Dezember 16

Eine klare Entscheidung

4. Mose 32,1-42 (18)

„Wir wollen nicht heimkehren, bis von den Israeliten ein jeder sein Erbe eingenommen hat.“

Die Stämme Ruben und Gad hatten sehr viel Vieh. Die schon eroberten Länder östlich des Jordans waren gutes Weideland. Einige Vertreter dieser Stämme kamen deshalb zu Mose und baten ihn darum, dieses Land besiedeln zu können. Mose war schockiert. Er verglich ihre Forderung mit dem schlechten Einfluss der zehn Kundschafter früher, durch den Israel vierzig Jahre in der Wüste hatte wandern müssen. Er befürchtete, dass nun alle Israeliten unwillig würden, das verheißene Land zu erobern. Doch Mose hatte sich geirrt. In diesen Versen wird auch nicht erwähnt, dass Gott über ihre Forderung zornig wurde, vermutlich deshalb, weil diese Gebiete auch zu dem verheißenen Land gehörten. Aber vor allem waren die Stämme Gad, Ruben und der halbe Stamm Manasse bereit, das verheißene Land westlich des Jordans mit den anderen Stämme zu erobern. Sie wollten nicht eher heimkehren, bis alle Gebiete erobert waren. Sie trafen eine klare Entscheidung, bis zum Ende mitzukämpfen. Sie hielten sich an ihre Abmachung (Jos 22,1-8). Die Eroberung des verheißenen Landes unter Josua dauerte sechs Jahre, eine lange Zeit, in der sie auch von ihren Familien getrennt waren. Sie zogen an vorderster Front, vor den anderen Stämmen in den Kampf (Jos 4,12). Dieser Kampf machte sie geistlich stark, dass sie ein ernsthaftes Missverständnis durch den Glauben klären konnten (Jos 22).

Gebet: Herr, ich will mitkämpfen und an meiner Entscheidung bis zum Ende festhalten, statt heimzukehren.

Ein Wort: Ich will nicht heimkehren, bis alles erobert ist