März 18

So will ich euch wohnen lassen

Jeremia 7,1-34 (3)

„So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Bessert euer Leben und euer Tun, so will ich euch wohnen lassen an diesem Ort.“

Die Menschen kamen zum Tempel, um Gott zu opfern und anzubeten. Aber außerhalb des Tempels und sogar im Tempel beteten sie Götzen an. Sie führten ein heuchlerisches Doppelleben und die Familien arbeiteten für den Götzendienst gut zusammen (18). Sie sollten nicht mehr länger mit der Lüge leben, dass dies der Tempel des Herrn war. Hier konnte Gott nicht mehr wohnen. Der Tempel war eine Räuberhöhle. Mit dem Tempel würde das Gleiche geschehen wie mit Silo. Gott hatte dem Haus Elis in Silo wegen ihrer Sünde das Priesteramt genommen. Gott erinnerte sein Volk an den Bund, den er mit ihnen auf dem Berg Sinai geschlossen hatte (23; 2. Mose 19,5.6). Sie hatten ihn mit ihrem Ungehorsam immer und immer wieder gebrochen. Sie wollten Gott nicht hören (13.16.24.26.28). Deshalb wollte Gott das Gebet Jeremias für sie auch nicht hören (14). Diese Verse ermahnen auch uns, kein Doppelleben zu führen: zum Gottesdienst zu gehen, die Opfergabe zu geben, aber im Herzen Geld, Karriere, Familie, unsere Gerechtigkeit oder unser Ego anzubeten (Mk 10,25; Joh 5,44). Der erste und zweite Tempel wurden aus dem gleichen Grund zerstört. Doch vor der Zerstörung des Zweiten wurde der Vorhang im Tempel zerrissen. Jeder kann in seinem Herzen durch Buße einen Tempel errichten, indem Jesus wohnen wird.

Gebet: Herr, vergib mir mein Doppelleben. Mein Leben soll dein Tempel sein.

Ein Wort: Bessert euer Leben und Tun!