Dezember 16

Freistädte

4. Mose 35,1-34 (11)

„sollt ihr Städte auswählen, dass sie für euch Freistädte seien, wohin fliehen soll, wer einen Totschlag aus Versehen tut.“

Vor dem Einzug in das verheißene Land gab Gott die Anweisung, dass die Stämme von ihrem Erbteil 48 Städte für die Leviten zur Verfügung stellen sollten. Davon sollten sechs Freistädte sein. Gott war selbst das Erbteil der Leviten (5. Mose 10,9), deshalb sollten sie kein Land besitzen. In die Freistädte sollten diejenigen fliehen können, die aus Versehen einen anderen Menschen getötet hatten. Nach dem Gericht durch die jeweilige Gemeinde und der Feststellung, dass es sich tatsächlich um einen versehentlichen Totschlag handelte, sollte die Gemeinde den Totschläger zurück in die Freistadt bringen. Dort sollte dieser bis zum Tod des amtierenden Hohenpriesters vor den Bluträcher sicher leben können. Der Tod des Hohenpriesters gab dem Totschläger die Freiheit von allen Anforderungen des Gesetzes und ein neues Leben. Dieser konnte als ein schuldloser Mensch die Freistadt verlassen. Diejenigen jedoch, die einen anderen Menschen aus Vorsatz töten würden, sollten von dem Bluträcher getötet werden. Wir sind alle Totschläger, weil Jesus um unserer Sünde willen sterben musste (Jes 53,5). Aber wir sind unwissentliche Totschläger, denn Jesus betete für uns am Kreuz: „Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,24) Als Jesus, der einmalige Hohepriester, starb, wurden auch wir frei.

Gebet: Herr, danke, dass Jesus mich von aller Schuld und der ewigen Verdammnis errettet hat.

Ein Wort: Frei gemacht