Dezember 16

Ein Pfahl im Fleisch

2. Korinther 12,7-10 (9)

„Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf dass die Kraft Christi bei mir wohne.“

Es ist hier die Rede von dem Pfahl im Fleisch des Paulus. Dieser Pfahl wird des Satans Engel genannt, der ihn mit Fäusten schlägt. Paulus hat deswegen Schmerzen empfunden und ist schwach geworden. Viele haben danach gefragt, was dieser Pfahl im Fleisch des Paulus sein sollte. Einige haben darunter Versuchungen geistiger Natur wie innere Zweifel verstanden. Einige haben darunter die Verfolgung von außen verstanden. Andere haben wiederum darunter fleischliche Versuchungen wie den Geschlechtstrieb verstanden. Einige haben darunter seine äußere Erscheinung verstanden. Oder andere haben darunter eine epileptische Krankheit, Augenschmerzen oder heftige Kopfschmerzen verstanden. Was es auch immer sei, das hat ihm auf jeden Fall Schmerzen verursacht und ihn geschwächt. Paulus empfand es als ein Hindernis für seine Mission und hatte dreimal zum Herrn gefleht, dass dieser Pfahl von ihm weiche. Der Herr Jesus sagte aber zu ihm: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.“ Der mächtige Herr wirkt gerade in unserer Schwachheit. Darum sollen wir wegen unserer Schwäche nicht mehr seufzen.

Gebet: Lieber Herr Jesus, du kannst meine Schwachheit benutzen, um deine Kraft zu offenbaren.

Ein Wort: Lass dir an der Gnade Jesu genügen