Dezember 16

Am Erbe festhalten

4. Mose 36,1-13 (9)

„Und nicht ein Erbteil von einem Stamm an den andern falle, sondern ein jeder soll festhalten an seinem Erbe unter den Stämmen Israels.“

Die fünf Töchter Zelofhads hatten nach dem Tod ihres Vaters das Erbrecht für sich gefordert. Gott hatte ihnen dies gewährt (siehe Kap. 27). Doch einige Häupter ihrer Sippe sahen nun die Gefahr, dass durch die Heirat dieser Töchter mit einem Mann aus einem anderen Stamm Israels das Erbteil ihres eigenen Stammes geringer würde. Gott gebot deshalb den Töchtern Zelofhads, dass sie nur einen Mann aus ihrem Stamm heiraten durften. Die fünf Töchter hielten sich alle an diese Regelung und waren ihrem Erbteil treu. Auch für uns ist es wichtig, am Erbe unserer Väter festzuhalten, doch nicht an dem vergänglichen Erbe. Gott hat uns in seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung von den Toten zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe (1. Petr 1,3.4). Es ist aber nicht einfach, an diesem Erbe festzuhalten, weil die Welt voller Versuchungen ist. Wir müssen auch durch viele Bedrängnisse in das Reich Gottes eingehen (Apg 14,22). Aber wenn wir an dem Erbe im Himmel bis zum Ende treu festhalten, werden wir von Jesus die Krone des Lebens bekommen. Unser geistliches Erbe ist auch der Glaube unserer Väter. Wir sollen in den Fußtapfen des Glaubens unserer Väter gehen (Ps 119,57).

Gebet: Herr, hilf mir, das geistliche Erbe festzuhalten, das Erbe im Himmelreich und das Erbe des Glaubens.

Ein Wort: Halte dein Erbe fest!