Dezember 16

David verschont Saul

1. Samuel 24,1-23 (7)

„Und er sprach zu seinen Männern: Das lasse der HERR ferne von mir sein, dass ich das tun sollte und meine Hand legen an meinen Herrn, den Gesalbten des HERRN; denn er ist der Gesalbte des HERRN.“

Sobald Saul nach einem Einsatz gegen die Philister wieder Zeit hatte, sammelte er Männer und zog aus, um David zu fangen. David und seine Männer verbargen sich in einer Höhle bei En-Gedi. Gerade in diese Höhle ging Saul, ohne David zu bemerken. Das war die Gelegenheit, den Feind, der sein Leben so schwer machte, zu beseitigen! Niemand hätte David den Königsthron streitig machen können. Seine Männer warteten auf sein „OK“. Sie beriefen sich sogar auf Gottes Verheißung, der ihm seine Feinde übergeben wollte. Doch David schnitt nur einen Zipfel von Sauls Mantel ab und wies dann seine Männer zurecht. Er konnte nicht sündigen, indem er Gottes Gesalbten tötete. Saul selbst hatte keine Skrupel gehabt und die Priester umbringen lassen, die David geholfen hatten. David aber folgte seinem Gewissen. Er wusste, dass Gott seine Verheißungen wahr macht. Er wusste, dass Gott der gerechte Richter und Rächer ist (13). David bestand diesen Test des Glaubens. Dass er Saul verschonte, war ein viel größerer Sieg, als wenn er ihn militärisch besiegt hätte. Davids Zeugnis gegenüber Saul erinnert an Jesu Gebet am Kreuz für seine Feinde (Lk 23,34). Sogar Saul bekannte: „Du bist gerechter als ich.“

Gebet: Herr, du bist der gerechte Richter. Hilf mir, voller Vergebung zu sein und den Sieg zu erlangen.

Ein Wort: Geduld schenkt den Sieg