Dezember 16

Es ist nichts verborgen

Markus 4,21-34 (22)

„Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werden soll, und ist nichts geheim, das nicht an den Tag kommen soll.“

Nach dem Gleichnis vom Sämann erzählte Jesus noch weitere Gleichnisse. Die Menge hörte sie und ging wieder fort, aber Jesu Jünger fragten ernsthaft interessiert nach ihrem Sinn und bekamen ihn offenbart. Jesus verglich das Glaubensleben mit einem Licht; dieses sollte nicht verborgen werden, sondern für alle leuchten. Als Gläubige sollen wir unseren Glauben nicht für Privatsache halten, sondern hinausgehen und Gottes Wort und Liebe weitergeben. Denn alles, was wir denken, sagen und tun, bleibt vor Gott nicht geheim. Gläubige sollen mit dem Maß der Liebe und der Gerechtigkeit messen, damit Gott sie auch mit diesem misst. Wo sie Gutes tun, wird Gott ihnen die Möglichkeit geben, noch Größeres zu tun. Wer Gottes Worte als Schätze in sein Herz sammelt, wird immer mehr davon bekommen. Aber wer Gottes Wort nicht mehr hört, wird das vergessen, was er einst über Gott und seine Liebe erfahren hat. Weiter erzählte Jesus zwei Gleichnisse vom Himmelreich. Dieses gleicht dem Samen, der keimt und zu fruchtbaren Ähren wird, ohne dass wir genau wissen, wie das zugeht. Gott wirkt auf oft nicht begreifbare Weise, aber er schenkt uns vielfachen Segen. Und das Himmelreich gleicht einem Senfkorn, das äußerst klein ist, aber dann zu einer fast baumgroßen Pflanze wird. Gottes Gegenwart mag unscheinbar sein, aber sie hat unendliches Potenzial.

Gebet: Herr, lehre mich über dein Reich und über das richtige Leben in dir. Danke für deinen reichen Segen.

Ein Wort: Unser Glaubensleben ist nicht verborgen