Dezember 16

Du sollst keine anderen Götter haben

5. Mose 5,4-22 (7)

„Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“

Gott hatte früher am Horeb aus dem Feuer zur ersten Generation gesprochen und ihnen die Zehn Gebote gegeben. (2. Mose 20) Die gleichen Zehn Gebote wiederholte Mose für die neue Generation. Die ersten vier Gebote (6-15) handeln von der Beziehung zwischen Gott und jedem Einzelnen des Volkes Gottes. Die Basis dieser Beziehung war die Gnade Gottes, dass Gott sein Volk aus der Knechtschaft in Ägypten befreit hatte. Deshalb sollten sie keine anderen Götter haben, sondern Gott anbeten, lieben, dienen und seine Gebote halten. Die Heiligung des Sabbats sollte ihnen dabei helfen. Die übrigen sechs Gebote (16-21) gaben auch der neuen Generation und den folgenden Generationen klare Richtlinien für das gemeinsame Leben im verheißenen Land. Sie sollten die Eltern ehren, sie sollten nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen, nicht falsch Zeugnis reden und nicht die Frau oder Güter des Nächsten begehren. Leider verlor das Volk Israel alle Segnungen des verheißenen Landes und musste schließlich in die babylonische Gefangenschaft, weil sie diese Gebote, vor allem das erste Gebot, brachen. Sie trieben sogar unter dem König Manasse mehr Götzendienst, als es die Heiden getan hatten (2. Kön 21,2-9). Die Geschichte Israels ist uns eine ernsthafte Warnung, was geschieht, wenn Gottes Volk wieder in den Götzendienst fällt.

Gebet: Herr, vergib mir, dass ich deine Gnade vergessen habe. Vergib mir meinen Götzendienst, indem ich den Wohlstand, die Ehre und Menschen mehr geliebt habe als dich.

Ein Wort: Du sollst keine anderen Götter haben!