Dezember 16

Ein anderer Jesus

2. Korinther 11,1-15 (4)

„Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!“

Als Paulus am Anfang die Gemeinde in Korinther pionierte, waren die Brüder für die empfangene Gnade dankbar, und sie nahmen Paulus herzlich an und gehorchten auch seinem Wort. Nach geraumer Zeit wurden sie zu anderen Menschen als früher, sodass Paulus mit ihnen nicht mehr harmonisch reden konnte. Paulus spürte von ihnen Ablehnung und Widerstand. Deshalb hatte Paulus im Herzen keine Ruhe und musste unter Tränen viel mit ihnen kämpfen. Ähnliches erfahren wir auch in der Gemeinde. Einige Brüder, die durch uns zum Glauben gekommen und dafür dankbar sind, ändern plötzlich ihre Meinung und fangen an, uns zu kritisieren und sich sogar gegen uns zu positionieren. In solch einem Fall werden wir hilflos, verwirrt und wissen nicht, was wir tun sollen. Woran liegt das? Liegt das Problem wirklich in uns selbst? Das mag auch sein. Paulus aber sieht dieses Problem ganz anders. Er macht der Gemeinde zu Korinth den Vorwurf, dass sie einen anderen Jesus, einen anderen Geist und ein anderes Evangelium aufgenommen haben. Deshalb können sie nicht mehr wie früher sein. Sie haben einen anderen Glauben. Deshalb kann er mit ihnen nicht mehr wie früher in Einfalt umgehen.

Gebet: Lieber Vater, hilf uns, nicht jede Predigt gedankenlos aufzunehmen, sondern sie ernst zu prüfen.

Ein Wort: Klar unterscheiden, was anders ist