Juni 23

Die Gebete der Heiligen vor Gott

Offenbarung 8,1-13 (4)

„Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen von der Hand des Engels hinauf vor Gott.“

Nun ist es so weit, dass das Lamm das siebente Siegel auftut. Da werden sieben Posaunen den sieben Engeln gegeben, damit mit ihrem Posaunenruf die Naturkatastrophe eine nach der anderen geschehe. Vor dem Posaunenruf herrscht aber im Himmel eine Stille etwa eine halbe Stunde lang. Alles im Himmel verhält, um in der Stille ganz zuzuhören, selbst eine ganze leise Stimme. Das sind die Gebete der Heiligen, die der Engel mit dem Räucherwerk hinauf vor Gott bringt. Es sieht so aus, dass Gott das Gebet seiner Heiligen ganz zuhört und demnach handelt. Gott braucht keinen Ratgeber, der ihn rät, was er hätte tun sollen. Denn er hat die Gebete seiner Heiligen. Sie sind für Gott entscheidend. Was müsseb seine Heiligen zu Gott gebetet haben? Damals waren die Christen den extremen Verfolgungen ausgesetzt. Sie wurden sehr unrecht behandelt, daher mussten sie nur weinen und beten. Darum beteten sie zu Gott wie die bittende Witwe im Lk 18,3: „Schaffe mir Recht gegen meinen Widersacher!“ Nun, Gott hört ihre Gebete und wischt alle Tränen von ihren Augen ab. Aus ihren leisen Gebeten geschehen Donner und Stimmen und Blitze und Erdbeben. Das ist aber nur ein Vorspiel für die Gerichte.

Gebet: Lieber Vater, ich habe erkannt, dass du unsere Gebete nicht ignorierst, sondern ganz zuhörst.

Ein Wort: Bete weiter ohne Unterlass!