Juni 23

Die Gemeinde betete ohne Aufhören

Apostelgeschichte 12,1-25 (5)

„So wurde nun Petrus im Gefängnis festgehalten; aber die Gemeinde betete ohne Aufhören für ihn zu Gott.“

Die erste Gemeinde lebte in einer feindseligen Umgebung. König Herodes Agrippa ließ Jakobus, den Bruder des Johannes, gefangen nehmen und hinrichten. Als er merkte, dass dies vor allem den religiösen Juden gefiel, nahm er auch Petrus fest und wollte ihm einen Schauprozess machen. Die Gemeinde befand sich in einer hilflosen Lage. Doch anstatt zu verzagen, versammelten sie sich und beteten einmütig für Petrus. Ihr gemeinsames Gebet erweis sich als eine wirksame Waffe. In der Nacht vor seinem Prozessbeginn schlief Petrus friedlich. Er war gefesselt und wie ein Schwerstverbrecher mit höchster Sicherheitsstufe bewacht. Eine Flucht wäre menschlich unmöglich. Als der Engel des Herrn erschien, um ihn zu befreien, musste er Petrus erst einmal wachrütteln. Erst als er draußen auf der Straße stand, kam er richtig zu sich. Die Gemeinde konnte zuerst gar nicht fassen, dass Gott ihr unmögliches Gebetsanliegen tatsächlich erfüllt hatte. Herodes Agrippa fühlte sich wie ein großer König, weil er politische und wirtschaftliche Macht ausübte, doch er starb, weil er Gott nicht die Ehre gab. Das einmütige Gebet der Gemeinde ehrte Gott und setzte seinen mächtigen Arm in Bewegung. Gott ist nicht auf das beschränkt, was uns menschlich machbar erscheint.

Gebet: Herr, danke, dass Du Gebet erhörst, manchmal über unsere Erwartungen hinaus. Lass uns Dir die Ehre geben und einmütig und beharrlich zu Dir beten.

Ein Wort: Lerne beharrliches und einmütiges Gebet!