März 18

Unreine Herzen

Markus 7,1-23 (15)

„Es gibt nichts, was von außen in den Menschen hineingeht, das ihn unrein machen könnte; sondern was aus dem Menschen herauskommt, das ist’s, was den Menschen unrein macht.“

Die Pharisäer und einige Schriftgelehrten sahen, wie manche von Jesu Jüngern mit ungewaschenen Händen aßen. Sie selbst hielten sich peinlich genau an die Überlieferungen der Ältesten, die sogenannte mündliche Tora. Diese war für Jesus und seine Jünger nicht bindend, denn es waren Menschengebote. Wer etwas zum Gesetz hinzufügt, das Gott nicht geboten hat, so Jesu klarer Standpunkt, greift in Gottes Hoheitsrechte ein. Diese Oberen verließen Gottes Gebot zugunsten ihrer Überlieferungen. Es ging ihnen nicht mehr um die Verpflichtung zu Liebe und Achtung gegenüber den Mitmenschen, sondern nur noch um die formelle Frömmigkeit. Jesus zeigte das den Pharisäern und Schriftgelehrten am Beispiel des Korban-Gebotes auf. Wenn ein Sohn eine Opfergabe für den Tempel brachte, konnte er sich damit unter einem Gelübde von der Verpflichtung befreien, für seine Eltern in deren Alter zu sorgen. Jesus deckte das unreine Herz dieser Oberen auf. Dagegen sind unreine Hände und unreine Speisen unbedeutend. Was man isst, geht nicht ins Herz, sondern durch den Verdauungstrakt. Unrein dagegen ist, was aus dem Herzen der Menschen kommt, die nicht in der Liebe des Herrn wandeln: böse Gedanken, Unzucht, Mord usw. Das macht den Menschen wirklich unrein.

Gebet: Danke, Herr, für die Freiheit, die das Leben als Jesu Jünger mitbringt. Reinige mein Herz.

Ein Wort: Die Gebote Gottes im Sinne der Liebe halten