Juni 23

Der unnütze Gürtel

Jeremia 13,1-27 (11)

Denn gleichwie der Gürtel um die Lenden des Mannes gebunden wird, so habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um mich gegürtet, spricht der HERR, dass sie mein Volk sein sollten, mir zum Ruhm, zu Lob und Ehren; aber sie haben nicht gehört.

Jeremia bekam von Gott einen merkwürdigen Auftrag. Er sollte einen Leinengürtel kaufen und sich mit ihm gürten. Dann sollte er an den Euphrat gehen, ihn dort in eine Felsspalte stecken und wieder zurückgehen. Nach langer Zeit sollte er sich erneut aufmachen und den Gürtel aus dem Versteck wieder herausholen. Der Gürtel war verdorben, so dass er nicht mehr zu gebrauchen war. Da geschah Gottes Wort zu Jeremia. Gott wollte ebenso den großen Hochmut Judas und Jerusalems verderben. Dieses böse Volk, das nicht auf Gottes Worte hören wollte und anderen Göttern folgte, sollte so werden wie dieser Gürtel, der zu nichts mehr taugte. Gott hatte sein Volk, wie einen Gürtel eigentlich eng an sich gebunden, so dass sie sein Volk sein sollten, Gott zum Lob und zur Ehre. Sie aber hatten nicht gehört. Gott würde das ganze Volk in die Gefangenschaft führen. Sie waren an das Böse gewöhnt und eine Veränderung oder Umkehr zu Gott schien unmöglich, wie ein Mohr seine Hautfarbe nicht ändern kann (23). Apostel Paulus war wegen seines Hochmuts und seiner Selbstgerechtigkeit auch ein „nutzloser Gürtel“ und wie ein Mohr, der seine Hauptfarbe nicht ändern kann. Aber die Begegnung mit Jesus veränderte sein Leben völlig. Er wurde von einem nutzlosen Menschen zu einem Werkzeug Gottes (Apg 9).

Gebet: Herr, danke, in dir gibt es Hoffnung.

Ein Wort: Sei Gott nützlich!