März 18

Wie ist mir so weh, so weh!

Jeremia 4,1-31 (19)

„Wie ist mir so weh, so weh! Ich winde mich. Mein Herz pocht in meiner Brust. Ich kann nicht schweigen; denn den Hall der Posaune habe ich gehört, den Lärm der Feldschlacht.“

Gott ruft sein Volk erneut zur Buße auf. Wer sich zu Gott bekehrt, braucht nicht mehr orientierungslos umherzuirren (1). Orientierungslosigkeit ist eine Folge der Sünde. Wer anfängt in Gottesfurcht zu leben, wird sogar ein Segen für die Heiden sein (2). Ihre Buße sollte nicht äußerlich sein, sondern von Herzen, sonst würde dies wie eine Saat unter Dornen sein. Zur Buße gehört auch, dass man seine heillosen Gedanken (Schlachter: Pläne) aufgibt (14). Doch die Zeit der Buße, das ist Gottes Gnadenzeit, hat auch ein Ende. Das Gericht war für Jeremia schon zu hören. Jeremias Herz, aber auch Gottes Herz, schmerzte beim Schall des Kriegshorns. „Wie ist mir so weh, so weh! (…) Ich kann nicht schweigen; denn den Hall der Posaune habe ich gehört.“ Hören und reden gehört immer zusammen. Weil Jeremia das Horn hörte, konnte er nicht schweigen. Umgekehrt, wer Gottes Horn nicht hört, kann nur schweigen. Gottes Gericht und damit Gottes Wort über das Gericht ist kein Gegenstand der Diskussion (Hebr 9,27). Gottes Gericht für Juda stand fest und war beschlossen (28). Schminke und Schmuck nützen im Gericht auch nichts mehr. Gott wollte das ganze Land verwüsten, aber doch einen Rest übriglassen (27).

Gebet: Herr, vergib mir meine tauben Ohren, dass ich dein Horn nicht hörte. Vergib mir meine vielen heillosen Gedanken. Hilf mir, nicht länger zu schweigen.

Ein Wort: Mein Herz pocht, ich kann nicht schweigen