns durch Jesus erwiesen. Wir sind Sünder, die nichts als den Zorn Gottes und die Verdammnis verdient haben. Gott aber hat uns als seine Königskinder angenommen, allein aus Barmherzigkeit. Lasst uns heute auch jemanden finden, an dem wir Barmherzigkeit tun können.

Gebet: Herr, danke für deine Barmherzigkeit. Ich will an einem Menschen Barmherzigkeit tun um Jesu willen.

Ein Wort: Barmherzigkeit tun