Dezember 16

Das Wort der Schrift musste erfüllt werden

Apostelgeschichte 1,15-26 (16)

„Ihr Männer, liebe Brüder, es musste das Wort der Schrift erfüllt werden, das der Heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat über Judas, der denen den Weg zeigte, die Jesus gefangen nahmen;“

Seit dem Verrat des Judas und seinem anschließenden Selbstmord gab es nur noch elf Apostel. Wenn Gottes Geist wirken sollte, konnte dieses Problem nicht totgeschwiegen werden, sondern es sollte geistlich gelöst werden. Als 120 Brüder versammelt waren, ergriff Petrus die Initiative und sprach das Problem offen an. Er betrachtete den Verrat des Judas aber nicht menschlich, sondern im Licht von Gottes Wort (Ps 69,26; Ps 109,8), das sich erfüllt hat; so wie Jesus kein hilfloses Opfer eines Verrates war, sondern sein Leben freiwillig für uns gegeben hat. Zur Erfüllung von Gottes Wort gehörte aber auch, dass ein anderer das Apostelamt des Judas empfangen musste. Da die Apostel Jesu Zeugen sein sollten, musste es jemand sein, der von Anfang an dabei gewesen war. Die Gläubigen stellten zwei Kandidaten auf und überließen Gott durch ein Losverfahren im Gebet die Entscheidung. Auch heute dürfen schmerzhafte Probleme in einer Gemeinde nicht schweigend geduldet werden, sondern sollen geistlich gelöst werden. Hierfür brauchen wir auch heute Gottes Orientierung durch sein Wort und Gebet, das Gott die letzte Entscheidung überlässt.

Gebet: Herr, danke für dein Wort, das unsere Probleme offenbart und uns Orientierung für ihre Lösung gibt. Hilf uns, Probleme im Gebet geistlich zu lösen.

Ein Wort: Probleme in der Gemeinde geistlich lösen