März 18

Ein junger Prophet für die Völker

Jeremia 1,1-7 (5)

„Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker.“

Jeremia, der Sohn eines Priesters aus Anatot, wurde von Gott zum Propheten für die Völker (nicht nur für Juda!) im 13. Jahr der Herrschaft Josias (627 v. Chr.) berufen. Gott hatte ihn für diese Aufgabe vor seiner Geburt bestimmt, sogar vor seiner Zeugung. Jeremia wurde vermutlich in den letzten Jahren der Herrschaft Manasses geboren. Dieser hatte sich am Ende seines Lebens zum Herrn bekehrt, aber zuvor Jahrzehnte sein Volk zum Götzendienst verführt (2. Chr 33,3ff). Juda war vom Götzendienst tief durchdrungen wie nie zuvor. Dass Gott Jeremia gerade in dieser Zeit als Prophet bereitete, zeigt Gottes Hoffnung. Jeremia wandte gegen die Berufung ein, er könne nicht reden, weil er zu jung sei. Er hielt sich für unqualifiziert. Gott sagte ihm unmissverständlich, dass für die Ausführung der von Gott gegebenen Mission nicht das Alter und die damit angeblich verbundene Redegewandtheit entscheidend sind. Der Gehorsam, dorthin zu gehen, wohin Gott einen sendet, und das zu sagen, was Gott einem gesagt hat, ist ausschlaggebend für die Erfüllung der Mission. Gott sorgt selbst für die Worte und Gottes Wort ist wie ein Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschmettert (Jer 23,29). Jeremia predigte Gottes Wort bis zu seinem Tod über vierzig Jahre unabhängig von dem Resultat und verschiedenen Leiden, weil er sein Berufungswort nie vergaß.

Gebet: Herr, ich danke dir, dass du mich geschaffen hast, um dein Wort zu predigen.

Ein Wort: Gehe und predige Gottes Wort!