März 18

Ermahnung zur Demut

5. Mose 9,1-29 (6)

„So wisse nun, dass der HERR, dein Gott, dir nicht um deiner Gerechtigkeit willen dies gute Land zum Besitz gibt, da du doch ein halsstarriges Volk bist.“

Gott hatte sein Volk zum Gehorsam (Kap. 5) und zur Liebe (Kap. 6) ermahnt. Er hatte sie gewarnt, ihre Identität als heiliges Volk (Kap. 7) und Gottes Erziehung (Kap. 8) zu vergessen. In diesen Versen ermahnte er sie nun zur Demut. Er warnte sie davor, die ersten Eroberungen im verheißenen Land ihrer eigenen Gerechtigkeit zuzuschreiben (4). Sie sollten wissen, dass Gott ihnen nicht um ihrer eigenen Gerechtigkeit willen dies Land zum Besitz gab. Gott wollte die Völker vertreiben, um ihres gottlosen Treibens willen und weil er dies Abraham verheißen hatte. Israel war vielmehr von Anfang an ein halsstarriges und ungehorsames Volk gewesen. Am Horeb, als Mose vierzig Tage auf dem Berg gewesen war, hatten sie sich an Gott versündigt und ein goldenes Kalb gegossen. In Tabera, in Massa, bei den Lustgräbern und in Kadesch-Barnea hatten sie gegen Gott und Mose gemurrt. Sie hatten sogar Gott versucht, waren lüstern und ungehorsam geworden. Dem Herrn waren sie immer wieder ungehorsam gewesen (24) und ohne Moses Gebet hätten sie nicht vor Gott bestehen können. Dies sollten sie nicht vergessen. Hochmut und Selbstgerechtigkeit gehören zusammen und kommen vor dem Fall (Spr 16,18).

Gebet: Herr, ich bin auch von Beginn an halsstarrig und ungehorsam gewesen. Dies darf ich niemals vergessen, damit ich nicht hochmütig und selbstgerecht bei den ersten Siegen werde.

Ein Wort: Nicht um meiner Gerechtigkeit willen