Dezember 16

Freundschaft und Feindschaft

1. Samuel 18,1-30 (3)

„Und Jonatan schloss mit David einen Bund, denn er hatte ihn lieb wie sein eigenes Leben.“

David hatte im Namen des Herrn den Philisterkrieger Goliat besiegt und einen großen Sieg für Israel errungen. Er blieb nun bei Saul und wurde ein aufstrebender Offizier in Sauls Armee. Jonatan war Königssohn. Er hätte David als potentiellen Konkurrenten in der Gunst Sauls und des Volks betrachten können. Doch Jonatans Herz verband sich mit Davids Herzen. Er hatte ihn so lieb wie sein Leben und schloss einen Bund mit ihm. Jonatan folgte seinem Herzen, nicht der Berechnung. Ganz anders Saul: Er hatte sich über den Sieg Davids gefreut. Als er aber hörte, dass die Frauen David mehr lobten als ihn selbst, wurde er neidisch. Fortan konnte er David nicht mehr sehen ohne vom Neid beherrscht zu werden. Neid kommt in ein liebloses Herz. Saul war unfähig zur Liebe, weil er Gottes Souveränität nicht akzeptierte. Am nächsten Tag kam der böse Geist über Saul und er versuchte, David umzubringen. David entwich. Ganz Israel liebte David. Der Herr war offensichtlich mit ihm. Doch Saul graute es vor ihm. Er versuchte, David durch List loszuwerden. Doch David blieb demütig und brachte sogar den Brautpreis, durch den Saul ihn töten wollte. Und Sauls Tochter Michal liebte David. Der Neid machte Saul zum erbitterten Feind dessen, den Gott erwählt hatte. Umso kostbarer war Jonatans Freundschaftsbund.

Gebet: Herr, danke für deine Liebe. Bitte hilf mir, mich mit deinen Leuten in Liebe zu verbinden.

Ein Wort: Ein Freundschaftsbund in der Liebe Gottes