März 18

Finde einen, der auf Wahrheit hält

Jeremia 5,1-31 (1)

„Geht durch die Gassen Jerusalems und schaut und merkt auf und sucht auf den Straßen der Stadt, ob ihr jemand findet, der Recht übt und auf Wahrheit hält, so will ich ihr gnädig sein.“

In Jerusalem stand der Tempel. Gott wollte unter seinem Volk wohnen und Weisung von Jerusalem ausgehen lassen (Jes 2,3). Aber in Jerusalem und ganz Juda herrschte Ungerechtigkeit, Gottlosigkeit, Betrug, Hurerei und Ehebruch. Dennoch wollte Gott gnädig sein, wenn sich ein Mensch fände, der Recht übt und auf Wahrheit, auf Gottes Wort, hält. Doch er fand keinen. Aber warum taten sie trotz der schon erfahrenen Züchtigung nicht Buße? Es lag an ihrer Gottlosigkeit. Sie hatten sich schon so weit von Gott entfernt, dass sie die Züchtigung nicht mehr als Gottes Liebe erkennen konnten (3). Wie war es dazu gekommen? Die größte Verantwortung lag bei den Propheten und Priestern (23,21.22). Sie sollten eigentlich die Wahrheit Gottes lehren, aber weissagten Lügen und lehrten, was die Menschen gerne hören wollten. Das Volk hatte keine Gottesfurcht und leugnete schließlich sogar das Gericht (12), weil die Priester keine Gottesfurcht hatten und „Frieden“ predigten (8,11). Deshalb wollte Gott sein Wort im Munde von Jeremia zu Feuer machen, er wollte erneut sein Volk richten. Ein Land hat Hoffnung, wo es Priester gibt, die auf Wahrheit halten und nicht den Menschen nach dem Mund reden.

Gebet: Herr, danke, dass du auch meinem Land gnädig sein willst, wenn es einen gibt, der die Wahrheit predigt. Hilf mir, diese Person heute zu sein.

Ein Wort: Gott will gnädig sein