Dezember 16

Freimut, Gottes Wort zu reden

Apostelgeschichte 4,23-31 (29)

„Und nun, Herr, sieh an ihr Drohen und gib deinen Knechten, mit allem Freimut zu reden dein Wort.“

Nach ihrer Freilassung berichteten die Apostel der Gemeinde, dass der Hohe Rat sie zwingen wollte, mit der Verkündigung des Evangeliums aufzuhören. Diese Nachricht hätte die ersten Christen furchtsam machen müssen. Sie gingen gemeinsam ins Gebet. Doch weder beteten sie um ihre eigene Sicherheit noch entschuldigten sie sich bei Gott, dass sie die Verkündigung einschränken müssten. Ihr Gebet richtete sich an den allmächtigen Schöpfergott. Sie erinnerten sich an Psalm 2, in dem König David durch den Heiligen Geist inspiriert bereits Verfolgung und Widerstand gegenüber dem Christus vorausgesagt hatte. Sie baten darum, dass Gott ihnen Freimut gebe, um auch unter diesen widrigen Umständen Gottes Wort zu verkündigen. Sie baten auch darum, dass Gott sein Wirken durch Jesus weiter durch Zeichen und Wunder bestätige. Ihr Gebet stellte nicht ihre menschlichen Wünsche nach Ruhe und Sicherheit, sondern Gottes Willen an erste Stelle. Es ehrte und erfreute Gott. Die Erde erbebte, als Gott das Gebet beantwortete, indem er nicht nur die Apostel, sondern alle Anwesenden mit seinem Heiligen Geist erfüllte und ihnen Mut gab, sein Wort zu reden. Auch wir werden mit Ablehnung konfrontiert werden, wenn wir Gottes Wort weitergeben. Lasst uns von den ersten Christen lernen, uns dann nicht furchtsam zurückzuziehen.

Gebet: Herr, vergib mir meinen menschlichen Wunsch nach Sicherheit. Schenke mir heute durch das Gebet deinen Geist, um dein Wort mutig zu verkündigen.

Ein Wort: Bete nicht um Sicherheit, sondern um Mut!