März 18

Die Seelen schreien

Offenbarung 6,1-17 (10)

„Und sie schrien mit lauter Stimme: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“

Johannes sah, dass das Lamm begann, die sieben Siegel eins nach dem anderen aufzutun. Jedes Mal geschah eine Katastrophe in der Welt wie Krieg, Hunger, Pest und Tod. Als das fünfte Siegel aufgetan wurde, sah Johannes unten am Altar die Seelen derer, die umgebracht worden waren um des Wortes Gottes und um ihres Zeugnisses willen. Diese Märtyrer schrien zum Herrn: „Wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ Sie schreien nach einer vollen Durchsetzung von Wahrheit und Wahrhaftigkeit, von Recht und Gerechtigkeit. Wie Jesus zum Übeltäter verurteilt und gekreuzigt wurde, so sind sie von den weltlichen Gerichten ungerechterweise zu übelsten Menschen verurteilt und getötet worden. Es waren falsche Zeugen, feige Richter und stumpfsinnige Zuschauer. Die gerechten Christen vergossen Blut wie Wasser. Darum erheben die Märtyrer Einspruch und verlangen eine Wiederaufnahme zum gerechten Gericht. Wie reagierte der Herr darauf? Er gab ihnen einem jeden ein weißes Gewand. Dann gab er ihnen seine Zusage, in Kürze ihre Feinde zu rächen. Denn es müssen noch einige Märtyrer dazu kommen. Bis dann sollten sie noch ruhen. Gott wird für seine Gerechten richten, denn er ist ein wahrhaftiger Gott.

Gebet: Herr Jesus, du richtest die Ungerechten, aber du belohnst deine gerechten Zeugen.

Ein Wort: Wie lange sollen wir noch warten?