März 18

Rissige Zisternen statt lebendiges Wasser

Jeremia 2,1-19 (13)

„Denn mein Volk tut eine zwiefache Sünde: Mich, die lebendige Quelle, verlassen sie und machen sich Zisternen, die doch rissig sind und das Wasser nicht halten.“

Jeremia sollte in Jerusalem öffentlich predigen. Israel war Gottes geliebte Braut und in der Wüste hatten auch sie Gott geliebt. Aber bald wandten sie sich den Götzen zu und vergaßen ihren Gott, der sie durch die Wüste geführt hatte. Im verheißenen Land suchten sogar die Priester nicht nach Gott, die Gesetzeshüter achteten den Herrn nicht und die Propheten hingen Götzen an, die nicht helfen können (8). Nicht einmal Heiden wechseln ihre Götter, aber Gottes Volk hatte Gottes Herrlichkeit eingetauscht gegen einen Götzen, der nicht helfen kann (11). Israel hatte in zwei Hinsichten gesündigt. Erst hatten sie Gott, die lebendige Quelle, verlassen. Dann, wegen des Durstes, sich Zisternen gebaut, die aber Risse hatten. Ihre praktischen Probleme, dass sie zum Raub für Löwen wurden, die Unterdrückung durch andere Völker, waren hausgemacht, sie hatten sie sich selbst bereitet (17). Gott hatte sie nicht als eine sklavische Nation geboren, sondern als sein Eigentum vor allen Völkern und ein Königreich von Priestern (2. Mose 19,5.6). Sie sollten endlich die Einsicht bekommen, dass sie keine Hilfe bei den Ägyptern oder Assyrern finden würden und deren Wasser ihre rissigen Zisternen nicht füllen konnte. Ihre eigene Sünde, dass sie Gott verlassen hatten und ihn nicht fürchteten, war die Ursache für die Schläge, die sie durch andere Völker erhielten.

Gebet: Herr, vergib mir meine zweifache Sünde.

Ein Wort: Hilfe kommt allein von der lebendigen Quelle!