Juni 23

Wozu wollen wir noch da sitzen?

Jeremia 8,14-22 (17.18)

Denn siehe, ich will Schlangen und Nattern unter euch senden, die nicht zu beschwören sind; die sollen euch stechen, spricht der HERR, ohne dass es Heilung gibt. Kummer steigt in mir auf. Mein Herz ist krank.

„Wozu wollen wir noch da sitzen?“ Mit diesen Worten beginnt Jeremia seinen Aufruf an sein Volk, die Wahrheit des drohenden Gerichtes wahrzunehmen. Während das Volk gemütlich herumsaß, konnte Jeremia das Schnauben der Rosse der Feinde hören und das Beben des Landes spüren. Die festen Mauern der Städte oder die von Menschen erschaffenen weltlichen Sicherheiten, bieten keinen Schutz vor Gottes Gericht. Die Prophezeiungen von „Frieden“ werden sich als falsche Hoffnungen erweisen. Einst hatte Mose im Auftrag Gottes eine eherne Schlange aufgerichtet (4. Mo 21,8). Das Blicken auf diese Schlange hatte Heilung und Rettung gebracht. Doch diesmal würden die Bisse der Schlangen tödlich sein. Kummer stieg in Jeremia auf und machte sein Herz krank, denn er konnte die zukünftigen Klagen seines Volkes im Gericht jetzt schon hören: „Will denn der Herr nicht mehr in Zion sein? Ist denn keine Salbe oder kein Arzt da? Warum werden wir nicht geheilt?“ In unserem Leben ist es wichtig, rechtzeitig zu dem einzigen Arzt zu gehen, der uns von dem Schlangenbiss der Sünde heilen kann (Joh 3,14-16).

Gebet: Herr, ich höre endlich das Begeben meines Landes. Ich will nicht mehr herumsitzen, sondern aufstehen und zu Jesus meinem Arzt gehen und nicht den Schutz der festen Stadt suchen. Herr, mich jammert von Herzen, dass mein Land voll Götzendienst ist.

Ein Wort: Es ist ein Arzt da, Jesus!