März 18

Das Angesicht eines Engels

Apostelgeschichte 6,8-15 (15)

„Und alle, die im Hohen Rat saßen, blickten auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht.“

Stephanus war einer der sieben gerade gewählten Diakone. Gott erfüllte ihn mit Gnade und Kraft, sodass Wunder und große Zeichen durch ihn geschahen. Einige aus dem Ausland stammende Juden begannen mit ihm einen theologischen Streit, doch sie konnten seinem Geist und seiner Weisheit nichts entgegensetzen. Deshalb sorgten sie dafür, dass er festgenommen und vor den Hohen Rat gestellt wurde. Sie stellten falsche Zeugen auf, die behaupteten, Stephanus habe gegen den Tempel und das Gesetz gelästert und damit gegen Gott selbst. Vielleicht hatte Stephanus aufgrund der Worte Jesu aus Johannes 2,19 gepredigt. Vielleicht hatte er auch einfach nur davon geredet, dass wir nicht durch die Einhaltung des Gesetzes, sondern durch den Glauben an Jesus vor Gott gerecht werden. Die aus dem Ausland stammenden Juden hatten viel auf sich genommen, um in der Nähe des Tempels und damit Gott nahe zu sein und ein gesetzestreues Leben führen zu können. Dies machte ihre Identität aus, deshalb waren sie in diesem Punkt empfindlich. Die Situation war für Stephanus sehr gefährlich. Doch er wurde nicht ängstlich, unsicher oder aggressiv. Der Hohe Rat sah sein Angesicht wie das eines Engels, weil Gottes Geist aus ihm leuchtete. Weil er entschlossen war, Jesus auch in Leiden und Tod zu folgen, lag schon der Schein des Himmelreiches auf seinem Gesicht.

Gebet: Herr, nimm alle Furcht und Unsicherheit von mir und gebrauche mich heute als deinen mutigen Zeugen.

Ein Wort: Lass Jesus durch dich leuchten