Dezember 16

Nur mit sich selbst vergleichen

2. Korinther 10,12-18 (12)

„Denn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu vergleichen, die sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie nichts.“

Das ist eine scharfe Kritik des Paulus gegen die, die ihn kritisieren. Diese Menschen sind unbelehrbar und unverständig, weil sie sich nur an sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen. Sie sind lediglich mit einem Empfehlungsbrief gekommen und üben dennoch Kritik aus. Sie haben eigentlich in der Gemeinde gar nichts zu sagen, da sie sich nicht an der Gründung der Gemeinde beteiligt haben. Ihr Problem liegt darin, dass sie sich selbst zum Maßstab ihres Lebens machen und deshalb viel von sich selbst halten. Das kann man mit einem Beispiel erklären: Wer sich selbst für einen guten Klavierspieler hält, möge sich mit einem bedeutenden Pianisten vergleichen; dann wird er anderen Sinnes werden. Wenn er aber sich nur an sich selbst messen würde, kann er überhaupt nichts verstehen und keinen Fortschritt machen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir stets mit anderen besseren Menschen vergleichen und uns unter Druck setzen sollen. Umgekehrt, wir sollen aus der eigenen Egosucht herauskommen und von anderen lernen, wie sie trotz ihrer widrigen Umstände doch im Glauben kämpfen, um Gott Ehre zu geben. Vor allem sollen wir von Jesus Christus lernen, denn er ist unser Maßstab. Gebet: Lieber Vater, lass mich nicht töricht sein, sondern von anderen lernen und insbesondere von Jesus.

Ein Wort: Versteht doch!