Dezember 16

Ihr werdet meine Zeugen sein

Apostelgeschichte 1,1-8 (8)

„aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde.“

Die Apostelgeschichte beginnt dort, wo das Lukasevangelium aufhört: nach Jesu Auferstehung. Jesus nahm sich vierzig Tage Zeit, um seinen Jüngern durch viele Beweise zu zeigen, dass er wirklich lebt. Dadurch konnten sie lebendigen und praktischen Auferstehungsglauben lernen. Außerdem redete er mit ihnen vom Reich Gottes. Jesu Wirken auf der Erde war fast beendet, aber der Aufbau von Gottes Reich hatte gerade erst angefangen. So wie bisher Jesus die Hauptperson war, sollte nun der Heilige Geist diese Rolle übernehmen. Daher sollten die Jünger trotz des äußeren Druckes Jerusalem nicht verlassen, sondern auf die Taufe mit dem Heiligen Geist warten. Ihre Frage zeigt jedoch, dass sie noch eine sehr weltliche Vorstellung vom Reich Gottes hatten. Jesus tadelte sie nicht, sondern lehrte sie, dass Zeit und Stunde in Gottes Hand liegen. Er richtete ihren Blick auf seinen langfristigen Plan: Sie sollten die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der sie befähigen würde, Jesu Zeugen zu sein, angefangen von ihrer nächsten Umgebung bis an die Enden der Erde. Diese Verheißung hat sich bis heute nicht geändert: auch heute möchte Gott uns mit der Kraft seines Heiligen Geistes ausrüsten, damit wir seine Zeugen sind.

Gebet: Herr, danke für die Kraft deines Geistes, mit dem du uns ausrüsten möchtest. Gebrauche mich heute als deinen Zeugen.

Ein Wort: Ein Zeuge Jesu durch die Kraft des Geistes