Dezember 16

Ungehorsam und Niederlage

5. Mose 1,19-46 (26.27a)

„Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Befehl des HERRN, eures Gottes, und murrtet in euren Zelten…“

Die neue Generation stand jetzt dort, wo ihre Väter schon einmal gestanden hatten, nämlich kurz vor der Eroberung des verheißenen Landes. Mose erinnerte sie deshalb an die Sünde ihrer Väter, die dazu geführt hatte, dass das Volk vierzig Jahre in der Wüste umherziehen musste. Was war die Sünde ihrer Väter gewesen? Ihre Sünde war die des Ungehorsams, des Murrens (26) und des Unglaubens (32) gewesen. Gott hatte ihre Väter bis an die Grenze des verheißenen Landes getragen, wie ein Vater seinen Sohn trägt. Er war vor ihnen mit einer Feuer- und Wolkensäule hergezogen. Dennoch, obwohl sie Gottes starke Hand erfahren hatten, hatten sie ihrem Gott nicht geglaubt, dass er sie in das verheißene Land führen könnte. Ihre Väter hatten vielleicht gedacht, dass Gott ihr heimliches Murren in ihren Zelten nicht hören würde, aber Gott hatte ihr Murren gehört. Deshalb hatte keiner von diesem bösen Geschlecht ins verheißene Land einziehen sollen, außer Kaleb und Josua. Die Buße der Väter war keine echte Umkehr zu Gott gewesen, denn danach wurden sie erneut ihrem Herrn ungehorsam (43), sodass sie eine große Niederlage erleiden mussten. Die neue Generation sollte aus den Fehlern und Sünden ihrer Väter lernen und nicht in den gleichen Unglauben und Ungehorsam fallen und in ihren Zelten murren. Dies ist auch Geschichtsbewusstsein.

Gebet: Herr, hilf mir, aus meinen Fehlern und den meiner Väter zu lernen, statt erneut ungehorsam zu werden.

Ein Wort: Lobe Gott in deinem Zelt und gehorche!