März 18

Mein Volk vergisst mich

Jeremia 2,20-3,5 (32)

„Vergisst wohl eine Jungfrau ihren Schmuck oder eine Braut ihren Schleier? Mein Volk aber vergisst mich seit endlos langer Zeit.“

Gott hatte Israel als edlen Weinstock gepflanzt. Aber wie wurden sie dann zu einem schlechten Weinstock? Sie hatten ihren Gott seit endlos langer Zeit vergessen. Eine Braut vergisst niemals ihren Bräutigam, ja nicht mal ihren Schleier, aber Gottes Volk hatte Gott vergessen, es hatte Gottes Gnade vergessen. Aber das war nicht alles. Wenn Gott sie dann zur Buße aufforderte, versuchten sie nicht einmal, sich selbst zu reinigen. Nein, sie wagten gegen Gott zu sagen: „Ich bin nicht unrein.“ Sie erkannten nicht einmal ihre Verdrecktheit durch die Sünde. Statt dessen liefen sie wie eine brünstige Kamelstute kreuz und quer, getrieben von ihrer Sünde. Die Behauptung der Leiter des Volkes, von Steinen und Holz abzustammen, war eine Schande. Doch in der Zeit der Not schrien sie zu dem lebendigen Gott: „Auf und hilf uns.“ Sogar rechteten sie mit Gott, d.h. sie klagten ihn für ihre Probleme an. Sie wollten Hilfe, aber nicht den Helfer. Schließlich hatten sie sich daran gewöhnt, auf bösen Wegen zu wandeln, die Sünde war ein Normalzustand geworden. Selbst dann, wenn ihre Sünde ganz offensichtlich war und Blut noch an ihren Händen klebte, sagten sie: „Ich bin unschuldig! Ich habe nicht gesündigt!“ Sie meinten, sie könnten ohne Buße einfach zu Gott zurückkommen (5).

Gebet: Herr, ich habe dich vergessen und bin schuldig. Danke, dass du mich nicht vergessen hast und mir diesen Aufruf zur Buße heute gibst.

Ein Wort: Erinnere dich an deinen Bräutigam!