Juni 23

Rühme dich, den HERRN zu kennen

Jeremia 9,1-25 (23)

Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der HERR bin, der Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden; denn solches gefällt mir, spricht der HERR.

Jeremia beschreibt die gottlose Gesellschaft Judas, indem er auf ihren Mund und ihre Worte schaute, ähnlich wie es Paulus im Römerbrief tut (Röm 3,13.14). Auf das Wort eines Freundes oder Bruders sollte man sich verlassen können. Doch sogar diese Beziehungen waren von Lüge, Betrug und Heuchelei geprägt. Ihre Zungen waren wie tödliche Pfeile. Enttäuschung und Misstrauen waren die logischen Folgen und machten das Leben unerträglich, so dass auch Jeremia sein Volk verlassen wollte. Es gibt nur einen Ausweg. Statt sich mit den giftigen Pfeilen der anderen zu beschäftigen oder selbst neue loszuschießen, muss man seine Ohren neu dem Wort Gottes zuwenden (12). Auf Gottes Wort ist Verlass. Gottes Wort ist ohne Lüge und Heuchelei. Doch was hindert uns, uns dem Wort Gottes anzuvertrauen? Damals wie heute ist es unser Vertrauen auf weltliche Weisheit, Stärke und Reichtum einerseits, anderseits auch die Sünde unserer Väter (13). Abraham konnte die Sünde seiner Väter überwinden (Jos 24,2), indem er sich dem Wort Gottes anvertraute und ihm gehorchte (Gen 12,1-4). So wurde Abraham zu einem der klügsten Menschen der Welt, der den HERRN kannte.

Gebet: Herr, danke, dass du mir meine giftigen Worte vergeben hast und ich auch deshalb die der anderen vergeben kann. Hilf mir, endlich klug zu werden und wie Abraham deinem Wort zu vertrauen und zu gehorchen.

Ein Wort: Sei klug und kenne den HERRN!